16.07.2019 - 10:48

„Ich wollte mich noch ein letztes Mal gut präsentieren“, resümierte Kris Großheim seinen EM-Auftritt in seinem letzten Jahr als Junior. Und das hat er geschafft: Mit neuer persönlicher Bestleistung und Silber im 2x30 Schuss Wettbewerb setzte er den Grundstein. Kurz darauf verfehlte er im Mixed-Wettbewerb, um nur einen Ring das Stechen um Platz drei und wurde mit 380 Ringen am Ende Fünfter. Platz sieben für Torsten Fass (378 Ringe) und Paul Reuther auf dem 11. Platz (366 Ringe) sicherten dem Junioren-Team die Bronzemedaille. Dass Großheim Lust auf mehr hat, äußerte er kurz nach seinem Erfolg: „Ich freue mich drei weitere Medaillen zu haben und möchte mich weiter verbessern.“ Nicht ganz für eine Medaille reichte es bei Daniela Vogelbacher. Auch ihr fehlte nur ein Ring, um auf den Bronzerang zu hüpfen. So blieb mit 374 Ringen lediglich der unbeliebte 4. Platz. Dennoch darf auch sie mit einer Bronzemedaille (2x30 Schuss) im Gepäck die Heimreise antreten. Eva Maria Östreicher belegte Platz zehn, Carsten Krausse kam in der Männerkonkurrenz auf Platz 18. Im Mixed-Team-Wettbewerb schaffte es keine der deutschen Mannschaften ins Finale (7. Platz Vogelbacher/Krausse; 11. Platz Östreicher/Jonas). Zum Abschluss fand Großheim dann auch noch lobende Worte für die Ausrichter: „Die Ungarn haben sich größte Mühe gegeben und es war eine sehr schöne Erfahrung dort zu sein.“

16.07.2019 - 10:33

Ratner und Leshchikova nutzen die Gelegenheit, die drei ersten Finals in den olympischen Disziplinen in der Finalhalle und auf dem Flintenstand zu verfolgen. Rinke überreichte den Gästen nach der abendlichen Siegerehrung die Erinnerungsmedaille und einen Plüschigel. Der Igel ist quasi das Wappentier des Jugend-Events, das in diesem Jahr seine 25. Auflage erlebt.

Bislang seien die Wettkämpfe, an denen Nachwuchssportler von 60 Nationen teilnehmen, planmäßig verlaufen, zog Stefan Rinke nach den ersten drei Wettkampftagen ein positives Fazit. Zu verdanken sei das vor allem dem Einsatz und Engagement der Mitglieder des Organisationskomitees sowie allen Kampfrichtern und Helfern.

 

Text: Michael Eisert

15.07.2019 - 22:28

Elavnil Valarivan hat die erste olympische Disziplin des Junioren-Weltcups gewonnen. Die 19-Jährige Inderin setzte sich im Luftgewehr-Finale der Juniorinnen mit 251,6 Ringen vor ihrer Teamkollegin Mehuli Ghosh (250,2 Ringe), die zuvor das beste Ergebnis der Qualifikation erzielt hatte, durch. Hinter den beiden Inderinnen sicherte sich die Französin Oceanne Marianne Muller, die im Endkampf 228,0 Ringe geschossen hatte, die Bronzemedaille.

Auch in der Mannschaftswertung gab es einen indischen Erfolg. Das siegreiche Trio hatte mit 1883,3 Zählern einen neuen Junioren-Weltrekord aufgestellt und gewann vor Ungarn und Singapur. Die erste deutsche Mannschaft mit Melissa Ruschel, Anna Janßen und Johanna Ausflug belegte mit 1866,5 Zählern Platz neun. Am besten getroffen hatte Melissa Ruschel (Wietze), die als 18. des Klassements 625,3 Ringe erzielt hatte, Anna Janßen (Kevelaer) wurde mit zwei Zehnteln weniger 20.

Auch in den beiden Trap-Konkurrenzen hatte der deutsche Nachwuchs den Einzug in den Endkampf verfehlt. Das Finale der Juniorinnen gewann die US-Amerikanerin Faith Alexa Pendergrass, die in der Runde der besten Sechs 39 Scheiben traf und damit Selin Ali aus Bulgarien um vier Treffer distanzierte. Dritte wurde Gaia Ragazzini aus Italien, die 29 Scheiben getroffen hatte. Lena Hubbermann (Visbek) war mit 106 Treffern in der Qualifikation als Zwölfte beste Deutsche.

Mannschaftsgold ging mit 331 Treffern an China, auf den Plätzen folgten die USA und Italien II. Die beiden deutschen Vertretungen belegten mit jeweils 300 Scheiben die Plätze acht und neun.

Im Trapfinale der Junioren gab es einen italienischen Erfolg, Lorenzo Ferrari siegte mit 44 Treffern vor Mitchell Iles Crevatin aus Australien, der drei Scheiben weniger getroffen hatte. Bronze gewann mit Matteo Dambrosi ebenfalls ein Italiener. Felix-Lucas Braun (Erbsdorfergrund) hatte in der Qualifikation 110 Scheiben getroffen und war damit auf Platz 44 der bestplatzierte Deutsche unter 69 Flintenschützen.

Mannschaftssieger wurde Italien II, das Goldteam stellte mit 354 Treffern einen Junioren-Weltrekord auf. Auf den Plätzen folgten Australien und Frankreich.

Finals am Dienstag, 16. Juli:

  • 12.00 Uhr: Luftgewehr Junioren
  • 13.30 Uhr: Pistole 25 Meter Juniorinnen
  • 18.30 Uhr: Wurfscheibe Trap Mixed Team

 

Text: Michael Eisert

15.07.2019 - 22:05

Dafür ließ er in den folgenden Runden keinen Zweifel mehr, dass er zu den Besten gehörte und sicherte sich verdient einen Platz im Gold-Finale. Sein Gegner: Anton Ziapaev aus Russland. „Ich habe schon etliche Matches gegen Anton geschossen, leider hat es in diesem nicht zum Sieg gereicht und für mich gab es dieses Mal nur Silber“, kommentierte Maik Szarszewski seine 6:2 Finalniederlage. Auch wenn es am Ende nicht für den Sieg reichte, zeigte sich der Para-Schütze zufrieden mit seiner Leistung: „Dieses Ergebnis hatte ich mir bei diesem starken Starterfeld so nicht vorgestellt, waren durch Thailand, Russland und Frankreich doch schwierige Gegner zu erwarten.“

Ein frühes Aus mussten hingegen die beiden deutschen Para-Schützinnen Selina Hahn und Karina Granitza hinnehmen. Beide schieden mit dem Compound-Bogen bereits im 1/8-Finale mit 138:141 bzw. 139:141 Ringen aus. Ähnlich erging es Uwe Herter, der in der offenen Klasse W1 im Viertelfinale mit 118:121 Ringen dem Tschechen Davidek Karel den Vortritt lassen musste.

Erstmals in der Geschichte des europäischen Bogensports gibt es für die paralympischen Sportlerinnen und Sportler auch ein Europacup-Finale. Dieses wird am 17. und 18. August 2019 auf dem Bowling Green in Wiesbaden ausgetragen und erhält somit eine phantastische Kulisse.

15.07.2019 - 00:46

„So fit wie jetzt, war ich noch nie“, sagte Dominik Hermle nach seinem Sieg im Finale der Herren. „Heute habe ich auch etwas Glück gehabt und bei dem Regen bin ich nur noch schneller gelaufen.“ Der 23-Jährige aus dem württembergischen Gosheim hatte zuvor schon den Qualifikationslauf knapp vor dem Gifhorner Steffen Hannich und Titelverteidiger Sven Müller vom SV Steinwenden gewonnen. Doch nach der ersten Schießeinlage ging Thomas Haslinger von den Vorwaldschützen Renholding in Führung, der in der Qualifikation nur den achten Rang belegt hatte. Sven Müller, der nach drei Siegen in Folge bei den Junioren und dem Titelgewinn 2018 als klarer Favorit galt, kam auf Rang drei dem Führungsduo näher, das beim zweiten Schießen nahezu zeitgleich alle fünf Klappscheiben abräumte und auf die entscheidende Laufstrecke ging. Dominik Hermle, im Vorjahr Bronzemedaillengewinner, ließ sich die Siegchance nicht entgehen und spielte seine Stärke auf der dritten 400 Meter langen Laufstrecke aus. Mit über sechs Sekunden Vorsprung sprintete er über die Ziellinie und erfüllte sich den ersten Teil seiner hohen Zielsetzung in diesem Jahr. „Ich will bei den Sommerbiathlon-Wettbewerben insgesamt fünf Medaillen gewinnen, das war die erste.“

Kerstin Schmidt, die bei den Weltmeisterschaften 2018 in Korea drei Goldmedaillen gewann, holte sich bei den Frauen ihren ersten DM-Titel, nachdem sie in den vergangenen Jahren vier Mal in Folge den zweiten Platz belegte. „Es ist geschafft, ich war schon so oft knapp am Sieg. Diesmal hat mir das schlechte Wetter in die Karten gespielt“, erzählte Kerstin Schmidt nach ihrem Sieg und von der entscheidenden Phase beim letzten Schießen: „Jana hat auf den Wind geachtet und gewartet. Ich habe gepokert und einfach geschossen.“ Zunächst schien es so, dass die Oberpfälzerin von Edelweiß Siegritz wieder nur Vizemeisterin werden könnte, denn Titelverteidigerin Jana Landwehr führte nach der ersten Schießeinlage, doch in der zweiten Runde auf dem 400 Meter langen Rundkurs kam Kerstin Schmidt immer näher an Jana Landwehr heran. Die Entscheidung fiel nach der zweiten Schießeinlage als strömender Regen eingesetzt hatte und die Zuschauer auf die überdachte Tribüne oder unter Regenschirme flüchteten. „Der Regen machte nichts, es war der Wind“, meinte die 26-jährige Schmidt und freute sich über ihr Markenzeichen: „Meine Kappe war ein guter Schutz.“ Mit einem unwiderstehlichen Schlussspurt zog Kerstin Schmidt ihrer Konkurrentin davon und siegte schließlich mit sieben Sekunden Vorsprung.

Unbeeindruckt von den schwierigen Witterungsbedingungen zeigte sich Max Hubl vom SV Mademühlen, dem bei den Junioren ein sicherer Start-Ziel-Sieg über die 1.200 Meter lange Laufstrecke mit zwei Schießeinlagen im Stehendanschlag gelang. „Ich wusste, dass er es kann“, freute sich Trainer Andreas Tempelfeld über den ersten Titelgewinn von Hubl, der bereits einmal Silber und Bronze in den Jahren 2016 und 2017 gewonnen, im Vorjahr aber nur den fünften Rang in der Juniorenklasse erreicht hatte. Max Hubl lief über zehn Sekunden vor dem Zweitplatzierten Christoph Larasser über die Ziellinie, der nach seinem fünften Platz 2017 erstmals den Sprung auf das Siegerpodest schaffte.

Bei den Juniorinnen stand das Duell der beiden Favoritinnen Edith Buschsieweke und Madlen Guggenmos im Blickpunkt, da Titelverteidigerin Anita Flack nicht am Start war. Edith Buschsieweke bestimmte das Rennen von Beginn an und Madlen Guggenmos, Juniorenweltmeisterin von 2018, musste sich knapp mit vier Sekunden Rückstand geschlagen geben.

Zum Auftakt des zweiten Wettkampftages verteidigte Nick Nadler vom Schützenverein Bondorf erfolgreich seinen Vorjahrestitel in der Jugendklasse. Im Vorjahr noch Vizemeisterin in der Schülerklasse gelang Eva Cruchten von den vorwaldschützen Renholding ein optimaler Einstand in der weiblichen Jugendklasse. Die junge Bayerin siegte mit deutlichem Vorsprung von fast zwanzig Sekunden auf die unerwartet starke Hessin Celina Lang.

In der Damenklasse II (ab 41 Jahre) feierten zwei Berlinerinnen einen Doppelsieg, bei dem Sonja Deiß die Titelverteidigerin Ildiko Schiller deutlich mit fast 40 Sekunden Vorsprung auf den zweiten Platz verwies. Schiller rettete den Vizemeistertitel durch ihre Laufstärke knapp mit zwei Sekunden vor Jana Käthner aus dem hessischen Altengronau. Bei den Herren II holte der Bayer Robert Wiedmann den Titel für die KSG Breitenberg mit knapp neun Sekunden Vorsprung auf Thomas Rabe aus dem hessischen Laubach.

Bei den Herren III (ab 51 Jahre) wurde Erwin Weber von den Vorwaldschützen Renholding seiner Favoritenrolle gerecht und verteidigte mit knapp zwanzig Sekunden Vorsprung seinen Vorjahrestitel vor Andreas Tempelfeld aus dem hessischen Laubach, der überraschend den Pfälzer „Blitz von Bingen“, Stephan Werner auf den dritten Platz verwies. „Ich hatte mit dem letzten Schuss einen Fehler und dann Probleme beim Nachladen“, ärgerte sich Andreas Tempelfeld über seine verpasste Siegchance. „Immerhin konnte ich Stephan Werner halten, denn die drei Ersten in unserer Klasse sind beim Laufen gleichstark.“

Abgeschlossen wurden die Titelkämpfe in Suhl mit den Staffelentscheidungen, bei dem das Thüringer Trio Melanie Eccarius, Paul Böttner und Philip Usbeck den Vorjahrestitel in der Herren/Damenklasse mit 22 Sekunden Vorsprung auf die bayerische Auswahl mit Kristina Haslinger, Florian Schmid und Thomas Hasliner siegte. Ebenfalls eine erfolgreiche Titelverteidigung bei den Staffelentscheidungen gelang Madlen Guggenmos, Nicklas Held und Philipp Mast bei den Junioren für die Württemberger Auswahl. In der Jugendklasse konnte der Bayerische Schützenbund nach dem fünften Rang im Vorjahr in diesem Jahr einen sicheren Sieg mit Eva Cruchten, Lukas Hölzl und Simon Süß vor den hessischen Titelverteidigern feiern, die mit einem neuformierten Team (Celina Lang, Torben Stutzer und Valentin Hunjadi) Vizemeister wurden.

  

Text: Werner Wabnitz

15.07.2019 - 00:26

„In zwei Jahren wird die ISSF entscheiden, ob der Target Sprint eine internationale Disziplin bleibt.“ In Deutschland sieht Furnier eine positive Entwicklung mit leicht steigenden Teilnehmerzahlen.

Am zweiten Tag der Target-Sprint-Wettbewerb in der Suhler Innenstadt gegenüber dem Congress-Zentrum standen die vier internationalen Wettkampfklassen mit insgesamt 54 Teilnehmern im Blickpunkt, die allesamt von deutschen Sportlern gewonnen wurden. Höhepunkt war das Herrenfinale, in dem unter dem Jubel der zahlreichen Zuschauer Sven Müller vom Schützenverein Edelweiß Steinwenden in einem furiosen Schlussspurt die zunächst klar führenden Ägypter Karim Abdelmagid und Tarek Mohamed auf der Zielgeraden noch überholte. „Ich habe alles versucht und es war wenig Platz“, erzählte er nach seinem Sieg von den entscheidenden Sekunden, als er seine Laufstärke ausspielte. „Beim ersten Schießen hatte ich zwei Fehler und musste beim zweiten Schießen volles Risiko gehen. Das hat fehlerfrei geklappt und dann haben mich die Zuschauer lautstark unterstützt.“ Tags zuvor noch auf Rang drei bei den Deutschen Meisterschaften, kam die Steigerung für Sven Müller selbst etwas überraschend. „Ich war lange verletzt und bin auf der Laufstrecke sogar fast gestürzt.“ In der Qualifikation war Sven Deutlich als Sechster noch fast eine halbe Minute hinter dem Ägypter Tarek Mohamed ins Ziel gekommen. Nachdem auch Ora-Sieger Dominik Hermle sich nur als fünfter des Vorlaufes sich qualifiziert hatte, wurden im Finale neben den beiden Ägyptern auch dem Italiener Georg Unterpertinger und dem US-Amerikaner Jason Spaude die größten Chancen im finale eingeräumt.

Der Sieg von Sven Müller rundeten den deutschen Vierfach-Triumpf bei den internationalen Wettbewerben bei der zweiten Station der „ISSF World Tour Target Sprint“ ab. Sechs Wochen zuvor hatten im italienischen Ora drei Siege durch Dominik Hermle bei den Herren, Jana Landwehr bei den Frauen und Madlen Guggenmos bei den Juniorinnen feiern können.

Jana Landwehr wiederholte ihren Sieg bei den Frauen und gewann erneut vor Kerstin Schmidt. „Gestern hat mir das Wetter noch einen Strich durch die Rechnung gemacht“, ärgerte sich Jana Landwehr über ihre Niederlage bei den Deutschen Meisterschaften gegen Kerstin Schmidt. „Heute hatte ich einen Schießfehler und war dadurch nicht perfekt, aber es zählt, dass ich gewonnen habe. Jetzt will ich auch den dritten Sieg bei der World Tour in England schaffen.“

Nach seinem Sieg bei den Deutschen Meisterschaften am Tag zuvor wurde Max Hubl für den internationalen Wettbewerb nachnominiert und der 20-Jährige aus dem hessischen Mademühlen rechtfertigte das in ihn gesetzte Vertrauen. „Damit habe ich nicht gerechnet, aber es hat alles gut zusammengepasst“, sagte er nach seinem Sieg bei seinem ersten internationalen Start für Deutschland. Max Hubl verwies die beiden Briten Morten van der Schee und Christopher Jonathan Williams sicher auf die Plätze zwei und drei, während Ora-Sieger Philipp Mast für Deutschland nach seinem Sieg im Qualifikationsrennen im Finallauf nur auf den sechsten Rang kam.

Zum Auftakt der vier internationalen Entscheidungen in Suhl hatte Madlen Guggenmos wie im italienischen Ora den Wettbewerb der Juniorinnen vor Edith Buschsieweke gewonnen und sich damit erfolgreich für die am Tag zuvor erlittene Niederlage bei den Deutschen Meisterschaften revanchiert. Für Italien freute sich Chiara Piazza über die Bronzemedaille, nachdem sie in Ora nur auf den siebten Rang ins Ziel gekommen war.

 

Text: Werner Wabnitz

14.07.2019 - 17:54

Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung haben Max Braun (Neidlingen, 620,8 Ringe), Luc Dingerdißen (Münzenberg, 620,5) und Luka Alexander Ribbe (Sulzbach, 620,4 Ringe) die Mannschaftswertung im Liegendschießen der Junioren gewonnen. Das Trio belegte im Einzel die Plätze sechs, sieben und acht und setzte sich mit 1861,7 Ringen deutlich vor Norwegen (1852,5 Ringe) und Österreich (1852,3 Ringe) durch. Bundestrainerin Claudia Kulla freute sich über den Erfolg ihrer Schützlinge. „Die Jungen hatten wesentlich schwierige Bedingungen als die Mädchen.“ Zudem machte der Wind im zweiten Durchgang, dort waren Max Braun und Luka Ribbe am Start, den Schützen zu schaffen, sagte Kulla.

Gold im Einzel gewann der Österreicher Stefan Wadlegger mit 623,4 Zählern vor Grigorii Shamakov aus Russland und dem Chinesen Changhong Zhang.

Im Liegendschießen der Juniorinnen waren zuvor die Sportlerinnen aus Norwegen im Einzel und in der Mannschaftswertung erfolgreich. Jeanette Hegg Duestad sicherte sich die Goldmedaille mit 627,9 Ringen und drei Zehnteln mehr knapp vor Sara Karasova aus Tschechien. Dritte wurde Sheileen Waibel aus Österreich. Beste Deutsche in der 81-köpfigen Konkurrenz war Kim Alina Schladebach (Heitersheim) als Fünfte, die 17-Jährige lag mit 624,0 Ringen am Ende über drei Zähler hinter der Drittplatzierten.

Das norwegische Trio veredelte seinen Erfolg in der Teamwertung mit dem neuen Junioren-Weltrekord von 1865,5 Ringen. Silber ging an China vor Tschechien. Das deutsche Team mit Anna Janßen, Melissa Ruschel und Larissa Weindorf platzierte sich mit 1846,9 Ringen auf Rang neun.

Im Wettbewerb 50 Meter Pistole der Juniorinnen siegte die Russin Nadezhda Koloda mit 543 Ringen vor den beiden Inderinnen Piya Raghav und Vibhuti Bhatia. Mit 1559 Zählern ging auch die Goldmedaille in der Mannschaftswertung an Russland, Indien und Weißrussland komplettierten das Podest.

Sieger bei den Junioren wurde der Inder Gaurav Rana, der mit 553 Ringen und zwei Zählern mehr seinen Landsmann Arjun Singh Cheema auf Platz zwei verwies. Bronze gewann Ihor Solovei aus der Ukraine. Teamsieger wurde Indien mit 1651 Ringen vor Weißrussland und Russland. Deutsche Sportler waren in beiden Wettkämpfen nicht am Start.

Am Montag werden die ersten Medaillen in den olympischen Disziplinen vergeben, die morgigen Finalzeiten:

  • 14.30 Uhr: Luftgewehr Juniorinnen
  • 16.30 Uhr: Wurfscheibe Trap Juniorinnen
  • 17.30 Uhr: Wurfscheibe Trap Junioren

 

Text: Michael Eisert

13.07.2019 - 22:25

Gary Anderson, Technischer Delegierter des Welt-Schießsportverbandes ISSF, hatte den Weltcup kurz vor 20 Uhr für eröffnet erklärt. „Der Wettkampf in Suhl hat den Schießsport verändert, von ihm sind viele Innovationen ausgegangen“, hatte Anderson zuvor gesagt. Zugleich dankte er dem Deutschen Schützenbund, dem Thüringer Schützenbund sowie der Stadt Suhl für das Engagement. Suhls Bürgermeister Jan Turczynski freute sich, über den Start von über 650 Nachwuchssportlern in Suhl, hieß sie in der Stadt herzlich willkommen. Wettkampfmanager Willi Grill hatte zuvor an den Beginn des Wettkampfes im Jahr 1995 erinnert, heute sei der Wettkampf „eine große Show“. „Kommen Sie 2020 wieder nach Suhl“, lud er zur Weltmeisterschaft im nächsten Jahr ein. Bis zum kommenden Freitag werden die Nachwuchsschützen von 60 Nationen rund 1.700 Starts bestreiten.

Umrahmt worden war die Eröffnungszeremonie von den Böllerschützen der Schützengilde Heinrichs aus Suhl und dem Showballett des Ziegenberger Carneval-Clubs.

Schon vor der Eröffnung waren die ersten sportlichen Entscheidungen gefallen. Im nichtolympischen Wettbewerb 25 Meter Standardpistole der Junioren gab es einen dreifachen indischen Erfolg. Udhayveer Sidhu siegte mit 575 Ringen vor seinen Landsleuten Ardash Singh und Anish Anish. Mit dem neuen Junioren-Weltrekord von 1707 Zählern ging auch in der Teamwertung Gold an Indien I. Bester Deutscher im Einzel war Nick Ruß (Wackersdorf) mit 564 Ringen auf Platz 16. Beste Juniorin war Chawisa Raduka aus Thailand mit 567 Ringen, hier waren keine deutschen Mädchen am Start.

Beim Jubiläums Team-Cup Luftgewehr und Luftpistole, das Mixed-Schießen wurde anlässlich der 25. Auflage des Wettkampfes ausgetragen, gab es ebenfalls einen indischen Erfolg, Das erfolgreiche Duo setzte sich im Finale mit 14:8 gegen Russland durch. Dritter wurde die Vertretung Irans. Für die drei ersten Plätze waren Preisgelder in Höhe von 700, 500 und 300 Euro ausgelobt worden.

Wegen des Streamings der Endkämpfe durch den Weltverband ISSF verschieben sich die Finalzeiten am Montag, die Trap-Finals werden nun um 16.30 Uhr bzw. um 17.30 Uhr ausgetragen.

Finals am Montag, 15. Juli:

  • 14.30 Uhr: Luftgewehr Juniorinnen
  • 16.30 Uhr: Wurfscheibe Trap Juniorinnen
  • 17.30 Uhr: Wurfscheibe Trap Junioren

 

Text: Michael Eisert

13.07.2019 - 10:00

Die Deutsche SchützenZeitung berichtet ausführlich über den historischen Erfolg der Damen, aber auch das Scheitern der Männer, sowie selbstverständlich auch über das Abschneiden der nichtolympischen Compoundschützen.

Die zweite Möglichkeit haben die Recurve-Männer im Juni ebenfalls verpasst. Sie tat sich auf bei den zweiten Europaspielen in der weißrussischen Hauptstadt Minsk. Auch die Sportschützen zielten an den Quotenplätzen vorbei – dennoch erreichten sie einige bemerkenswerte Erfolge. Auch über die Tage in Minsk, die bei der Eröffnungsfeier mit einer Schützin als deutscher Fahnenträgerin begannen, berichtet die DSZ in ihrer aktuellen Ausgabe.

Die Tradition mit Kaiser Maximilians Waffen und Abenteuer, viel Service zu den Themenblöcken Gewehr, Pistole, Auflage und Verein sowie zahlreiche interessante Meldungen runden die aktuelle Ausgabe ab. Wer sich eigens das kommende Heft sichern möchte – oder eine frühere Ausgabe – hat online die Bestellmöglichkeit unter www.uzv.de, und er kann wählen zwischen gedruckter und digitaler Form.

12.07.2019 - 10:44

Wie in den vergangenen Jahren, sind diese online einzusehen ebenso wie die Teilnehmerliste, der Zeitplan und die Ausschreibung.

In diesem Jahr erfährt die DM nochmals eine Besonderheit, denn sie wird im Rahmen des Deutschen Meisterschafts-Wochenendes und dem Format „Die Finals - Berlin 2019“ in Berlin ausgetragen. Der Bogensport wird in einer separat errichteten Finalarena unter Tausenden von Zuschauern direkt am Olympiastadion präsentiert. Berlin wird damit am ersten Augustwochenende (2.-4. August) 2019 Gastgeber von insgesamt zehn Deutschen Meisterschaften sein - ARD & ZDF berichten live und ausführlich.

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