28.01.2020 - 16:56

Süd: Villingen-Schwenningen oder Bayreuth?

Jürgen Löchelt, 1. Vorsitzender des BC Villingen-Schwenningen, spricht allen Final-Kandidaten aus dem Herzen: „Natürlich wäre das Erreichen des Finals wieder schön. Wir waren im vergangenen Jahr das zweite Mal dabei, und das war natürlich mit dem dritten Platz ein gigantischer Erfolg!“ Die Teilnahme ist erneut möglich, Villingen-Schwenningen hat aktuell Platz vier inne. Allerdings beträgt der Vorsprung auf den ärgsten Verfolger TS 1861 Bayreuth nur magere zwei Punkte. „Das erste Match geht gleich gegen Bayreuth, das wollen wir natürlich gewinnen, Bayreuth allerdings auch. Das kann schon eine gewisse Vorentscheidung sein. Es wird sicherlich zwischen den beiden Mannschaften ein Kopf-an-Kopf-Rennen geben, und letztendlich wird für beide Mannschaften in jedem Match jeder Pfeil entscheidend für den Einzug ins Finale sein“, so Löchelt. Die Klubs der FSG Tacherting, der BSG Ebersberg und der SGi Welzheim sind bereits sicher qualifiziert bzw. benötigen nur noch ein bzw. zwei Siege zur Teilnahme.

Ganz unten gibt es einen Dreikampf zwischen der SG Freiburg (12:30-Punkte), BS Neumarkt (9:33-Punkte) und KKS Reihen (8:34-Punkte) um den Nichtabstiegsplatz sechs. Freiburg hat die besten Karten, „aber wir müssen in den nächsten viel an uns arbeiten, denn sonst sind wir ganz schnell durchgereicht“, hatte Eike Jacob, Abteilungsleiter Bogen, nach dem letzten Wettkampf-Wochenende gemutmaßt.

Nord: Ein Quartett kämpft um Platz vier

Im Norden ist der SV Dauelsen „durch“, der BSC BB Berlin und der Sherwood BSC Herne quasi. Extrem spannend geht es um Platz vier und gegen den Abstieg zu. Mit dem SV Querum (18:24-Punkte), dem RSV Detmold-Klüt (18:24-Punkte), dem Blankenfelder BS 08 (17:25-Punkte) und dem TuS GW Holten (14:28-Punkte) können sich vier Vereine definitiv noch Chancen auf das Finale ausrechnen. Lediglich Schlusslicht SV GutsMuths Jena, im Vorjahr noch Nordmeister, ist mit 8:34-Punkten etwas abgeschlagen und ist erster Abstiegskandidat. Gastgeber Querum setzt auf den Heimvorteil und hofft auf Ausnahme-Schütze Florian Floto. Der Olympia-Neunte von 2016 wollte in dieser Saison sein Comeback geben, konnte aufgrund einer Verletzung aber nicht eingreifen.

28.01.2020 - 13:33

Der Bundesausschuss Spitzensport unter Leitung von Sportdirektor Heiner Gabelmann folgte der Empfehlung von Bundestrainerin Claudia Kulla und nominierte Franka Janßen, Johanna Tripp, Larissa Weindorf, Pascal Walter, Benedikt Mockenhaupt, Dominik Fischer. Das Sextett hatte sich bei der EM-Qualifikation im Rahmen des H&N-Cups durchgesetzt.

Während es für die JuniorInnen in Breslau um Finaleingänge und Medaillen geht, liegt der Fokus der erwachsenen Luftgewehr- und Luftpistolen-Athleten vor allem auf den Quotenplätzen. In jeder Disziplin werden zwei Quotenplätze für Tokio 2020 vergeben, es ist die vorletzte Chance für die Druckluftschützen, sich für den sportlichen Höhepunkte zu qualifizieren.

Das deutsche EM-Team

Gewehr

Frauen: Julia Simon, Anna Janßen, Sabrina Hößl
Männer: Maximilian Dallinger, Sebastian Franz, Julian Justus
JuniorInnen: Franka Janßen, Johanna Tripp, Larissa Weindorf, Pascal Walter, Benedikt Mockenhaupt, Dominik Fischer

Pistole

Frauen: Julia Hochmuth, Monika Karsch, Andrea Heckner
Männer: Michael Schwald, Robin Walter, Kevin Venta
JuniorInnen: Vanessa Seeger, Natalie Köhler, Tabea Ocker, Jan-Luca Karstedt, Sebastian Schulz, Nils Strubel

28.01.2020 - 09:04

Wie seht ihr die Vorrundenergebnisse  und -platzierungen?
Jan-Erik Aeply: „Das Viertelfinale Ludwigsburg-Braunschweig ist das Highlight im Viertelfinale bei Pistole. Im ersten Wettkampf ist jeder verwundbar. Da hat Ludwigsburg mehr als nur eine Außenseiterchance. Kelheim und Waldkirch sind erfahrene Teams und haben wohl „leichtere“ Gegner. Kriftel darf Murrhardt-Karnsberg nicht unterschätzen. Hier wird sich Kriftel mit der Routine durchsetzen.“
Maik Eckardt: „Es gab sehr gute Ergebnisse in beiden Gruppen. Alle Finalteilnehmer haben ein sehr gutes Leistungsniveau. Leider konnte sich „mein“ BSV Buer-Bülse trotz einer sehr guten Saison knapp nicht für das Finale qualifizieren.“

Welcher Schütze hat besonders auf sich aufmerksam gemacht?
Jan-Erik Aeply: „So viele neue Gesichter gab es nicht. Fast alle Kaderathleten schießen in der ersten Bundesliga. Ihr Niveau ist konstant gut, aber eben auch nicht überragend. Christian Reitz ist derzeit der einzige deutsche Bundesligaschütze, der mit den Besten der Welt im Eins-zu-Eins-Modus mithalten kann. Bei den Ausländern haben mir die Ergebnisse des Inders Chaudhary Saurabh sehr imponiert.“
Maik Eckardt: „In beiden Gruppen sind maximale Ringzahlen von 400 mehrfach erreicht und erzielt worden. Eine besonders gute Vorrunde hat die Schützin aus Indien, Elavenil Valarivan, erreicht. Die Nummer eins von SV Pfeil Vöhringen geht mit einem klasse Durchschnitt von 399,00 Ringen in das Finale.“

Gab es Entwicklungen, Neuerungen oder Besonderheiten, die euch aufgefallen sind?
Jan-Erik Aeply: „Neuerungen gab es keine, ist auch nicht erforderlich. Der Modus hat sich bewährt und wird von den Fans angenommen. 40 Schuss in 50 Minuten bieten genügend Spannung und Dramatik.“
Maik Eckardt: „Die Bemühungen der Vereine werden immer professioneller. Leider ist die Bedeutung der Bundesliga als Präsenzwettkampf auch in dieser Saison rückläufig.“

Mit Live-Übertragungen aus Waldkirch (Pistole) und Kevelaer (Gewehr) machten zwei Vereine nachhaltig auf sich aufmerksam. Ein Vorbild für andere?
Jan-Erik Aeply: „Schade ist, dass nur zwei Vereine eine Liveübertragung mit Streamingdiensten anbieten. Da gehört nicht viel dazu. Das würde die Liga entscheidend aufwerten!“
Maik Eckardt: „Die Übertragung von Bundesligawettkämpfen im Fernsehformat transportiert die Spannung und Leistungen der Athleten besonders eindrucksvoll. So können die vielen Interessierten die Geschehnisse der aktuellen Wettkampftage besonders gut verfolgen. Auf jeden Fall sind die Übertragungen ein Vorbild für die gesamte DSB-Bundesliga.“

Ihr wart beide bei zahlreichen Bundesligafinals dabei. Worauf kommt es in diesen zwei Tagen an?
Jan-Erik Aeply: „Mit Betreten der Halle am Freitag nicht jeden und Alles an sich heranzulassen. Fokus auf den ersten Wettkampf, der ist für alle Teams der schwerste. Er entscheidet über das direkte Ausscheiden. Da wollen sich vor allem die Favoriten keine Blöße geben. Ab dem Halbfinale dann einfach von der Stimmung tragen lassen und am Schlusstag das Finale genießen.“
Maik Eckardt: „Das Ziel ist für alle Mannschaften seit Jahren gleich: Das Viertelfinale erfolgreich zu bestreiten. Danach ist dann fast alles möglich.“

Ihr seid an der Seite von ZDF-Reporter Tibor Meingast. Wie bereitet ihr euch vor, wie sieht eure Aufgabe konkret aus?
Jan-Erik Aeply: „Bereits in der Vorrunde habe ich mir viele Partien angesehen und meine Eindrücke gesammelt. Auch konnte ich mit einigen Sportler reden, insbesondere mit Finalteilnehmern. Jetzt schaue ich mir am Freitag das Training an und ordne meine letzten Eindrücke von den Teams.“
Maik Eckardt: „Ich werde die Wettkämpfe am Samstag verfolgen und freue mich auf die spannenden Finals am Sonntag zusammen mit Tibor Meingast.“

Das Bundesligafinale kehrt nach 2013 bis 2016 nach Rotenburg an der Fulda zurück. Was zeichnet den Standort und die Halle aus?
Jan-Erik Aeply: „Perfekte Bedingungen für das Finale! Die Halle ist im gleichen Haus, in dem auch viele Teams untergebracht sind. Alle Teams haben ein überschaubare Anreise, der Ort liegt ja doch ziemlich zentral in Deutschland.“
Maik Eckardt: „Ich selbst bin noch nicht in Rotenburg an der Fulda gewesen, habe aber bisher nur Gutes über die Wettkampfstätte gehört. Ich freue mich darauf, mir selbst ein Bild zu machen.“

Auf welchen Schützen können sich die Zuschauer in Rotenburg am meisten freuen?
Jan-Erik Aeply: „Christian Reitz ist immer wieder eine Extraklasse für sich. Sollte Braunschweig Chaudhary Saurabh einsetzen, wird auch das sehr interessant.“
Maik Eckardt: „In Rotenburg gehen die besten Schützinnen und Schützen der Liga an den Start. Hervorragende Ergebnisse und spannende Wettkämpfe sind somit garantiert. Diese große Anzahl von Spitzenkönnern von Nah und Fern ist auf jeden Fall eine Reise nach Rotenburg wert.“

Ihr seid die Experten! Welche Teams kommen ins Goldfinale, wer gewinnt?
Jan-Erik Aeply: „Viele Teams haben eine sehr gute Chance am Sonntag im Finale zu stehen. Ab dem Halbfinale sind alle Teams gleich stark. Es wird in beiden Partien dann sehr knapp um den Einzug ins Finale, ich tippe sogar auf ein Stechen.“
Maik Eckardt: „Ich tippe auf SSG Kevelaer und SV Pfeil Vöhringen.“

27.01.2020 - 14:40

Bundesliga Pistole: SV Hegelsberg-Vellmar mit starker Vorstellung

Zurück in der 1. Liga: Der SV Hegelsberg-Vellmar. Neu mit dabei: Der SV Groß- und Kleinkaliber Hannover. Nicht zuletzt Svenja Berges` 384 Ringe trugen dazu bei, dass der SV Hegelsberg-Vellmar mit beinahe 100 Ringen Vorsprung (3751 Ringe) beeindruckend den Aufstiegskampf für sich entschied. Gleich im ersten Durchgang entfachten die Hegelsberger ein regelrechtes Feuerwerk und katapultierten sich mit neuem Mannschaftsrekord an die Spitze. „Die anderen Mannschaften wollten uns den 1. Platz nicht mehr streitig machen“, so Trainer Christian Hollstein zufrieden. Nach zwei Jahren Abstinenz ist Hegelsberg damit wieder erstklassig und wahrlich ein ernstzunehmender Konkurrent in der Nord-Liga.
Nicht ganz so klar gestaltete sich hingegen der Kampf im Süden. Dennoch konnten sich mit dem württembergischen SV Willmandingen, der bereits fünf Bundesligaspielzeiten vorweisen kann, und dem bayerischen Neuling, SV Hubertus Hitzhofen-Oberzell, am Ende zwei Vereine absetzen. Andrea Heckner, die erst vergangene Woche mit einem Finaleinzug beim H&N-Cup in München glänzte, lieferte auch am Sonntag für das Team aus Hitzhofen ab und zeigte mit 384 Ringen, was in ihr steckt. Gemeinsam mit Nationalkaderkollege Paul Fröhlich wird sie im nächsten Jahr mit ihrem Team in der 1. Liga versuchen, voll mitzumischen.

Bundesliga Gewehr: Brigachtal und Kamen melden sich zurück

Nach nur einjähriger Abstinenz kehrt der SV Kamen wieder zurück in die 1. Liga. Mit deutlichem Vorsprung sicherte sich der Verein einen Platz in der 1. Liga, gemeinsam mit dem SV Ladekop. Dieser zeigte beim Aufstiegswettkampf mit neuer Mannschaftsbestleistung von 1952 Ringen seine Klasse und besiegelte damit den erstmaligen Aufstieg in die höchste deutsche Liga.
Nachdem die SSG Brigachtal vor zwei Jahren der 1. Liga den Rücken kehren musste, hat die Mannschaft nun den Wiederaufstieg geschafft, denn ein Großteil der Mannschaft hielt auch nach dem Abstieg zusammen. Es sind keine unbekannten Gesichter, die man im nächsten Jahr wieder in der 1. Bundesliga begrüßen darf: Weltmeister Peter Sidi bewies mit 399 und 400 Ringen, dass er trotz seiner 41 Jahre noch lange nicht zum alten Eisen gehört, und auch Europameisterin Eva Rösken und Olympionikin Selina Gschwandtner sind keine unbeschriebenen Blätter. 1970 und 1973 Ringe sprechen für sich. Während Brigachtal auf alt Bewährtes setzt und versucht, all die Erfahrung auszunutzen, glänzt die FSG Diessen mit ihren Youngsters. Mit 24 Jahren ist Stephan Sanktjohanser der älteste im Stamm-Team. Eine Mannschaft, der die Zukunft gehört und die noch Jahre miteinander an den Start gehen kann, um die „Großen“ ordentlich zu ärgern. Mit 1963 und 1970 Ringen schnappte das Team rund um die beiden Junioren-Nationalkaderschützen Alisa Zirfaß und Maximilian Ulbrich dem SV Fenken nach 400 Schüssen um nur zwei Ringe den Aufstiegsplatz vor der Nase weg. „Für uns ist das Geschichte!“, so Trainerin Elisabeth Stainer, die neben dem 600-jährigen Jubiläum des Vereins nun auch den Aufstieg feiern darf, „wir haben uns seit Jahren gut hochgearbeitet, haben zwei Jahre in der 2. Liga geschossen, aber vor allem Maximilian Ulbrich war immer das Zugpferd, der sich nicht zufrieden gab und der gesagt hat: „Wir schaffen es in die 1. Liga!“ Mit dem Pistolenteam des SV Scheuring gibt es jetzt erstmals gleich zwei Bundesligisten aus dem Landkreis Landsberg-Lech.

27.01.2020 - 11:34

Luftpistole: Reitz stabil, Heckner mit Bestleistung

Der Wettkampf in München diente als Auftakt der Vorbereitung auf die Druckluft-EM in Breslau/POL (23. Februar bis 3. März). Demnach waren alle deutschen EM-Teilnehmer am Start. Am besten schlug sich – nicht ganz unerwartet – Christian Reitz, der sich im zweiten Wettkampf mit der Silbermedaille belohnte: „Es waren zwei ganz gute Wettkämpfe. Ich habe wieder viel gelernt. Es gibt noch einiges zu tun für die Saison, aber so war der Auftakt schon ganz gut gelungen. Mit dem Finale war ich sehr zufrieden. Ich hatte wirklich eine gute Phase, wenn vielleicht die letzten Schüsse nicht so toll waren. Aber insgesamt hat das schon gepasst“, sagte er im Anschluss an seine Auftritte. Nach 580 bzw. 581 Ringen in der Qualifikation musste er sich im Finale nur Oleg Omelchuk geschlagen geben. Auch die übrigen Männer enttäuschten nicht, wie z.B. Michael Heise und Aleksandar Todorov (jeweils 579 Ringe) oder Robin Walter und Paul Fröhlich (jeweils 578 Ringe). "Christian hat mit seinem zweiten Platz gezeigt, dass er unser bester Luftpistolen-Schütze ist und international ganz vorne mitmischen kann. Wir bereiten uns nun im Heimtraining, mit dem IWK Pilsen und einem Lehrgang konsequent und zielstrebig auf die EM vor, um die notwendigen Quotenplätze zu holen ", so Georgi.

In der Frauen-Konkurrenz sorgte Andrea Heckner für den Höhepunkt aus deutscher Sicht: Mit 578 Ringen und somit persönlicher Bestleistung qualifizierte sie sich als Sechste für das Finale. Dort fand sie nicht in einen Rhythmus und traf erst mit dem siebten Schuss in die Zehn, sodass Platz acht heraussprang. Bundestrainerin Barbara Georgi war dennoch angetan: „Sehr stolz bin ich auf die jungen Sportler wie Andrea Heckner und Robin Walter. Andrea hat in ihrem ersten Erwachsenenjahr sehr gute Leistungen gezeigt und es bei ihrem ersten internationalen Wettkampf im Erwachsenenbereich mit Bestleistung ins Finale geschafft- eine tolle Leistung.“

Luftgewehr: Kein Finale, aber gute Leistungen

Wie eng das Leistungsniveau im Luftgewehr-Bereich ist, zeigte sich in München: Anna Janßen schoss beispielsweise das Weltklasse-Ergebnis von 631,0 Ringen, verfehlte als Zehnte aber das Finale der besten acht Schützinnen (der Finaleingang lag bei 631,3 Ringen). Auch Julia Simon und Sabrina Hößl enttäuschten nicht mit Wertungen in den 628-ern, „die Ergebnisse der Frauen waren völlig in Ordnung, das war eine gute Standortbestimmung“, urteilte Bundestrainer Claus-Dieter Roth im Anschluss. Bei den Männern war es etwas „dünner“, lediglich Maximilian Dallinger (628,6) und Julian Justus (628,3) agierten in einem Wettkampf stark, die Plätze 19 und 29 zeigen jedoch, wie hoch das Leistungsniveau auch dort war. „Bei den Männern ist noch Luft nach oben“, so Roth.

24.01.2020 - 11:22

Erfolgreichster Akteur war Nils Strubel. Der Luftpistolen-Schütze zeigte in den Finals mit der Luftpistole Klasse und Nervenstärke und toppte seinen zweiten Platz beim ersten Wettkampf mit dem Sieg im zweiten Event. Passend beendete er das Finale mit einer perfekten 10,9 und sagte danach: „Ich bin sehr zufrieden, es waren sehr gute Finals.“ Ebenfalls zufrieden zeigte sich Soren Korn, der zweimal das Finale erreichte (6. Platz und Bronze) und in der Qualifikation mit 576 Ringen eine neue persönliche Bestleistung schoss.
Ähnlich erfolgreich verliefen die Wettkämpfe für die Luftpistolen-Juniorinnen. Vanessa Seeger schraubte ihre Bestleistung auf 577 Ringe, belohnte sich mit zwei Finaleingängen (8. Platz und Bronze) und sagte danach: „Es war – wie jedes Jahr – sehr anspruchsvoll! Ich bin stolz auf meine Leistung, es war technisch sehr gut und konstant.“ Natalie Köhler rundete das gute Ergebnis mit dem 6. Platz ab.

Im Luftgewehr-Bereich gab es durch Pascal Walter und Frank Janßen zwei Finalteilnahmen. Vor allem Walter überraschte mit seiner Leistung von 627,7 Ringen in der Qualifikation, im Finale reichte es zu Platz sechs: „Pascal war die Überraschung, er war bis dahin unbekannt für uns. Auch im Finale hat er sich gut präsentiert“, bilanzierte Bundestrainerin Claudia Kulla. Janßen zeigte zwei gute Qualifikationen (626,5 und 626,6 Ringe) und belegte im Finale Platz sieben: „Franka hat zwei gute Wettkämpfe gezeigt und auch im Finale vernünftig gearbeitet“, so Kulla zufrieden. Beide schlug die Bundestrainerin für die EM vor, auch die vier weiteren Kandidaten liegen dem Bundesausschuss Leistungssport zur finalen Nominierung vor.

Sensationsergebnis von jungem Ungarn

Für das absolute Highlight sorgte jedoch der Ungar Zalan Pekler. Der Luftgewehrschütze schoss sagenhafte 637,1 Ringe, womit er die aktuellen Weltrekorde von Frauen (634,0) und Männern (633,5) pulverisiert hätte, der H&N-Cup ist jedoch nicht als offizieller Wettbewerb anerkannt. Kulla meinte nur: „Die ganze Halle hat ungläubig geguckt. Ich war noch nie auf einem Wettbewerb, auf dem so hoch geschossen wurde.“

Vom 24. bis 26. Januar folgen nun die Wettkämpfe der Erwachsenen mit zahlreicher deutscher Beteiligung. Für die Teilnehmer der Druckluft-EM in Breslau/POL (23. Februar bis 3. März) ist es zudem ein internationaler Härtetest.

Das deutsche Team

Gewehr

Frauen: Julia Simon, Anna Janßen, Sabrina Hößl, Jolyn Beer
Männer: Maximilian Dallinger, Sebastian Franz, Julian Justus, André Link
JuniorInnen: Larissa Weindorf, Melissa Ruschel, Franka Janßen, Luca-Marie Heuser, Johanna Tripp, Antonia Back, Alisa Zirfaß, Finja Kölling, Pascal Walter, Maximilian Ulbrich, Benedikt Mockenhaupt, Colin Fix, Dominik Fischer, Tom Barbe, Justus Ott, Max Braun >>> Nominierung steht aus

Pistole

Frauen: Julia Hochmuth, Monika Karsch, Andrea Heckner, Carina Wimmer
Männer: Michael Schwald, Robin Walter, Kevin Venta, Christian Reitz
JuniorInnen: Vanessa Seeger, Natalie Köhler, Tabea Ocker, Larissa Böck, Jan-Luca Karstedt, Sebastian Schulz, Nils Strubel, Soren Korn

Fett=EM-Starter in Breslau

23.01.2020 - 15:14

In einer zweiten Mail wird der Empfänger der E-Mail als Mitglieder des sich in Gründung befindenden Vereins angesprochen und Schwierigkeiten bei der Eintragung des Vereins angedeutet.

Tatsache ist, dass die Eintragungen auf der Seite www.transparenzregister.de kostenlos ist.

Aufgrund dieser am 21.01.2020 verschickten E-Mails der "Organisation Transparenzregister e.V. i.G." wird auf der Internetseite des Transparenzregisters deutlich darauf hingewiesen, dass diese Mails nichts mit dem Transparenzregister zu tun haben und die Eintragung kostenlos ist.

Des weiteren gilt nach § 20 Absatz 2 Geldwäschegesetz (GwG) die Eintragungspflicht in das Transparenzregister erfüllt, wenn sich die für das Transparenzregister erforderlichen Angaben u.a. aus dem Vereinsregister ergeben. Das ist bei eingetragenen Vereinen regelmäßig der Fall, so dass für diese Vereine noch nicht einmal eine Meldung an das Vereinsregister nötig ist.

"Ausnahmen von der Eintragungspflicht können nach § 20 Abs. 2 GwG bestehen, wenn sich die Angaben zu den wirtschaftlich Berechtigten bereits aus den im GwG genannten Dokumenten im Handelsregister oder anderen genannten öffentlichen Registern elektronisch abrufen lassen sowie bei börsennotierten Gesellschaften, die dem Gemeinschaftsrecht entsprechenden Transparenzanforderungen oder gleichwertigen internationalen Standards unterliegen."

Die zu Anfang im Raum stehende Gebühr zur Pflege des Transparenzregisters wurde zumindest für gemeinnützige Vereine u.a. aufgrund des Drucks des DSBs wieder zurückgenommen, so dass auch hier keinerlei finanziellen Verpflichtungen auf die Vereine zukommen.

Der Verbaucherschutz warnt ebenfalls vor diesen Mails der "Organisation Transparenzregister e.V." und rät von Reaktionen, Öffnen etwaiger Links, Antworten oder Zahlungen dringend ab.

22.01.2020 - 16:19

SV 1935 Kriftel  (HS): Angeführt von Super-Star Christian Reitz geht der SV 1935 Kriftel erneut als Nordmeister in das Bundesligafinale. Reitz wies natürlich den besten Ringschnitt seines Teams auf (386,75), aber natürlich besteht das Team nicht nur aus „Mr. Zuverlässig“. Auch die anderen Schützen schossen konstant und punkteten auf hohem Niveau, daraus resultierte die makellose Bilanz von 22:0-Punkten. Dennoch ist Trainer Detlef Glenz zurückhaltend und hat nur einen Wunsch: „Das Viertelfinale wollen wir gewinnen, dann dürfen wir noch zweimal schießen!“

Braunschweiger SG (NS): „Diese Bilanz fand auch ich ungewöhnlich“, kommentierte Bundesliga-Neuling Vanessa Seeger das bisherige Abschneiden ihres neuen Klubs. Schließlich dominiert die Braunschweiger SG seit Jahren mit Kriftel die Nord-Liga, den Titel beim Bundesligafinale konnte das niedersächsische Pistolen-Aushängeschild aber noch nie gewinnen. 2019 waren sie als Vizemeister ganz dicht dran. 2020 wird ein neuer Anlauf unternommen, und die Chancen stehen gut: Das Team wurde mit Jonathan Mader und Vanessa Seeger verjüngt, auf der Ausländerposition gibt es mit dem Ukrainer Oleg Omelchuk oder dem Inder Chaudhary Saurabh die Qual der Wahl, „sodass wir Top-Voraussetzungen haben, um die Bilanz endlich „aufzuhübschen“, so Seeger.

PSV Olympia Berlin (B): Nachdem die Berliner in der Vorsaison knapp dem Abstieg entronnen waren, ist der fünfmalige Titelträger wieder beim Bundesligafinale dabei. Und zwar deshalb, weil sich die Mannschaft von Trainer Robert Loke nach den beiden Auftaktniederlagen gegen Kriftel und Braunschweig nicht aus der Ruhe bringen ließ. Von den folgenden neun Partien wurde nur noch eine abgegeben, auch, weil das Team breit aufgestellt ist. In der Vorrunde kamen insgesamt zehn Schützen zum Einsatz, u.a. Uwe Potteck, Olympiasieger von 1976 mit der Freien Pistole.

Spsch Raesfeld (NRW): Zur Stelle sein, wenn andere „patzen“. Auch das ist eine wichtige Eigenschaft im Schießsport. Und nach dieser Devise gelang den Sportschützen Raesfeld am letzten Vorrunden-Wochenende der nicht mehr für möglich gehaltene Sprung zum Finale. Als Konkurrent Bassum zweimal patzte, packte das Team um den belgischen Spitzenschützen Bart Liebens zu und sicherte sich mit zwei deutlichen Erfolgen noch das Finalticket. Als Belohnung geht es nun gegen den Südmeister aus Waldkirch.

SV Waldkirch (BY): 2016 feierte der SV Waldkirch mit dem Gewinn des Bundesligatitels den größten Erfolg in seiner Vereinsgeschichte. Ort des historischen Moments: Rotenburg an der Fulda. Deswegen sind die Verantwortlichen und das Team euphorisch, denn es geht wieder an die Stätte des Erfolgs. Und das definitiv nicht als Außenseiter, denn Waldkirch qualifizierte sich als Südmeister für das Finale. Dabei glänzte das Team nicht mit einem „Wunderschützen“, sondern mit einer sehr ausgeglichenen Mannschaft, in der von Position eins bis fünf jeder die „magische“ Grenze von 380 Ringen übertreffen kann.

SV Kelheim-Gmünd (BY): Dreimal konnte der SV Kelheim-Gmünd bislang das Bundesligafinale gewinnen, das letzte Mal 2017. Und auch 2020 zählt der Verein um Rio-Silbermedaillengewinnerin Monika Karsch zu den Favoriten. Punktgleich mit Waldkirch beendeten die Bayern die Vorrunde, der Wechsel auf der Trainerposition – Tobias Piechaczek übernahm von Sebastian Rosner – tat der Erfolgsserie keinen Abbruch. Mit Damir Mikec stellt das Team einen der besten Liga-Schützen überhaupt, der Serbe wies nach acht Einsätzen einen Schnitt von 387,63 Ringen auf.

SGi Ludwigsburg (WT): Im vergangenen Jahr sicherte sich die SGi Ludwigsburg erstmals den Deutschen Mannschaftstitel. Favorit war das Team damals nicht und ist es auch 2020 nicht. Denn Ludwigsburg schloss die Vorrunde „nur“ als Dritter ab und bekommt es im Halbfinale deshalb schon mit den starken Braunschweigern zu tun. Aber natürlich ist der Titelverteidiger nicht zu unterschätzen! Mit Aaron Sauter gab es vor Saisonbeginn einen starken Neuzugang, das Team agiert als Einheit und hat auf allen Positionen Schützen, die über sich hinaus wachsen können.

SV Murrhardt-Karnsberg (WT): Premiere in Rotenburg an der Fulda! Erstmals hat sich der SV Murrhardt-Karnsberg für das Bundesligafinale qualifiziert. Demzufolge euphorisch, aber ohne Druck wird der Süd-Vierte in das Viertelfinale gegen die favorisierten Krifteler gehen. Die Schützen des Teams sind aber alles andere als Bundesligafinale unerfahren: Wolfgang Renner, Tobias Heider, Leo Braun, Patrick Lengerer und Dirk Ruiken wurden allesamt bereits Meister mit anderen Vereinen, (Dauer-B)Renner gleich siebenfach mit der SGi Waldenburg.

22.01.2020 - 14:32

Alle Monatssieger 2019 finden Sie noch einmal an dieser Stelle im Überblick. Die Übersicht zeigt, wie vielfältig der DSB aufgestellt ist und was für tolle Menschen bzw. Aktionen es dort gib.

So können Sie an der Abstimmung teilnehmen:

  • Senden Sie eine E-Mail mit „Betreff: Stiller Star des Jahres 2019“ und der Nennung ihres Favoriten bis spätestens 20. März 2020 formlos an stillerstar(at)dsb.de
  • Der Deutsche Schützenbund und die Deutsche Schützenzeitung werden über das Ergebnis der Abstimmung umgehend informieren.
  • Teilnahmeberechtigt sind alle Abonnenten der Deutschen Schützenzeitung, des DSB-Newsletters sowie alle Bogen- und Schießsport-Fans.
  • Jeder darf nur eine Stimme für (s)einen Stillen Star abgeben. E-Mails mit mehreren abgegebenen Stimmen können leider nicht berücksichtigt werden.

Und das sind die Stillen Stars Monatssieger 2019

19/01: Volker Dumhard - Mit jedem Stein per „Du“
19/03: BSV Blau-Weiß 05 Bochum-Oberdahlhausen - Jugendliche Eigeninitiative für guten Zweck
19/04: Helmut Langheinrich - „Für meine Kinder gehe ich durchs Feuer“
19/05: Heinz Jauert - Man sieht nur mit dem Herzen gut
19/06: SC 1898 Tauberfeld - Gemeinsam Gutes tun für die Umwelt
19/07: Daniel Posyniak - Jugendarbeit mit Ausdauer und Herzblut
19/08: Ursula Koch - 60 Jahre Engagement für die SG Nieder-Klingen
19/09: Heinz-Peter Urbach - 25 Jahre pures Engagement für die Reuschenberger Schützen
19/10: Schützenverein Straßdorf - Ein Tag für den guten Zweck
19/11: Steffen Fecke - Enormer Einsatz für die DKMS
19/12: SV Wonsheim - Benefiz-Schießen in Gedenken an Kameraden

21.01.2020 - 08:41

Dein Team hat in dieser Saison 48 von 55 möglichen Einzelpunkten geholt – eine beeindruckende Bilanz! Was macht für dich persönlich ein gutes Bundesligateam aus?
Sven Martini: „Der Zusammenhalt. Alle können sich sicher sein, Teil des Teams zu sein – auch wenn sie mal schlecht geschossen haben. Wichtig ist zudem ein gleichbleibendes Leistungsniveau, so dass sich jeder auf jeden verlassen kann, denn Einer würde es immer richten. So weiß jeder: man ist nicht allein verantwortlich über Erfolg und Misserfolg.“

Vor allem Michaela Kögel und Andreas Renz haben sich in dieser Saison extrem gesteigert. An was habt ihr gearbeitet?
Sven Martini: „Wir haben die Anschlagsstabilität, das Abziehen, Zielen und Nachhalten verbessert. Es waren viele kleine Faktoren. Sie waren vorher schon gut, konnten jetzt aber im Schnitt noch einmal drei Ringe drauflegen.“

Das ist sehr viel auf diesem Niveau…
Sven Martini: „Sie haben auch mental an Sicherheit gewonnen. Bei Michaela und Andreas fällt die Entwicklung vielleicht am meisten auf, aber alle haben sich gesteigert. Ich bin immer noch ganz baff, dass das so geklappt hat, aber ich denke, in Moment laufen viele Sachen zusammen, die wir uns über die Jahre erarbeitet haben. Ich bin froh, dass es jetzt so klappt, denn das kann man nie voraussehen.“

Wie sieht ein Bundesligatraining bei euch aus?
Sven Martini: „Wir machen viel wettkampfnahes Training, tauschen uns aus, wie die Vorgehensweise eines jeden vor dem Wettkampf ist. Der eine braucht Ruhe, der nächste geht raus, ein anderer hört Musik – jeder hat sein Prozedere. Und aus all den Informationen baut sich jeder seine Struktur zusammen. Dadurch, dass sich alle so verbessert haben und alle punkten können, ist die Verantwortung des Einzelnen nicht so groß.“

Wenn man weiß, dass es einen Unsicherheitsfaktor in der Mannschaft gibt, steigt der Druck sofort.
Sven Martini: „Man hat das bei unserem Heimwettkampf gemerkt. Unser junger Dominik Schwarzer hat dort einen Einsatz bekommen, und man hat diese Veränderung dem Team angemerkt. Sie haben nicht gleich zu schwimmen begonnen, aber es war ein Thema.“

Wie oft schafft ihr es, gemeinsam zu trainieren?
Sven Martini: „Einmal die Woche, denn wir haben keinen Profi in unserer Mannschaft, alle haben noch einen anderen Beruf. Im Training wird dann um jedes Zehntel gehackt, sie stacheln sich damit gegenseitig an.“

Ein gesunder Konkurrenzkampf?
Sven Martini: „Gesund ist der richtige Ausdruck. Es wird viel gewitzelt. Klar wird ab und zu gestichelt, denn jeder will gut sein, aber alles auf einer Spaßebene. Alle freuen sich füreinander.“

Ihr seid in dieser Saison bisher ungeschlagen. Gibt es dennoch etwas, mit dem du noch nicht ganz zufrieden bist? Oder wo siehst du noch Potenzial?
Sven Martini: „Antonia (Back; Anm. d. Red.) ist frisch zu uns gekommen und wir konnten ihr schon ein paar Dinge lernen, die sie nutzen kann, aber sie ist eine richtig Gute. Für die Liga ist sie extrem gut geeignet, weil sie schnell ist und immer die erste Chance nutzt, nie lange fackelt. Sie ist für die Liga Gold wert. Bei Florian (Krumm; Anm. d. Red.) müssen wir noch versuchen, ihm ein bisschen einen Wettkampf-Plan mit an die Hand zu geben, um mehr Stabilität in die Ergebnisse zu bringen, dann kann auch er noch etwas drauflegen. Wir haben noch Reserven.“

Du selbst konntest in diesem Jahr häufig nicht selbst bei der Bundesliga vor Ort sein, hast deine Mannschaft aber anscheinend immer richtig auf die Wettkämpfe eingestellt. Wie hast du das geschafft?
Sven Martini: „Durch meinen Beruf habe ich nicht viel Zeit am Wochenende, aber das war Teil des Agreements. Aber dadurch, dass alles erfahrene Schützen sind, die sich von den Bezirksligen hochgearbeitet haben, wissen die, was zu tun ist. Ich muss nicht hintendran rumlaufen.“

Und wie geht es dir dann, wenn du von Zuhause aus mitfiebern musst?
Sven Martini: „Ich zittere mit, denn ich sehe die Sachen immer viel knapper, als sie am Ende wirklich sind.“

Mit Elavenil Valarivan habt ihr nicht nur die Nummer eins der Welt, sondern auch eine Garantin für Höchstleistungen am Start. Die indischen Sportschützen dominieren die Welt – was macht die Bundesliga für sie attraktiv und was können wir uns von den indischen Topsportlern abschauen?
Sven Martini: „Bundesliga ist für jeden attraktiv, denn diesen Wettkampfmodus kannst du im Training nicht simulieren. Hier haben sie 80 Schuss extremes Finaltraining. Das motiviert jeden internationalen Schützen, in die Bundesliga zu kommen. Indien hat seit dem Erfolg von Abhinav Bindra und Gagan Narang eine unglaubliche Masse an Schützen, aber sie nutzen auch ihr Potenzial. 10.000 Leute treten dort z.B. bei der nationalen Meisterschaft an, da kann es schon einmal sein, dass 1500 Männer im Luftgewehr teilnehmen, da ist jeder motiviert. Wir müssen die Bundesliga wieder nutzen, um uns selbst zu entwickeln.“

Im Finale geht es wieder bei null los. Für euch geht es gleich gegen den Deutschen Meister von 2017/18, SB Freiheit, der einen unglaublichen Willen im Kampf um den Einzug ins Finale bewiesen hat. Wie schätzt du eure Chancen ein, und wer ist für dich der gefährlichste Gegner?
Sven Martini: „50:50. Es kommt auf die Tagesform an und wer am besten mit den Bedingungen vor Ort zurechtkommt. Der, der am Ende weniger Druck hat, wird das Ding gewinnen. Ich sehe uns nicht als Favorit, aber auch nicht als Underdog. Freiheit ist nicht so stark wie vor zwei Jahren, aber immer noch stark genug, um uns zu schlagen. Wir müssen leider höchstwahrscheinlich auf Ela verzichten, da sie an der Olympia-Ausscheidung in Indien teilnimmt und auf jemand anderen zurückgreifen.“

Im letzten Jahr habt ihr das Finale verpasst, in diesem Jahr gehört ihr zu den Favoriten auf den Sieg. Wie lautet deine kleine Kampfansage fürs Finale?
Sven Martini: „Vom Papier her müsste Kevelaer gewinnen! Elsen und wir sind stark, Fürth hat im letzten Jahr überrascht, Saltendorf ist in letzter Zeit stark geworden, aber wir wollen auf jeden Fall eine Medaille. Wir haben die Südliga dominiert, aber ich glaube auch, weil wir die schwersten Gegner am Anfang hatten und die uns nicht ernst genommen haben, sie schießen jetzt viel besser. Jetzt im Finale ist alles offen, denn jeder ist fokussiert."

Wir sind gespannt…
Sven Martini: „Finale ist geil. Ich freue mich darauf!“

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