Aufgrund der aktuellen Eindämmungsverordnung ist der Trainingsbetrieb stark eingeschränkt/nicht möglich.
17.09.2020 - 16:28

In dem Schreiben heißt es:

„Die zuverlässige und schnelle Abwicklung von Angelegenheiten aufgrund von behördlich angeordneten Schließungen während der Corona-Pandemie ist ein zentrales Anliegen der GEMA. Während der Schließungsphase ist die GEMA Musiknutzern schnell und unbürokratisch entgegengekommen, indem laufende Verträge umgehend ruhend gestellt wurden. Mit der nun anschließenden und in den kommenden Wochen laufenden Gutschriftenaktion halten wir uns an die rechtlichen, verbraucherschützenden Vorgaben zur direkten Rückzahlung von Lizenzgebühren für die nicht mögliche Inanspruchnahme von lizenzierten Musiknutzungen. Forderungen nach Gutscheinlösungen etc., wie sie branchenübergreifend vertreten wurden, haben wir uns bewusst nicht angeschlossen. 

Die nunmehr startende Gutschriftenaktion ist so einfach wie möglich aufgebaut. Dennoch ist uns bewusst, dass die Abwicklung sämtlicher Anfragen, Anliegen und Rückerstattungsbegehren zu diesem Thema mehrere Wochen in Anspruch nehmen kann. Wir bitten Sie hierfür um Verständnis!“

Informationen zur Abwicklung gibt es unter  https://www.gema.de/aktuelles/gesamtvertragspartner/aktuelles/gutschriften/

Zudem wird zeitnah mit einem konkreten Anschreiben über die genauen Abläufe informiert. Dort sind sodann weitere Details (insbesondere die Daten für den Zugang zu dem Eingabe-Portal für die Ermittlung der Schließzeiten mittels eines eigens vergebenen Codes) erläutert.

Weitere Rückfragen bzw. Anfragen zur Corona-Thematik sollen NICHT mehr über absagecorona(at)gema.de sondern über das extra bereitgestellte Online-Portal abgewickelt werden.

17.09.2020 - 14:01

701, 707, 715! Was bedeuten dir diese Zahlen?
Paolo Kunsch: „Diese Ergebnisse bestätigen mich und zeigen mir, dass ich so einiges richtig mache. Die 715 ist für mich immer noch unglaublich, und es freut mich, im Wettkampf solch ein Level erreicht zu haben!“

Was sagen die Konkurrenten und die Trainer?
Paolo Kunsch: „Ich habe direkt nach dem Wettkampf als auch jetzt in den Tagen danach Glückwünsche aus allen Richtungen bekommen. DANKE! Meinem Umfeld ist sehr schnell bewusst gewesen, was ich mit diesen Ergebnissen geleistet habe. Einen speziellen Dank will ich den Menschen hinter den Vereinen und Sponsoren aussprechen, die mich unterstützen und ebenso ihren Teil zu diesen Erfolgen beigetragen haben. Speziell das Mentaltraining ist ein stetiger Begleiter! Danke Axel.“

Wie erklärst du dir diese Leistungsexplosion mit deutschem Rekord und dann sogar Weltrekord?
Paolo Kunsch: „Mit meiner Wettkampfeinstellung und dem Vertrauen in mich und das Material. Meine Ergebnisse von Samstag habe ich als „Startrampe“ für etwas Großes nutzen können. Darauf habe ich gewartet. Als ich dann mit 240/240 angeschossen habe, wusste ich – das wird was! Und im Kopf war ich bereit dafür!“

Hatte Corona für dich etwas Gutes, weil du dich ohne den Wettkampfstress auf Technik und Ablauf konzentrieren konntest?
Paolo Kunsch: „Ja, die Zeit habe ich optimal genutzt, um viel an meinem Schießen zu arbeiten. Natürlich musste ich mich mehr als zuvor schon selbst motivieren, dran zu bleiben. Dabei hat mir geholfen, zu sehen, wie die Recurver in dieser Zeit trainiert haben. Respekt dafür! Man muss die Situation annehmen, und ich konnte immer besser meinen Weg finden, den Wettkampf zu mir auf den Platz zu bringen.“

Mit diesen Leistungen bist du auch im internationalen Männer-Vergleich ganz vorne. Ab Oktober schießt du bei den Männern. Was sind deine Ziele?
Paolo Kunsch: „Ja, richtig. Über konkrete Ziele will ich hier nicht sprechen. Aber es ist denke ich klar, in welche Richtung die Reise in Zukunft gehen soll.“

Sichtungen sind das eine, Wettkämpfe das andere. Wie willst du sicherstellen, dass du diese phantastischen Leistungen auch im "echten" Wettkampf bringst?
Paolo Kunsch: „Ich mache weiter wie bisher und bin davon überzeugt, dass ich, egal wo, meine Leistung bringen kann. Da spricht nichts dagegen. Für mich hatte dieser Wettkampf aufgrund der langen Pause sogar einen höheren Stellenwert als alle bisherigen nationalen Wettkämpfe. Zumal dies mein letzter Wettkampf als Junior war.“

Wer 715 Ringe schießt, träumt der auch von der makellosen 720?
Paolo Kunsch: „Natürlich! Für diese Perfektion trainiert man sehr, sehr viele Stunden und letztendlich Jahre. Man geht doch nicht auf den Platz und sagt 715 reicht mir, wenn 720 möglich sind! Ich weiß jetzt, wie es sich anfühlt, im Wettkampf in solch einer Region von Ergebnissen unterwegs zu sein und kann daraus nochmal einiges für die Zukunft mitnehmen.“ 

Ist der perfekte Wettkampf überhaupt möglich?
Paolo Kunsch: „Ringzahltechnisch auf jeden Fall! Ich denke aber, dass alle Sportler auch bei einem perfekten Wettkampfergebnis noch Dinge finden, an denen im Nachgang gearbeitet werden muss.“

16.09.2020 - 16:26

Dazu kann bei den Einstellungen im Mail-Programm explizit die Spalte "Absender-eMailadresse" angezeigt werden. Dort wird ersichtlich, wer der tatsächliche Absender ist (siehe Anhang). Sollte man unsicher sein, rät der DSB, auf keinen Fall den Anhang zu öffnen oder den angegebenen Link zu betätigen.

16.09.2020 - 13:35

Eine klare Mehrheit der Vereine der 1. Bundesliga hatte ihr Votum abgegeben, auch in Corona-Zeiten die Saison zu bestreiten. Diese soll ihren Höhepunkt am ??. Februar im Finale in Wiesbaden finden.

Da sich viele der Zweitligisten nicht in der Lage sahen, Wettkämpfe in diesen außergewöhnlichen Zeiten unter besonderen Bedingungen auszurichten, fällt die Hallensaison 2020/21 für die 2. Bundesliga und die darunter liegenden Ligen aus. Die Tabellen aus 2019/20 werden eingefroren und als Grundlage für die Saison 2021/22 verwendet.

Gerhard Furnier, DSB-Vizepräsident Sport: „Ich freue mich, dass wir nach Luftgewehr- und Luftpistolen-Bundesliga auch die Bogen-Bundesliga in diesen schwierigen Zeiten durchführen werden. Auch wenn die unteren Ligen keinen regulären Wettkampfbetrieb haben, steht es ihnen natürlich frei, Freundschaftswettkämpfe durchzuführen, um ihrem Sport nachgehen zu können.“

15.09.2020 - 13:55

Kunsch hatte bereits im August mit 701 Ringen für einen neuen DSB-Rekord gesorgt, jetzt steigerte er diese Leistung mehrfach. Zunächst schraubte der Deutsche Vizemeister 2019 die Leistung auf 707 Ringe hoch, einen Tag später legte er ein nahezu fehlerfreies 72-er Programm nach. Lediglich fünf (!) Pfeile verfehlten die Zehn – unglaublich. Doch damit nicht genug, auch im Finale zeigte er seine Klasse und schoss bei perfekten 150 Ringen elf Xer. Dies wäre auch ein neuer Weltrekord, es muss nur geklärt werden, ob dies als offizieller Weltrekord anerkannt wird. Ein Interview mit Kunsch folgt noch in dieser Woche. Mit Tim Krippendorf (Herren, 711 Ringe) und Anna Geller (Jugend, 143 Ringe im Finale) zeigten zwei weitere Compounder herausragende Leistungen, die neue Deutsche Rekorde bedeuten.

Florian Kahllund war der dominierende Recurve-Schütze bei den Männern. In der doppelten 70m-Runde, die in zwei Tagen geschossen wurde, stellte er mit 1358 Ringen neuen Weltrekord auf. Er wies damit zwei Ringe mehr auf als der bisherige Rekord des US-amerikanischen Weltmeisters Brady Ellison. „Der und die anderen Rekorde werden beantragt, müssen aber natürlich noch bestätigt werden“, sagt Jörg Gras, Bundesreferent Bogensport. Kahllund lag am Ende vor Johannes Maier und Felix Wieser. Bei den Frauen zeigte sich Katharina Bauer am treffsichersten, gefolgt von Lisa Unruh und Elisa Tartler. Bundestrainer Oliver Haidn zeigte sich zufrieden und freute sich vor allem über eine Tatsache: „Es war schön, dass wir von den Schülern bis zu den Erwachsenen eine Sichtung hatten, zum Teil haben wir sehr gute Leistungen gesehen.“

Im Flintenbereich wurde in Berlin fleißig geschossen. Dort sorgte die frisch verheiratete Katrin Butterer (geb. Wieslhuber) für das Glanzstück im Skeetbereich. 121 Scheiben holte sie vom Himmel, dabei erlaubte sie sich in den letzten drei Runden keinen Fehlschuss. Auch Valentina Umhöfer glänzte mit 119 Treffern. Sven Korte zeigte bei den Männern (121) die beste Leistung, wurde aber noch von Junior Christopher Honkomp (122) übertroffen und von John Kellinghaus egalisiert. Im Trap-Bereich wurden keine Spitzenleistungen erzielt, als Bester erwies sich Steve Eidekorn mit 117 Treffern.

Im Sportpistolen-Bereich zeigte Vanessa Seeger in Suhl ihr großes Talent: Mit 588 und 584 Ringen distanzierte sie ihre gleichaltrigen Mitschützinnen deutlich und wäre auch bei den Frauen mit vorne dabei gewesen. Dort wurde ihr Ergebnis nur von Monika Karsch (590 und 587) übertroffen, Doreen Vennekamp (589 und 581) zeigte sich ebenfalls gut in Schuss. „Das waren Weltklasse-Leistungen von Moni und Doreen“, meinte Bundestrainerin Barbara Georgi.

Bei der Luftpistole unterstrichen Robin Walter und Kevin Venta ihre Klasse: Walter agierte enorm stabil und schoss die drei Programme nahezu identisch (583, 582, 583), Venta sorgte mit 586 Ringen für den Bestwert und war mit 580 und 578 Ringen in den zwei anderen Serien ebenfalls vorne dabei. „Die 586 Ringe von Kevin sind absolute Weltklasse! Und Robin - als einer der Jüngsten im Feld – war ganz stark. Schön, dass die Jungs die Pause genutzt haben. Ich bin stolz auf die Leistungen, die einige gezeigt haben“, so Georgi.

14.09.2020 - 14:24

Qualifikationsende ist am Sonntag, 20. September um 20.00 Uhr. Dann geht es an die Auswertung, dann werden die zwei Vereine gesucht mit den meisten Teilnehmern bzw. den meisten Teilnehmern unter 16 Jahren – es gibt eine Prämie von immerhin jeweils 500 Euro. Zudem werden die Ergebnisse der Finalkandidaten nochmals per „Plausibilitätsprüfung“ geprüft. Die Top4 jeder Disziplin und Klasse qualifizieren sich für das Finale in Wiesbaden, Nationalkaderathleten (bis auf NK2) sind dort jedoch nicht startberechtigt.

Dass die Top-Athleten Deutschlands dennoch Spaß an dem Wettkampf haben, zeigt sich an den Ergebnislisten: Im Flintenbereich mischen Andreas Löw, Paul Pigorsch (Trap) oder Vincent Haaga (Skeet) vorne mit, die Bogen-Disziplinen werden von Maximilian Weckmüller, Lisa Unruh, Elisa Tartler (Recurve) und Sebastian Hamdorf (Compound) angeführt. Und auch die Sportpistolen-Olympia-2. von Rio 2016, Monika Karsch, hat im Wettbewerb mit der Luftpistole mitgemacht.

Noch sechs Tage mitschießen und jetzt Meisterschützen-Souvenir sichern

Sechs Tage lang haben alle noch die Möglichkeit, ihr bereits geschossenes Ergebnis zu verbessern bzw. noch mitzumachen. Die zahlreichen Rückmeldungen zeigen, dass sich alle nach der langen Pause über diese Wettkampfmöglichkeit freuen. Umso schöner wäre es, wenn noch einige neue „Meisterschützen“ ihr Sportgerät in die Hand nehmen und mitmachen.

Und die, die bereits in den Ergebnislisten stehen, können die auch nach außen zeigen: Im „Meisterschützen“-Shop gibt es einige nette Souvenirs. Wir wünschen für die letzte Woche der Qualifikation Gut Schuss & Alle ins Gold!

14.09.2020 - 13:24

„Die allgemeinen Anforderungen und finanziellen Auflagen für die Ausrichtung eines Weltcups sind nochmals gestiegen, sodass das DSB-Präsidium entschieden hat, schweren Herzens keine Bewerbung abzugeben“, erklärt DSB-Vizepräsident Sport Gerhard Furnier.

Erstmals war München 1986 Standort eines ISSF-Weltcups, in diesem Jahr fiel der Wettkampf der Corona-Pandemie zum Opfer. Davor kamen lediglich viermal – 1994, 2002, 2004 und 2010 (damals fand die WM in München statt) – die weltbesten Schützen nicht zum Weltcup in die bayerische Landeshauptstadt.

Zwei internationale Veranstaltungen 2021 in Suhl

Für 2021 sieht der ISSF-Kalender fünf Weltcups vor, darunter drei „große“ mit allen Disziplinen (Flinte, Gewehr und Pistole). Auffällig: Diese finden allesamt im Osten bzw. Asien statt. Aus deutscher Sicht erfreulich: Der seit Jahren etablierte Junioren-Weltcup in Suhl steigt auch im nächsten Jahr auf dem Friedberg, zudem findet an gleicher Stelle die zweite Auflage der Masters Shooting Sport Championship (11.-18. September), einem internationalen Wettkampf für Schützen über 45 Jahre, statt.

Auch die zukünftigen Weltmeisterschaften sind – bis auf Moskau 2022 – allesamt in Übersee.

Wettkämpfe 2021

Weltcups

  • Flinte in Kairo/ÄGYPTEN (26. Februar-8. März)
     
  • Flinte, Gewehr, Pistole in Neu-Delhi/INDIEN (19.-28. März)
     
  • Flinte, Gewehr, Pistole in Changwon/SÜDKOREA (16.-27. April)
     
  • Flinte in Lonato/ITALIEN (5.-16. Mai)
     
  • Flinte, Gewehr, Pistole in Baku/ASERBAIDSCHAN (22. Juni-1. Juli)

Junioren-Weltmeisterschaft 

  • Alle Disziplinen in Las Palmas/PERU (25. September-10. Oktober)

Grand Prix 

  • Druckluft in Ruse/SLOWENIEN
  • Flinte in Rabat/MAROKKO
  • Gewehr & Pistole in Jakarta/INDONESIEN
  • Druckluft in Osijek/KROATIEN

Junioren-Weltcups

  • Flinte, Gewehr, Pistole in Suhl/DEUTSCHLAND (3.-11. Juli)
  • Flinte in Almaty/KASACHSTAN (26. August-6. September)

Masters

Flinte, Gewehr, Pistole in SUHL/Deutschland (11.-18. September) 
 

Weltmeisterschaften 2021-2024

2021: Junioren (alle Disziplinen), Las Palmas/PERU (25. September-10. Oktober)

2022: Erwachsene (alle Disziplinen), Moskau/RUSSLAND & Junioren (alle Disziplinen), Changwon/SÜDKOREA

2023: Erwachsene & Junioren (Gewehr & Pistole), Kairo/ÄGYPTEN (WM/JWM Flinte noch nicht festgelegt) 

2024: Junioren (alle Disziplinen), Sidney/AUSTRALIEN

10.09.2020 - 13:20

Was war zuerst, die Freunde, die dann zum Verein dazukamen oder die Vereinskollegen, die zu Freunden wurden?
Kagerer: „Beides. Bei uns geht im Schüleralter jeder zu irgendeinem Verein und meistens geht man da hin, wo die Freunde auch hingehen. Bei mir war es das Schießen. Aber dort triffst du andere Leute, die irgendwann wiederum zu Freunden werden. Vereinsabende, Ausflüge, die Gesellschaft – das trägt alles dazu bei.“

Niederbergkirchen ist ein kleines bayerisches Dorf, in dem jeder jeden kennt und der Verein der Treffpunkt für viele ist. Ist das auch heute noch der Treffpunkt für deine Freunde?
Kagerer: „Auf alle Fälle. Das hat sich nicht verändert. Wenn jeder Familie bekommt und ein Haus baut, ändert sich das vielleicht einmal für eine Zeit, weil man dann oft nicht mehr so viel Zeit für den Verein hat, aber dem Verein bleiben trotzdem die meisten treu. Und auch nach einer kleinen Auszeit wird man dann genauso wieder aufgenommen wie zuvor. Das macht das Ganze aus. Es ist und bleibt eine Anlaufstelle für alle – ganz generationsunabhängig. Da machen auch 20 bis 30 Jahre Altersunterschied nichts zwischen der Freundschaft aus.“

Sind diese Generationen übergreifende Freundschaften auch das besondere an den Freundschaften im Verein?
Kagerer: „Das ist mit Sicherheit bereichernd und das macht einen Verein auch aus. Wo hat man das sonst noch, dass man mehrere Genrationen an einen Tisch bekommt? Sportlich gesehen können ebenfalls Schützen miteinander schießen, die unterschiedlichen Alters sind und trotzdem miteinander befreundet sind. So habe ich dadurch Freunde kennengelernt, mit denen ich anders wohl nie zusammengekommen wäre.“

Auch in euren Rundenwettkampfmannschaften sind alle gut untereinander befreundet. Ist das die größte Motivationsspritze?
Kagerer: „Mit Sicherheit! Wir stacheln uns gegenseitig an, wer an dem Abend wohl das beste Ergebnis schießen wird, aber genauso wird zusammengehalten, wenn jemand nicht sein gewünschtes Ergebnis erbracht hat und ein anderer das vielleicht für ihn ausgebügelt hat. Es wird keiner an den Pranger gestellt, sondern es ist vielmehr schön, die Gemeinschaft zu sehen und gemeinsam eine Gaudi zu haben. “

Sind viele eurer Vereinsmitglieder auch außerhalb des Sports befreundet?
Kagerer: „Wir leben in einem Dorf – da ist das sicher noch einmal anders als in der Stadt – und in unserem Verein sind die Mitglieder vor allem auch aus Niederbergkirchen. Da ist es natürlich so, dass auch privat viel zusammen unternommen wird.“

Inwieweit tragen die Vereine aber trotzdem dazu bei, dass diese Freundschaften fürs Leben entstehen können?
Kagerer: „Gleiche Interessen, die Neugier, aber auch Neubaugebiete mit neuen Einwohnern ziehen Menschen an. Der Verein bringt dadurch Menschen zusammen, die sonst vielleicht nie zusammengefunden hätten.“

Ein hervorragendes Mittel zur Integration also…
Kagerer: „Der Verein ist ein Ort, an dem sich neue Leute in der Gesellschaft integrieren können, ein Gemeinschaftsgefühl entwickelt wird, man mit Spaß am Vereinsleben teilnimmt und neue Freunde findet – auch außerhalb des Vereins. Wir haben ein schönes Beispiel, denn vor zwei Jahren kam ein kleiner Junge mit chinesischen Wurzeln zu uns in den Verein, der erst mit seinen Eltern in die Nähe gezogen ist, durch das Internet auf uns aufmerksam wurde und bei uns das Schießen anfangen wollte. Es hat keine zwei Schießabende gedauert, da hatte er sich bereits mit unseren Schülern angefreundet, obwohl sie sich noch nie vorher gesehen hatten.“

In eurem Verein finden viele Aktivitäten statt, die Freunde miteinander unternehmen können: Vom Schießabend über die italienische Nacht bis hin zum Schützenball. Wie wichtig sind diese Vereinsaktivitäten, um Freundschaften entstehen zu lassen und zu fördern?
Kagerer: „Sehr wichtig! Dort sieht man, was jeder kann, welche Begabungen jeder Einzelne hat und man lernt voneinander. Gerade während COVID-19 merkt man, dass dieser große Baustein abgeht. Die Gesellschaft, die Freundschaft leidet darunter sehr. Das ist vielen vielleicht noch gar nicht so bewusst. Man redet immer viel über die Arbeit, die an den Festen dran hängt, aber nun, wo sie in Moment nicht mehr stattfinden können, merkt man, dass es fehlt. Vielleicht ist es auch nicht schlecht, um besser zu begreifen, was das alles wert ist. Das ist mir auch selbst in dieser Zeit bewusst geworden. Jeder hat einen vollen Terminkalender und trotzdem freut man sich auf das Treffen mit den Freunden am Abend im Verein. Das alles fehlt im Moment. Die Freunde fehlen.“

Im Verein braucht es viele Hände, wenn es darum geht Feste auszurichten, den Verein am Laufen zu halten. Ist Freundschaft dafür die wichtigste Basis?
Kagerer: „Wenn Freundschaft nicht die Grundlage des Ganzen wäre, dann wäre eine Zusammenarbeit nicht möglich. Bei unserer italienischen Nacht müssen 64 Personen zusammen arbeiten, wenn da einer den anderen nicht mögen würde, dann könnte man ein solches Fest nicht ausrichten. Klar ist nicht jeder mit jedem befreundet, aber jeder hilft jedem. Es ist schade, wenn ein Verein kein Fest hat, denn diese sind unglaublich wichtig für den Teamgeist.“

Was ist das Besondere an den Freundschaften in einem Verein, die man durch den Sport kennenlernt?
Kagerer: „In einem Schützenverein wie bei uns ist man meist sein Leben lang. Junge Gesichter kommen, andere gehen, aber eigentlich lernt man ständig neue Freunde kennen.“

10.09.2020 - 13:20

Was war zuerst, die Freunde, die dann zum Verein dazukamen oder die Vereinskollegen, die zu Freunden wurden?
Kagerer: „Beides. Bei uns geht im Schüleralter jeder zu irgendeinem Verein und meistens geht man da hin, wo die Freunde auch hingehen. Bei mir war es das Schießen. Aber dort triffst du andere Leute, die irgendwann wiederum zu Freunden werden. Vereinsabende, Ausflüge, die Gesellschaft – das trägt alles dazu bei.“

Niederbergkirchen ist ein kleines bayerisches Dorf, in dem jeder jeden kennt und der Verein der Treffpunkt für viele ist. Ist das auch heute noch der Treffpunkt für deine Freunde?
Kagerer: „Auf alle Fälle. Das hat sich nicht verändert. Wenn jeder Familie bekommt und ein Haus baut, ändert sich das vielleicht einmal für eine Zeit, weil man dann oft nicht mehr so viel Zeit für den Verein hat, aber dem Verein bleiben trotzdem die meisten treu. Und auch nach einer kleinen Auszeit wird man dann genauso wieder aufgenommen wie zuvor. Das macht das Ganze aus. Es ist und bleibt eine Anlaufstelle für alle – ganz generationsunabhängig. Da machen auch 20 bis 30 Jahre Altersunterschied nichts zwischen der Freundschaft aus.“

Sind diese Generationen übergreifende Freundschaften auch das besondere an den Freundschaften im Verein?
Kagerer: „Das ist mit Sicherheit bereichernd und das macht einen Verein auch aus. Wo hat man das sonst noch, dass man mehrere Genrationen an einen Tisch bekommt? Sportlich gesehen können ebenfalls Schützen miteinander schießen, die unterschiedlichen Alters sind und trotzdem miteinander befreundet sind. So habe ich dadurch Freunde kennengelernt, mit denen ich anders wohl nie zusammengekommen wäre.“

Auch in euren Rundenwettkampfmannschaften sind alle gut untereinander befreundet. Ist das die größte Motivationsspritze?
Kagerer: „Mit Sicherheit! Wir stacheln uns gegenseitig an, wer an dem Abend wohl das beste Ergebnis schießen wird, aber genauso wird zusammengehalten, wenn jemand nicht sein gewünschtes Ergebnis erbracht hat und ein anderer das vielleicht für ihn ausgebügelt hat. Es wird keiner an den Pranger gestellt, sondern es ist vielmehr schön, die Gemeinschaft zu sehen und gemeinsam eine Gaudi zu haben. “

Sind viele eurer Vereinsmitglieder auch außerhalb des Sports befreundet?
Kagerer: „Wir leben in einem Dorf – da ist das sicher noch einmal anders als in der Stadt – und in unserem Verein sind die Mitglieder vor allem auch aus Niederbergkirchen. Da ist es natürlich so, dass auch privat viel zusammen unternommen wird.“

Inwieweit tragen die Vereine aber trotzdem dazu bei, dass diese Freundschaften fürs Leben entstehen können?
Kagerer: „Gleiche Interessen, die Neugier, aber auch Neubaugebiete mit neuen Einwohnern ziehen Menschen an. Der Verein bringt dadurch Menschen zusammen, die sonst vielleicht nie zusammengefunden hätten.“

Ein hervorragendes Mittel zur Integration also…
Kagerer: „Der Verein ist ein Ort, an dem sich neue Leute in der Gesellschaft integrieren können, ein Gemeinschaftsgefühl entwickelt wird, man mit Spaß am Vereinsleben teilnimmt und neue Freunde findet – auch außerhalb des Vereins. Wir haben ein schönes Beispiel, denn vor zwei Jahren kam ein kleiner Junge mit chinesischen Wurzeln zu uns in den Verein, der erst mit seinen Eltern in die Nähe gezogen ist, durch das Internet auf uns aufmerksam wurde und bei uns das Schießen anfangen wollte. Es hat keine zwei Schießabende gedauert, da hatte er sich bereits mit unseren Schülern angefreundet, obwohl sie sich noch nie vorher gesehen hatten.“

In eurem Verein finden viele Aktivitäten statt, die Freunde miteinander unternehmen können: Vom Schießabend über die italienische Nacht bis hin zum Schützenball. Wie wichtig sind diese Vereinsaktivitäten, um Freundschaften entstehen zu lassen und zu fördern?
Kagerer: „Sehr wichtig! Dort sieht man, was jeder kann, welche Begabungen jeder Einzelne hat und man lernt voneinander. Gerade während COVID-19 merkt man, dass dieser große Baustein abgeht. Die Gesellschaft, die Freundschaft leidet darunter sehr. Das ist vielen vielleicht noch gar nicht so bewusst. Man redet immer viel über die Arbeit, die an den Festen dran hängt, aber nun, wo sie in Moment nicht mehr stattfinden können, merkt man, dass es fehlt. Vielleicht ist es auch nicht schlecht, um besser zu begreifen, was das alles wert ist. Das ist mir auch selbst in dieser Zeit bewusst geworden. Jeder hat einen vollen Terminkalender und trotzdem freut man sich auf das Treffen mit den Freunden am Abend im Verein. Das alles fehlt im Moment. Die Freunde fehlen.“

Im Verein braucht es viele Hände, wenn es darum geht Feste auszurichten, den Verein am Laufen zu halten. Ist Freundschaft dafür die wichtigste Basis?
Kagerer: „Wenn Freundschaft nicht die Grundlage des Ganzen wäre, dann wäre eine Zusammenarbeit nicht möglich. Bei unserer italienischen Nacht müssen 64 Personen zusammen arbeiten, wenn da einer den anderen nicht mögen würde, dann könnte man ein solches Fest nicht ausrichten. Klar ist nicht jeder mit jedem befreundet, aber jeder hilft jedem. Es ist schade, wenn ein Verein kein Fest hat, denn diese sind unglaublich wichtig für den Teamgeist.“

Was ist das Besondere an den Freundschaften in einem Verein, die man durch den Sport kennenlernt?
Kagerer: „In einem Schützenverein wie bei uns ist man meist sein Leben lang. Junge Gesichter kommen, andere gehen, aber eigentlich lernt man ständig neue Freunde kennen.“

10.09.2020 - 08:47

„Es war schön, diesen besonderen Wettkampf bestreiten zu dürfen. Zum einen, weil der Fernwettkampf in besonderer Weise für alle Mitglieder des DSB offen ist. Zum anderen, weil wir mit der ganzen Familie im gleichen Wettbewerb starten konnten“, so von Schönfels. Er selbst schoss Luftgewehr Auflage, seine Frau Petra Luftpistole Auflage. Und die Kinder Hans-Laurin und Viktoria zeigten mit dem Luftgewehr Jugend/Junioren bzw. Schüler) ihr Können.

Von Schönfels weiter: „Es war ein gelungener Einstieg in die Wettkampfsaison, die unter Corona-Bedingungen sicherlich eine ganz Besondere werden wird. Ich hoffe, dass noch viele Schützinnen und Schützen das Angebot des Deutschen Schützenbundes annehmen werden, um den Schießbetrieb in unseren Schützenhäusern und auf unseren Schießständen nach der „Corona-Auszeit“ wiederzubeleben.“

Statistik: Schützen im Alter von 8 bis 89 Jahren

Derweil ist die Marke von 2.000 Teilnehmern übersprungen worden. Dabei gibt es einige interessante Statistiken: Magnus Jocham und Heinz Mußbach sind aktuell mit jeweils 89 Jahren die ältesten Teilnehmer, den Gegenpart bilden Thorge Schwartz, Lasse von der Heyde, Jakob Biermann, Armin Müller und Malia Diescher, die allesamt acht Jahre alt sind. Damit zeigt sich wieder einmal, dass der Bogen- und Schießsport ein Sport für alle ist.

Und auch die Nationalkaderathleten hat die Online-Premiere gepackt: Beim Trap lieferten sich Andreas Löw (73 Treffer) und Paul Pigorsch (72 Treffer) einen Schlagabtausch, im Skeet-Wettbewerb hat Vincent Haaga - gemeinsam mit Thomas Ranner (jeweils 72 Treffer) - die Führung inne. Und im Compound setzte sich Sebastian Hamdorf ringgleich mit Hardy Noack an die Spitze (jeweils 366). Am Wochenende wollen zudem alle Recurve-Kaderschützen am Wettbewerb teilnehmen. Klar ist aber auch: Alle Nationalkader-Athleten sind sehr gerne bei der Qualifikation gesehen, dürfen aber nicht am Finale teilnehmen (bis auf NK2).

Wenig überraschend kommen die meisten der Teilnehmer aus dem mitgliederstärksten Landesverband Bayern. Es folgen Hessen, Württemberg und der Rheinische Schützenbund. Deutlich Luft nach oben in Sachen Teilnehmerzahl besteht in der Oberpfalz, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen, Saarland, Sachsen und Berlin-Brandenburg. Dort liegen die Teilnehmerzahlen unter 50!

Und für besonders eifrige Vereine gibt es ja auch noch zwei Sonderprämien (jeweils 500 Euro) für die meisten Teilnehmer bzw. die meisten Teilnehmer unter 16 Jahren. Unser Meisterschützen-Appell lautet deshalb: Greift zu den Sportgeräten und zeigt, was ihr könnt. Der Präsident hat es vorgemacht! Gut Schuss & Alle ins Gold!

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