28.02.2020 - 18:03

Luftpistole Männer: Walter scheitert knapp bei „2 aus 5“

Die Formel im Finale hieß „2 aus 5“, denn neben dem DSB-Athleten waren noch vier weitere Schützen im Finale (ITA, DEN, LAT, SVK), die noch keinen Quotenplatz errungen hatten und somit Anwärter auf einen der zwei zu vergebenen Plätze waren. Nach einem guten ersten Schuss in seinem ersten EM-Finale bei den Erwachsenen kam Walter etwas ins Straucheln („Der Start war etwas holprig“) und musste sich nach den ersten fünf Schuss auf Platz sieben einordnen. Doch eine zweite hervorragende Fünfer-Serie katapultierte ihn auf Platz drei (100,2 Ringe). Die Platzierung hatte auch nach dem zwölften Schuss Bestand, ehe ihn eine 8,1 nach hinten warf. Zwar fing sich Walter wieder und kämpfte sich bis auf Platz fünf, doch eine 8,8 im 18. Schuss bedeutete das Aus. „Ich bin erleichtert, dass es vorbei ist. Ich war sehr nervös und angespannt in meinem ersten Finale bei den Erwachsenen“, sagte er danach.

In der Qualifikation zog der 20-Jährige mit einer beeindruckenden Leistung von 582 Ringen (97, 100, 95, 96, 97, 97) als Fünfter in das Finale der acht besten Schützen ein, dabei gelang ihm als einzigen der Top-Schützen eine perfekte 100-er Serie. Kevin Venta war 95% des Wettkampfes ebenfalls auf Finalkurs, ehe ihm am Ende die Puste und die Zehner ausgingen. Eine 92-er Abschlussserie verdarb seinen ansonsten tadellosen Auftritt mit am Ende 579 Ringen (Platz 11) – ein Ring mehr hätte die Finalteilnahme bedeutet. Dagegen verdarb sich Michael Schwald mit der ersten Serie (93) ein besseres Ergebnis als Platz 35 (574). Der Lohn der insgesamt guten Teamleistung war Platz zwei im Teamranking und somit der Einzug in das Viertelfinale.

Luftpistole Frauen: Heckner fehlt ein Ring zum Finale

Das war schon bitter für Andrea Heckner! Die 20-Jährige lag vier Serien voll auf Finalkurs und hatte auch nach der fünften Serie noch einen Finalplatz sicher. Doch am Ende sorgte die zweite 93-er Runde für ein enttäuschendes Ende einer insgesamt starken Leistung: Platz zehn und ein Ring zu wenig für das Finale. Ein Ring mehr hätte zudem bedeutet, dass sie neben zwei anderen Athletinnen um zwei Quotenplätze gekämpft hätte. Hätte, hätte…
Julia Hochmuth erging es ähnlich: Die ersten drei Serien schoss sie ganz stark (97, 97, 96), dann konnte sie das Niveau nicht halten und rutschte noch auf Platz 31 (568 Ringe) ab. Monika Karsch fand dagegen zu keinem Zeitpunkt in einen Rhythmus, der die Zehner fallen ließ. 95 Ringe waren ihre beste Serie, zu mehr als Platz 44 (563 Ringe) langte es nicht und endete damit für Karsch deutlich unter den eigenen Erwartungen.
Als Team qualifizierte sich das Trio als Fünfter souverän für das Viertelfinale. Der Titelverteidiger will sicherlich erneut wieder ein Wörtchen um die Medaillen mitreden.
Bundestrainerin Barbara Georgi bilanzierte den Tag: „Die jungen Sportler haben überzeugt! Die ganze Mannschaft hat um jeden Schuss gekämpft und wir waren lange mit drei Sportlern dabei. Das zeigt, wie gut alle vorbereitet waren. Manchmal war leider der Aufwand in den ersten 40 Schuss zu hoch. Es geht weiter, die Frauen richten ihr Krönchen und stehen wieder auf!“

Luftgewehr Mixed: Janßen und Simon überzeugen

Mit der Vergabe der Viertelfinalplätze im Mixed-Wettbewerb hatten die zwei deutschen Duos nichts zu tun. Anna Janßen & Maximilian Dallinger wurden 15. (626,0 Ringe), Julia Simon & Sebastian Franz 38. (621,4 Ringe). Dabei konnten Janßen und Simon überzeugen, in ihren insgesamt drei Serien brachten sie 314,6 Ringe bzw. 314,1 Ringe auf die Scheibe und zählten damit zu den zehn besten Frauen im Wettbewerb.

Das deutsche EM-Team

Gewehr

Frauen: Julia Simon, Anna Janßen, Sabrina Hößl
Männer: Maximilian Dallinger, Sebastian Franz, Julian Justus
JuniorInnen: Franka Janßen, Larissa Weindorf, Melissa Ruschel, Pascal Walter, Benedikt Mockenhaupt, Dominik Fischer

Pistole

Frauen: Julia Hochmuth, Monika Karsch, Andrea Heckner
Männer: Michael Schwald, Robin Walter, Kevin Venta
JuniorInnen: Vanessa Seeger, Natalie Köhler, Tabea Ocker, Jan-Luca Karstedt, Sebastian Schulz, Nils Strubel

Laufende Scheibe

Kris Großheim, Daniela Vogelbacher

28.02.2020 - 16:20

"Eine Durchführung des Wettbewerbs mit so vielen Nationen wäre alles andere als verantwortungsvoll. Wir haben gegenüber den Sportlern, Trainern und Zuschauern eine Verantwortung und diese nehmen wir sehr ernst und auch wahr. Es ist uns nicht leicht gefallen unsere hochkarätigen Wettbewerbe abzusagen, halten dies aber für die richtige Entscheidung.", erklärte WSB-Vizepräsident Verbandssport Rolf Dorn.

Das Masters sollte vom 12.-14. März in Dortmund stattfinden, die ISAS vom 16.-22. März an gleicher Stelle.

(Westfälischer Schützenbund)

27.02.2020 - 16:46

Luftpistole Team: DSB-Juniorinnen machen aus 10:14 ein 16:14

Frankreich lautete der Gegner im Bronzefinale für die frisch gebackene Europameisterin Vanessa Seeger und ihre Teamkolleginnen Tabea Ocker und Natalie Köhler. Und es entwickelte sich ein hochdramatisches Match, in dem die Französinnen bereits wie der sichere Sieger aussahen. Mit 10:14 lag das deutsche Trio bereits zurück, ihre Gegnerinnen benötigten nur noch einen Erfolg bei der Addition ihrer drei Einzelschüsse. Doch das DSB-Team kämpfte und angeführt von Seeger gelang noch die unglaubliche Wende: 30,2:28,1 – 29,8:29,1 und 29,3:28,8 lauteten die drei Serien zugunsten der deutschen Schützinnen, die ihr Glück kaum fassen konnten: „Die Erleichterung nach dem letzten Schuss war enorm und die Freude unbeschreiblich. Was kann man sich als Abschluss mehr wünschen“, sagte EM-Debütantin Ocker. Auch Köhler debütierte und ließ sich von der starken Seeger mitziehen. "Wir hatten so eine Willenskraft, dass uns im Finale alle der Kampfgeist gepackt hat. Wir haben aneinander geglaubt und uns gegenseitig vertraut, aus diesem Finale als Sieger zu gehen", ergänzte Seeger.

Die Junioren in der Besetzung Nils Strubel, Sebastian Schulz und Jan Luca Karstedt (555 Ringe) verpassten den Sprung in das Bronzefinale relativ deutlich (567 Ringe).

Luftgewehr Team: Nur Russland ist nicht zu schlagen

Franka Janßen, Larissa Weindorf und Melissa Ruschel griffen nach tollen Leistungen in den ersten Runden nach dem EM-Titel. Allerdings war der große Favorit Russland der Finalgegner. Und der machte von Beginn an deutlich, dass er nicht gewillt war, den Titel den Deutschen zu überlassen. Janßen erwischte einen schweren Start, die Russinnen übernahmen früh die Führung. Zwar schoss sich das DSB-Trio nach und nach besser in das Finale rein, doch der Rückstand war zu groß. Die letzte Serie endete irgendwie symptomatisch: Deutschland schoss starke 30,7 Ringe, die Russinnen konterten mit einer 30,8 und siegten somit 17:5. "Wir sind natürlich sehr zufrieden mit Silber, weil der Vorkampf auch ein wenig Krampf war und wir nicht damit rechnen konnten, in das Goldfinale einzuziehen", sagte Ruschel.
Zuvor hatte das Trio im Viertelfinale seine Klasse und Kämpferqualitäten bewiesen: Nach der ersten Zehnerserie lag das DSB-Trio nur auf Platz fünf, steigerte sich dann aber enorm und kletterte noch ringgleich mit der Ukraine auf Platz zwei. Dank der besseren zweiten Serie (312,2:310,3) zogen die deutschen Schützinnen in das Goldfinale ein.

Die deutschen Junioren - Pascal Walter, Benedikt Mockenhaupt und Dominik Fischer traten an – verpassten als Sechste den Kampf um die Medaillen um 6,0 Ringe. Vor allem Walter schoss stark (208,8 Ringe) und erreichte im Viertelfinale das drittbeste Ergebnis aller 24 Schützen.

Laufende Scheibe: Vogelbacher Sechste, Großheim abgeschlagen

Daniela Vogelbacher zeigte auch im Einzel Mixed-Wettkampf auf die Laufende Scheibe eine gute Leistung: Zwar reichte es nicht abermals zu einer Medaille wie zu Beginn der EM, doch mit 364 Ringen konnte sie durchaus zufrieden sein. Mehr verhinderte eine schwächere 85-er Serie.
Der Sprung von den Junioren zu den Männern ist schwer. Diese Erfahrung macht gerade Kris Großheim in den Wettbewerben Laufende Scheibe. Bei den Junioren heimste er zahlreiche Medaillen ein – darunter 2018 u.a. einen WM-Titel – bei der EM in Breslau ist er erstmals bei den „Großen“ am Start. Und tut sich nicht leicht, denn im Wettbewerb „Mixed“ belegte er mit 364 Ringen den 18. Platz.

27.02.2020 - 14:20

Im Fokus des Waffenrechtsänderungsgesetzes stehen eine Vielzahl von Regelungen gegen den Missbrauch von Waffen und gefährlichen Messern. So wird unter anderem das Nationale Waffenregister ausgebaut: Der vollständige Lebenszyklus von Waffen und wesentlichen Waffenteilen wird dokumentiert. Ein Verschwinden von Waffen in die Illegalität soll verhindert werden, weshalb auch neue Meldepflichten für Waffenhersteller und Waffenhändler existieren. Ferner wird eine Anzeigepflicht für unbrauchbar gemachte Schusswaffen eingeführt sowie der Kreis der verbotenen Gegenstände erweitert.

Die Länder können außerdem zukünftig Waffen- und Messerverbotszonen an belebten öffentlichen Orten und in Bildungseinrichtungen einrichten. Für Sportschützen bringen die gesetzlichen Regelungen Erleichterungen beim sogenannten Bedürfnisnachweis mit sich.

Mit dem Gesetz wird die EU-Feuerwaffenrichtlinie umgesetzt, die nach den Anschlägen in Paris und Brüssel verabschiedet wurde. Die Änderung des Waffenrechts ist auch Teil des Maßnahmenpakets der Bundesregierung zur Bekämpfung des Rechtsextremismus und der Hasskriminalität. In diesem Zusammenhang wird die Kennzeichnungsanforderung für Schusswaffen erweitert und umgebaute Schusswaffen werden stärker reguliert.

Künftig sollen die Waffenbehörden im Rahmen der Zuverlässigkeitsprüfung für den Besitz von Waffen beim Verfassungsschutz eine Regelabfrage stellen. Damit kann überprüft werden, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der Antragsteller oder die Antragsstellerin extremistische Bestrebungen verfolgt. Durch diese Neuregelung reicht für eine Verweigerung des Waffenbesitzes bereits die Mitgliedschaft in einer verfassungsfeindlichen Vereinigung aus. Hierdurch soll verhindert werden, dass Extremisten in den Besitz von legalen Waffen kommen. Der nachträgliche Entzug der Erlaubnis ist ebenfalls möglich, wenn sich erst später herausstellt, dass eine Zuverlässigkeit nicht besteht.

Der Deutsche Schützenbund hatte maßgeblich die Interessen seiner Mitglieder in den Gesetzgebungsprozess eingebracht und beispielsweise das Wegfallen der Privilegierung der Armbrust oder der Vorderladerwaffen verhindert, da sie keine Deliktsrelevanz aufweisen. Außerdem konnte der Verband eine Öffnungsklausel in das Gesetz einbringen, so dass die Bundesländer zukünftig die alten anerkannten Schießstandsachverständigen unter bestimmten Bedingungen wieder aktivieren können.   

Das gesamte Gesetz tritt am 01.09.2020 in Kraft.

27.02.2020 - 11:48

Werbung, die bewegt: In Wiesbaden sind zahlreiche Plakate zu sehen, die auf das Bundesligafinale hinweisen.Dass Werbung auch bewegt, liegt an einem Bus der ESWE Verkehrsgesellschaft mbH, der seit einigen Wochen auf das Event hinweist.

Der Süden macht mobil: Vor allem die vier Südvereine können auf eine breite Fanbasis bauen. Dies zeigt sich auch beim fünften Finale in Wiesbaden: Die SGi Welzheim wird mit ca. 40 Fans anrücken, Villingen-Schwenningen mobilisiert die Hälfte. Und die großen Konkurrenten aus Tacherting und Ebersberg machen aus der geographischen Nähe eine vernünftige Tugend: Ihre Fans reisen per Bus gemeinsam an.

Vorrunde: Dass die FSG Tacherting eine herausragende Vorrunde schoss und diese als Südmeister beendete ist bekannt. Mit einem Team-Schnitt von 9,62 Ringen/Pfeil stellte das Team einen neuen vereinsinternen Rekord auf, der immerhin Platz sieben in der Ewigen Bestenliste bedeutet. Auch die Berliner (9,60) schossen stark und wiesen das zehntbeste Ergebnis in der Historie auf. Den Spitzenwert erzielte der spätere Meister BSG Ebersberg in der vergangenen Saison mit 9,66 Ringen/Pfeil. Bester Einzelschütze war wie im Vorjahr Florian Kahllund (SV Dauelsen), der sich auf sensationelle 9,85 Ringe/Pfeil verbesserte und vor dem Ebersberg-Trio Cedric Rieger (9,83), Maximilian Weckmüller (9,72) und Michelle Kroppen (9,71) lag. Vergleicht man die Werte der Ligen untereinander, dann ergibt sich folgendes Bild: Die Nord-Liga schoss starke 9,45 Ringe/Pfeil im Schnitt (Platz vier der ewigen Bestenliste) und düpierte damit den Süden deutlich (9,38 Ringe/Pfeil, Platz 14).

Neuer Trainer: Mit einem neuen Chef reist der SV Querum zum Bundesligafinale an: „Hubertus von Schilling ist ab sofort Trainer“, gab der Verein aus Braunschweig in einer Pressemitteilung am 22. Februar bekannt. Der „Neue“ muss dabei gleich auf zwei gestandene Schützen verzichten: Sowohl Florian Floto als auch Thomas Hasenfuß müssen verletzungsbedingt passen.

Ein letztes Mal: Veronika Haidn-Tschalova wird am Samstag letztmals an einem Bundesligafinale teilnehmen. Die erfahrene Schützin, Mutter und Ehefrau von Bundestrainer Oliver Haidn schießt für die FSG Tacherting und würde sich zu gerne mit einer weiteren Medaille verabschieden. „Sie hat unheimlich viel für den Verein und den DSB getan“, lobt Trainer Helmut Huber die 43-jährige mehrfache EM- und Weltcup-Medaillengewinnerin. Und dann kommt ja noch die Freiluftsaison, bei der Haidn-Tschalova nochmals angreifen will.

Wiederholungstäter: Das ist definitiv eine Bestätigung der Klasse und Konstanz: Sieben der acht Finalteilnehmer in diesem Jahr standen bereits 2019 auf der Schießlinie in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit. Lediglich die Sherwood-Schützen aus Herne erinnerten sich, dass es doch Spaß macht beim Höhepunkt dabei zu sein und um den Meisterspiegel zu wetteifern, den sie immerhin schon zweimal gewinnen konnten. Sie sind anstelle des SV Guts-MuthJena dabei, der den bitteren Gang in die Zweitklassigkeit antreten musste.

Rekordteilnehmer und -sieger: Die SGI Welzheim und der BSC BB Berlin sind die einzigen zwei Vereine, die bei jedem Bundesligafinale dabei waren. Das sind inklusive dem am 29. Februar 2020 23 Auflagen. Wenig überraschend liegen die beiden Klubs auch bei den Siegen vorne. Je fünfmal konnten beide Vereine den Deutschen Mannschaftstitel gewinnen, die FSG Tacherting kommt dem Duo mit drei Titeln am nächsten. Die Berliner Bilanz wird noch beeindruckender, wenn man die Silber- und Bronzemedaillen (jeweils 6) hinzuzieht. Denn dann wird klar, dass der Klub lediglich bei fünf Final-Teilnahmen nichts Glänzendes mit in die Hauptstadt zurück brachte.

Gucken und selber machen: Was gibt es Besseres?! Beim Bundesligafinale bietet sich die Möglichkeit, den besten Bogensportlern Deutschlands zuzuschauen und zuzujubeln. Das Gesehene kann auch sofort umgesetzt werden, denn im Untergeschoss können die Zuschauer und Interessierten selber zum Bogen greifen oder – mit genügend Puste – sich im Blasrohrschießen versuchen.

Bekannte Stimme: Sportbegeisterte kennen die markante Stimme: Alexander von der Groeben wird die Bundesligafinals live bei Sportdeutschland.TV kommentieren. Der ehemalige Weltklasse-Judoka ist freier Journalist und oftmals für das ZDF im Einsatz, den Bogensport kennt er von seiner Berichterstattung zum Weltcup in Berlin sehr gut. Ihm zur Seite steht mit Andreas Lorenz ein absoluter Kenner der Szene.

Endergebnis: Geht es nach den Vorrunden-Leistungen und rufen die Teams diese im Finale identisch abrufen, dann ist mit folgendem Ergebnis zu rechnen: 1. Platz FSG Tacherting (9,62 Ringe), 2. BSC BB Berlin (9,60 Ringe), 3. BSG Ebersberg (9,57 Ringe), 4. SV Dauelsen (9,56 Ringe), 5. SGI Welzheim (9,54 Ringe), 6. SV Querum (9,48 Ringe), 7. BC Villingen-Schwenningen (9,46 Ringe), 8. Sherwood BSC Herne (9,45 Ringe).

Zahlen, Zahlen, Zahlen: So eine Saison der besten Bogenschützen bringt auch immer wieder interessante zahlreiche Zahlen und Fakten zutage. Einige der interessantesten - auch im historischen Kontext - haben wir rausgefiltert.

Beste Schützen Vorrunde 2019/20 (Schnitt Passe / Pfeil)

1. Florian Kahllund (SV Dauelsen): 59,11 / 9,85
2. Cedric Rieger (BSG Ebersberg): 58,98 / 9,83
3. Maximilian Weckmüller (BSG Ebersberg): 58,31 / 9,72
4. Michelle Kroppen (BSG Ebersberg): 58,23 / 9,71
5. Jonathan Vetter (SGI Welzheim): 58,21 / 9,70

Beste Teams Vorrunde 2019/20 (Schnitt Passe / Pfeil)

1. FSG Tacherting: 57,7 / 9,62
2. BSC BB Berlin: 57,6 / 9,60
3. BSG Ebersberg: 57,4 / 9,57
4. SV Dauelsen: 57,4 / 9,56
5. SGI Welzheim: 57,2 / 9,54

Rekord-Schnitt Pfeile gesamte Saison

1. BSG Ebersberg: 58,0 / 9,66     1. Bundesliga Süd Saison 2018/2019   
2. BSC BB Berlin: 57,9 / 9,65     1. Bundesliga Nord Saison 2014/2015  
3. BSC BB-Berlin: 9,63     1. Bundesliga Nord Saison 2013/2014  
4. SV Dauelsen: 57,8 / 9,63     1. Bundesliga Nord Saison 2014/2015  
5.SGI Welzheim: 9,62     1. Bundesliga Süd Saison 2013/2014   
   FSG Tacherting: 57,7 / 9,62     1. Bundesliga Süd Saison 2019/2020

Meiste Siege in der Saison

1. SGi Welzheim: 28        1. Bundesliga Süd Saison 1999/2000
2. SGi Welzheim: 27        1. Bundesliga Süd Saison 1998/1999
3. SGI Welzheim: 26        1. Bundesliga Süd Saison 2013/2014
    SGi Welzheim: 26        1. Bundesliga Süd Saison 2004/2005

Beste Ringzahlen im Finale

1. BSG Ebersberg: 58,5 / 9,75        Bundesligafinale Saison 2018/2019
2. SV Querum: 58,3 / 9,72        Bundesligafinale Saison 2017/2018
3. SG BB Berlin: 9,69        Bundesligafinale Saison 2006/2007
4. SV Dauelsen: 58,2 / 9,69        Bundesligafinale Saison 2016/2017

Meiste Siege Finale: BSC BB Berlin und SGi Welzheim jeweils  5       

Meiste Medaillen Finale: BSC BB Berlin (17: 5G, 6S, 6B)

Meiste Finalteilnahmen: BSC BB Berlin und SGi Welzheim jeweils  23

Aufsteiger, die direkt ins Finale kamen

FSG Tacherting und PSV Reutlingen 1999/00
GS Boxdorf 2000/01
ATSV Oberkotzau 2005/06
BS Neumarkt und SV Zierenberg 2008/09
SSV Otterstadt 2009/10
MASA Mülheim 2010/11
BSG Ebersberg und SV Zierenberg 2012/13
Blankenfelder BS 08 2013/14
SK Fellbach-Schmiden und SV Dauelsen 2014/15
BS Villingen-Schwenningen 2016/17
SV GutsMuths Jena 2018/19

Medaillenplatz nach Aufstieg: SV Dauelsen (Gold) 2014/15

Älteste/r Schütze Finale 2019/20: Holger Rohrbeck 48 (Dauelsen), Thomas Hasenfuß 43 (Querum), Veronika Haidn-Tschalova 43 (Tacherting)

Jüngeste/r Schütze Finale 2019/20: Jennifer Chiara Bleibel 16 (Villingen-Schw.) (wahrsch. kein Einsatz), Sarah Reincke 17 (Villingen-Schw.)

Meiste Finalteilnahmen und Bundesligaeinsätze: Armin Garnreiter FSG Tacherting 21x

Jüngste Mannschaft: Meldeliste: BC Villingen Schwenningen – 22,6 J.
Nach Einsätzen: BB Berlin - 22,5 J.

Älteste Mannschaft: SV Dauelsen - Schnitt 33,7 Jahre

26.02.2020 - 18:24

Luftpistole: Seeger mit famoser Aufholjagd

Nach den ersten zehn Finalschüssen hatte sich Vanessa Seeger auf Platz fünf eingereiht. Dann begann die Aufholjagd: Mit fast jedem Einzelschuss kletterte Seeger im Ranking, nur die Tschechin Veronika Schejbalova schien mit über vier Ringen Vorsprung unerreichbar. Doch die Mixed-Goldmedaillengewinnerin der Jugend-Olympiade 2018 und frisch gebackene Deutsche Mannschaftsmeisterin mit der Braunschweiger SG blieb stabil, schoss u.a. zwei 10,9-er und eroberte mit einer phänomenalen Leistung den Titel. Vor den letzten zwei Schüssen hatte sie 1,2 Ringe Vorsprung, am Ende hieß es Gold für Seeger mit 237,8 Ringen und 1,7 Ringen Vorsprung. Danach sagte sie: „Ich bin dankbar für das Finale. Das war wie eine außerkörperliche Erfahrung, als ich gemerkt habe, dass ich mir das Ding hole. Nach der ersten 10,9 hat es mich total beflügelt, mein Blick ging nur nach oben. Aber ich habe alles schon vergessen, ich war total im Tunnel.“

In der Qualifikation (Seeger: „Der Anfang war etwas holprig!“) hatte Seeger als Dritte souverän den Einzug in das Finale der besten acht Schützinnen geschafft: 570 Ringe standen am Ende zu Buche und waren Ergebnis einer sehr konstanten Leistung mit mindestens 93 und maximal 96 Ringen in ihren sechs Serien.
Um 3 Ringe verfehlte Natalie Köhler (11. Platz, 564 Ringe) das Finale, Tabea Ocker blieb ein wenig hinter den Erwartungen zurück (38. Platz, 552 Ringe). Das Trio qualifizierte sich als Vierter aber souverän für das Viertelfinale im Team-Wettbewerb.

Gleiches gelang dem männlichen Trio mit Nils Strubel (14. Platz, 568 Ringe), Sebastian Schulz (16. Platz, 568 Ringe) und Jan-Luca Karstedt (24. Platz, 562 Ringe), die zwar das Einzelfinale verpassten, aber ebenfalls als Vierte im Team-Wettbewerb Hoffnungen wecken.

Luftgewehr: Platz sieben für das Duo Weindorf & Mockenhaupt

Nach einer sehr guten Qualifikation, die das Duo Larissa Weindorf & Benedikt Mockenhaupt auf dem hervorragenden zweiten Platz beendete (627,0 Ringe), gab es Hoffnung auf eine Medaille. Doch im Viertelfinale konnte das junge Duo nicht an die Eingangsleistung anknüpfen und ging mit 413,3 Ringen – 0,1 Ringe hinter dem Fünften - als Siebter aus dem Wettbewerb.
Pech hatten Franka Janßen & Pascal Walter, die mit 621,7 Ringen um exakt 0,1 Ringe das Viertelfinale verpassten.

Laufende Scheibe: Großheim/Vogelbacher auf Platz neun

Letztlich chancenlos waren Kris Großheim & Daniela Vogelbacher im Mixed Team-Wettbewerb Laufende Scheibe. 361 Ringe brachte das Duo ins Ziel und somit acht weniger als der zweite Bronzefinalist. Zwei Serien im 80-er Bereich waren zu wenig und brachten Platz neun.  

26.02.2020 - 14:00

Seine Kleidung und zahlreiche Gegenstände, die er bei sich hatte, sind in gutem Zustand erhalten, geben aber zum Teil nach wie vor Rätsel auf. Klar war, dass er einen noch nicht ganz fertigen Bogen aus Eibenholz und in einem ledernen Köcher 14 Pfeile bei sich trug, von denen zwei mit Feuersteinspitzen und einer Befiederung versehen, also einsatzbereit waren. Sie sind die besterhaltenen neolithischen Pfeile Europas und die ergiebigste Quelle für die Erforschung der Pfeilherstellungstechnologie der Vor- und Frühgeschichte.

Die älteste Bogensehne der Welt

Nun hat ein internationales Forscherteam im Rahmen einer vom Südtiroler Archäologiemuseum beauftragten Studie das Geheimnis um eine ca. zwei Meter lange Schnur gelüftet, die der Gletschermann ebenfalls bei sich hatte: Es handelt sich um die älteste Bogensehne der Welt. Bisher war das Material des Seils vor allem aufgrund seiner bräunlichen Farbe für pflanzlich, nämlich Lindenbast gehalten worden. Aus pflanzlichen Fasern gedrehte Seile sind aber nicht wirklich in der Lage, die Bedingungen einer Bogensehne zu erfüllen: Stabilität und Dehnbarkeit. Die für die aktuelle Studie angestellten Untersuchungen – auch im Labor an einer mikroskopisch kleinen Faserprobe - konnten beweisen, dass die Schnur eindeutig aus den Sehnen einer nichtidentifizierbaren Tierart hergestellt wurde. Ideales Material also für eine Bogensehne.

Klimatische Bedingungen erhalten die Schnur

Prähistorische Bogensehnen gehören zu den seltensten Funden bei archäologischen Ausgrabungen überhaupt. Nur unter den klimatischen Bedingungen, die das Eis am Tisenjoch verursachte, konnte sich die Schnur erhalten. Ihr eines Ende ist mit einem sogenannten Ankerknoten versehen, der sich versuchsweise als geeignet erwies, die Sehne eines 80-Pfund-Bogens zu halten, ohne dass sie verrutschte. Und ihre Länge ist genau ausreichend für Ötzis unfertigen Bogen. Aufgespannt misst die Sehne noch 2 mm im Durchmesser und würde exakt in die Nocken der Pfeile aus dem Köcher passen.

Ein ausführlicher Bericht über die älteste vollständige Bogenausrüstung der Welt steht in der nächsten Ausgabe von „Faszination Bogen“, Erscheinungsdatum: 6. März 2020, erhältlich an jedem Zeitschriftenkiosk in Bahnhöfen und Flughäfen – in Deutschland, Österreich und der Schweiz, oder per online-Bestellung unter www.uvz.de.

26.02.2020 - 09:46

Laufende Scheibe: Vogelbacher jubelt nach Auf und ab

Es war ein klein wenig ein Auf und ab für Daniela Vogelbacher mit Happy-End: In die Qualifikation startete sie bei den Langsamen Läufen eher mäßig („Da lief es noch nicht so rund“), steigerte sich dann aber im Schnell-Lauf und schloss die Qualifikation mit 559 Ringen als Zweite ab. Im Halbfinale setzte sich Vogelbacher gegen die Ukrainerin Avramenko 6:4 durch und qualifizierte sich somit für das Goldfinale gegen die Russin Olga Stepanova. Nach einem 5:0-Blitzstart sah alles nach einem Triumph für die hessische Schützin aus, doch die Russin konterte und entriss ihr noch den fast schon sicher geglaubten Titel durch ein 7:5. „Ich freue mich total über Silber, auch wenn ich direkt nach dem Wettkampf etwas unzufrieden war“, meinte Vogelbacher. Und schob nach: „Ich hatte mir nichts vorgenommen, ich wollte nur ein gutes Ergebnis schießen.“ Das ist ihr eindrucksvoll gelungen.
Kris Großheim, der erstmals bei den Männern antrat, belegte mit 565 Ringen Platz elf.

Luftgewehr: Walter überrascht sich selbst

Pascal Walter war etwas überwältigt: „Ich war schon – auch für mich – überraschend in das EM-Team reingekommen. Jetzt bin ich EM-Siebter und sehr zufrieden.“ Davor hatte der Junior eine blitzsaubere Qualifikation mit 624,3 Ringen gezeigt, die ihn auf Platz vier geführt hatte. Im Finale fehlten ihm ein wenig die hohen Zehnerwertungen, sodass er um 0,1 Ringe geschlagen Platz sieben belegte: „Wenn man dann im Finale ist, will man natürlich auch mehr, aber die kleine Schwelle, die den Spreu vom Weizen trennt, habe ich dieses Mal nicht überschritten.“
Im Team wird es eine weitere Medaillenchance geben, denn neben Walter schossen auch Benedikt Mockenhaupt (623,4) und Dominik Fischer (617,2) so gut, dass das Team Platz drei in der Qualifikation belegte.
Bei den Juniorinnen lief es ähnlich, es fehlte nur der Finalplatz. Den verfehlte Melissa Ruschel mit Platz elf und 623,7 Ringen nur um 0,5 Ringe. Da Larissa Weindorf (622,7) und Franka Janßen (620,7) ebenfalls ablieferten, belegte das Trio in der Teamwertung Platz zwei.

Luftpistole: Seeger/Karstedt werden Fünfte

Um 3 Ringe verfehlte das Mixed-Duo Vanessa Seeger/Jan-Luca Karstedt das Bronzefinale mit der Luftpistole. Entscheidend war jeweils die erste Serie, die beiden Bundesligaschützen mit 91 Ringen misslang.

25.02.2020 - 11:59

Denn parallel zu den Profis kann sich ein jeder selber beweisen: Es gibt in der Halle die Möglichkeit, unter fachkundiger Anleitung Bogen- und Blasrohr zu schießen. Beides macht viel Spaß, beides sieht leichter aus, als es ist.

Wenn Florian Kahllund, Elena Richter & Co ihre Pfeile im Gold platzieren, sieht das auch verblüffend einfach aus. Wer nicht die Chance hat, in der Halle am Platz der Deutschen Einheit vor Ort dabei zu sein, muss dennoch keine Entscheidung verpassen. Sportdeutschland.TV überträgt die Entscheidungen des Bundesligafinals aus Wiesbaden live und kostenlos.

Um 14.50 Uhr beginnt die Übertragung, das erste Schießen startet 10 Minuten später. Die acht Teams treten zunächst in zwei Vierergruppen gegeneinander an und ermitteln dort nach dem Modus „jeder gegen jeden“ die vier Halbfinalisten. Die Halbfinals beginnen um 18.00 Uhr, der Wettkampf endet mit dem Goldfinale ab 19.15 Uhr.

Folgende Teams sind am Start

Gruppe A: SV Dauelsen (Nord 1), BSG Ebersberg (Süd 2), SV Querum (Nord 3), BC Villingen-Schwenningen (Süd 4)
Gruppe B: FSG Tacherting (Süd 1), BSC BB-Berlin (Nord 2), SGI Welzheim (Süd 3), Sherwood BSC Herne (Nord 4)

Kommentieren werden Alexander von der Groeben (ZDF) und der ehemalige Junioren-Welt- und Europameister Andreas Lorenz als Experte. Produziert wird der Stream von TV Skyline, einem Unternehmen aus Mainz, das im vergangenen Jahr tolle Bilder von der Freiluft-DM aus Wiesbaden zeigte.

22.02.2020 - 08:35

Wir trauern mit den Angehörigen der Opfer von Hanau und rufen dazu auf, die Werte von gegenseitiger Anerkennung, Weltoffenheit und Respekt tagtäglich zu leben, sie offensiv zu vermitteln und zu verteidigen. Wir alle sind aufgefordert, uns einzumischen, wenn unsere Werte in Frage gestellt oder missachtet werden. Der Anschlag in Hanau zeigt uns leider erneut, dass wir ein Problem mit rechtsextremer und rassistischer Gewalt in diesem Land haben, gegen das wir uns alle aktiv zur Wehr setzen müssen.

Der Sport ist ein effektives und wertvolles Mittel, allen Mitgliedern der Gesellschaft und gerade Kindern und Jugendlichen diese Werte zu vermitteln und diese aktiv in unseren Vereinen und Verbänden zu leben. Diese gelebten Werte machen es selbstverständlich, gegen Gewalt und Rassismus und gegen rechte Handlungen und Haltungen aufzustehen und sich zu wehren.

Wir sind schockiert über die grausame Tat. Auch klarste Regeln, Gesetze und Werte, denen sich alle Mitglieder des organisierten Sport vollumfänglich verschrieben haben, werden bei diesem rechtsradikalen Hintergrund und der hohen kriminellen Energie eines Einzelnen außer Kraft gesetzt.

Nutzen wir die Kraft des Sports und setzen uns aktiv für ein demokratisches und den Menschenrechten verpflichtetes Deutschland. In der heutigen Zeit ist eine entschiedene Haltung nötiger denn je! Wir alle sind aufgefordert, unsere Stimme für eine tolerante und weltoffene Gesellschaft zu erheben. Auch und gerade der Sport wird hier dringend gebraucht.

Stehen wir auf gegen Hetze – sind wir laut gegen Rassismus!

(Quelle: DOSB / dsj)

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