14.07.2019 - 17:54

Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung haben Max Braun (Neidlingen, 620,8 Ringe), Luc Dingerdißen (Münzenberg, 620,5) und Luka Alexander Ribbe (Sulzbach, 620,4 Ringe) die Mannschaftswertung im Liegendschießen der Junioren gewonnen. Das Trio belegte im Einzel die Plätze sechs, sieben und acht und setzte sich mit 1861,7 Ringen deutlich vor Norwegen (1852,5 Ringe) und Österreich (1852,3 Ringe) durch. Bundestrainerin Claudia Kulla freute sich über den Erfolg ihrer Schützlinge. „Die Jungen hatten wesentlich schwierige Bedingungen als die Mädchen.“ Zudem machte der Wind im zweiten Durchgang, dort waren Max Braun und Luka Ribbe am Start, den Schützen zu schaffen, sagte Kulla.

Gold im Einzel gewann der Österreicher Stefan Wadlegger mit 623,4 Zählern vor Grigorii Shamakov aus Russland und dem Chinesen Changhong Zhang.

Im Liegendschießen der Juniorinnen waren zuvor die Sportlerinnen aus Norwegen im Einzel und in der Mannschaftswertung erfolgreich. Jeanette Hegg Duestad sicherte sich die Goldmedaille mit 627,9 Ringen und drei Zehnteln mehr knapp vor Sara Karasova aus Tschechien. Dritte wurde Sheileen Waibel aus Österreich. Beste Deutsche in der 81-köpfigen Konkurrenz war Kim Alina Schladebach (Heitersheim) als Fünfte, die 17-Jährige lag mit 624,0 Ringen am Ende über drei Zähler hinter der Drittplatzierten.

Das norwegische Trio veredelte seinen Erfolg in der Teamwertung mit dem neuen Junioren-Weltrekord von 1865,5 Ringen. Silber ging an China vor Tschechien. Das deutsche Team mit Anna Janßen, Melissa Ruschel und Larissa Weindorf platzierte sich mit 1846,9 Ringen auf Rang neun.

Im Wettbewerb 50 Meter Pistole der Juniorinnen siegte die Russin Nadezhda Koloda mit 543 Ringen vor den beiden Inderinnen Piya Raghav und Vibhuti Bhatia. Mit 1559 Zählern ging auch die Goldmedaille in der Mannschaftswertung an Russland, Indien und Weißrussland komplettierten das Podest.

Sieger bei den Junioren wurde der Inder Gaurav Rana, der mit 553 Ringen und zwei Zählern mehr seinen Landsmann Arjun Singh Cheema auf Platz zwei verwies. Bronze gewann Ihor Solovei aus der Ukraine. Teamsieger wurde Indien mit 1651 Ringen vor Weißrussland und Russland. Deutsche Sportler waren in beiden Wettkämpfen nicht am Start.

Am Montag werden die ersten Medaillen in den olympischen Disziplinen vergeben, die morgigen Finalzeiten:

  • 14.30 Uhr: Luftgewehr Juniorinnen
  • 16.30 Uhr: Wurfscheibe Trap Juniorinnen
  • 17.30 Uhr: Wurfscheibe Trap Junioren

 

Text: Michael Eisert

13.07.2019 - 22:25

Gary Anderson, Technischer Delegierter des Welt-Schießsportverbandes ISSF, hatte den Weltcup kurz vor 20 Uhr für eröffnet erklärt. „Der Wettkampf in Suhl hat den Schießsport verändert, von ihm sind viele Innovationen ausgegangen“, hatte Anderson zuvor gesagt. Zugleich dankte er dem Deutschen Schützenbund, dem Thüringer Schützenbund sowie der Stadt Suhl für das Engagement. Suhls Bürgermeister Jan Turczynski freute sich, über den Start von über 650 Nachwuchssportlern in Suhl, hieß sie in der Stadt herzlich willkommen. Wettkampfmanager Willi Grill hatte zuvor an den Beginn des Wettkampfes im Jahr 1995 erinnert, heute sei der Wettkampf „eine große Show“. „Kommen Sie 2020 wieder nach Suhl“, lud er zur Weltmeisterschaft im nächsten Jahr ein. Bis zum kommenden Freitag werden die Nachwuchsschützen von 60 Nationen rund 1.700 Starts bestreiten.

Umrahmt worden war die Eröffnungszeremonie von den Böllerschützen der Schützengilde Heinrichs aus Suhl und dem Showballett des Ziegenberger Carneval-Clubs.

Schon vor der Eröffnung waren die ersten sportlichen Entscheidungen gefallen. Im nichtolympischen Wettbewerb 25 Meter Standardpistole der Junioren gab es einen dreifachen indischen Erfolg. Udhayveer Sidhu siegte mit 575 Ringen vor seinen Landsleuten Ardash Singh und Anish Anish. Mit dem neuen Junioren-Weltrekord von 1707 Zählern ging auch in der Teamwertung Gold an Indien I. Bester Deutscher im Einzel war Nick Ruß (Wackersdorf) mit 564 Ringen auf Platz 16. Beste Juniorin war Chawisa Raduka aus Thailand mit 567 Ringen, hier waren keine deutschen Mädchen am Start.

Beim Jubiläums Team-Cup Luftgewehr und Luftpistole, das Mixed-Schießen wurde anlässlich der 25. Auflage des Wettkampfes ausgetragen, gab es ebenfalls einen indischen Erfolg, Das erfolgreiche Duo setzte sich im Finale mit 14:8 gegen Russland durch. Dritter wurde die Vertretung Irans. Für die drei ersten Plätze waren Preisgelder in Höhe von 700, 500 und 300 Euro ausgelobt worden.

Wegen des Streamings der Endkämpfe durch den Weltverband ISSF verschieben sich die Finalzeiten am Montag, die Trap-Finals werden nun um 16.30 Uhr bzw. um 17.30 Uhr ausgetragen.

Finals am Montag, 15. Juli:

  • 14.30 Uhr: Luftgewehr Juniorinnen
  • 16.30 Uhr: Wurfscheibe Trap Juniorinnen
  • 17.30 Uhr: Wurfscheibe Trap Junioren

 

Text: Michael Eisert

13.07.2019 - 10:00

Die Deutsche SchützenZeitung berichtet ausführlich über den historischen Erfolg der Damen, aber auch das Scheitern der Männer, sowie selbstverständlich auch über das Abschneiden der nichtolympischen Compoundschützen.

Die zweite Möglichkeit haben die Recurve-Männer im Juni ebenfalls verpasst. Sie tat sich auf bei den zweiten Europaspielen in der weißrussischen Hauptstadt Minsk. Auch die Sportschützen zielten an den Quotenplätzen vorbei – dennoch erreichten sie einige bemerkenswerte Erfolge. Auch über die Tage in Minsk, die bei der Eröffnungsfeier mit einer Schützin als deutscher Fahnenträgerin begannen, berichtet die DSZ in ihrer aktuellen Ausgabe.

Die Tradition mit Kaiser Maximilians Waffen und Abenteuer, viel Service zu den Themenblöcken Gewehr, Pistole, Auflage und Verein sowie zahlreiche interessante Meldungen runden die aktuelle Ausgabe ab. Wer sich eigens das kommende Heft sichern möchte – oder eine frühere Ausgabe – hat online die Bestellmöglichkeit unter www.uzv.de, und er kann wählen zwischen gedruckter und digitaler Form.

12.07.2019 - 10:44

Wie in den vergangenen Jahren, sind diese online einzusehen ebenso wie die Teilnehmerliste, der Zeitplan und die Ausschreibung.

In diesem Jahr erfährt die DM nochmals eine Besonderheit, denn sie wird im Rahmen des Deutschen Meisterschafts-Wochenendes und dem Format „Die Finals - Berlin 2019“ in Berlin ausgetragen. Der Bogensport wird in einer separat errichteten Finalarena unter Tausenden von Zuschauern direkt am Olympiastadion präsentiert. Berlin wird damit am ersten Augustwochenende (2.-4. August) 2019 Gastgeber von insgesamt zehn Deutschen Meisterschaften sein - ARD & ZDF berichten live und ausführlich.

12.07.2019 - 01:19

Kris Großheim hatte sich schon an Tag eins bei den langsamen Scheiben in hervorragende Ausgangsposition gebracht, führte sogar mit 294 Ringen. Doch der Schwede Andreas Bergström konterte an Tag zwei mit einer starken 100er-Serie – zu stark für Kris Großheim, dessen 94 Ringe in Serie fünf ihm zu viel Vorsprung kosteten. Eine Acht im letzten Schuss ließen schließlich die Goldträume zerplatzen. Mit nur einem Ring Abstand (581 Ringe) musste er sich hinter Bergström einordnen. Dennoch ein riesen Erfolg für Großheim, der in seinem letzten Junioren-Jahr noch einmal auf Medaillensammlung gehen will und auch Disziplintrainer Thomas Pfeffer ist zufrieden: „Das war keine schlechte Leistung und es war bis zum letzten Schuss spannend, aber der Schwede war eben einen Tick besser.“ Seine Kollegen Torsten Fass und Paul Reuther kamen auf die Plätze neun und 13 und komplettierten die gute Mannschaftsleitung, die mit Bronze belohnt wurde. Karsten Krause erreichte den 14. Platz in der Männerklasse.

Vogelbacher holt Silber bei Damenpremiere

Grund zur Freude gab es bei der Premiere der Damen, die zum ersten Mal in dieser Disziplin an den Start gehen durften. Daniela Vogelbacher musste sich lediglich zwei Ukrainerinnen geschlagen geben, ehe sich die Deutsche auf dem Bronzerang platzierte. Beinahe hätte sie sogar noch Valentyna Honcharova von Platz zwei verdrängt, doch 90 Ringe in der Schlussserie verhinderten die Silbermedaille und so gewann sie mit 565 Ringen Bronze. „Ich habe mich riesig für Daniela gefreut, da sie namenhafte Schützen hinter sich gelassen hat“, so Pfeffer überglücklich. Eva Maria Östreicher platzierte sich mit 540 Ringen als Neunte im Mittelfeld.

11.07.2019 - 17:25

Dabei waren sich die Referenten der Landesverbände einig, dass nach den intensiven Bemühungen des Deutschen Schützenbundes einiges an Ungemach aus dem neuen Änderungsgesetz von den Schützen abgewendet werden konnte. Vizepräsident Wolpert hob dabei jedoch auch hervor, dass dies nur durch die gute Zusammenarbeit und enge Abstimmung vor allem mit dem Deutschen Jagdverband und dem Forum Waffenrecht möglich gewesen sei.

Positiv bewertet wurde insbesondere, dass im aktuellen Kabinettsentwurf die anfänglich geplante Anzeigepflicht für historische Waffen nicht mehr aufgeführt wird. Und auch die im aktuellen Referentenentwurf vorgestellten neuen Regelungen zu  den Bedürfnisbescheinigungen fanden den Zuspruch der Sitzungsteilnehmer. Gleichzeitig wurde jedoch auch klar zum Ausdruck gebracht, dass es insbesondere hinsichtlich der Regelungen in § 4 Absatz 4 (Überprüfung des Fortbestehens des Bedürfnisses) und § 14 WaffG (Erwerb und Besitz von Schusswaffen) dringend einer Klarstellung des Textes bedarf, um den Mitgliedern unserer Vereine und den Vereinen selbst eine sachgerechte, unbürokratische und klare Regelung zur Ausübung des Schießsports an die Hand zu geben. Vor allem im Bereich des §14 WaffG müsse es darum gehen, den Bürokratieaufwand für die angeschlossenen Untergliederungen des Deutschen Schützenbundes zu verringern und entsprechende Bescheinigungen durch die Vereine direkt anzuerkennen.

Darüber hinaus sei für die nahezu 15.000 Schießsportvereine des Deutschen Schützenbundes die geplante Neuregelung des § 12 der Allgemeinen Waffengesetz-Verordnung (AWaffV), die im ersten Entwurf des neuen Gesetzes die Wiedereinführung des "anerkannten Schießstandsachverständigen" vorsah, im neuen Text jedoch nicht mehr aufgeführt wurde, von großer Bedeutung. Denn diese Änderung hätte eine Zunahme an Schießstandsachverständigen zur Folge gehabt, die für die Überprüfungen der Schieß- und Vogelstände in den Vereinen zur Verfügung stehen. Es wurde deutlich gemacht, dass im Zusammenhang mit der Änderung des Waffengesetzes auch diese für die Ausübung des Schießsports wichtige Änderung der entsprechenden Verordnung behandelt werden solle. Um die besondere Situation des Schießstandsachverständigenwesens im Land Bayern, wo es eine ausreichende Anzahl an öffentlich bestellten und vereidigten/beeidigten Schießstandsachverständigen gibt, nicht zu gefährden, war bereits eine Öffnungsklausel vorgeschlagen worden, die es jedem Bundesland erlaubt, eine Sonderregelung (hier vor allem die Zulassung von durch das Bundesverwaltungsamt "anerkannten Schießstandsachverständigen") zu treffen. Zu diesem wichtigen Bereich sagte DSB-Vizepräsident Recht Walter Wolpert zu, weiter im Austausch mit der Politik zu bleiben, um eine Wiederaufnahme der Neuregelung des § 12 der Allgemeinen Waffengesetz-Verordnung in den Referentenentwurf zu erreichen.

Insgesamt war für alle Sitzungsteilnehmer klar, dass mit dem aktuell vorliegenden Kabinettsentwurf das Gesetzgebungsverfahren keineswegs abgeschlossen ist, sondern weitere Veränderungen im parlamentarischen Verfahren sowohl positiver wie auch negativer Art möglich sind - dies vor allem auch mit Blick auf die erforderliche Länderbeteiligung. Es gelte daher, die Prozess des Gesetzgebungsverfahrens weiter aufmerksam zu begleiten und sich gemeinsam für die Interessen der Schützinnen und Schützen im Deutschen Schützenbund stark zu machen. 

Weitere Themenbereiche der Tagung waren aktuelle waffenrechtliche Entscheidungen aus der Rechtssprechung sowie anschauliche, z.T. auch fragwürdige Beispiele aus der Behördenpraxis als Abschluss einer informativen Tagung, die wieder einmal allen Teilnehmern aufzeigte, wie wichtig ein regelmäßiger Austausch zu den aktuellen Entwicklungen im Waffenrecht ist.

11.07.2019 - 10:00

Sie ist 11-fache Deutsche Meisterin, vierfache Weltmeisterin und hat noch lange nicht genug. „Da können schon noch ein paar dazukommen!“, geht Juniorin Madlen Guggenmos voll auf Angriff, schließlich wolle sie sowohl national, als auch international ihre Medaillensammlung weiter ausbauen. Aber die Konkurrenz wird immer größer. Über 150 Athleten gehen bei der Deutschen Meisterschaft in neun Klassen an den Start – rund 50 Anmeldungen mehr als im letzten Jahr konnten damit für die nationalen Meisterschaften verzeichnet werden. Ein positiver Trend, der sich vor allem bei jungen Athleten durchsetzt. Für Guggenmos ist dabei nicht nur der direkte Konkurrenzkampf der besondere Kick, sondern ihr größter Ansporn sei „wenn für einen die Hymne gespielt wird“,  denn das wäre einfach ein „unbeschreibliches Gefühl“. Dieses Erlebnis will sie bei der ISSF World Tour wiederholen, einer Wettkampfserie, bei der sich die besten internationalen Target Sprinter duellieren. Und obwohl Guggenmos in ihren jungen Jahren bereits zu den Erfahrensten im Feld gehört, ist sie dennoch nervös: „Vor allem, wenn du in der Favoritenrolle bist, ist es nicht immer einfach damit umzugehen.“ Trotzdem überwiege die Freude auf die Rennen, auch wenn sie zuletzt mit einer hartnäckigen Verletzung zu kämpfen hatte.  „Meine Laufform stimmt, deshalb bin ich zuversichtlich für dieses Wettkampfwochenende“, so Guggenmos, „dann muss einfach das Schießen umso besser klappen“. Dass sich seine Athleten in guter Form befinden, bestätigt auch Disziplintrainer Michael Herr: „Das gesamte Team hat weiter Fortschritte gemacht. Wir sind voll konkurrenzfähig und jeder aus dem Team kann um die Spitzenplätze mitlaufen.“ Potential sehe er aber vor allem noch im läuferischen Bereich. Und obwohl besonders die Konkurrenz aus Italien und Großbritannien bei der World Tour stark sein wird, gibt sich Herr selbstbewusst: Bei den Junioren würde ich mir wünschen, wenn wir den Überflieger Giovanni Pezzi ein wenig ärgern können, aber bei den Mädels sollte der Sieg nur über uns gehen.“

10.07.2019 - 18:51

„Unsere gezeigten Leistungen entsprechen in keiner Weise unseren Trainingsleistungen“, äußerst sich Skeet-Bundestrainer Axel Krämer etwas geknickt nach dem Wettkampf der Frauen. Das hatten sich alle Beteiligten anders vorgestellt. Auch wenn sicher jede von ihnen am Stand ihr Bestes gegeben hat, fehlten am Ende doch mindestens sechs Scheiben zum sicheren Finaleinzug (119 Scheiben). Katrin Wieslhuber zeigte eine konstante Leistung und kam als beste Deutsche mit 113 Treffern auf Rang 25, Nadine Messerschmidt reihte sich mit nur einer Scheibe weniger auf dem 27. Platz ein. Zwar haben beide Damen in dieser Saison noch nie mehr als 116 Treffer erzielt, dennoch bewertet Krämer die Leistung als „enttäuschend“. Dem Chaos bei den Ergebnissen, dem Ausfall von zahlreichen Mikros und Anzeigetafeln vor Ort wollte er aber dann nicht die Schuld geben, denn damit hätten ja alle zu kämpfen gehabt. Junior Christopher Honkomp startete ebenfalls solide in seinen Wettkampf, doch in Runde zwei „haben die Nerven geflattert“, berichtet der Bundestrainer. Zwar konterte er seiner 20er-Serie mit 25 Treffern im Anschluss, doch am Ende flogen zu viele Scheiben vorbei (Rang 24/113 Scheiben), um das Finale der Besten noch zu erreichen.

Damit bleibt Eva-Tamara Reichert am Ende der WM die einzige Deutsche, die einen der begehrten Finalplätze belegte und für einen Lichtblick im Flinten-Lager sorgte. Eines sollten sich jedoch alle Sportler immer vor Augen halten: Man verliert nie! Entweder man gewinnt, oder man lernt.

10.07.2019 - 11:55

Konsequente Nachwuchsarbeit wird im Wissener Schützenverein groß geschrieben. Durch die Auszeichnung mit dem „Grünen Band“ wird der Einsatz der vielen ehrenamtlichen Trainer und Betreuer nun belohnt. Eine hochkarätig besetzte Jury hat die Gewinnervereine des seit 33 Jahren bestehenden Wettbewerbs des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und der Commerzbank AG ausgewählt. Auch in diesem Jahr haben sich engagierte Sportvereine aus kleinen Gemeinden bis hin zu Großstadtvereinen beworben. Unter den Prämierten sind etablierte Sportarten wie Turnen und Schwimmen, inklusive wie Goalball für Menschen mit Sehbehinderung, aber auch neue Sportarten wie Baseball und Karate, die bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio ins Programm aufgenommen wurden. So unterschiedlich die Vereinsstrukturen und die Sportarten sind: Alle Vereine eint ihre hervorragende Nachwuchsarbeit, für die sie die Auszeichnung „Das Grüne Band“ erhalten.

„Wir sind unglaublich stolz, dass unser Konzept zur Nachwuchsleistungsförderung eine solche Wertschätzung erfährt und von der Jury des „Grünen Bandes“ zu einem der insgesamt 50 Preisträgern Deutschlands gekürt wurde. Mit dieser Auszeichnung wollen wir uns nicht auf unseren Erfolgen ausruhen, sondern uns stetig weiterentwickeln und an unseren Förderkonzepten arbeiten um viele Kinder und Jugendliche für den Schießsport begeistern zu können. Die Auszeichnung ist eine Bestätigung für alle Ehrenamtlichen, die Woche für Woche ihre Freizeit im Bereich der Jugendarbeit investieren“, freut sich Vorstandsmitglied Florian Marhöfer, der die Bewerbung um das „Grünen Band“ seitens des Wissener SV initiiert und betreut hat.

„Das `Grüne Band´ ist uns ein Herzensanliegen. Jedes Jahr aufs Neue sind wir beeindruckt von der Quantität und vor allem der Qualität der Bewerbungen und den überzeugenden Konzepten der Vereine zur nachhaltigen Talentförderung. Der Wettbewerb ist für uns ein wichtiger Baustein im Nachwuchsleistungssport und damit für den langfristigen Aufbau von talentierten Athlet*innen in Deutschland. Gemeinsam mit der Commerzbank freuen wir uns sehr, dass wir wieder 50 Vereine für ihre herausragende Nachwuchsarbeit belohnen können“, sagt Veronika Rücker, Jurymitglied des „Grünen Bandes“ und Vorstandsvorsitzende des DOSB.

Im Herbst 2019 werden die Pokale und der Scheck über jeweils 5.000 Euro Förderprämie im Rahmen feierlicher Veranstaltungen in ganz Deutschland an die Gewinnervereine überreicht. Die Auszeichnung mit dem „Grünen Band“ ist für den Wissener SV eine weitere Steigerung zu der Auszeichnung im Wettbewerb „Sterne des Sports“, mit dem der Verein im Jahre 2012 für seine intensive Arbeit im Bereich der Integration ausländischer Mitbürger ausgezeichnet wurde.

Text: DOSB / Wissener SV

10.07.2019 - 11:31

In offiziellen Stellungnahmen weisen Datenschutzexperten in diesem Zusammenhang allerdings sofort darauf hingewiesen, dass damit jedoch keine Lockerung der übrigen Datenschutzvorgaben gemäß der neuen Datenschutz-Grundverordnung der Europäischen Union (DSGVO) verbunden sei.

In einer Stellungnahme für den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) heißt es, die Anpassung könne zwar in personeller Hinsicht eine Entlastung für die Vereine darstellen, „vor allem für Vereine, die bereits notwendige Maßnahmen ergriffen und dem Datenschutz entsprechende Aufmerksamkeit geschenkt haben“.

Man sehe allerdings ein Risiko, dass durch die erfolgte Lockerung die Vorgaben zur DSGVO vernachlässigt würden

„Daher wird es in der Praxis unausweichlich sein, dass es weiterhin Personen gibt, die die datenschutzrechtlichen Aspekte im Auge behalten. Denn der Vorstand des Vereins bleibt auch in Zukunft für die Umsetzung der DSGVO und bei Verstößen verantwortlich."

Der Deutsche Schützenbund hat all seinen Vereinen zum Themenkomplex des Datenschutzes umfangreiche Unterlagen und Ausarbeitungen an die Hand gegeben.

Diese können herzlich gerne übernommen und auf die im Verein existierenden Verhältnisse "umgestrickt" werden.

Seiten