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31.08.2020 - 12:19

DSB-Stars machen mit

Als besonders eifrig zeigen sich die Druckluft-Schützen, die einen Großteil der 1.000 Meisterschützen stellen. Mit Monika Karsch, der olympischen Silbermedaillengewinnerin von Rio de Janeiro 2016, hat auch ein absoluter Top-Star mitgemacht. „Es ist echt eine tolle Sache, schaut mal, ob ihr das packt“, kommentierte sie ihre 448,1 Ringe mit der Luftpistole. Im Ranking ist das gleichbedeutend mit Platz drei und würde aktuell zum Finaleinzug genügen. Allerdings sind Nationalkaderschützen (Ausnahme NK2) nicht für das Finale am 26. September teilnahmeberechtigt. Umso schöner, dass so ein Aushängeschild wie Karsch sich an diesem Breitensport-Event beteiligt. Die Skeet-Schützen Vincent Haaga und Felix Haase kündigten per Video ebenfalls ihr Mitwirken an, gleiches gilt für die deutsche Recurve-Elite, die bei einem der kommenden Lehrgänge „ihren“ Meisterschützen 2020 ausschießen wird.

DSB-Shop mit diversen Artikeln

DSB-Präsident Hans-Heinreich von Schönfels hatte es zu Beginn des Wettkampfes in seiner Video-Botschaft gesagt: „In jedem von uns steckt ein Meisterschütze!“ Dies kann jetzt auch wortwörtlich umgesetzt werden, denn der DSB-Shop hat T-Shirts und Polo-Shirts mit dem Schriftzug Meisterschütze 2020 #DuUndDeinVerein im Angebot. Darüber hinaus gibt es Tassen, Thermobecher, Trinkflaschen und ein Maskottchen zu erwerben. Wer Interesse hat, kann unter Angabe der Stückzahl und ggf. Größenangabe unter wettstein(at)dsb.de bestellen.

28.08.2020 - 14:03

Die kostenlosen Materialien wurden im Rahmen des Projektes „iCoachKids“ gemeinsam von mehreren europäischen Sportorganisationen und Sportwissenschaftlern unter der Leitung der Leeds Beckett University (Großbritannien) und des International Council for Coaching Excellence seit 2016 entwickelt. Das Projekt wird gefördert vom Erasmus+ Programm der Europäischen Union. Es ist ein innovatives, hochwertiges und kostenfreies Weiterbildungsangebot für Trainer im Kinder- und Jugendtraining aus Europa und der ganzen Welt. Die Selbstlernkurse stehen auf der Homepage von iCoachKids in vielen Sprachen für interessierte Trainer zum Selbstlernen, Reinschnuppern und Anwenden bereit! Die Übersetzung aus dem Englischen wurde gemeinsam von der Deutschen Sportjugend, dem Deutschen Olympischen Sportbund, der Deutschen Basketballjugend und dem Institut für Angewandte Trainingswissenschaft umgesetzt.

Warum iCoachKids?
Sport ist die beliebteste außerschulische Aktivität von Kindern. Den meisten von ihnen macht Sport einfach Spaß, insbesondere dann, wenn sie ihn gemeinsam mit Freunden ausüben können.

Trainer haben die Aufgabe, diese „Freude am Sport“ zu erhalten und Kinder zu motivieren, weiterhin – am besten ein Leben lang – aktiv im Sport zu bleiben. Ziel von iCoachKids ist es, Trainer bei dieser wichtigen Aufgabe zu unterstützen.
Obwohl sich iCoachKids auf das Training von Kindern zwischen fünf und zwölf Jahren konzentriert, gelten viele der Prinzipien und Ideen auch für das Training mit älteren Kindern und selbst für Erwachsene.

Die Übersicht der Themen
Kapitel 1: Die Rolle des Trainers im Kindersport
Kapitel 2: Die Coaching-Philosophie 
Kapitel 3: Entwicklung einer geeigneten Vision für Team oder Verein 
Kapitel 4: Was Kindern der Sport bedeutet und wie ihre persönliche Entwicklung gefördert wird
Kapitel 5: Merkmale einer positiven Sportumgebung 
Kapitel 6: Sicherheit und Schutz von Kindern und Jugendlichen im Sport 

28.08.2020 - 11:18

Nahrungsergänzungsmittel: Besondere Vorsicht ist bei Nahrungsergänzungsmitteln geboten, denn bei der Herstellung dieser können unbeabsichtigt durch Fehler im Produktionsprozess Dopingsubstanzen in die Produkte gelangen oder sie werden sogar durch die bewusste Manipulation der Hersteller hinzugemischt. Das kann zu einer großen Gefahr für Athleten werden. Eine internationale vom IOC geförderte Studie des Instituts für Biochemie an der Deutschen Sporthochschule Köln aus dem Jahr 2004 zeigte auf, dass etwa 15 Prozent von in 13 verschiedenen Ländern erworbenen Nahrungsergänzungsmitteln Anabolika enthielten, die nicht auf der Packung angegeben waren. Bei den Anabolika handelte es sich zum damaligen Zeitpunkt wahrscheinlich um Verunreinigungen, die keinen wirklichen Dopingeffekt hatten, aber unabsichtlich zu positiven Dopingbefunden führen konnten. Im Zuge dessen wurde eine Plattform entwickelt, die zeigt, welche Nahrungsergänzungsmittel durch vorangegangene Tests „sauber“ sind und damit von Athleten verzehrt werden können Es entstand die Kölner Liste. 2014 wurden bereits 570 Produkte in der Liste geführt. Trotzdem warnt Bauer auch hiervor: „Getestet wird immer nur ein Produkt zu einem Herstellungszeitpunkt, was in der Nachproduktion geschieht, kann nicht überprüft werden.“ Wer sich außerdem durch eine europäische Mischernährung ernährt, brauche keinerlei Angst haben, in eine Mangelsituation zu kommen: „Wir versuchen den Sportlern eine gesunde Ernährung beizubringen, da fallen Nahrungsergänzungsstoffe raus, denn jemand, der sich gesund ernährt, braucht keine Ergänzungsstoffe.“ Einzige Ausnahme seien Marathon- und Triathlon-Athleten, die durch den großen Schweißverlust oft an einem Magnesiummangel leiden würden. „Wir trainieren Athleten oftmals darauf, an Nahrungsergänzungsmittel zu glauben, anstatt richtig zu trainieren“, merkt Bauer kritisch an.

Mohn: Auch Omas Mohnkuchen sollten Sportler lieber nicht anrühren. Zwar gelten morphinähnliche Substanzen, die Mohn enthält, nur im Wettkampf als verboten, doch ist unklar, wie lange die Abbauzeit dieser im Körper des Athleten ist. „Auch wenn man zwei Wochen zuvor einen Mohnkuchen gegessen hat, kann er noch Tage später zu einem positiven Dopingtest führen, da die Dopingsubstanzen noch immer im Urin nachzuweisen sind“, erklärt Bauer.

Alkohol: Klar ist: Alkohol hat an der Schießlinie niemals etwas zu suchen. Doch bis 2017 stand es für Bogensportler und einige wenige weitere Sportarten sogar auf der Dopingliste, da es das zentrale Nervensystem und Angst und Anspannung vermindert. In der DSB-Sportordnung heißt es dazu: "Den Sportlern ist der Genuss von Alkohol verboten. Als Grenze gilt 0,0 Promille. Es bleibt den Veranstaltern vorbehalten Kontrollen vorzunehmen. Bei der Feststellung von Alkohol erfolgt eine Disqualifikation in dem betr. Wettbewerb. Die Schießleitung legt im Vorfeld die berechtigte Person als Kontrolleur fest."

Hanfprodukte: Sie liegen voll im Trend, sollten für Sportler allerdings tabu sein: CBD-Produkte. Gesundheitstropfen, Kosmetik und Nahrungsergänzungsmittel mit Hanfextrakt unterliegen nicht der Medikamentenherstellungssorgfalt und sind damit nicht apothekenrein. Hersteller müssen also nicht nachweisen, wie produziert wird. Es liegt aber nahe, dass in den Produktionsstätten auch Produkte hergestellt werden, die das aus der Cannabispflanze gewonnene Tetrahydrocannabinol (THC) enthalten, das wiederum auf der Dopingliste steht. So können Reste davon in die Hanfprodukte, die legal erworben werden können, gelangen und am Ende zu positiven Dopingproben von Sportlern führen.

Fleisch & Fisch: Wer als Sportler auf internationaler Ebene an Wettkämpfen teilnimmt, muss auch hier aufpassen, denn vor allem in Ländern wie Mexiko und China können Fleisch und Fisch mit Anabolika versetzt sein. Verspeist man diese Lebensmittel, kann es so zu einem unschönen, positiven Testergebnis kommen. Dabei wird auch einmal zu ungewöhnlichen Mitteln gegriffen, wie Verbandsarzt Bauer erzählt: „Wir haben auch schon einmal ein ganzes Team über mehrere Tage mit Bergsteigernahrung versorgt, um sicherzugehen, dass alle sauber sind.“

Diabetiker: Wer als Sportler an einer Form von Diabetes leidet und sich regelmäßig Insulin spritzen muss, der muss dies vorher anmelden. Denn auch Insulin gehört zu den verbotenen Substanzen im Sport, da es regenerationsfördernd und aufbauend wirkt.

Für Bauer ist wichtig, dass die Sportler bereits in jungen Jahren für das Thema sensibilisiert werden. Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt: „Wir haben coole Sportler, die wissen, um was es geht. Die Vorbildfunktion der jetzigen Sportler ist wirklich gut, und Sportler und Trainer ziehen an einem Strang.“

Quelle:

Kölner Liste (2020). Doping-Prävention im (Spitzen-)Sport. Zuletzt aufgerufen am 26.08.2020 unter www.koelnerliste.com/hintergrund.

Geyer, H. et al. (2004). Analysis of Non-Hormonal Nutritional Supplements for Anabolic-Androgenic Steroids - Results of an International Study. In: Sports Med, 25, S. 124-129.

27.08.2020 - 13:27

Wegen der Absage der Deutsche Meisterschaft 2020 durch den DSB wurden auch im Trap die drei ‚Besten‘ der Schülerklasse der DM 2019 mit den begehrten Stipendien bedacht.

Der Grundstein der Schülerklasse bei den Deutschen Meisterschaften wurde vor drei Jahren gelegt: Der Start verlief zunächst etwas zögerlich, im weiteren Verlauf zeigt sich jedoch eine sehr gute Entwicklung. Als Unterstützung und Motivation (auch für potenzielle Nachfolger) für die Zukunft dienen die Munitionsstipendien den drei jungen Nachwuchsschützen.

Die Übergabe der Stipendien erfolgte durch Uwe Möller, Bundestrainer Trap, in Anwesenheit von Benno Bölke, Bundesstützpunktleiter Frankfurt/Oder, und Sylvio Kroll, Bereichsleiter Frankfurt/Oder des OSP Brandenburg.

Bei kühlen 24 Grad und leichtem Wind konnten sich gleich drei Trap-Nachwuchsschützen über diese Unterstützung freuen. Finn-Klaus Maier (Freiburger Wurfscheibenschützen), Romy Gramowski sowie Tim-Luka Schmidt, beide vom Landesschützenverband Mecklenburg-Vorpommern.

Tim-Luka und Romy nutzen auch gleich die Chance, die freien Stände nach Beendigung des 1. Wettkampftages für einige Trainingsrunden mit ihrem Heimtrainer Mike Stöcker (Polizeischützenverein Grimmen e.V.) zu nutzen.

26.08.2020 - 11:33

Tokio 2020 sollte der Karriere-Abschluss für Richter werden
Vor allem im Fall von Elena Richter ist es bitter: Die 31-jährige Berlinerin hatte im vergangenen Jahr an der Seite von Lisa Unruh und Michelle Kroppen den Team-Quotenplatz für Tokio 2020 gewonnen und wollte mit der Teilnahme an ihren zweiten Olympischen Spielen ihre Karriere krönen und beenden. Die Corona-Pandemie und die dadurch in das nächste Jahr verschobenen Spiele machten diesem Plan ein jähes Ende. In einem ersten Statement sagt sie: „Ich schlage mich bereits seit einigen Wochen mit dieser Entscheidung herum. Diese Saison hätte für mich mit den Olympischen Spielen einen weiteren Karrierehöhepunkt und gleichzeitig auch meinen Abschied bedeutet. Daher hatte ich mich gedanklich damit schon weit vorher auseinander gesetzt. Mir fiel es zuletzt sehr schwer, mich auf einen Wettkampf im nächsten Jahr vorzubereiten, von dem ich mehr als unsicher bin, dass er überhaupt stattfindet. Natürlich bin ich auch traurig, aber ich denke, das wäre ich auch ohne Corona am Ende einer „normalen“ Saison gewesen.“ Neben ihrer Olympia-Teilnahme (17. Platz), dem WM-Titel in der Halle (2018) und diversen Medaillen bei Europameisterschaften und Weltcups sticht vor allem der bisher einzige Weltcupsieg einer deutschen Bogenschützin (2014) heraus.

Mayr sieht keine Perspektive
Während Richter bis zuletzt die nationale Spitze prägte und in der absoluten Weltklasse mitschoss, hatte Camilo Mayr sich zuletzt immer weiter davon entfernt. Nach seinem Olympia-Erlebnis 2012 hatte der 29-Jährige bereits für vier Jahre mit dem Bogensport ausgesetzt, 2017 begann er mit neuer Leidenschaft und Motivation. Eine Technikumstellung sollte ihn zu neuen Höhen und nach Tokio führen, beides gelang nicht, wie er sagt: „Ich habe keine Perspektive mehr für mich gesehen. Meine Leistung hat die letzten zwei Jahre einfach nicht mehr gereicht. Ich habe extreme Änderungen an meiner Schießtechnik vorgenommen. Mir war klar, dass das am Anfang einen Leistungseinbruch verursachen würde, aber ich war überzeugt davon, dass dies der richtige Weg ist. Leider musste ich das Schießen quasi komplett neu erlernen im Training und vor allem im Wettkampf: Stärken/Schwächen und Körpergefühl unter Bedingungen, in denen ich nervös bin. Das hat leider nicht so schnell funktioniert. Ich konnte ,meinen‘ Schuss nicht finden. Mir war klar, dass nach Tokio eigentlich Schluss sein muss, aber Tokio war leistungsmäßig einfach zu weit weg. Ich hab sehr viel und sehr lange eingesteckt. Anfangs war das auch okay, ich habe mich nicht verunsichern lassen und immer weiter gemacht. Doch irgendwann war dann auch meine Frustgrenze überschritten. Da hat dann auch viel mein Kopf übernommen und mich in Tiefs manövriert, da bin ich nicht mehr rausgekommen.“

Bundestrainer Oliver Haidn dankte beiden Athleten für ihren Einsatz in den vergangenen Jahren. Über Richter sagt er: „Sie war ein fester Bestandteil der Kernmannschaft und hat alle wichtigen Wettkämpfe mitgemacht. Es ist ein Verlust für das Team, das hat sie auch beim ersten Teil der Olympia-Qualifikation gezeigt, als sie diese angeführt hat. Es gilt die Entscheidung zu respektieren, schön, dass sie die Zeit mitgestaltet hat.“ Zu Mayrs Entscheidung meint der Bundestrainer: „Bei Camilo sieht es etwas anders aus. Nach den Olympischen Spielen 2012 hat er sich zum Studium orientiert. Wir waren aber ständig in Kontakt und haben uns gefreut, dass er 2017 zurückgekehrt ist. Die Technikumstellung war aber nicht so erfolgreich, wie wir uns das versprochen hatten. Von daher war der Entwicklungssprung nicht so, um wieder oben dabei zu sein. Er hat sich entschieden, die Prioritäten zu ändern. Das respektiere ich, zumal er dadurch jungen Nachwuchsleuten Möglichkeiten eröffnet.“

26.08.2020 - 09:13

Die Nahrung gibt uns die nötige Energie für Höchstleistung. Auf welche Komponenten achtest du bei deiner Wettkampfernährung? Gibt es einen Ernährungsplan?

Moser: „Ich achte vor einem Wettkampf darauf, dass ich nicht nur kurzkettige Kohlenhydrate esse. Die sind schnell verdaut und lassen den Zuckerhaushalt schnell in den Keller fallen, was man bei einem 60-Schuss-Programm nicht brauchen kann. Komplett auf Zucker kann ich aber nicht verzichten. Eine kleine Nachspeise muss sein, sonst fehlt mir irgendwie die Power. Einen genauen Plan gibt es jedoch nicht.“

Ein Wettkampf verbraucht auch viel Energie. Wie sieht deine Verpflegung während eines Wettkampfes aus?

Moser: „Während des Wettkampfes esse ich nichts, ich trinke höchstens Wasser. Ich schieße aber auch kein Kleinkaliber 3x40, wo das wiederum wirklich Sinn macht!“

Ihr seid als Sportler viel im Ausland unterwegs. Dort gilt: Andere Länder, andere Sitten - und anderes Essen. Auf was muss ein Sportler dabei achten?

Moser: „Einfach auf die Basics! Kein Eis, nicht unbedingt Streetfood ein bis zwei Tage vor dem Wettkampf und ein No-Go sind definitiv Eiswürfel und Leitungswasser, sofern wir nicht in Europa unterwegs sind. Außerdem ist es empfehlenswert, sich Müsliriegel und Voll- oder Mehrkornbrot einzupacken, sonst muss man wohl oder übel zwei Wochen Toast- oder Weißbrot essen.“

Gerade als Luftgewehrschützin mit den engen Klamotten merkt man beinahe jedes Gramm Körpergewicht. Wie wichtig ist es, dass man als Sportler sein Gewicht möglichst konstant hält?

Moser: „Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Hat man viel weniger Gewicht, verliert man ganz leicht sein Gefühl. Ist aber das ein oder andere Kilo zu viel drauf, fehlt der nötige Spielraum und man ist wie eingezwängt. Man findet evtl. seinen Einsetzpunkt für den Stützarm schwerer. Zudem wird vor jedem wichtigen Wettkampf natürlich die Überlappung der Schießjacke kontrolliert und muss passen. Ein Versetzen der Knöpfe so kurz vor dem Wettkampf ist sowohl anschlagstechnisch als auch mental nicht förderlich.“

In vielen Sportarten gibt es Gewichtsklassen. Im Schießsport nicht. Gibt es für dich trotzdem eine Art Idealgewicht für Schützen?

Moser: „Ein Idealgewicht für den Sport nicht unbedingt. Viel wichtiger ist es, das Gewicht zu halten, dass sich der Anschlag einfach immer gleich anfühlt und man den Kontakt zu Gewehr und Klamotten immer an den gleichen Punkten spürt. Für mich ist aber Sport im Allgemeinen ganz wichtig, denn die Muskulatur gibt einen hohen Reproduktionswert.“

Manche schwören auf vegane Ernährung, manche auf eine kohlenhydratarme Ernährung. Gibt es etwas, auf was du in deiner täglichen Ernährung als Sportler Wert legst?

Moser: „Nein, tatsächlich überhaupt nicht. Ich esse das, worauf ich Lust habe, versuche mich aber sehr ausgewogen zu ernähren. Und wenn die Hose doch einmal ganz schön eng wird, werden tatsächlich abends eine Zeitlang Kohlenhydrate weggelassen. Mit einem schönen Nebeneffekt: ich schlafe dann viel besser.“

Gibt es noch einen besonderen Ernährungstipp von Schütze zu Schütze?

Moser: „Ich würde vor einem Wettkampf empfehlen, nichts anderes als sonst zu machen bzw. sich nur vor einem Wettkampf besonders gesund ernähren zu wollen. Das heißt konkret, wenn ihr immer Kaffee trinkt, dann lasst ihn auch vor dem Wettkampf nicht weg oder wenn ihr vor Trainingswettkämpfen oder auf Lehrgängen gerne einen Löffel Marmelade oder Nutella esst, dann esst das auch vor dem Wettkampf. Wenn ihr was verändern möchtet oder euch ein Ritual, bezogen auf eure Ernährung vor dem Wettkampf aneignen möchtet, probiert das vorher aus!“

25.08.2020 - 16:52

So wurde die Homepage mit allen Informationen und Eingaben benutzerfreundlicher dargestellt. „Jetzt ist alles übersichtlicher dargestellt und somit schneller und einfacher zu finden“, sagt Tim Hessen von der DSB-Geschäftsstelle. Die Vereinssuche bzw. Zuordnung wurde dahingehend vereinfacht, dass es reicht, nur den Ortsnamen einzutragen und der Verein dann automatisch gefunden wird.

Erwartungsgemäß weisen die Druckluft-Disziplinen die meisten Teilnehmer auf, vor allem bei den Flinten-Disziplinen und bei den jüngsten Teilnehmern in allen Disziplinen gibt es noch „Luft nach oben“. Es sind aber noch mehr als drei Wochen, ehe das Qualifikations-Ende am 20. September um 20.00 Uhr erreicht ist.

Interessierte und Teilnehmer, die Fragen zu dem ersten Online-Fernwettkampf in der Geschichte des DSB haben, können sich per Mail an meisterschuetze(at)dsb.de wenden. Dort können auch sehr gerne Fotos von der erfolgreichen Teilnahme am „Meisterschützen 2020“ #DuUndDeinVerein geschickt werden, die dann u.a. auf Social Media veröffentlicht werden könnten.

Wir wünschen Gut Schuss & Alle ins Gold

25.08.2020 - 13:43

Bei der diesjährigen Verlosung wurden abermals 25.000 Euro (500 Lose á 50 Euro) eingenommen. Der Förderkreis Wurfscheibe ist glücklich, mit dieser stolzen Summe den Trap- und Skeet-Nachwuchs wieder unterstützen zu können. Dies geschieht beispielsweise in Form von Trainingseinheiten der Nationalschützen im Nachwuchsbereich oder der Besetzung bei allen internationalen Maßnahmen.

Ein großer Dank geht an den Förderkreis Nationalmannschaft Wurfscheibe als Initiator der Lotterie, an seinen Sprecher Werner Diener, an das Unternehmen H. Krieghoff GmbH aus Ulm für die Spende der K-80 Flinte und an all die fleißigen Verkäufer der Lose. Zu guter Letzt ein herzliches Dankeschön allen Loskäufern, die mit dem Einsatz von 50 Euro pro Los die Unterstützung der jungen Sportler tatkräftig ermöglichen.

Neben der K-80 Flinte von Krieghoff wurden zahlreiche weitere Preise verlost. Die Gewinner sind:

2.000 Schuss Rottweil Special Sportpatronen 24g der Fa. RUAG Ammotec - Los 048 - Christopher Honkomp

1 Stunde Wurfscheibenschießen für 2 Personen inklusive Munition und Scheiben im Müller Schießzentrum (MSZU) in Ulm - Los 145 - Joachim Vogt

Gutscheine der Fa. AKAH „Albrecht Kind GmbH“ im Wert von 250 Euro - Los 468 - Wilhelm Axler / Los 437 - Gerald     Hoegen / Los 102 - Alexander Nowak / Los 050 - Andreas Löw / Los 285 - Dieter Bauer

1 Startplatz beim Eröffnungswettkampf Großdobritz  im April 2021 inkl. 200 Wurfscheiben Trap oder Skeet und Übernachtungszuschuss in Höhe von 75,- € - Los 226 - Klaus Daniel

1 Startplatz beim Internationalen Brandenburg-Cup 2021 „SKEET“ inkl. 250 Schuss - Los 178 - Klaus Gotzen / JSM

1 Startplatz beim Internationalen Brandenburg-Cup 2021 „SKEET“ inkl. 250 Schuss Munition - Los 154 - Werner Tautorat

DSB-Gutscheinblock für 20 Runden sportlich Trap, Doppeltrap oder Skeet - Los 499 - Jan Thaerigen

Professionelle Trainerstunde bei Dipl.-Trainer Waldemar Schanz - Los 457 - Max Moos

Personalisierte Briefkassette der Firma Krüger Druck+Verlag - Los 492 - Florian Blickling

Waffenpflege-Set Ballistol - Los 390 - Karolin Klar

Präsentkorb mit Westerwalder Spezialitäten - Los 493 - Roman Hövel

10 Jahresabonnements der Zeitschrift „dieflinte“ - Los 474 - Alexandra Amthor / Los 400 - Tino Wenzel / Los 003 - Christian Brenz / Los 500 - Bilal Bakindi / Los 448 - Kurt Garling / Los 299 - Christine Liepelt / Los 331 - Marco Wiesner / Los 142 - Manfred Flegel / Los 188 - Philipp Eisele / Los 106 - Klaus Schirra

1 Gehörschützer von 3M Peltor - Los 239 - Andreas Murche

50 € Gutschein DSB-Shop - Los 027 - Sarah Bindrich / Los 135 - Nils Christian Buhrmester

1 Jahresabonnement „DWJ“ - Los 371 - Peter Gueth / Los 399 - Jürgen Hirschen / Los 173 - Klaus Gotzen / JSM

1 Jahresabonnement „DSZ“ - Los 249 - Slawek Nicinski 

Reisebüro TR Germany Gutschein für zwei Übernachtungen inkl. Mietwagen - Los 185 - Oskar Pasche

Reisebüro TR Germany Gutschein für zwei Übernachtungen - Los 310 - Gareth Lahann

250 Schuss Skeet Munition - Los 078 - Frank Wobser

 

Wir danken den Förderern und Sponsoren für die Unterstützung der Lotterie 2020

H. Krieghoff
Ruag Ammotec
Trumedia
Krüger Druck + Verlag
Schießzentrum MSZU
Albrecht Kind
Trainer Waldemar Schanz
Ballistol
„dieflinte“
Deutsche Schützenzeitung
Deutsches Waffenjournal
TR Germany
SJSV Großdobritz 1990 e.V.
Schützengilde Frankfurt a. d. Oder 1406 e.V.

25.08.2020 - 10:39

Dass die Form jetzt schon olympiareif ist, zeigte der 25-Jährige unlängst im Rahmen der Qualifikation zum Deutschland Cup Bogensport, als er den deutschen Rekord auf sensationelle 691 Ringe hochschraubte.

Wie er zu seinem Sport kam, was sein bisher größter Erfolg war und wie er die Entwicklung im Bogensport beurteilt, kann im neuesten Volltreffer verfolgt werden. Dort äußert sich Weckmüller auch zu seinem größten Hobby und antwortet auf die Fragen einiger Wegbegleiter.

Wir bedanken uns bei der Meyton Elekronik GmbH und der Carl Walther GmbH für die Unterstützung dieses Projektes. Zu hören ist der Podcast bei Apple Podcasts, Google Podcasts, Spotify und Deezer sowie auf der DSB-Homepage. Über Rückmeldungen, Weiterempfehlungen und (positive) Bewertungen bei Apple würden wir uns freuen.

25.08.2020 - 08:31

Betrachtet man einen Wettkampfzyklus kann dieser in drei Ernährungs-Phasen eingeteilt werden: Die Aufladephase, die Wettkampfphase und die Regenerationsphase. In jeder der drei Phasen kann die Ernährung unterstützend wirken.

Aufladephase: Startschuss mit vollen Kohlenhydratspeichern

Wie der Name bereits verrät, ist die Aufladephase dazu da, seine Energiespeicher zu füllen, also volle Kohlenhydratspeicher zu haben. Statt einer Nudelparty am Abend zuvor ist es daher vielmehr sinnvoll zwei bis drei Tage vorher regelmäßig kohlenhydratreiche Nahrung zu sich zu nehmen. Auf Alkohol sollte dabei mehrere Tage im Voraus verzichtet werden, da dieser die Fettverbrennung beeinträchtigt, was wiederum leistungsmindernd wirkt. Am Vortag eines Wettkampfes sollten „schwere“ Mahlzeiten und Experimente vermieden werden. Wer am Morgen Probleme hat, Essen zu sich zu nehmen, der sollte sich vor Augen führen, dass dadurch die Konzentrations- und Aufmerksamkeitsfähigkeit deutlich darunter leidet. Besser ist es, drei Stunden vor dem Wettkampf eine leicht verdauliche kohlenhydratreiche, proteinmoderate und fett- und ballaststoffarme Mahlzeit einzunehmen. Das können z.B. feine Haferflocken mit Bananenstückchen und fettarmer Milch sein. Sollte ein Athlet auf Grund der Aufregung das Gefühl haben, nichts mehr runter zu bringen, helfen breiige oder flüssige Mahlzeiten trotzdem, etwas zu sich zu nehmen.

Sportler sollten vor allem darauf achten, nicht in eine Hyperglykämie (Hungerast) zu verfallen. Für Sportler, die zur Unterzuckerung neigen, ist es daher sinnvoll, 15 bis 60 Minuten vor dem Wettkampf keine leicht resorbierbaren Kohlenhydrate zu sich zu nehmen, sondern kleine Glukosemengen direkt vor dem Start und während des Wettkampfes (Dauer des Wettkampfes beachten). Dabei sollte aber immer auch auf die individuelle Trainingsvorbereitung und -erfahrung geachtet werden. Eine Hyperglykämie kann sich durch körperliche Schwäche, Schwindelgefühl, Schweißausbrüche und Zittern äußern.

Wettkampfphase: Zu jeder Zeit bestens versorgt

Bei zunehmender Dauer der Belastung oder bei besonders hohen Temperaturen gewinnt die Nahrungs- und Flüssigkeitszufuhr bei Wettkämpfen an Bedeutung. Bei einer Dauer von unter 90 Minuten ist bei den meisten Athleten keine zusätzliche Gabe von Kohlenhydraten nötig, übersteigt es diese Dauer, wirken sich Gaben positiv im Ergebnis nieder:

  • 1-2h: 30g/h KH – Bsp. 400ml Sportgetränk (ca. 8g KH pro 100ml – oder eine Banane)
  • 2-3h: 60g/h KH – Bsp. 1 Energieriegel (60g KH)

Dabei sollte darauf geachtet werden, eher kleinere Portionen intervallartig aufzunehmen, da sie dadurch leichter verträglich werden. Eine regelmäßige Aufnahme von Nahrung führt auch dazu, dass die Wahrscheinlichkeit einer Hyperglykämie verringert wird. Gleiches gilt auch für den Flüssigkeitshaushalt: Früh mit dem Trinken beginnen und das in regelmäßigen Abständen! Die Menge variiert dabei nach Temperatur und Anstrengung. Als Richtwert dienen ca. 150-200ml alle 20 Minuten. Dabei werden isotonische Getränke am schnellsten vom Körper aufgenommen. Achtet man nicht auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, kann dies leistungseinschränkende Folgen haben:

  • bis 2% - Ausdauerleistung sinkt
  • bis 4% - Kraftleistung sinkt
  • bis 6% - Schwäche, Reizbarkeit, Erschöpfung
  • ab 6% - Übelkeit, psychische Störungen, mangelnde motorische Koordination

Wurde viel Schweiß vergossen, sollte zusätzlich Salz aufgenommen werden.

Regeneration: Alles wieder auffüllen

Nach einem Training kann es zu einem sogenannten „Open Window Effekt“ kommen, was dazu führt, dass das supprimierte Immunsystem anfälliger auf Krankheitserreger reagiert. Gesunde Ernährung kann dabei helfen, das Immunsystem zu stärken. Weil zudem das Stresslevel im Training steigt, ist auch ein Anstieg des Kortisols erkennbar. Der Gegenspieler: Insulin. Eine Kohlenhydratzufuhr in Kombination mit Eiweiß nach dem Training fördert den Insulinausstoß, verbessert dadurch die Glykogeneinlagerung und leitet nach hohen Umfängen die Regeneration schneller ein. Einige Beispiele:

  • 200g Milchreis + 1 Scheibe Trockenkuchen + 300ml Sportgetränk
  • 2 Scheiben Brot mit Quark + Banane + Saftschorle
  • 150g Nudeln (Trockengewicht) + Tomatensoße + 250ml Orangensaft

Für Sportler, die nach dem Wettkampf eine zeitlang nichts Essen können, können kohlenhydratreiche Getränke als Alternative angeboten werden. Wasser ist ganz allgemein ein wichtiger Faktor, denn Training und Wettkämpfe können eine schweißtreibende Angelegenheit sein, weshalb es wichtig ist, in der Erholungsphase mindestens die anderthalbfache Menge des Schweißverlustes wieder an Flüssigkeit aufzunehmen. Zudem sollten Mineralien wie Magnesium, Kalium oder Zink aufgenommen werden, um die Regeneration der Muskulatur und des Körpers im Allgemeinen zu fördern.

Folgende Probleme können unter anderem auf einen Mangel hinweisen:

  • Muskelkrämpfe: Magnesiummangel
  • Hungerast: Kohlenhydratmangel
  • Sehstörung: Vitamin A Mangel
  • Konzentrationsschwäche: Wasser, Kohlenhydrat, Magnesium, Eisen, Vitamin B-Mangel
  • Atemnot: Eisenmangel
  • allg. Müdigkeit: Eisenmangel, mangelhafte Ernährung od. Regeneration

 

Tipps für die richtige Wettkampfernährung:

1) Genug Trinken! Gerade bei Hitze und Anstrengung unbedingt auf den Flüssigkeitshaushalt achten!

2) Keine Experimente! Nicht am Wettkampftag etwas Neues ausprobieren. Auch die Ernährung und das Trinkverhalten sollten mehrfach "trainiert" sein, damit man damit sicher umgehen kann und auch alles verträgt.

3) Achtet auf gefüllte Kohlenhydratspeicher im Vorfeld! Wählt gute (langkettige) Kohlenhydrate dafür aus (auch hier bitte nicht erstmalig vor dem Wettkampf z.B.: Vollkornprodukte verzehren - frühzeitig umstellen!)

4) Esst rechtzeitig vor dem Wettkampf: Ob Frühstück, Mittagessen oder Zwischenmahlzeit, in der Zeit, in der der Körper verdaut, bindet das Energie, die eurem Körper zur Leistungsentwicklung fehlt.

5) Bei längeren Wettkämpfen (ca. 90 min.) regelmäßig in kleinen Portionen essen.

6) Nicht vergessen: Nach dem Wettkampf die Speicher wieder füllen (Essen und Trinken / in Abhängigkeit eines nächsten Wettkampfes)!


Literatur:

Baron D.K., Berg A. (2005), Optimale Ernährung des Sportlers. Stuttgart/Leipzig: S. Hirzel Verlag.

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft Referat L3 (2017). Deutschland, wie es isst – Der BMEL-Ernährungsreport 2017. Berlin-

Donath, R., Schüler, K.P. (1985). Ernährung der Sportler. Berlin: Sportverlag.

Ehlenz, H., Grosser, M. & Zimmermann, E.(1985). Krafttraining (2.Auflage). München: BLV.

Eidgenösische Technische Hochschule (ETH). (2006). Ernährung vor dem Wettkampf. Swiss forumfor sport nutrition. www.sfsn.ch/

Konopka, P. (2015). Sporternährung – Grundlagen – Ernährungsstrategien - Leistungsförderung (16. Auflage). München. BLV Buchverlag GmbH

Raschke, C., Ruf, S. (2015). Sport und Ernährung – Wissenschaftlich basierte Empfehlungen, Tipps und Ernährungspläne für die Praxis (2. aktualisierte und ergänzte Auflage). Stuttgart: Thieme.

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