Der Trainingsbetrieb ist unter leichten Einschränkungen möglich. Aktuell können jedoch keine weiteren Mitglieder aufgenommen werden.
15.11.2021 - 16:19

„Wir mussten kurzfristig die Reißleine ziehen und die Variante der Videokonferenz wählen. Das hatten wir uns alle anders vorgestellt, aber die Gesundheit geht vor“, eröffnete Präsident Hans-Heinrich von Schönfels die Sitzung.

In seinem Bericht hob von Schönfels hervor, dass 2021 endlich wieder Veranstaltungen stattgefunden hätten, vor allem bundesweit die Deutschen Meisterschaften und das Bundes(jugend)königsschießen in Suhl. Dabei sei äußerst erfreulich, dass sich die DM in München mit über 9.000 Starts zu keinem Hotspot entwickelt habe und es keinerlei Vorkommnisse gegeben hätte. Das Abschneiden der DSB-Athleten bei den Olympischen Spielen in Tokio kommentierte von Schönfels mit den Worten: „Trotz vieler Finalteilnahmen stachen unsere Asse dieses Mal nicht!“

Sport: Aufarbeitung von Tokio 2020 läuft
Die Auswirkungen von Tokio schlugen sich auch in der PotAS-Gesamtbewertung nieder. Darauf ging Sportdirektor Heiner Gabelmann intensiv ein. So sei der DSB auf dem finalen siebten Platz aller 26 olympischen Sportverbände eingruppiert und erhalte einen finanziellen Aufwuchs von 6,8% in der Jahresplanung. Diese seien jedoch disziplingebunden, sodass Eigenmittel eingesetzt werden müssten, „damit wir z.B. die Bogen-Männer genauso fördern können wie die Bogen-Frauen.“ Generell laufe noch die Auswertung mit den Bundestrainern und den zuständigen Ausschüssen, es sei aber klar, dass „wir in einigen Disziplingruppen erhebliche Defizite haben, die wir aufarbeiten müssen“, so Gabelmann.

Blei: Das Thema beschäftigt den DSB
Sowohl Präsident von Schönfels, als auch Walter Wolpert (Vizepräsident Recht) und Bundesgeschäftsführer Jörg Brokamp widmeten sich dem Thema „drohendes Bleiverbot“. Von Schönfels schilderte zunächst, dass die Umweltministerkonferenz (UMK) ohne jegliche Anhörung von Schießsportverbänden oder den Sportpolitikern beschlossen hätte, „die Verwendung bleihaltiger Munition in Deutschland völlig zu verbieten.“ Gemeinsam mit dem Deutschen Olympischen Sportbund und dem Deutschen Skiverband sei man daraufhin aktiv geworden, um einerseits möglichst eine Anpassung des UMK-Beschlusses, andererseits ein entsprechendes Gegengewicht der Sportministerkonferenz zu erwirken. Dabei ging er auch auf die tatkräftige Unterstützung der Landesverbände, hier insbesondere die Initiativen des Bayerischen Sportschützenbundes und des Rheinischen Schützenbundes, ein. „Wir werden gemeinsam alle unsere Kontakte nutzen, um diese voreilige Entscheidung zu verhindern“, so der Präsident. Und auch auf europäischer Ebene wird man sich weiter intensiv in das Restriktionsverfahren der Europäischen Chemikalienagentur ECHA einbringen, "um uns möglichst breit aufgestellt auf nationaler und internationaler Ebene an diesem für unseren Sport zukunftsweisenden Thema zu beteiligen und für unsere berechtigten Interessen zu kämpfen", so Vizepräsident Wolpert abschließend.

Wir werden gemeinsam alle unsere Kontakte nutzen, um diese voreilige Entscheidung zu verhindern!

DSB-Präsident Hans-Heinrich von Schönfels zur Entscheidung der Umweltministerkonferenz, Blei gänzlich zu verbieten

Zukunft: Agenda 2025 und Personal
Das Thema Blei ist ein aktuelles und zukünftiges Thema und spielt sicherlich auch eine Rolle bei der „Agenda 2025“. Die zuständige Arbeitsgruppe unter Leitung von Prof. Marcus Stumpf (Vizepräsident Verbandsentwicklung/Ethik) und das Präsidium beschäftigen sich intensiv mit diesen für den Verband so wichtigen Inhalten wie Leistungssport, eSport und Verbandsstruktur. Dazu gebe es im nächsten Februar eine gesonderte Klausurtagung des Präsidiums mit dem Schwerpunkt Struktur, erläuterte Stumpf.

Eine Struktur soll Personen unabhängig funktionieren; einen Überblick über Personalfragen gab Brokamp in seinem längeren Beitrag. „Aktuell suchen wir einen neuen Pistolen-Bundestrainer, einen Bundesstützpunkttrainer Bogen in Berlin und Pistole in Wiesbaden sowie einen Bundesstützpunktleiter in Frankfurt/Oder.“ Zudem gäbe es bereits Bewerbungen für den im nächsten Jahr ausscheidenden Sportdirektor Heiner Gabelmann, „da wollen wir noch in diesem Jahr erste Gespräche führen“, so Brokamp. 
Mit Nicole Fetting kann der DSB dagegen bereits fest planen. Die ehemalige Generalsekretärin des Deutschen Volleyball-Verbandes beginnt am 15. Dezember ihre Tätigkeit als Bundesstützpunktleiterin in Wiesbaden/Frankfurt und löst Andreas Friedrich ab. Dieser nimmt die Position des stellvertretenden DSB-Geschäftsführers ein, eine seit 18 Jahren vakante Stelle. Von Schönfels dazu: „Allein durch die ständig steigenden Anforderungen im administrativen Bereich sowie bei der Gesamtbetrachtung der nachgewiesenen Qualität der Kandidatin und des Kandidaten halten wir diese Rochade für einen guten Schachzug.“

Wir wollen in diesem Jahr noch erste Gespräche führen!

Bundesgeschäftsführer Jörg Brokamp zur Nachfolgeregelung des Sportdirektors im nächsten Jahr

Laudatio auf den scheidenden Klaus Dieter Groß
Und dann wurde es etwas emotional. Hans-Heinrich von Schönfels hielt eine Laudatio auf Klaus Dieter Groß, den Leiter des Finanz- und Rechnungswesens im DSB, der im Frühjahr 2022 mit Erreichen des Rentenalters ausscheiden wird. Die Verdienste von Klaus Dieter Groß  in den letzten fast 20 Jahren seiner Tätigkeit sind zahlreich, sein Beitrag hin zu einer soliden finanziellen Entwicklung und Absicherung des Verbandes kann nicht hoch genug bewertet werden. Weitsichtige finanzwirtschaftliche Veränderungen, die Einführung eines modernen Controllings und nachhaltigen Sparkurses zum Aufbau wichtiger Rücklagen für übergeordnete Projekte des Verbandes prägten seine Dienstzeit im DSB. Sein "Meisterstück", so formurliete es Präsident von Schönfels, lieferte Klaus Dieter Groß in den letzten Jahren mit der erfolgreichen Projektverantwortung für den Bau des neuen Bundesstützpunktes in Wiesbaden ab. Und das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen. Der Präsident schloss mit den Worten: "Ihnen gilt der ganz besondere Dank des Verbandes und der Mitglieder der heutigen Versammlung"  und übergab einen Blumenstrauß, einen guten Tropfen und viel Applaus. Groß, der an seiner letzten Gesamtvorstandssitzung teilnahm, bedankte sich für das fast 20-jährige Vertrauen in seine Arbeit und die erfolgreiche Zusammenarbeit. Eine offizielle Verabschiedung im Kreise der Belegschaft und enger Weggefährten ist für Februar nächsten Jahres geplant. 

Termine: Deutscher Schützentag 2031 in Berlin
Und noch weiter in die Zukunft ging es bei einem Antrag des Schützenverbandes Berlin-Brandenburg. Der bewarb sich um den Deutschen Schützentag 2031 und erhielt den Zuschlag. Somit heißen in den nächsten Jahren die Stationen der wichtigsten Zusammenkunft im Deutschen Schützenbund: 2023 im Heidekreis (Niedersächsischer Sportschützenverband), 2025 in Schwäbisch Gmünd (Württembergischer Schützenverband), 2027 in Schwerin (Landesschützenverband Mecklenburg-Vorpommern), 2029 in Gotha (Thüringer Schützenbund) und 2031 in Berlin.

15.11.2021 - 10:00

Süden: Hitzhofen-Oberzell feiert „Schützenfest“
Trotz der ganzen Umstände feierten ca. 200 Zuschauer bei der SV Hitzhofen-Oberzell ein sprichwörtliches Schützenfest. Die heimischen Bundesligaschützen setzten sich souverän 5:0 gegen ein stark ersatzgeschwächtes HSG München durch, bei dem sogar Trainer Detlef Polter zum Sportgerät greifen musste. Sportleiter Michael Steiger zollte seinem und dem gegnerischen Team seinen Respekt: „Die Ergebnisse unserer jungen Mannschaft lassen sich sehen, aber wir danken auch der HSG München, dass sie sich trotz aller Umstände und Widrigkeiten nicht kampflos aufgaben, sondern es uns als Gastgeber ermöglichten, uns den Heimfans zu präsentieren.“ Auch Andrea Heckner zeigte sich von der Atmosphäre begeistert, die Kaderschützen stand am Ende alleine am Stand und wurde von dem Publikum mit siebenminütigem Dauerapplaus begleitet: „Es ist richtig geil, einen ganzen Ort hinter sich zu wissen und zu hören!“

Es ist richtig geil, einen ganzen Ort hinter sich zu wissen und zu hören!

 

Andrea Heckner zu der Unterstützung der heimischen Fans

Auch die zwei anderen Begegnungen in Hitzhofen waren Werbung für den Schießsport. Zunächst fiel zwischen der SSG Dynamit Fürth und dem SV Waldkirch die Entscheidung im Stechschuss: Sandra Reitz siegte mit 9:8 gegen Klaudia Bres und sorgte somit für den vielumjubelten 3:2-Sieg ihres Teams, das nun mit 8:2-Punkten auf Rang drei liegt: „Es ist fast Halbzeit in der Saison und wir stehen auf dem dritten Platz. Wir haben dieses Jahr das Potenzial, auch knappe Wettkämpfe am Ende für uns zu entscheiden. Bereits zweimal mussten wir in dieser Saison in das Stechen um den Mannschaftspunkt und sind jedes Mal als Sieger hervorgegangen. Wenn wir das Finalticket lösen wollen, müssen wir jetzt weiter fokussiert bleiben und von Match zu Match denken“, konstatierte Teamchef Gordon Krause.

Die Sgi Waldenburg siegte ebenfalls mit 3:2 gegen KKS Hambrücken und weist auch 8:2-Zähler auf.

Übertroffen werden die Teams nur von dem SV Kelheim-Gmünd und dem ESV Weil am Rhein: Beide Klubs haben eine „weiße Weste“, auch wenn sich die Weiler gegen die SGi Ludwigsburg mächtig strecken mussten. Den 3:2-Sieg sicherten die Schützen auf den Positionen drei bis fünf, Pavel Svetlik, Patrick Meyer und Nathalie Schelken.

Ganz am Tabellenende gab es Auftatmen bei der SG Edelweiß Scheuring. Mit 5:0 wurde Konkurrent SV Willmandingen klar in die Schranken gewiesen, die Erleichterung war bei Oliver Balg riesengroß: „Im fünften von elf Wettkämpfen, die ersten Punkte zu erkämpfen, war für das Mindestziel "Klassenerhalt", gegen einen Mitabstiegskandidaten, für Scheuring extrem wichtig. Mit den kurzfristig verschärften Corona Regelungen in Baden-Württemberg auf 2G musste zudem die Mannschaft erneut umgestellt werden, aber die Mannschaft hat Moral bewiesen und auf zwei Positionen sogar persönliche Saison-Bestleistung erzielt.“ Vor allem die 382 Ringe von David Probst sind hervorzuheben.

Nord: Fahrdorf jubelt über Saisonpremiere
Während im Süden wohl noch sieben Teams um die vier Finalplätze kämpfen, trennt sich im Norden bereits ein wenig die Spreu vom Weizen. Die vier Teams Freischütz Wathlingen, SV 1935 Kriftel (jeweils 10:0-Punkte), SV GK Hannover und PSF Olympia Berlin (jeweils 8:2-Punkte) haben bereits ein kleines Punktepolster auf die Konkurrenz.

Zu sicher dürfen sich die Teams jedoch nicht sein, das zeigt allein der Wettkampf des Spitzenreiters Wathlingen beim Tabellenschlusslicht SV Hegelsberg-Vellmar. Zwar siegten die Wathlinger mit 4:1, doch das Match wurde auf zwei Positionen mit lediglich einem Ring Differenz entschieden, und das Schlusslicht hatte am Ende mit 1824:1821 gar drei Ringe mehr aufzuweisen.

Wir sind natürlich sehr zufrieden, dass uns mit diesem Sieg ein kleiner Befreiungsschlag gelungen ist!

 

Karl-Heinz Wolff zum ersten Saisonsieg seiner Fahrdorfer

Erleichterung machte sich bei den Sp.Sch. Fahrdorf breit. Das 4:1 gegen die Sp.Sch.St.Seb.Pier2000 war der erste Saisonerfolg. Trainer Karl-Heinz Wolff meinte zur Premiere seines konstant schießenden Quintetts (1846 Ringe): "Wir sind natürlich sehr zufrieden, dass uns mit diesem Sieg ein kleiner Befreiungsschlag gelungen ist. So schlecht wie vor dem Match gegen Pier haben wir in der zwanzigjährigen Bundesliga-Zugehörigkeit noch nie dagestanden. Allerdings waren die bisherigen Gegner auch die dicksten Brocken der Liga. Jetzt müssen wir sehen, dass wir in den noch ausstehenden Matches gegen Gegner auf Augenhöhe, die nötigen Punkte zum Klassenerhalt einfahren.“

12.11.2021 - 13:34

www.sporthotel-treffpunkt.de lautet die Homepage, die sich Interessierte in und um Wiesbaden notieren sollten. Denn der Gebäudekomplex bietet nicht nur Sport- und Bogenschützen perfekte Bedingungen, sondern sollte auch für die breite Öffentlichkeit ein lohnendes Ausflugsziel sein.

Mittagstisch und Spezialangebote

Seien es die (behindertengerechten oder barrierefreien) Zimmer, die natürlich online buchbar sind, der tägliche Mittagstisch von montags bis freitags mit abwechselnder Küche und einem Angebot von 12 Euro (All you can eat!). Oder aber die saisonalen Spezialangebote, wie das aktuelle „Gans ganz lecker“.

Selbstverständlich sind auch Tagungen, Firmen- oder private Feiern möglich. Das Sporthotel TREFF PUNKT ist für alle da und möchte bei allen Gästen einen Volltreffer landen.

11.11.2021 - 13:50

Norden: Die Aufsteiger als Gastgeber
Am entspanntesten der vier Gastgeber dürften die Hannoveraner an die Schießlinie treten. Der Klub rangiert mit 6:2-Punkten auf Rang drei und schickt sich an, gleich in der ersten Erstligasaison in das Bundesligafinale einzuziehen. Überraschend ist das nicht, denn ein Großteil der Mannschaft kam vom Deutschen Meister aus Braunschweig. Vor dem Duell gegen die SpSch Raesfeld (4:4-Punkte) freut sich Trainer Philip Bernhard vor allem auf diverse Premieren: „Wir freuen uns in der Finalhalle des Bundesstützpunktes Hannover auf einen spannenden Wettkampftag, viele neue Erfahrungen und einen hoffentlich erfolgreichen Verlauf für unser Team. Zum ersten Mal wird die ganze Mannschaft anwesend sein und sich dem Verein vorstellen, denn auch hier sind ja viele neue Gesichter dabei. In Zukunft wollen wir das noch größer gestalten und abends auch für die Vereine wieder einen netten Abend mit einem großen „Come-Together“ bei unserem ansässigen Wirt durchführen, nur dieses Jahr lässt das Corona leider nicht zu.“
Richtungsweisend könnte es werden, wenn es die Teams des PSV Olympia Berlin (6:2) und des SV Schirumer Leegmoor (4:4) miteinander zu tun bekommen.

Auch Wathlingen als Tabellenführer ist schlagbar!

Christian Hollstein (SV Hegessberg-Vellmar) und sein Team gehen selbstbewusst in den Heimwettkampf

Beim Aufsteiger in der Nähe Kassels steht noch die Null. Und ausgerechnet beim Heimwettkampf geht es gegen Tabellenführer Freischütz Wathlingen. Ein aussichtsloses Unterfangen? Christian Hollstein sieht das nicht so: „Die Stimmung in der Mannschaft ist sehr gut, und es stehen uns derzeit alle Mannschaftsschützen zur Verfügung. Wir haben in den letzten vier Wettkämpfen gut gekämpft, und hatten starke Gegner, die leider immer besser waren als wir. Aber es kommen ja noch sieben Mannschaften, gegen die wir gewinnen können. Auch Wathlingen als Tabellenführer ist schlagbar. Unser Motto lautet: "Wer nicht kämpft, der ist schon abgestiegen!"
Spannend dürfte zudem das Aufeinandertreffen der Tabellennachbarn Bassum und Uetze (beide 2:6-Punkte) zugehen – der Sieger verschafft sich etwas Luft im Abstiegskampf.

Süden: Der Heimwettkampf als persönliches Saison-Highlight
Der SV Willmandingen war zuletzt arg gebeutelt: Eine Grippewelle hatte große Teile der Mannschaft außer Gefecht gesetzt, das Team musste das letzte Doppel-Wochenende kampflos hergeben. Dazu kommt, dass der Heimwettkampf bei Bundesliga-Konkurrent Altheim-Waldhausen ausgetragen wird. Zumindest personell sieht es wieder besser aus, und Sportleiter Marco Deh blickt dem Wettkampf gegen das ebenfalls noch punktlose SV Edelweiß Scheuring optimistisch entgegen: „Das Team ist – Stand heute – zum Glück wieder fit und startbereit. Wir freuen uns natürlich auf die Begegnung gegen Scheuring. Uns ist aber auch bewusst, dass wir nur gegen Mannschaften punkten können, die sich von der Leistung in unserer Region bewegen. Deswegen wird der Wettkampf gegen Scheuring nicht gerade einfach für uns werden. Um unser Ligaziel zu erreichen, nämlich den Klassenerhalt, würde ein Sieg gegen Scheuring uns schon sehr viel bedeuten und uns unserem Ziel einen kleinen Schritt näherbringen.“
Eigentlich klingt SGi Ludwigsburg gegen ESV Weil am Rhein nach Spitzenduell, doch die Ludwigsburger, Titelträger von 2019, haben noch keinen Rhythmus gefunden und sind ein weiteres von insgesamt vier noch sieglosen Teams in der Südstaffel. Ganz anders der ESV, der neben dem SV Kelheim-Gmünd einzig ungeschlagenes Team im Süden ist.

Wir freuen uns riesig, zum ersten Mal die 1. Bundesliga in Hitzhofen zu Gast zu haben!

Sportleier Michael Steiger (Hitzhofen-Oberzell) gibt die Stimmung im Verein wider

Hoch zufrieden mit dem Saisonstart ist Aufsteiger SV Hubertus Hitzhofen-Oberzell. Bereits vier Zähler stehen auf der Habenseite, und wenn es nach Sportleiter Michael Steiger geht, sollen am Wochenende auf der eigenen Schießanlage zwei Punkte gegen die HSG München (6:2) dazukommen: „Wir wollen selbstverständlich einen Sieg einfahren, zumal mit der Unterstützung unserer heimischen Fans im Rücken. Wir freuen uns riesig, zum ersten Mal die 1. Bundesliga in Hitzhofen zu Gast zu haben und haben den Wettkampf im Vorfeld mit Plakaten, Flyern und auf Social Media beworben.“ Wie hoch der Stellenwert des Heimspiels ist, verdeutlicht die Aussage von Spitzenschütze Paul Fröhlich: „Der Heimwettkampf ist mein persönliches Highlight der Ligasaison. Wir tun alles dafür, dem Publikum einen unvergesslichen Wettkampf zu liefern und hoffen, die Münchener schlagen zu können."
In Hitzhofen dürfte es eh „hitzig“ zugehen, denn mit SSG Dynamit-Fürth vs. SV Waldkirch (beide 6:2) sowie Sgi Waldenburg (6:2) vs. KKS Hambrücken (4:4) sind vier weitere Teams im Einsatz, die definitiv Kandidaten für das Bundesligafinale am 5./6. Februar in der ratiopharm arena in Neu-Ulm sind.

11.11.2021 - 11:42

Am 16. Oktober war es dann so weit: 28 Kinder und deren Betreuer trafen sich am Schützenheim in Reichenbach. Hier wurden die Kinder in drei Gruppen eingeteilt und starteten zeitversetzt. Mit Hilfe des ersten Hinweises musste die Gruppe gemeinsam den Weg zum Startpunkt finden. An diesem Punkt erfuhren die Kinder, dass sich hinter dieser Aktion ein prekärer Fall versteckte. Im Ort, so hieß es, treibt sich ein Zauberer herum. Er hatte einen Fluch über den Schützenverein gelegt, indem er wichtige Mitglieder der Vorstandschaft verzaubert hatte und im Wald versteckt hielt. Sollten diese nicht wiedergefunden werden, wäre der Verein für immer verloren. Das wollte man auf keinen Fall riskieren. Und schließlich lockte der Schützenmeister Willi Zankl auch mit einem Schatz.

Zu den Herausforderungen gehörten z.B. Bogenschießen, Blasrohrschießen, Suchspiele, ein Niederseilgarten, Schätzfragen und Rätsel. Diese Hinweise führten zur letzten und schwierigsten Aufgabe des Nachmittags. Der Teamgeist und die Geschicklichkeit der Schatzsucher wurde bei der Teppichübung unter Beweis gestellt. Hier musste ein imaginär fliegender Teppich umgedreht werden, ohne diesen zu verlassen. Schützenmeister Willi wartete schon sehnsüchtig auf seine Befreiung. Natürlich wurde auch diese Übung ohne Probleme gemeistert! Die Hinweise am Teppich ergaben einen Hinweis, der zum Versteck des Zauberers führte. „Mist, Mist, mein Zauber ist gebrochen!“ Der aufgespürte und verärgerte Zauberer Nik ließ nach seiner Entdeckung seiner Wut freien Lauf. Sehr zum Spaß und zur Freude der Kinder natürlich, die ihn, nunmehr seiner Kraft beraubt, zu Schützenmeister Willi Zankl brachten und sich ihren gehobenen Schatz abholten.

Damit ging eine Ideenreiche Kampagne zu Ende und die „Retter des Schützenverein Hubertus“ machten sich auf den Weg zurück nach Reichenbach. Wir bedanken uns bei allen Helfern für die Durchführung, ohne diese Unterstützung wäre das nicht möglich gewesen. Des Weiteren bedankt sich die Jugendleitung bei den Eltern für das Vertrauen und bei den Kindern für die Teilnahme.

Und der DSB bedankt sich für das Einreichen dieses Beitrages im Rahmen der Kampagne "Comeback der Schützenvereine", der zeigt, dass mit Kreativität Vieles möglich ist.

(SV Hubertus Reichenbach)

10.11.2021 - 15:49

Damit ist auch skizziert, dass die Bundesliga insgesamt wieder einen breiten Raum in der DSZ einnimmt, endlich bietet sich das wieder an. Neben der Berichterstattung über die ersten vier Wettkämpfe jedes Vereins in den Disziplinen Luftgewehr und Luftpistole finden Sie auch die Vorberichterstattung auf die Bogen-Bundesliga im Blatt – wie gewohnt mit allen Terminen und Steckbriefen.

Doch die Schieß- und Bogensportsaison hatte national erst im Herbst so richtig an Fahrt aufgenommen. Und deshalb gibt es in der Oktober-Ausgabe auch Berichte über den zweiten Teil der Deutschen Meisterschaften in Hochbrück sowie die nationalen Titelkämpfe in den Disziplinen 300 Meter, Bogen 3D und Target Sprint. Berichte über den Erfolg des Comeback-Wochenendes und die Einweihung des Bundesstützpunktes in Wiesbaden mit einem großen Aufgebot an Prominenz gehören ebenfalls zum Inhalt. International bedeutsam, und zwar gerade aus deutscher Sicht, waren die Junioren-Weltmeisterschaften Sportschießen im peruanischen Lima sowie das Westcupfinale Bogen in Yankton – auch hierüber informiert Sie die DSZ in dieser Ausgabe.

Wer sich eigens das kommende Heft sichern möchte – oder eine frühere Ausgabe – hat online die Bestellmöglichkeit unter www.uzv.de, und er kann wählen zwischen gedruckter und digitaler Form.

09.11.2021 - 12:11

Denn in der Digitalversion kommt die Zeitschrift gratis daher. In der letzten Ausgabe – und auch auf dieser Seite – ist mehrfach der QR-Code abgebildet. Einfach einscannen mit dem Smartphone, es erscheint eine vorformulierte Mail, in der Sie nur noch ihre Mail-Adresse – die ist unbedingt notwendig, gern auch Ihren Namen eintragen müssen, letzteres ist freiwillig. Sie können auchohne Scan eine Mail schicken an fabo(at)uzv.de. Damit haben Sie sich schon für den Bezug der „FaBo“ angemeldet und bekommen immer dann per Mail eine Nachricht, wenn eine neue Ausgabe erschienen ist. Und die können Sie sich mit einem weiteren Klick ansehen und auch herunterladen, übrigens nicht nur mit dem PC, sondern auch anderen Geräten wie Tablet, iPhone- oder Android-Handy.

Auch inhaltlich erhalten Sie mehr. Durch Verlinkungen sehen Sie Videos zum Thema, landen im Shop von Unternehmen oder schauen sich Erklärvideos etwa zur Ausrüstung an. Ausführlich erfahren Sie in der Ausgabe 4 dieses Jahres der Faszination Bogen, was Sie im neuen Jahr erwartet. Dazu lesen Sie natürlich auch spannende Geschichten etwa über den einzigen deutschen Bogenschützen bei den Paralympics, Maik Szarszewski, oder können sich auf zwei Foto-Doppelseiten über die internationale Hutmode von Bogenschützen informieren.

Wer sich das Heft sichern möchte – oder eine frühere Ausgabe – hat online die Bestellmöglichkeit unter www.uzv.de, und er kann wählen zwischen gedruckter und digitaler Form. Außerdem ist „Faszination Bogen“ an jedem Zeitschriftenkiosk in Bahnhöfen und Flughäfen erhältlich – in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

09.11.2021 - 10:55

Vennekamp mit Wahnsinns-Start zu Gold
Vennekamp sorgte im Finale der besten acht Schützinnen nach drei Treffern zum Auftakt mit drei aufeinanderfolgenden, perfekten Fünfer-Serien früh für klare Verhältnisse an der Spitze. Mit 18 von 20 möglichen Treffern hatte sie nach vier Serien stolze fünf (!) Ringe Vorsprung auf die Konkurrenz. Zwar brachten die zahlreichen Shootoffs um die Plätze die 26-jährige Olympia-Sechste von Tokio aus dem Rhythmus, aber in Gefahr geriet die Sportsoldatin nicht. Ein Treffer in der letzten Fünferserie genügte zum überlegenen Sieg mit 33 Treffern vor der Inderin Rahi Sarnobat (31) und der Französin Mathilde Lamolle (27). Überglücklich meinte Vennekamp danach: „Ich fühle mich super. Bärbel (Barbara Georgi, Anm. d. Red.) und ich hatten nach Olympia den Entschluss gefasst: Ich fahre da nicht hin mit der Einstellung „Finale, und dann gucken wir mal“, sondern das ist ein Wettkampf, in dem die Medaille das Ziel ist. Hammer, dass es gleich so aufgegangen ist und dass der letzte Wettkampf von Bärbel so gekrönt wurde.“ Zumal auch Monika Karsch stark schoss und erst im Stechen mit der Französin knapp scheiterte: „Ich bin zufrieden, es war ein gutes Finale. Ich hatte im Shootoff etwas Pech mit einer 10,1 und durfte leider nicht aufs Treppchen. Aber beim nächsten Mal bin ich wieder dran und drauf!“

Hammer, dass es so aufgegangen ist und der letzte Wettkampf von Bärbel so gekrönt wurde!

Doreen Vennekamp zu ihrem Gold-Triumph mit der Sportpistole

Eine Serie kostet Reitz die nächste Medaille
Mit der Luftpistole hatte Christian Reitz bereits die Goldmedaille gewonnen, und auch mit der Schnellfeuerpistole lag der zweifache Olympia-Fünfte von Tokio zu Beginn glänzend im Rennen: Fünf, vier, fünf lauteten die Ergebnisse der drei ersten Fünferserien und bedeuteten Platz eins gemeinsam mit dem Chinesen Li. Aber Reitz konnte das hohe Anfangsniveau nicht halten und rutschte nach nur zwei Treffern in Serie sechs auf den geteilten vierten Rang. Im Stechen mit dem Franzosen Bessaguet zog der Olympiasieger von 2016 dann unglücklich mit 4:5 den Kürzeren und meinte danach: „Schade war´s! Der Anfang war richtig gut, aber auch bei allen. Ich konnte zunächst immer recht gut vorlegen, aber eine Zwei-Trefferserie ist dann einfach zu schlecht und bei dem starken Feld zu wenig. Keine Medaille, aber souverän für das Finale qualifiziert mit einem Bomben-Vorkampf. Aber so ist es manchmal!“

Beer mit Achterbahn der Gefühle
Beer war als Fünfte in das Finale der besten acht Schützinnen eingezogen und machte es im Finale für sich und die Zuschauer mächtig spannend. Sie startete mit einer 8,9 im Kniend-Anschlag und steigerte sich anschließend mit nahezu jedem Schuss. Nach den zwei Kniend-Serien lag sie an zweiter Position. Die zwei Liegend-Serien schoss die Sportsoldatin formidabel. Keine war besser, sie heimste jeweils die Höchstpunktzahl ein und führte das Ranking mit 24 Punkten an. Doch es folgte ein eklatanter Einbruch im Stehend-Anschlag: Beide Serien missrieten komplett, beide Male kassierte sie nur einen Zähler. Dadurch musste sie in das Stechen um den Einzug in das Finale der besten Vier. Mit 10,5:9,5 bewies sie gegen die Europameisterin Ceccarello Nervenstärke, ehe unter den letzten Vier erneut nichts mehr nach Wunsch lief. Unzufrieden und etwas ratlos verließ die Olympia-Fünfte den Stand, konnte sich aber kurze Zeit später auch über den guten vierten Platz freuen: „Es war eine Achterbahnfahrt! Ich glaube, ich habe beim Umbau meinem Diopter einen mitgegeben. Ich muss das Material überprüfen, und wenn es das nicht war, war ich heute nicht fähig. Aber der Rest war gut, der Liegendanschlag war richtig gut und stabil, das hat mich gefreut. Ich fahre auf jeden Fall zufrieden nach Hause.“

Ich fahre auf jeden Fall zufrieden nach Hause!

 

Jolyn Beer nach Silber im Mixed und Platz vier im Einzel

Mixed Schnellfeuer: Vennekamp siegt gegen Geis
Im Bronzematch des Mixed-Wettkampfes mit der Schnellfeuerpistole trafen Doreen Vennekamp & Clement Bessaguet (FRA) und Oliver Geis & Minjung Kim (KOR) aufeinander. Das Besondere: Frauen schießen eigentlich nicht mit der Schnellfeuerpistole, sodass die Ergebnisse gegenüber den männlichen Spezialisten deutlich abfallen. Und so war es vor allem die bessere Schützin Vennekamp, die den Ausschlag für ihr Team gab, das mit 10:4 nach 2:4-Rückstand siegte.

Mixed KK-Gewehr: Beer gewinnt Silber
Kurz nach dem Einzel durfte Jolyn Beer nochmals ran. Im Mixed-Goldfinale trat sie an der Seite des Weißrussen Yury Shcherbatsevich gegen die Kombination Istvan Peni (HUN) & Sagen Maddalena (USA) an. Beer übernahm die Stehend-Position und schoss gegen Bundesliga-Konkurrent Peni, im Stehend-Anschlag lautete das Duell Shcherbatsevich gegen Maddalena. Zwar hatte Beer beim ersten Schuss die höhere Wertung als ihr Nebenmann, aber letztlich war der Ungar besser. Und da die Goldmedaillengewinnerin im Einzel ihren Gegner noch mehr beherrschte, verlief das Match klar und endete deutlich 13:31.

Dieses coole Team mit der tollen Stimmung und den Mega-Leistungen hat mir den Abschied versüßt!

 

Pistolen-Bundestrainerin Barbara Georgi war sehr zufrieden mit ihrem internationalen Abschied

Und Georgi? Die war hochzufrieden und emotional aufgewühlt: "Dieses coole Team mit der tollen Stimmung und den Mega-Leistungen hat mir den Abschied versüßt. Wir waren in jedem Finale vertreten, haben Medaillen und gute Platzierungen erkämpft, gelacht, geweint und auf die Zukunft angestoßen."

08.11.2021 - 15:25

Zunächst schießen Doreen Vennekamp und Monika Karsch mit der Sportpistole um den Titel. Vennekamp zog als Zweitbeste der Qualifikation (588 Ringe) in das Finale der besten acht Schützinnen ein, Karsch war Sechste (583). Das Finale beginnt um 10.00 Uhr.

Anschließend (11.15 Uhr) zielt Christian Reitz nach seinem zweiten Titel. Als Zweiter (590 Ringe) zog er in das Finale der besten sechs Athleten mit der Schnellfeuerpistole ein, Oliver Geis verpasste dies als Achter (577) um exakt zwei Ringe. Und dann will auch Jolyn Beer das Olympia-Jahr mit einem weiteren Erfolg beenden. Die Gewehrschützin qualifizierte sich als Fünfte für das Finale (der besten Acht) mit dem KK-Gewehr, das um 15.15 Uhr beginnt.

Mixed: DSB-Duell bei der Schnellfeuerpistole, Beer greift nach Gold

Weitere Medaillenchancen gibt es noch in den Mixed-Wettbewerben Schnellfeuerpistole - dort qualifizierten sich Doreen Vennekamp & Clement Bessaguet (FRA) und Oliver Geis & Minjung Kim(KOR) für das Bronzefinale -  und Jolyn Beer greift im KK-Dreistellungskampf mit Gewehr an der Seite des Weißrussen Yury Shcherbatsevich nach Gold. Alle Partner wurden per Los ermittelt, alle DSB-Athleten bekamen einen ausländischen Schützen zugelost. Diese Finals werden um 12.45 Uhr (Schnellfeuer) und 17.15 Uhr (KK-Gewehr) ausgetragen.

08.11.2021 - 14:09

Begrüßt wurden die europäischen Gäste durch das deutsche WAE-Präsidiumsmitglied Sabrina Steffens und DSB-Bundesgeschäftsführer Jörg Brokamp. Natürlich wurden nochmals die zurückliegenden Wettkämpfe des Jahres 2021 Revue passiert und das Abschneiden der europäischen Bogensportler bei den Olympischen Spielen mit insgesamt sieben Medaillen und den Paralympics mit 14 Medaillen positiv hervorgehoben. Vor allem ging es aber um die (sportliche) Zukunft der WAE mit Europameisterschaften, Weltcups auf europäischem Boden sowie Turnieren der europäischen Serie.

Nach einem langen Sitzungstag wurde abends im Restaurant Treff Punkt weiter gefachsimpelt und sich untereinander ausgetauscht, dann auch mit dem Wiesbadener Klaus Lindau, dem Ehren-Vizepräsident der WAE und Ehrenmitglied des DSB.

Gerne kommen wir als WAE wieder nach Deutschland!

WAE-Präsident Mario Scarzella fühlte sich mit seinem Präsidium wohl in Wiesbaden

WAE-Präsident Mario Scarzella (ITA) zeigte sich mit den zwei Tagen in der hessischen Landeshauptstadt zufrieden: „Unsere Sitzung in Wiesbaden war die erste Präsenz-Sitzung des WAE-Präsidiums nach fast zwei Jahren. Dass wir diese Sitzung in Wiesbaden durchführen konnten, freut uns ganz besonders, denn der neue Bundesstützpunkt bietet optimale Voraussetzungen sowohl sportlicher Art als auch für die Durchführung von Ausbildungen, Seminaren oder Sitzungen. Wir gratulieren dem DSB zu diesem herausragenden neuen Stützpunkt. Gerne kommen wir als WAE wieder nach Deutschland.“

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