16.05.2022 - 10:41

Am Sonntag, den 15. Mai 2022 fand zum ersten Mal im Rahmen der Aktionstage Lichtschießen der nationale Rahmenwettkampf „Wettkampforientiertes Lichtschießen“ im thüringischen Suhl statt. Kinder zwischen 8 und 12 Jahren aus Schützenvereinen aus ganz Deutschland konnten sich nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause für den Präsenzwettkampf in den Klassen Schüler II und Schüler III in einer offenen Meldemeisterschaft mit der Lichtpistole bzw. dem Lichtgewehr in einem Stehendanschlag messen. Es war hierfür ein 20 Schuss-Programm frei Hand zu absolvieren.

Ich freue mich, dass die Carl Walther GmbH die Kampagne in diesem Maße unterstützt und mit dieser Förderung genau an der richtigen Stelle ansetzt!

Gerhard Furnier, DSB-Vizepräsident Sport

Gerhard Furnier, DSB-Vizepräsident Sport, Stefan Rinke, DSB-Vizepräsident Jugend, sowie Karolis Girulis, Exportleiter der Carl Walther GmbH, überreichten den Kindern die neuen Sportgeräte. Damit ist der Übergang vom Lichtschießen in den Druckluftbereich gesichert – ab dem Alter von zwölf Jahren ist das Schießen mit Luftgewehr bzw. -pistole erlaubt.

Für Furnier, der neben dem Leistungssport auch ein besonderes Auge auf den Nachwuchssport legt, ein tolles Signal: „Ich freue mich, dass die Carl Walther GmbH diese Kampagne in diesem Maße unterstützt und mit dieser Förderung genau an der richtigen Stelle ansetzt. Jetzt wünsche ich allen, dass die Jugend trifft!“

Girulis, der bei den Olympischen Spielen in Tokio für Litauen im Luftgewehr-Wettbewerb am Start war, freute sich ebenso für das Sextett: „Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie wichtig gerade zu Beginn ein gutes, zuverlässiges Sportgerät beim Sportschießen ist. Mit dem LG 400 bzw. der LP 500 steht einem erfolgreichen Start in den Druckluftbereich nichts mehr im Weg.“

Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie wichtig gerade zu Beginn ein gutes, zuverlässiges Sportgerät beim Sportschießen ist!

Karolis Girulis, Exportleiter der Carl Walther GmbH und Olympia-Teilnehmer in Tokio

Mit der Nachwuchskampagne „#Jugend trifft“ wollen der Deutsche Schützenbund und die Carl Walther GmbH die Jugend und deren Förderung in den Fokus rücken. Junge Talente für den Schießsport gewinnen, sie zu fördern und zu fordern und damit auch in die Gemeinschaft des Schützenwesens zu integrieren – das ist das Ziel der Kampagne, die in Suhl einen gelungenen Start feierte.

16.05.2022 - 09:57

“Endlich wieder eine Delegiertenversammlung in Präsenz”
„Ich freue mich sehr, Euch heute alle wieder live und in Farbe begrüßen zu dürfen”, führte Präsident Lars Bathke gleich zu Beginn aus. „Es ist nach dieser anstrengenden Phase nun wieder Zeit, nach vorne zu schauen und gemeinsam für eine bessere Zukunft zu arbeiten.“

Vor Durchführung der Versammlung begrüßte Präsident Lars Bathke herzlich den Ehrenpräsidenten des Schützenverbandes Hamburg Günther Schröder sowie die Ehrenmitglieder Klaus Hadler, Hans-Peter Moor und Manfred Seevers.

Eine besondere Begrüßung durch den Präsidenten galt der Landesdamenkönigin Karin Barthels von der Vierländer Schützengesellschaft sowie dem neuen Comeback-Landeskönig Peter Polley vom Schützenverein zu Moorburg. Beide neuen Landeskönige wurden zusammen mit den beim Landeskönigsschießen besten Zweit- und Drittplatzierten Ralf Nehring, Stephanie Weiß und Martina Wittkowski ausgezeichnet.

Bei aller Freude über die in Präsenz stattfindende Delegiertenversammlung wurde jedoch zu Beginn der verstorbenen Mitglieder gedacht, die sich besonders um das Wohl des Hamburger Schützenwesens verdient gemacht haben.

Die Versammlung legte eine Schweigeminute für die verstorbenen Mitglieder ein. Stellvertretend für alle verstorbenen Mitglieder des Verbandes wurde an folgende verdiente Mitglieder gedacht: Hans-Joachim Meyer-Bosse (verst. 18.04.2019, langjähriger Vizepräsident, sowie Ehrenmitglied des Verbandes und Gesamtvorstandsmitglied im Deutschen Schützenbund), Kurt Narten (verst. 06.10.2019, langjähriger Landessportleiter des Verbandes seit 2004), der für seine Verdienste 2015 mit dem Ehrenkreuz in Gold (Sonderstufe) ausgezeichnet worden ist. Ebenfalls gedachte die Versammlung Karl-Heinz Jahnke (verst. 03.10.2020, Ehrenmitglied des Verbandes und Funktionsträger verschiedener Ehrenämter).

Neuwahlen im Präsidium des Schützenverbandes Hamburg
Da sportliche und traditionelle Aktivitäten innerhalb des Verbandes die letzten zwei Jahre ruhen mussten, standen viele wichtige Punkte auf der Tagesordnung der Delegiertenversammlung.

Mit am wichtigsten jedoch waren die Neuwahlen von Präsidiumsmitgliedern des Verbandes. Neuer und alter Präsident ist Lars Bathke, der durch die anwesenden Delegierten gewählt worden war. Ebenfalls für eine Amtsperiode von zwei Jahren wiedergewählt wurden Heinz-Heinrich Thömen (Vizepräsident) und Monika Grabowski (Landesschriftführerin).

Für eine Amtszeit von vier Jahren wurden Dr. Eckard Mißfeld (Vizepräsident), Peter Wiechers (Landesschatzmeister), Irmgard Lenge (Landesdamenleiterin) und Andreas Völz (Landesmusikleiter) wiedergewählt.

Der Posten des Landessportleiters im Schützenverband war einige Zeit unbesetzt, hier stellte sich Peter Hilke zur Wahl und wurde für vier Jahre als neuer Landessportleiter gewählt.

Ehrung vom Deutschen Schützenbund für den Landesschatzmeister
Eine besondere Ehrung kam dem Landesschatzmeister Peter Wiechers zuteil, der für seine langjährigen Verdienste zum Wohle des Deutschen Schützenbundes mit dem Ehrenkreuz in Gold des Deutschen Schützenbundes ausgezeichnet worden ist.

Der Geehrte kann auf eine langjährige “Schützenkarriere” blicken. So trat er 1959 dem Eißendorfer Schützenverein bei und engagierte sich vom ersten Tag im Verein mit Leib und Seele. Zunächst führte er als 2. Vorsitzender (1989 – 1992) und als 1. Vorsitzender (1992 – 2004) die Geschicke der Eißendorfer Schützen, bevor er seit 2003 als Vizepräsident des Schützenkreisverbandes Harburg-Stadt und seit 2009 als Landesschatzmeister des Schützenverbandes Hamburg sich ehrenamtlich engagiert. Sichtlich gerührt nahm Peter Wiechers mit großer Freude diese besondere Auszeichnung an. “Es war immer eine sehr schöne Zusammenarbeit”, freut sich Vizepräsident  Heinz-Heinrich Thömen, der diese Auszeichnung vornahm.

Lars Bathke teilte der Delegiertenversammlung mit, dass in den kommenden Jahren zahlreiche Präsidiumsmitglieder Ihr Amt niederlegen und in den wohlverdienten “Ehrenamtsruhestand” gehen werden. “Es werden weiterhin Schützenbrüder und -schwestern gesucht, die sich gerne ehrenamtlich im Verband engagieren wollen”, blickt Bathke hoffnungsvoll in die Zukunft. Ferner teilte Lars Bathke der Versammlung mit, dass für die Geschäftsstelle des Verbandes zwei neue Angestellte gesucht werden, da im Jahr 2024 Mitarbeiterinnen in den Ruhestand gehen werden.

(Schützenverband Hamburg)

16.05.2022 - 09:34

Bereits am Vormittag wurden die Qualifikationswettkämpfe in den Disziplinen Recurve und Compound ausgetragen. Nach einer kurzen Mittagspause fielen dann die Entscheidungen. In der Disziplin Recurve gab es bei den Männern das erwartete Duell der beiden Titelaspiranten Christoph Breitbach (HU Berlin) und Robin Uhrich (Uni Freiburg). Am Ende setzte sich der Berliner in einem spannenden Finale 6:4 durch und darf sich nun Deutscher Hochschulmeister 2022 nennen. Bei den Frauen fiel die Entscheidung erst im Stechen: Anna-Maria Schuster (LMU München) bezwang überraschend ihre Teamkollegin Lena Wentzel mit 6:5.

In der gemischtgeschlechtlich ausgetragenen Disziplin Compound sorgte Pascal Schmidt (TH Mittelhessen) für eine Überraschung, der sich im Finale gegen Titelfavorit und EM-Teilnehmer Leon Hollas (TU Dresden) mit 145:143 durchsetzte. Rang drei belegte Katharina Raab (HS Kempten) und war damit die beste Frau in dieser Disziplin. Im Wettbewerb Team-Recurve gewann die Uni Freiburg gegen die beiden Münchner Mannschaften LMU München (Platz 2) und TU München (Platz 3).

Neben den spannenden Wettkämpfen konnten sich die Zuschauer selbst an Pfeil und Bogen ausprobieren. Für Kinder war eine Bastelecke eingerichtet. Organisiert wurde das Event von 21 Bachelor-Studierenden des Instituts für Sportwissenschaft in Kooperation mit dem Tübinger Hochschulsport.

(Uni Tübingen)

15.05.2022 - 21:18

Michaela Bösl musste gleich zweimal in das Shoot-off. Im zweiten Halbfinale des Wettkampfes hatte ich die 19-Jährige um den Einzug in Medaillenmatch nach zuvor neun Hits mit 2:0 gegen die Französin Heloise Fourree durchgesetzt, im Stechen um Bronze unterlag sie der Inderin Namya Kapoor knapp mit 2:3. Deren Teamkolleginnen Rhythm Sangwan und Manu Bhaker machten den Titel unter sich. Sangwan siegte letztlich deutlich mit 31:26 Hits. Neben Michaela Bösl hatten auch Mia Fuchs (Gondelsheim) und Vanessa Seeger (Hemmingen) die Vorschlussrunde erreicht, scheiterten aber in ihren Halbfinals jeweils als Vierte.

Auch im Wettbewerb 25 Meter Pistole der Junioren feierte Indien einen Dreifacherfolg. Shiva Narwal stand mit 583 Ringen ganz oben auf dem Podest. Markus Lehner (München) war als Siebter bester Deutscher, der 20-Jährige hatte 575 Ringe getroffen.

In der ersten Entscheidung des Tages hatte es einen italienischen Erfolg gegeben. Im Duell um Gold bezwang Danilo Sollazzo den Inder Shivam Dabas knapp mit 17:15 Punkten. Dabas hatte bereits sechs Punkte in Front gelegen, die folgende Aufholjad des Italieners wurde nach dem letzten Finalschuss mit Platz eins belohnt. Bronze ging an den Franzosen Nathan Bailly.

Nils Friedmann (Warthausen) belegte im Endklassement Platz sechs. Der 19-Jährige hatte sich in der Elimination lange unter den besten Vier behauptet, verlor aber in der ersten Serie des Stehendschießens etwas den Anschluss. Bundestrainerin Claudia Kulla lobte ihren Schützling: „Für ein Finale auf diesem Niveau war das seine sehr, sehr gute Leistung.“

In der letzten Entscheidung des Tages, dem Gewehr-Dreistellungskampf der Juniorinnen, waren gleich drei Deutsche vertreten. Im Medaillenmatch um Gold gab es einen indischen Erfolg, Sift Kauer Samra bezwang die Norwegerin Julie Johannessen mit 17:9. Dritte wurde die Inderin Ashi Chouksey.

Nele Stark (Güglingen) hatte lange Zeit auf dem zweiten Rang gelegen, konnte die Position im Stehendanschlag allerdings nicht behaupten und belegte am Ende Rang vier. Larissa Weindorf (Mannheim) und Hanna Wehren (Uedem) reihten sich hinter der am Ende besten Deutschen auf den Plätzen fünf und sechs ein.

Vorschau 16. Mai, Montag

12.30 – 13.00 Uhr: Goldmedaillen-Match Gewehr Dreistellung Team Junioren

15.35 -15.55 Uhr: Medaillenmatch Schnellfeuerpistole Junioren

17.30 - 18.00 Uhr: Goldmedaillen-Match Gewehr Dreistellung Team Juniorinnen

(Michael Eisert)

15.05.2022 - 09:57

Sofia Littame und Ricardo Mirabile, die in der Qualifikation mit 140 Treffern einen neuen Junioren-Weltrekord aufgestellt hatten, bezwangen im Duell um Gold ihre finnischen Kontrahenten Sara Nummela und Juho Maekelae mit 6:2-Punkten. Die beiden Bronzemedaillen gingen an die Mixed-Teams Spanien I und Großbritannien II.

Die beiden deutschen Teams hatten mit dem Ausgang des Mixed-Events nichts zu tun. Das Duo Deutschland I mit Sofia Weber (Titisee-Neustadt) und Marius John (Friemar) belegten in der Qualifikation mit 130 Treffer Rang 14. Vier Scheiben weniger hatten in der Addition Lena Hubbermann (Visbek) und Moritz John (Friemar) getroffen, die zweite deutsche Vertretung wurde damit 20.

Zur Hälfte der Wettkämpfe führt Indien das Medallienranking mit 16 Plaketten unangefochten an, achtmal wurde bislang die indische Nationalhymne intoniert. Am Freitag dominierten die indischen Sportlerinnen und Sportler den Tag in beeindruckender Manier, alle Teamwettbewerbe mit dem Luftgewehr und der Luftpistole sahen indische Trios auf dem obersten Siegertreppchen. Acht Nationen freuten sich bist jetzt über Erfolge in der Einzelwertung, die Medaillen gingen bislang an Juniorinnen und Junioren von zwölf Nationen. Auf der Habenseite des deutschen Nachwuchses stehen bislang zwei Bronzeplaketten.

Mit Nils Friedmann (Warthausen) hat sich ein deutscher Junior für die Runde am Sonntag der besten Acht im Gewehr-Dreistellungskampf qualifiziert, in der Elimination trifft er dabei auch auf zwei indische Gewehrschützen.

 

Vorschau 15. Mai, Sonntag

09.45 – 10.05 Uhr: Medaillenmatch Gewehr Dreistellung Junioren

12.15 – 12.35 Uhr: Medaillen-Match 25 Meter Pistole Juniorinnen

16.45 – 17.05 Uhr: Medaillenmatch Gewehr Dreistellung Juniorinnen

(Michael Eisert)

13.05.2022 - 22:34

Im Teamwettbewerb der Juniorinnen mit der Luftpistole gewann die deutsche Vertretung mit Vanessa Seeger (Hemmingen), Celina Becker (Ubstadt-Weiher) und Mia Fuchs (Gondelsheim) Bronze. In Duell gegen Großbritannien setzten sich die Deutschen am Ende knapp mit 17:15 durch. Nachdem sich das später erfolgreiche Trio bereits um vier Punkte abgesetzt hatte, kamen plötzlich die Britinnen auf. Beim 15:15 ging die Hand von Trainer Heiko Dörr an die Halsschlagader, am Ende punkteten seine Schützlinge dennoch final. Den Sieg trugen erneut die indischen Athletinnen davon, die im Match um Gold Georgien mit 16;8 letztendlich ungefährdet bezwangen.

Die erste Entscheidung des Tages, der Luftgewehr-Teamwettbewerb der Junioren, hatte keine deutschen Athleten auf dem Finalstand gesehen. Das deutsche Team mit Benedikt Mockenhaupt (Bovenden), Marc Hülsmann (Bielefeld) und Nilsberg (Wickede) hatte in der Qualifikation als Sechster den Einzug in die Runde der besten Vier verfehlt. Am Ende standen für das Trio 617,1 Ringe auf dem Tableau, Benedikt Mockenhaupt hatte mit 206,8 Ringen am besten getroffen. Im Duell um den ersten Platz setzte sich Indien mit 16:8 gegen Spanien durch, Paarth Makhia, Umamahesh Maddineni und Rudrankksh Patil bescherten der indischen Mannschaft die bereits die fünfte Goldmedaille. Bronze ging an Norwegen.

Im Teamwettbewerb mit der Luftpistole waren die deutschen Junioren der Squadra Azzurra am Ende mit 12:16 unterlegen. Unter wechselnden „Auf geht’s, wir wollen Zehner sehn“ und „Italia, Italia“-Rufen hatten Hugo Fries (Schwäbisch-Hall), Eduard Baumeister (Neuhausen) und Andreas Köppl (Gleiritsch) bis zum Zwischenstand von 10:10 stets vorgelegt. Danach übernahmen die Italiener das Kommando und sicherten sich die Bronzemedaille. Das deutsche Team hatte sich als Vierter der Vorrunde mit 563 Zählern für das kleine Finale qualifiziert. Gold ging an Indien, das im Finale das usbekische Team mit 17:9 bezwungen hatten.

Ohne deutsche Beteiligung verliefen die Medaillen-Matches im Mannschaftswettbewerb Luftgewehr der Juniorinnen. In einem asiatischen Finale hieß der Sieger nach einem 17:9 gegen Korea erneut Indien. Italien gewann die Bronzemedaille. Das deutsche Trio mit Hannah Wehren (Uedem), Franziska Driessen (Kalka) und Larissa Weindorf (Mannheim) hatte mit 930,3 Ringen in der Qualifikation den Einzug in die Medaillen-Duelle verfehlt.

Beste Mannschaft im Trapschießen bei den Juniorinnen, deutschen Sportlerinnen waren nicht am Start, war Italien vor Indien. Im Duell um Bronze setzte sich Australien gegen die USA durch. Bei den Junioren gab es einen Sieg für die USA, Indien wurde Zweiter, Platz drei gewann Italien im Stechen gegen Australien. Deutschland mit Tim-Luca Schmidt (Dersekov) sowie Marius und Moritz John (beide Friemar) hatte in der Qualifikation mit 200 Gesamttreffern den sechsten Platz belegt. Mit 71 Treffern war hier Marius John der Beste.

Vorschau 14. Mai, Sonnabend

16.30 – 17.00 Uhr: Goldmedaillen-Match Trap Mix

(Michael Eisert)

13.05.2022 - 11:43

Das Leben in Schützenvereinen lebt von der Gemeinschaft, vom Miteinander, von der Geselligkeit. Der Schießsport lebt von Präzision, Leidenschaft und Konzentration. Um diese beiden Felder auf einen Nenner zu bringen, haben Walther und der DSB den Slogan „#Jugendtrifft“ kreiert. Jugendliche für den Schießsport gewinnen, sie zu fördern und fordern und damit auch in die Gemeinschaft des Schützenwesens zu integrieren.

„Unser Ziel ist es, den Schießsport in Deutschland in der Jugendarbeit zu fördern und ihm eine erfolgreiche Zukunft zu ermöglichen“, so Bernhard Knöbel, CEO der Carl Walther GmbH. Dazu haben sich die beiden Partner ein attraktives „Paket“ ausgedacht: Bei der Deutschen Meisterschaft Lichtschießen erhalten zukünftig in der ältesten Altersklasse die jeweils drei Erstplatzierten ein Luftgewehr (LG 400) bzw. eine Luftpistole (LP 500). Doch damit nicht genug: Die Sportgeräte werden mit dem Slogan „Jugendtrifft“ gebrandet und sind somit echte Raritäten.

Ich bin der Carl Walther GmbH sehr dankbar, dass sie die Kampagne gemeinsam mit dem DSB ins Leben ruft und mit so attraktiven Gewinnen unterstützt.

DSB-Präsident Hans-Heinrich von Schönfels

Für DSB-Präsident Hans-Heinrich von Schönfels eine tolle Idee und der richtige Ansatz: „In der Coronazeit haben wir leider einige Jugendliche für den Bogen- und Schießsport verloren. Deshalb müssen wir im Nachwuchsbereich handeln und aktiv werden, und darum bin ich der Carl Walther GmbH sehr dankbar, dass sie die Kampagne gemeinsam mit dem DSB ins Leben ruft und mit so attraktiven Gewinnen unterstützt.“

Der Startschuss der Kampagne erfolgt bereits am 15. Mai, wenn im Rahmen des ISSF Junioren-Weltcups in Suhl der Wettkampf Lichtschießen durchgeführt wird und die jungen Sportler dementsprechend im Fokus stehen.

13.05.2022 - 10:21

Seit gestern ist es offiziell: ihr seid bei der Bogen-EM in München dabei. Was bedeutet euch das?
Göppel: „Es ist für mich eine große Ehre, bei der EM in München dabei zu sein und Deutschland daheim zu präsentieren.“
Wieser: „Für mich bedeutet das wirklich sehr viel. Ich freue mich in München an den Start gehen zu dürfen. Es ist einfach nochmal etwas anderes, wenn so ein Event zuhause stattfindet und viele mir bekannte Gesichter zusehen werden.“

Franziska, für dich ist es überhaupt die erste EM. Hast du dir das vor ein paar Monaten vorstellen können, dass du dabei bist?
Göppel: „Nein, definitiv hatte ich keine Vorstellung davon. Erst in Antalya wurde mir klar, dass ich ernsthafte Chancen auf die „EM dahoam“ habe.“

Es ist für mich eine große Ehre, bei der EM in München dabei zu sein und Deutschland daheim zu präsentieren!

Franziska Göppel zur EM-Teilnahme in München

Du bist eigentlich noch Juniorin und jetzt voll durchgestartet, u.a. warst du beim sensationellen Weltcup-Sieg des Frauen-Teams dabei. Was ist mit dir passiert?
Göppel: „Der sensationelle Sieg im Damen-Team war das Ergebnis eines konsequenten, ausdauernden Trainings. Das wichtigste war natürlich unser Zusammenhalt unter uns Damen im Team.“

Moritz, du bist dagegen schon ein „alter Hase“, nimmst nach 2021 an deiner zweiten EM teil. Wie muss man eine EM angehen? Was kannst du Franziska für Tipps geben?
Wieser: „Im Prinzip ist ein Wettkampf wie jeder andere. Am wichtigsten ist es, sich auf sich selbst zu konzentrieren, den Fokus auf die wesentlichen Dinge zu setzen und Pfeil für Pfeil die beste Technik abzuliefern.“

Und wie gewinnt man eine EM-Medaille? Das ist dir bei der Premiere 2021 in Antalya auf Anhieb im Einzel (Bronze) gelungen?
Wieser: „Harte Arbeit zahlt sich natürlich aus. Wir trainieren sehr, sehr viel, haben sehr viele Lehrgänge und Wettkämpfe in der Vorbereitung hinter uns und trotzdem braucht man an diesem Tag auch einfach ein Quäntchen Glück.“

Das Ziel ist immer eine Medaille!

Moritz Wieser zu seinen EM-Ambitionen

Ist das auch bei der „EM dahoam“ das Ziel?
Wieser: „Das Ziel ist immer eine Medaille. Aus diesem Grund betreiben wir den riesigen Aufwand. Ich bin mir sicher, wir sind optimal vorbereitet. Egal ob Team, Einzel oder Mixedteam, wir können überall mithalten.“

Inwieweit ist es ein Vorteil, zu Hause zu schießen? Oder ist es gar ein Nachteil?
Göppel: „Da mir die Schießanlage in Hochbrück bestens bekannt ist, würde ich es eher als Vorteil sehen. Nicht zu vergessen die Unterstützung der Fans. Aktuell sehe ich keine Nachteile. Allerdings ist es für mich das erste Mal, eine EM daheim zu schießen, und ich bin sehr gespannt auf die Resultate.“
Wieser: „Wir kennen den Platz und die Windbedingungen. Jedoch bringt das Wettkampffeld in Hochbrück auch häufig sehr widrige Windbedingung mit unklarer Windrichtung mit. Wir haben zudem nicht so eine lange Anreise wie zu anderen Wettkämpfen, das ist meiner Meinung nach schon sehr angenehm.“

Die EM in München ist der Startschuss für eine ganze Reihe von internationalen Top-Events in Deutschland mit dem Höhepunkt der WM 2023 in Berlin. Wie seht ihr die nahe und ferne Zukunft?
Göppel: „Ich hoffe natürlich, dass wir alle an diesen Wettkämpfen daheim Höchstleistung abrufen können und erfolgreich sein werden. Gleichzeitig können wir auch mit der Veranstaltung in Deutschland der Öffentlichkeit den Bogensport näherbringen und dazu animieren, es selbst einmal auszuprobieren.“
Wieser: „Das werden definitiv interessante Jahre mit wichtigen Events für den Deutschen Bogensport. Ich bin sehr gespannt. Ein sehr wichtiger Wettkampf wird auch die WM 2023 in Berlin. Hier wird ein Teil der Quotenplätze für die Olympischen Spiele 2024 vergeben.“

Und wohin kann, wohin soll es mit dem deutschen Bogensport noch gehen?
Göppel: „Ich denke, der deutsche Bogensport kann sich noch weiterentwickeln und bekannter werden. Auch die „EM dahoam“ ist dazu ein wichtiger Aspekt, den Bogensport interessanter und attraktiver zu machen.“
Wieser: „Ich hoffe, dass der Bogensport in Deutschland durch diese Events wächst und sehr viele neue Mitglieder und Interessenten erhält.“

13.05.2022 - 09:43

Die Gewinnervereine 2021 SV-Rheinau1925e.V., Schützenverein 1870 e.V. Reddeber und Schützenverein Steinwenden machen es vor – erfolgreiche und gute Jugendarbeit mit vielen Aktionen mit und von der Jugend. Wer auf diese Vereine folgen möchte, kann sich bis 31.05.2022 bewerben.

Alle Interessierten, die zeigen wollen, wie engagiert ihre Jugendabteilung ist, finden die komplette Ausschreibung, sowie die Bewerbungsunterlagen auf der Jugendseite des DSB.

Die Deutsche SchützenJugend freut sich auf zahlreiche interessante Bewerbungen. Die Preisverleihung kann in diesem Jahr hoffentlich wieder im Rahmen der Deutschen Meisterschaft in München stattfinden. Das Preisgeld des H&N Förderpreises soll in die Jugend des Vereins investiert werden und weitere, erfolgreiche Projekte ermöglichen.

12.05.2022 - 19:22

Franziska Driessen (Kalka) und Nils Palberg (Holzwickede) haben im Mixed-Wettbewerb mit dem Luftgewehr eine Medaille verpasst. Im zweiten Duell um Bronze unterlag das deutsche Duo der ersten französischen Vertretung mit Oceane Muller und Bastien Destefanis mit 9:17-Punkten. Zuvor hatten sich Driessen und Palberg mit 614,4 Ringen als Fünfte für das Medaillenmatch qualifiziert. Auch das vorherige erste Duell um Bronze hatte Frankreich II gegen Tschechien für sich entschieden. Gold ging an das polnische Duo mit der Einzeldritten des Vortages Julia Ewa Piotrowska, das sich gegen die leicht favorisierte indische Vertretung mit 17:13-Punkten durchsetzte. Die späteren Sieger hatten den anfänglichen Rückstand schnell in eine Führung gedreht und gaben danach den Vorsprung nicht mehr aus der Hand.

Die Medaillenvergabe im Mixed-Wettbewerb mit der Luftpistole fand ohne deutsche Sportler statt. Vanessa Seeger und Hugo Fries verpassten in der Qualifikation mit 564 Gesamtringen den notwendigen sechsten Rang um einen Ring und wurden Achte. Im Duell um Gold trafen die beiden indischen Duos aufeinander, nach einem 16:12-Erfolg hießen die Sieger Esha Singh und Chaudhary Saurabh. Es waren die Medaillen Nummer neun und zehn für das indische Team. Die beiden Bronzeplaketten gewannen Frankreich und Georgien.

In den Trapentscheidungen hatten die deutschen Flintenschützinnen und Flintenschützen nichts mit dem Ausgang zu tun. Bei den Junioren verpasste der 17-jährige Lokalmatador Marius John (Friemar) trotz eines guten Ergebnisses von 117 getroffenen Scheiben als 13. den Finaleinzug um einen Treffer. Moritz John platzierte sich im Endklassement mit 110 Treffern auf Rang 33. Sieger wurde der Australier Marco Corbo mit einem Finalresultat von 32 Treffern vor Lance Patrick Thompson (31) aus den USA und Hussein Dariuch aus Brasilien.

Beste Juniorin war zuvor die Bulgarin Selin Ali, die mit 26 Treffern im Medallienmatch Kiara Dean aus Australien um eine Scheibe distanziert und sich damit Gold gesichert hatte. Als Dritte stand Sydney Krieger aus den USA auf dem Podest. Die beiden deutschen Starterinnen, Sofia Weber (Titisee-Neustadt) und Lena Hubbermann (Visbek), hatten keine Chance auf den Finaleinzug.

(Michael Eisert)

Das DSB-Team für den Junioren Weltcup

Gewehr: Anna Marie Beutler (Breisach), Franziska Driessen (Kalka), Nils Friedmann (Warthausen), Marc Hülsmann (Bielefeld), Benedikt Mockenhaupt (Bovenden), Nils Palberg (Holzwickede), Franziska Stahl (Elkhausen), Nele Stark (Güglingen), Leon Thieser (Mettlach-Saarhölzbach), Hannah Wehren (Uedem), Larissa Weindorf (Mannheim)

Pistole: Eduard Baumeister (Neuhausen), Celina Becker (Ubstadt-Weiher), Michaela Bösl (Mintraching), Evan Dörr (Niederhöchstadt), Hugo Fries (Schwäbisch-Hall), Mia Fuchs (Gondelsheim), Nick Godau (Leinefelde-Worbis), Lukasz Gorka (Wiesbaden), Tobias Gsöll (Graben), Felix Hollfoth (Lahnau), Andreas Köppl (Gleiritsch), Markus Lehner (München), Vanessa Seeger (Hemmingen), Lydia Vetter (Deufringen)

Flinte: Lisa Ann Beetz (Lebus), Emilie Bundan (Freren), Rene Bundan (Freren), Annabella Hettmer (Wiesbaden), Lena Hubbermann (Visbek), Marius John (Friemar), Moritz John (Friemar), Paul Judek (Guhrow), John Kellinghaus (Mettingen), Tim Krause (Eppelheim), Luis Lange (Petershagen), Hanna Middel (Wiesbaden), Tim-Luka Schmidt (Dersekov OT Subzow), Malte Schnieders (Hörstel-Bevergen), Isabel Wassing (Ahaus), Sofia Weber (Titisee-Neustadt), Valentin Woestmeyer (Saerbeck)

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