22.09.2019 - 17:29

Standardpistole Mixe: Fast zehn Ringe Vorsprung für Gold-Duo
Bereits die Qualifikation hatten Reitz (290 Ringe) und Karsch (284 Ringe) dominiert und vor Portugal (567 Ringe) und dem zweiten deutschen Duo Oliver Geis und Doreen Vennekamp (566 Ringe) gewonnen. Im Finale der besten acht Teams gaben die „Medaillenhamster“ von Bologna richtig Gas: 199,2 in der ersten Serie, 196,7 in der zweiten und 192,2 in der dritten Serie bedeuteten exakt 9,6 Ringe und damit eine Schießsport-Ewigkeit vor den Teams aus der Ukraine und Schweden. „Das war ein souveräner Start-Ziel-Sieg für Moni und Christian. Überragend!“, sprach Schnellfeuerpistolen-Bundestrainer das aus, was alle dachten. Geis und Vennekamp mussten sich mit 375,5 Ringen und Platz sechs zufrieden geben.

Zentralfeuerpistole und 300m-Wettbewerbe
Die 25m und 50m Europameisterschaft in Bologna endet am Montag, 23. September, mit dem Wettkampf der Zentralfeuerpistole. Sicherlich mit erneut guten Aussichten auf deutsches Edelmetall, denn das Schnellfeuerpistolen-Trio Christian Reitz, Oliver Geis und Mathias Putzmann geht an den Start und erwies sich – wie gewohnt – als Medaillengarant. Unmittelbar nach dem Mixed-Wettbewerb mit der Standardpistole ging es zum Training und dem Ziel, „hoffentlich morgen einen krönenden EM-Abschluss zu feiern“, wie Glenz sagt.

Derweil geht die EM für Jolyn Beer und Eva Rösken in die Verlängerung, sie starten in Tolmezzo auf der 300m-Anlage, um an der Seite von Lisa Müller anzutreten. Gewehr-Bundestrainer Claus-Dieter Roth traut ihnen das zu: „Ich denke, dort werden sie bei der Medaillenvergabe ein Wörtchen mitreden.“ Christian Dreßel, Michael Klein und Jörg Niehüser komplettieren das deutsche 300m-Großkaliber-Team in Tolmezzo.

Das deutsche EM-Team

Gewehr

Erwachsene: Eva Rösken, Denise Palberg, Jolyn Beer, Maximilian Dallinger, Dennis Welsch, David Koenders (alle 3x40 & Liegend)

JuniorInnen: Anna Janßen, Melissa Ruschel (beide 3x40 & Liegend), Johanna Tripp (3x40), Sara Lechner (Liegend), Max Braun (3x40 & Liegend), Colin Fix, Maximilian Ulbrich (beide 3x40), Luka Ribbe (Liegend)

Pistole

Erwachsene: Monika Karsch, Doreen Vennekamp, Michelle Skeries (alle Sportpistole), Christian Reitz, Oliver Geis, Mathias Putzmann (alle Schnellfeuerpistole)

JuniorInnen: Vanessa Seeger, Eileen Schupper, Theresa Oblinger (alle Sportpistole), Florian Peter, Christoph Lutz, Stefan Max Holl (alle Schnellfeuerpistole)

300m Gewehr

Eva Rösken, Lisa Müller, Jolyn Beer Christian Dreßel, Michael Klein, Jörg Niehüser

21.09.2019 - 18:12

Sportpistole: Karsch erfüllt sich eigene Wünsche
Vor der EM hatte Karsch ihren Wunsch geäußert, die EM wie vor zwei Jahren mit den EM-Titeln in Einzel und im Team zu beenden. Und dies gelang eindrucksvoll! Karsch war von Beginn an da im Finale. Nach den ersten drei Serien lag sie an Position zwei mit elf Treffern, auch Vennekamp schoss vorne mit (9). Als Karsch „nur“ eine zwei schoss und Veronika Major aus Ungarn eine perfekte Fünf, betrug der Rückstand bereits vier Ringe, ehe Karsch eine beeindruckende Aufholjagd startete: Drei Viererserien, dann eine perfekte Fünf und noch eine weitere Vier brachten sie deutlich auf Platz eins. Zum Abschluss reichte ihr eine Drei, um mit 37 Treffern deutlich vor Major (33) und Mathilde Lamolle (FRA, 30) zu gewinnen. Vennekamp lag auch lange auf Medaillenkurs, ehe sie zwei Zweierserien ablieferte und so nur „undankbare“ Vierte wurde. Karsch war danach überglücklich: „Ich bin so, so glücklich, ich kann es gar nicht fassen. Es hat eine sehr große Bedeutung für mich, dass ich den Titel verteidigen konnte.“

Zumal nach der Qualifikation der erste Titel feststand: Das Team, zu dem noch Skeries zählte, gewann souverän mit zehn Ringen Vorsprung (1754) vor Frankreich und Ungarn den Titel. Vennekamp hatte die Qualifikation als Erstplatzierte (591 Ringe), Karsch als Dritte (590 Ringe) und Skeries als 28. (573 Ringe) beendet. Karsch zeigte sich als wahrer Teamplayer und meinte: „Ich freue mich auch für Doreen, dass sie im Finale stand und Platz vier geholt hat. Und auch „Schelli“ hat einen großen Anteil an Teamgold. Wir gehen heute Abend schön Essen und lassen es uns gut gehen. Und dann schauen wir mal, was morgen geht.“ Bundestrainerin Barbara Georgi war überwältigt: „Mir fehlen die Worte, ich bin so stolz auf die Drei, die als richtiges Team aufgetreten sind. Moni holt den Titel mit Ansage, Doreen schießt Bestleistung nach ihrem krankheitsbedingten Ausfall und Schelli macht aus einer schwierigen Situation das Beste, es ist unglaublich!“

Schnellfeuerpistole: Reitz mit Doppel-Silber, Drama um Geis
Olympiasieger Reitz setzte ein Jahr vor Tokio abermals ein Zeichen an die Konkurrenz. In seiner ihm eigenen ruhigen Art und Weise unterstrich er seine Klasse in Qualifikation und im Finale. Mit einer perfekten Fünf startete er und setzte sich sofort an die Spitze, vier weitere hohe Serien mit insgesamt 17 Treffern folgten, ehe ihm in der sechsten Serie nur zwei Treffer gelangen und er auf Platz zwei hinter den Italiener Riccardo Mazzetti zurückfiel. Dieser schoss wie entfesselt und hatte am Ende u.a. vier Fünfer- und zwei Viererserien (34) und war selbst für Reitz (31) nicht mehr einzuholen. "Riccardo war heute einfach besser und hat verdient gewonnen", sagte Bundestrainer Detlef Glenz fair hinterher. "Dennoch hat Christian einen super Wettkampf und ein starkes Finale geschossen. Die 25m-Disziplinen sind halt unsere Domäne."

In der Qualifikation spielte sich ein wahres Drama ab. European Games-Sieger Oliver Geis war klar auf Finalkurs, ehe ihm in der ersten Vier-Sekunden-Serie eine 42 unterlief. Damit war das Finale quasi „futsch“, aber es ging noch ums Team. Geis fing sich wieder und „rettete der Mannschaft noch die Silbermedaille“, wie Bundestrainer Detlef Glenz formulierte. Reitz war als Zweiter (587 Ringe) souverän in das Finale der besten Sechs eingezogen, Geis fehlte ein Ring (579 Ringe). Durch die 567 Ringe von Mathias Putzmann (26. Platz) kam das Trio auf insgesamt 1733 Ringe und lag somit zwei Ringe vor der Ukraine und zehn Ringe hinter den Franzosen. "Silber gerettet, daher bin ich super stolz auf meine Männer", atmete Glenz auf.

KK 3x40: Drama um Jolyn Beer, Bronze fürs Team
Zuletzt hatte sie kein Glück, jetzt kam auch noch Pech hinzu: Jolyn Beer schoss im Dreistellungskampf mal wieder hervorragend, wurde aber nicht belohnt. 1176 Ringe brachte die Hannoveranerin auf die Ergebnistafel – darunter waren neun 9,9 Wertungen - in einem Wettkampf auf enorm hohen Niveau reichte dies jedoch nur zu Platz neun. Exakt ein Ring fehlte Beer zum Finale, in dem sie dann gegen zwei andere Kandidatinnen um zwei Quotenplätze für Tokio 2020 geschossen hätte. „Ich kann mir absolut nichts vorwerfen. 1176 ist ein super Ergebnis, damit ist man normal immer im Finale. Klar ist die Enttäuschung auf jeden Fall groß, weil ich mich so gern für eine weitere tolle Saison belohnt hätte und es – glaube ich – auch echt verdient hätte, aber ich muss das jetzt schnell abhaken und mich nicht verrückt machen. Ich habe ein weiteres Mal zeigen können, dass man absolut immer mit mir rechnen muss, wenn es um das Finale geht, und das können in der Konstanz nur ganz wenige vorweisen. Darauf bin ich auf jeden Fall stolz!“

Auch Bundestrainer Claus-Dieter Roth zeigte sich mit seinen drei Starterinnen, neben Beer waren es noch Eva Rösken (1171 Ringe, Platz 20) und Denise Palberg (1165, 31. Platz) zufrieden: „Es war ein extrem hohes Leistungsniveau, und eine starke kämpferische Leistung von allen drei Mädels. Jolyn hat einen sehr guten Wettkampf gezeigt, Eva ebenso. Und Denise hat sich bei ihrer ersten EM super in das Team integriert. Die gute Teamleistung wurde zumindest noch mit Bronze belohnt.“

20.09.2019 - 16:50

Sportpistole Frauen: Duo auf Finalkurs, Team auf Goldkurs
Das deutsche Sportpistolen-Trio Monika Karsch, Doreen Vennekamp und Michelle Skeries war mit großen Hoffnungen nach Bologna gereist. Karsch hatte zuvor gesagt, ihr Traum wäre es, „sowohl im Einzel als auch im Team den Titel zu verteidigen." Nach dem Präsisionswettkampf muss man sagen: beides ist möglich. Das deutsche Trio führt die Teamwertung mit acht Ringen Vorsprung an, in der Einzelwertung liegen Vennekamp und Karsch (294 Ringe) gleichauf an Position zwei und drei. Skeries erzielte 285 Ringe und ist 28. Bundestrainerin Barbara Georgi sagte: „Gute Grundlagen sind gelegt, abgerechnet wird mit dem letzten Schuss!“

Schnellfeuerpistole Männer: Duo aussichtsreich, Team auf Goldkurs
Was für die Sportpistolen-Frauen gilt, trifft auch auf die Schnellfeuer-Männer zu: Mit Christian Reitz, Oliver Geis und Mathias Putzmann ist ein Trio am Start, das sowohl im Einzel als auch im Team um den EM-Titel kämpfen will. Und so ist die Aussicht nach Teil eins der Qualifikation auch vielversprechend: Reitz liegt mit 294 Ringen auf Rang zwei, Geis schoss 291 Ringe (8. Platz, ringgleich mit dem Fünften), Putzmann schaffte 283 Ringe (27. Platz). Zusammen liegt das Trio in der Teamwertung nach der Hälfte des Programms auf dem Platz an der Sonne, allerdings nur mit zwei Ringen Vorsprung auf die Ukraine und Polen. Während Reitz in allen drei verschiedenen Zeitserien 98 Ringe schoss und auch Geis Konstanz zeigte, sorgten die letzte 4-Sekunden-Serie (42 Ringe) bei Putzmann dafür, dass der Vorsprung im Teamwettbewerb nicht noch höher ausfiel. Bundestrainer Detlef Glenz sagte: "Für die Schnellfeuer-Männer fängt die EM heute erst richtig an! Christian und Olli sind in aussichtsreicher Position für den morgigen Tag. Morgen zählt es und unser Ziel ist unverändert: Möglichst mit Olli und Chris im Finale und dann noch auf dem Treppchen zu stehen und den Teamtitel zu verteidigen. Wir sind bereit!"

KK 3x40 Männer: Dallinger früh mit zu hohem Rückstand
Nach EM-Silber im Liegend-Einzel sowie Platz vier im Liegend-Mixed mit Jolyn Beer wollte Maximilian Dallinger den Schub für den wichtigsten EM-Wettkampf, das olympische 3x40, nutzen. Doch der Start missriet, im Kniend-Anschlag startete er mit einer 94-er Serie. Am Ende des ersten Teilabschnitts hatte er 387 Ringe zu Buche stehen und somit bereits einen beträchtlichen Rückstand auf die sehr hoch schießende Konkurrenz. „Mit diesem Start war es fast nicht mehr möglich, ein Resultat zu erreichen, welches Hoffnung auf das Finale macht. Lediglich mit einem brillanten Stehendschießen hätte er noch in Finalnähe kommen können“, so Bundestrainer Claus-Dieter Roth. Der Bayer kämpfte und schoss ein fast perfektes Liegendschießen (399 Ringe), ehe ihm im Stehend-Anschlag die zweite und dritte Serie wieder zurückwarfen. Mit am Ende 1168 Ringen (30. Platz) schoss er ein solides, aber kein sehr gutes Ergebnis, was an diesem Tag bei einem Finaleingang von 1177 Ringen notwendig gewesen wäre. (Anmerkung: Bei der EM vor zwei Jahren in Baku reichten 1154 Ringe für das Finale.). Dennis Welsch als 50. (1162 Ringe) und David Koenders als 57. (1156 Ringe) zeigten ebenfalls gute Leistungen im Liegend-Schießen, ließen aber zu viele Ringe in den beiden anderen Anschlägen liegen. Als Team beendete das DSB-Trio den Wettkampf auf Platz 15. fasste zusammen: „Alle drei haben im Anschlag kniend in den ersten beiden Serien mit 2x 191 und 187 schon zu viele Ringe eingebüßt. Dennis und David haben unterm Strich Ergebnisse erzielt, welche von der Höhe her im Bereich der EM-Qualifikation lagen. Auch nach dem schwachen Start haben alle bis zum Schluss gekämpft.“

"Super-Samstag" mit vier Entscheidungen bei Sportdeutschland.TV
Am 21. September steigt in Bologna der "Super-Samstag": Gleich vier Entscheidungen in olympischen Disziplinen stehen an, gesucht werden die Europameister in den Wettbewerben KK 3x40 (Frauen und Männer), Sportpistole Frauen und Schnellfeuerpistole Männer. Sportdeutschland.TV überträgt alle vier Finals live und kostenlos - hoffentlich mit deutscher Beteiligung!

12.45 Uhr: 3x40 Frauen
14.15 Uhr: 3x40 Männer
15.45 Uhr: Sportpistole Frauen
17.00 Uhr: Schnellfeuerpistole Männer

Das deutsche EM-Team

Gewehr

Erwachsene: Eva Rösken, Denise Palberg, Jolyn Beer, Maximilian Dallinger, Dennis Welsch, David Koenders (alle 3x40 & Liegend)

JuniorInnen: Anna Janßen, Melissa Ruschel (beide 3x40 & Liegend), Johanna Tripp (3x40), Sara Lechner (Liegend), Max Braun (3x40 & Liegend), Colin Fix, Maximilian Ulbrich (beide 3x40), Luka Ribbe (Liegend)

Pistole

Erwachsene: Monika Karsch, Doreen Vennekamp, Michelle Skeries (alle Sportpistole), Christian Reitz, Oliver Geis, Mathias Putzmann (alle Schnellfeuerpistole)

JuniorInnen: Vanessa Seeger, Eileen Schupper, Theresa Oblinger (alle Sportpistole), Florian Peter, Christoph Lutz, Stefan Max Holl (alle Schnellfeuerpistole)

20.09.2019 - 14:17

Der Bundesjugendtag startet am Freitag mit dem Empfang der Jugendvorstände im alten Rathaus der Stadt Köln, an den sich der Kölsche Abend zum entspannten Tagesabschluss anschließt.

Samstag Vormittag werden dann sowohl die Tagungen der Jugendleiter, sowie der Jugendsprecher in der Jugendherberge durchgeführt, bevor nachmittags ein buntes Rahmenprogramm zur Erkundung Kölns einlädt.

Die Delegiertenversammlung am Sonntag Vormittag stellt den Höhepunkt dieses spannenden Wochenendes dar. Ein Teil des Jugendvorstandes wird bei den Neuwahlen nicht mehr antreten. So hat sich unter anderem Burkhard Schindler, Bundesjugendleiter Bildung, nach 15 Jahren im Jugendvorstand dazu entschlossen, für keine weitere Amtszeit mehr zu kandidieren. Wir sind Burkhard für die vielen Jahre seines ehrenamtlichen Engagements in der Jugendarbeit sehr dankbar und wünschen ihm für die Zukunft nur das Beste. Zudem wird auch Jugendsprecherin Alice Laufer nach 6 Jahren im Jugendvorstand altersbedingt aus ihrem Amt ausscheiden. Sie wird uns aber weiterhin tatkräftig in den verschiedensten Arbeitskreisen unterstützen.

Die Deutsche SchützenJugend freut sich auf ein produktives und ereignisreiches Wochenende. 

19.09.2019 - 16:32

Dabei zählt vor allem das deutsche Frauen-Trio Eva Rösken, Jolyn Beer und Lisa Müller zu den Top-Favoritinnen. „Die Chancen sind sehr hoch, denn wir sind alle drei gut drauf“, so Müller zu den Erfolgsaussichten des deutschen Teams, dessen stärkste Konkurrenz wohl aus Schweden und der Schweiz zu erwarten ist. Müller: „Können tun wir es alle.“

Eva Rösken und Jolyn Beer durften derweil schon ein wenig italienische Siegerluft schnuppern, denn beide gewannen ihre ersten Medaillen bereits bei der Europameisterschaft in Bologna im Kleinkaliber-Liegendkampf – ein guter Pluspunkt für das Selbstvertrauen. Selbstvertrauen getankt hat im Vorfeld auch die Dritte im Bunde, Lisa Müller, die zuletzt bei der Deutschen Meisterschaft in München einen Doppelerfolg mit dem Großkaliber einfuhr und auch beim Europacup in Thun im August im Dreistellungskampf auf dem Treppchen landete.

Dank einer kurzen Verschnaufpause nach der Deutschen Meisterschaft konnte sie wieder Kraft und Motivation schöpfen für das letzte Highlight der Saison: „Das hilft mir insofern, dass ich weiß, was ich kann und was alles möglich ist. Erfolg ist am Ende immer der Lohn für gute Trainings und Wettkämpfe im Vorfeld.“ Ihre eigenen Erwartungen bleiben trotz des Erfolgs unverändert: „Ich sehe immer nur den aktuell Wettkampf vor mir und versuche in diesem alles zu geben und alles umzusetzen was ich mir vornehme.“ Christian Dreßel, Michael Klein und Jörg Niehüser komplettieren das deutsche 300m-Großkaliber-Team in Tolmezzo.

"Super-Samstag" mit vier Entscheidungen bei Sportdeutschland.TV

Bevor die Großkaliberschützen in Aktion treten, steigt am 21. September, in Bologna der "Super-Samstag": Gleich vier Entscheidungen in olympischen Disziplinen stehen an, gesucht werden die Europameister in den Wettbewerben KK 3x40 (Frauen um 12.45 Uhr und Männer um 14.15 Uhr), Sportpistole Frauen (15.45 Uhr) und Schnellfeuerpistole Männer (16.45 Uhr). Sportdeutschland.TV überträgt alle vier Finals live und kostenlos!

Das DSB-Team in Tolmezzo

Jolyn Beer, Lisa Müller, Eva Rösken, Christian Dreßel, Michael Klein, Jörg Niehüser

18.09.2019 - 14:55

Erst vor gut drei Wochen duellierte sich Kerstin Schmidt bei der Deutschen Meisterschaft der Sommerbiathleten mit dem Kleinkaliber-Gewehr mit ihrer Dauerrivalin Jana Landwehr – mit Erfolg! Jetzt geht sie wieder in Lauerstellung, um sich auf der Strecke sowie am Schießstand mit den Besten des Landes zu duellieren und das Meisterschafts-Tripple im Target Sprint, Sommerbiathlon Kleinkaliber und Sommerbiathlon Luftgewehr anzustreben. Dabei hat sie schon eine Vorahnung, auf was es ankommen wird: „Wie so oft in unseren Duellen, denke ich, wird das Schießen ausschlaggebend sein.“ Auch wenn der Tank inzwischen schon etwas leer geworden ist, sei sie „immer noch motiviert“ und sie wisse, dass sie vor allem am Schießstand nicht nachlässig werden dürfe, denn sonst wittert vielleicht sogar eine Dritte im Bunde, wie zum Beispiel Anja Fischer, ihre Aussicht auf Erfolg.

Obwohl das gute Schießen zuletzt Schmidts Ass im Ärmel war, sieht die Target Sprint-Weltmeisterin 2018 ihre Möglichkeiten am Wochenende auch auf der Strecke: „Im Sommerbiathlon sind die Chancen sehr gut, dass man dort noch etwas gut machen kann. Mit schnellem Laufen und vernünftigem Schießen, hat man eine gute Perspektive.“ Auf den bis zu sechs Kilometer langen Laufstrecken bleibt viel Zeit, um Zeit gut zu machen, aber auch, um sie zu verlieren. „Diese Distanzen kommen den stärkeren Läufern entgegen, aber klappt es am Schießstand nicht gut, bringt das einen auch nicht weit nach vorn“, bestätigt Dominik Hermle, Deutscher Meister im Target Sprint. „Die Kunst ist es, die richtige Kombination aus beidem zu finden“. Von Müdigkeit ist bei ihm hingegen noch nicht die Rede: „Einerseits ist man schon froh, wenn nach einer so langen Saison das Ende näher kommt, doch andererseits ist das genau das, was wir wollen. Die Höhepunkte der Saison werden anfangs festgelegt und das Training daraufhin ausgelegt, sodass der Tank zum Höhepunkt voll ist.“ Schließlich will er seinem stärksten Konkurrenten, Michael Herr, noch einmal im Sprint und Massenstart Parole bieten: „Ich möchte in jedem Rennen um die Medaillen mitkämpfen. Die Form stimmt.“

Herr selbst, der zugleich als Disziplinverantwortlicher agiert, erwartet ebenfalls einiges von seinen Sportlern zum Saisonabschluss: „Ich möchte, dass sie den Schwerpunkt auf konzentriertes Schießen legen und sich mit guten Schießergebnissen in die Saisonpause verabschieden.“ Auf das Laufen hat Herr hingegen einen differenzierteren Blick: „Der ein oder andere wird froh sein, dass die Saison endlich vorbei ist und er sich erholen bzw. kleinere Verletzungen auskurieren kann.“ Und so ist nach der Saison auch schon wieder vor der Saison: „Manch einer befindet sich vielleicht aber auch schon ein wenig in der Vorbereitung für die kommende Saison und nutzt die Rennen, um besondere Trainingsschwerpunkte umzusetzen.“ Wer am Ende die beste Mischung findet? Ob sich tatsächlich die Favoriten an die Spitze setzen? Das wird sich von Freitag bis Sonntag in Schmallenberg-Jagdhaus zeigen.

18.09.2019 - 10:17

Das Transparenzregister wurde im Juli 2017 in Kraft gesetzt. Auf Grundlage des Gesetzes zur Umsetzung der Vierten EU-Geldwäscherichtlinie, zur Ausführung der EU-Geldtransferverordnung und zur Neuorganisation der Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen ist das Transparenzregister unter www.transparenzregister.de im Internet verfügbar. Alle eingetragenen Vereine (e.V.) und konzessionierte (wirtschaftliche) Vereine sind verpflichtet, sich dort zu registrieren.

Nach § 20 Abs.2 GwG gilt die Meldepflicht als erfüllt, wenn sich die in § 19 Abs.1 GwG aufgeführten Angaben zum wirtschaftlich Berechtigten aus den in § 22 Abs.1 GwG aufgeführten Dokumenten und Eintragungen ergeben, die aus dem Vereinsregister elektronisch abrufbar sind. Die Einreichung der Daten ist nicht kostenpflichtig, für die Führung des Transparenzregister wird jedoch eine Jahresgebühr von zurzeit 2,50 Euro erhoben.

Unterm Strich heißt das für sämtliche Vereine: Sie werden in Zukunft durch den Bundesanzeiger Verlag angeschrieben, und es wird Ihnen ein Gebührenbescheid für das Transparenzregister zugestellt. Eine Registrierung oder Datenweitergabe durch den Verein ist allerdings nicht nötig.  

17.09.2019 - 21:47

50m Liegend Mixed: 4. Platz für Dallinger/Beer

Nach Platz zwei bzw. vier im Einzel war die Erwartungshaltung für das Duo Dallinger/Beer entsprechend hoch. Und das Duo wurde diesen Erwartungen vollauf gerecht. Zunächst qualifizierte es sich mit 416,7 Ringen als Vierte souverän für die besten acht Teams, dann wurden die Briten hauchdünn 206,9:206,7 bezwungen. Unter den letzten vier Teams ging es dann jedoch nicht weiter nach vorne, denn nach einem guten Start fielen zu viele Neuner und mit 205,3 Ringen blieb der gute vierte Platz: „Wir sind glücklich darüber, überhaupt unter den letzten vier Teams gewesen zu sein. Klar ist Platz vier immer etwas undankbar, aber ich denke, alles weitere wäre nur Zugabe gewesen“, bewertete Beer die Platzierung und den Wettkampf.

Eva Rösken und David Koenders konnten mit 412,4 Ringen als 20. nicht in den Kampf um die acht Viertelfinalplätze eingreifen.

25m Standardpistole Männer/Junioren: Dreimal Bronze für DSB

Es war der erste Auftritt der erfolgsverwöhnten deutschen Schnellfeuerpistolen-Männer, und dieser geriet ordentlich und wurde mit zwei Bronzemedaillen belohnt: Christian Reitz sicherte sich mit 570 Ringen die Bronzemedaille. Nach Gold 2007 und dreimal Silber (2011, 2015 und 2017) komplettierte er mit der Standardpistole seinen Medaillensatz. Es wäre wohl noch mehr möglich gewesen, wenn er nicht in der vierten Serie mit nur 89 Ringen „gepatzt“ hätte. Eine „normale“ Serie – die Mindestringzahl war 94 – hätte Gold bedeutet. Deswegen war der Schnellfeuer-Olympiasieger auch nicht zufrieden: „Naja, so toll war es eigentlich nicht. Ich hatte eine sehr schlechte Serie dabei, die ich und Detlef (Glenz, Bundestrainer, Anm. d. Red.) nicht wirklich gesehen haben. Der Rest war eigentlich ganz okay. Aber mit einer Medaille habe ich nicht gerechnet und konnte es nicht wirklich glauben, dass 570 Ringe für eine Medaille reichen.“ Dennoch war seine Leistung ausschlaggebend dafür, dass sich auch das Team mit Mathias Putzmann (13. Platz, 562 Ringe) und Oliver Geis (19. Platz, 560 Ringe) über Bronze freuen konnte.

Nach zweimal Silber mit der Sportpistole schlug Florian Peter auch mit der 25m Standardpistole zu: Dank einer starken 96-er Abschlussserie sicherte er sich hinter einem Franzosen und einem Tschechen mit 567 Ringen Bronze und sagte anschließend. „Anfangs hatte ich Probleme, in den Wettkampf reinzukommen. Ich konnte mich aber wieder relativ gut fangen. Die Zeitenwechsel habe ich gut hinbekommen, und auch mit den Ergebnissen war ich größtenteils zufrieden. Dass es am Ende für eine Medaille reicht, hätte ich nicht gedacht, von daher bin ich umso glücklicher.“ Da Stefan Holl (18. Platz, 551 Ringe) und Christoph Lutz (21. Platz, 547 Ringe) etwas zu viele Ringe liegen ließen, verfehlte das Trio im Team-Wettbewerb als Vierte die Bronzemedaille um acht Ringe.

25m Standardpistole Mixed JuniorInnen: Start-Ziel-Sieg für Seeger/Peter

Das Beste kommt bekanntlich zum Schluss: Das dachten sich wohl auch Vanessa Seeger und Florian Peter, die zum Abschluss des Tages zugleich das beste Ergebnis des Tages im Mixed-Team-Wettbewerb mit der Standardpistole ablieferten. Bereits in der Qualifikation ließ das Duo mit 568 Ringen aufhorchen und deklassierte den Rest des Feldes um ganze 17 Ringe. Klar, dass das deutsche Team damit als Top-Favoriten auf den Sieg in die Finalrunde zog. „Florian und ich haben uns einfach perfekt ergänzt“, verrät Vanessa Seeger das Erfolgsrezept des Tages, „wir haben uns immer ausgeglichen, wenn einer eine schlechtere Serie oder Phase hatte, dann hat der andere einen drauf gelegt.“ Von schlecht konnte dabei gar keine Rede sein, denn souverän bezwangen sie Weißrussland mit 392,1:372,8 Ringen im Halbfinale und ließen letztendlich weder Bulgarien, noch der Ukraine oder den Gastgebern aus Italien im Gold-Finale (187,3:185,6 Ringe) eine Chance. Seeger überglücklich: „Ich glaube, unser Auftritt heute war der Inbegriff des Wortes ‚Teamwork‘.“

Final-Zeitplan bei Sportdeutschland.TV am 21. September

  • 12.45 Uhr: 3x40 Frauen
  • 14.15 Uhr: 3x40 Männer
  • 15.45 Uhr: Sportpistole Frauen
  • 16.45 Uhr: Schnellfeuerpistole Männer

Das deutsche EM-Team

Gewehr
Erwachsene: Eva Rösken, Denise Palberg, Jolyn Beer, Maximilian Dallinger, Dennis Welsch, David Koenders (alle 3x40 & Liegend)

JuniorInnen: Anna Janßen, Melissa Ruschel (beide 3x40 & Liegend), Johanna Tripp (3x40), Sara Lechner (Liegend), Max Braun (3x40 & Liegend), Colin Fix, Maximilian Ulbrich (beide 3x40), Luka Ribbe (Liegend)

Pistole
Erwachsene: Monika Karsch, Doreen Vennekamp, Michelle Skeries (alle Sportpistole), Christian Reitz, Oliver Geis, Mathias Putzmann (alle Schnellfeuerpistole)

JuniorInnen: Vanessa Seeger, Eileen Schupper, Theresa Oblinger (alle Sportpistole), Florian Peter, Christoph Lutz, Stefan Max Holl (alle Schnellfeuerpistole)

17.09.2019 - 12:28

Mit welchem Gefühl und welcher Erwartungshaltung geht die Titelverteidigerin in die EM?
Karsch: „Ich fühle mich tatsächlich als Titelverteidigerin, und für mich ist es pure Vorfreude. Ich bin sehr gut vorbereitet, und das war mir wichtig, zum Saisonhöhepunkt in guter Form zu sein. Ich habe sehr gute Erinnerungen an die letzte EM (in Baku/AZE 2017, Anm. d. Red.) und mein Ziel ist es, im Vorkampf meine starke Leistung zu zeigen und im Finale auf Medaillenkurs zu gehen und meinen Titel zu verteidigen. Das wäre mein Traum für die EM – sowohl im Einzel als auch im Team.“

Ihr seid von jeglichem Quotenplatzdruck befreit. Ist das ein Vorteil?
Karsch: „Im Gegensatz zu vor vier Jahren ist das auf jeden Fall eine wahnsinnige Erleichterung, und ich empfinde das auch als Riesen-Vorteil, dass man von dieser ständigen Quotenplatz-Diskussion ausgeschlossen ist. Dadurch kann man ganz in Ruhe seine Arbeit machen.“

Welchen Stellenwert hat die EM für dich in diesem vorolympischen Jahr?
Karsch: „Sie hat für mich einen sehr hohen Stellenwert, weil es für mich der Saison-Höhepunkt und Saison-Abschluss einer sehr guten Saison ist. Es ist der Höhepunkt und da ist es immer das Ziel, bestmöglich abzuschneiden. In der Vergangenheit habe ich das immer geschafft, beim Saisonhöhepunkt voll da zu sein - das zeichnet mich auch ein wenig aus. Die Motivation ist groß!“

Wo kommt die größte Konkurrenz her?
Karsch: „Die Konkurrenz interessiert mich weniger, für mich ist meine eigene Leistung wichtiger. Wenn ich diese bringe, bin ich schwer zu schlagen und darauf muss ich mich konzentrieren. Am liebsten ist mir natürlich die Konkurrenz aus dem eigenen Lager, das wünsche ich mir für die EM.“

Neben Einzel gibt es auch Teammedaillen. Wie wichtig ist das als Einzelsportlerin und welche Bedeutung hat dieser Wettbewerb?
Karsch: „Das ist bei der EM das Besondere, dass es auch einen Team-Wettkampf gibt. Es ist ein schönes Gefühl, wenn man als Mannschaft auftritt, gemeinsam kämpft und eine Medaille gewinnen kann sowohl in der Mannschaft mit der Sportpistole als auch im Mixed-Wettkampf mit der Standardpistole. Es ist absolut bereichernd und schön.“

Neben der Sportpistole schießt du auch noch Standardpistole Mixed. Ein reiner Spaßwettkampf oder eine weitere wichtige Finalerfahrung?
Karsch: „Es ist beides. Es ist eher Spaß mit Spannung, aber es ist eine EM und ein Wettkampf, den man ernst nimmt. Schließlich geht es um Medaillen. Ich habe Erfahrungen gesammelt und gute Leistungen gezeigt in Minsk bei den European Games (Silber mit Christian Reitz, Anm. d. Red.) und bei der DM in München (Gold im Einzel, Anm. d. Red.).“

Wie beurteilst du dein bisheriges sportliches Abschneiden in diesem Jahr?
Karsch: „Es war ein ganz tolles erfolgreiches Jahr mit vielen Finals. Mein Niveau im Vorkampf ist extrem besser geworden, ich habe mich sehr gesteigert. Ich fühle mich sehr gut und bin sehr zufrieden mit meinem Jahr.“

Was zeichnet die Monika Karsch 2019 aus? Gibt es Veränderungen im Vergleich zu Vorjahren?
Karsch: „Ich glaube, ich bin noch selbstbewusster geworden. Das Gefühl zu schießen, wurde noch besser, ich bin noch routinierter und sehr motiviert. Zudem habe ich mein Abendstudium (Betriebswirt) abgeschlossen, das fühlt sich sehr befreiend an.“

Was auffällt: Die deutschen KK-Pistolenschützen sind erfolgreicher als die anderen DSB-Akteure. Gibt es dafür Gründe? Karsch: „Ich glaube, dass alle Disziplingruppen ihr Bestes geben. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass manchmal auch ein wenig Glück dazu gehört. Zudem steigt das Weltniveau ständig, und es ist eine riesige Herausforderung für uns alle, bei dieser Entwicklung Schritt zu halten und vorne dabei zu sein. Wir fiebern mit allen mit und hoffen, dass bei der EM gute Leistungen realisiert und die Wünsche erfüllt werden.“

17.09.2019 - 10:18

Recurvebogen: Bettermann und Voß siegen
Mit Rainer Bettermann (BS Wildeshausen, 422 Ringe) und Melanie Voß (Rovers BS Hiltrup, 345 Ringe) gab es zwei neue Titelträger. Bettermann „entthronte“ Titelverteidiger Volker Kindermann und wies am Ende zwei Ringe mehr auf. Die letztjährige Bronzemedaillengewinnerin Voß steigerte ihr Vorjahres-Ergebnis um 38 Ringe und siegte dementsprechend souverän mit 16 Ringen Vorsprung.

Compoundbogen: Pflug und Flöck-Schmitt verteidigen Titel
Im vergangenen Jahr siege Sascha Pflug (SV Querum) mit zwei Ringen Vorsprung, dieses Mal machte er es noch spannender: 492 Ringe zu 491 Ringe von Tobias Heeg (SV Windesheim) gaben den Ausschlag. Anschließend sagte der alte und neue Titelträger: „Ich konnte mich in meiner Gruppe peu à peu absetzen. Das Abschätzen hat sehr gut funktioniert, der Bogen war sehr gut eingestellt. Von den ersten 18 Zielen war ich etwas enttäuscht, weil sie leicht und nah waren. Die letzten sechs Ziele waren aber der Hammer, da habe ich richtig liegen lassen und es hat gerade so gereicht.“
Gereicht hat es auch locker für Andrea Flöck-Schmitt (BSC Bad Kreuznach, 464 Ringe), die bei den Damen mit zehn Ringen Vorsprung ebenfalls ihren Titel verteidigen konnte, und Bernd Deters (SuS Schwichteler, 489 Ringe), der nach Platz vier aus dem Vorjahr die DM in der Masterklasse gewann.

Blankbogen: Staszewski mit lupenreinem Hattrick
An Richard Klesmann (BS Nürtingen, 424 Ringe, Herren), Diana Wiesner (SV Beimerstetten, 392 Ringe, Damen), Andreas Staszewski (SV Nienhagen, 430 Ringe, Master), Gudrun Schneider-Risch (Bogenschützen Münster e.V., 370 Ringe, Master weiblich) und Julia Wien (SGes Hamm a.d. Sieg 1841 e.V., 283, Jugend) war in Delmenhorst kein Vorbeikommen. Klesmann verteidigte mit 14 Ringen ebenso seinen Titel wie Staszewski, der sogar einen lupenreinen Hattrick feierte und anschließend sagte: „Mein Ziel war, das Tripple zu schaffen, da setzt man sich selber ein wenig unter Druck. Das war mit eine meiner schönsten Meisterschaften, aber wenn man gewinnt, ist das meistens so.“ Beachtenswert war die Steigerung von Wiesner, die 2018 Zehnte war und ein Jahr später mit 105 (!) Ringen mehr und einem Polster von 24 Ringen souverän siegte.

Langbogen: Hartwich siegt bei Ringgleichheit
Das spannendste Duell um den DM-Titel gab es bei den Herren mit dem Langbogen. Am Ende wiesen Dirk Hartwich (SV Hohegeiß) und Günter Ganser (Bogenschützen Feucht) jeweils 332 Ringe auf, Gold ging an Titelverteidiger Hartwich, da er mit 6:3 die Wertung der 11-er Ringe gewann. Danach sprach er von einem gelungenen Tag: „Wir hatten großes Glück mit dem Wetter. Der Parcours war anspruchsvoll, aber machbar. Was nicht zu treffen war, lag am Schützen. Delmenhorst weiß, was zu tun ist.“ Mit Ursula Herget (BSC Laupheim, 289 Ringe) und Jürgen Lippek (SV Böddiger, 353 Ringe) gab es bei Damen und Masters zwei neue Titelträger.

Instinktivbogen: Fünf neue Titelträger
Fünf neue Deutsche Meister wurden mit dem Instinktivbogen gekürt:Christian Cordes (SV Holtorf, 359 Ringe, Herren), Taina Jäkel (SV Sindelsdorf, 320 Ringe, Damen), Rainer Hauses (Krefelder SSK 1842, 370 Ringe, Master), Rosa Janwlecke (SC Varl, 331 Ringe, Master weiblich) und Florian Koch (SAbt Dettingen/Iller, 275 Ringe, Jugend) siegten jeweils deutlich, die sieben Ringe Differenz von Cordes war der geringste Abstand zum Zweiten. Zweite DM-Teilnahme und zweite DM-Medaille hieß es für Jäkel, die nach Bronze im Vorjahr dieses Mal ganz oben auf dem Treppchen stand und sich lobend äußerte: „Ich fand den Parcours super, er war nicht zu leicht und manchmal etwas kniffelig, wie die kleinen Tauben beispielsweise. Beim Instinktivschießen spielt sich viel im Kopf ab, man schaut sich das Ziel an und lässt los. Ich fand das Gelände toll mit uralten Bäumen und gewachsen. Durch die Gräben war es sehr interessant, es war einfach gelungen.“ Genau wie ihr Auftritt und der anderen Meister, Medaillengewinner und Platzierten.

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