10.10.2019 - 12:19

Auf der größten Schießanlage des Landes treffen sich die besten Europacup-Schützen zum großen Finale. Bereits zum Saisonstart zeigten die deutschen Pistolenschützen mit drei Treppchenplätzen, darunter ein Sieg von Torben Engel mit der Zentralfeuerpistole, dass sie zur europäischen Spitze gehören. Klar, dass Torben Engel, Michael Schleuter und Stephan Trippel auch in Frankreich zum Favoritenkreis zählen. „Alle drei können sich in den Medaillenbereich schießen, wenn sie ihr Leistungsvermögen ausschöpfen“, so Jürgen Wiefel, der die DSB-Athleten vor Ort betreut.

Mit Eva Rösken startet in Frankreich die amtierende Mannschaftseuropameisterin mit dem Großkalibergewehr.  Sie qualifizierte sich als einzige deutsche Gewehrschützin für das Finale der Besten und hat nach ihren Erfolgen bei der erst jüngst zu Ende gegangenen Europameisterschaft  in Tolmezzo/ITA, große Chancen auf einen der vorderen Plätze.

Das deutsche Team:

  • Gewehr 300m
    Eva Rösken
     
  • 25m Pistole
    Torben Engel
    Michael Schleuter
    Stephan Trippel
10.10.2019 - 10:00

Sowohl mit der Flinte in Trap und Skeet bei den Titelkämpfen in Lonato del Garda als auch den Kleinkaliber-Europameisterschaften im ebenfalls italienischen Bologna sorgte der Nachwuchs für die überragenden Erfolge. Die DSZ berichtet ausführlich in ihrer Oktober-Ausgabe.

Der große Wehmutstropfen waren dabei nicht die fehlenden Medaillen, sondern die verfehlten Quotenstartplätze in den olympischen Disziplinen für die Spiele 2020 in Tokyo. Während die Lage in den Bereichen Pistole und Bogen sehr gut aussieht, ist sie in den Disziplingruppen Flinte und Gewehr wenig erbaulich. Wie der Stand ist und welche Möglichkeiten es noch gibt, diese Zwischenbilanz zu verbessern, lesen sie ebenfalls in der DSZ.

Mit Spannung war die Premiere der World Masters in Suhl erwartet worden. Zum ersten Mal maßen die Schießsport-Senioren bei vom Weltverband ISSF veranstalteten und dem Deutschen Schützenbund durchgeführten Wettbewerben international ihre Kräfte. Die Resonanz war einhellig positiv, in vielen Richtungen, aber es gab auch negative Aspekte. Lesen Sie mehr in der kommenden DSZ. Dazu finden Sie Berichte über die DM Flinte und einen ganz besonderen Teilnehmer der Titelkämpfe in München-Hochbrück, der einen beeindruckenden Bestwert aufzuweisen hat. Außerdem in der neuen Ausgabe: Die Vorschauen mit allen Steckbriefen der Vereine und Termine zur neuen Bundesligasaison mit Luftgewehr und Luftpistole.

Wer sich eigens das kommende Heft sichern möchte – oder eine frühere Ausgabe – hat online die Bestellmöglichkeit unter www.uzv.de, und er kann wählen zwischen gedruckter und digitaler Form.

09.10.2019 - 16:00

Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) geht mit einem schlagkräftigen 6-köpfigen WM-Team auf der Olympia-Schießanlage von 2000 an den Start. Neben dem Kampf um Medaillen und vorderen Platzierungen hat das WM-Team besonders die begehrten Quotenplätze für die Paralympics 2020 in Tokio (Japan) fest im Visier. Zwei Quotenplätze im Dreistellungskampf mit dem Kleinkalibergewehr bei den Frauen und einen Quotenplatz im Liegendschießen mit dem Luftgewehr im Mixed haben sich die deutschen Para Sportschützen bereits gesichert.

„Unser primäres Ziel ist es, in Sydney weitere Quotenplätze zu holen. Wir wissen, das wird keine leichte Aufgabe werden, denn die Leistungsdichte in der Weltspitze hat stark zugenommen“, sagte Bundestrainer Rudi Krenn vom Deutschen Behindertensportverband (DBS) vor dem Höhepunkt des Jahres.

Das deutsche WM-Aufgebot im Überblick:

  • Natascha Hiltrop (Wiesbaden / Luftgewehr u. KK-Gewehr)
  • Elke Seeliger (Weyhe / Luftgewehr u. KK-Gewehr)
  • Bernhard Fendt (Memmenhausen / Luftgewehr u. KK-Gewehr)
  • Norbert Gau (Erdweg / Luftgewehr)
  • Tim Focken (Oldenburg / Luftgewehr u. KK-Gewehr)
  • Tobias Meyer (Rimpar / Luftpistole)

Betreuer

  • Rudi Krenn (Hauzenberg / Bundestrainer)
  • Jörg Dietrich (Sankt Augustin / Co-Trainer)
  • Lothar Abele (Aalen / Co-Trainer)
  • Patric Reuter (Lieser / Physiotherapeut)
09.10.2019 - 11:09

Die Blätter färben sich in die schönsten Farben, der Nebel zieht über die Stoppelfelder und die Mützen werden ausgepackt – Es ist Bundesligazeit! Am Lagerfeuer diskutieren die Ligaschützen des „Bund“ München die neuesten Transfers, beim gemeinsamen Grillen werden die Trainings der letzten Wochen analysiert und natürlich darf auch ein internes Duell beim Tomahawk-Werfen nicht fehlen. Ihr gemeinsamer Teamausflug in eine Westernstadt ist traditionell der Auftakt in die Bundesligasaison. Statt um Zehner, geht es um das Wir-Gefühl. Denn eines wissen die Bundesligaschützen: Gewinnen kann man nur im Team!

So viele Stunden und Tage werden gemeinsam verbracht, es wird zusammen gelacht und geweint, trainiert und an der Leistung gefeilt, um am Ende gemeinsam das ausgegebene Ziel zu erreichen. Zwar kann jeder Schütze nur einen Punkt für sein Team holen, aber wenn man weiß, dass ein ganzes Team hinter einem steht, fällt es vielleicht noch ein wenig leichter an seine Grenzen zu gehen, weiß auch Bund-Schützin Denise Erber: „Das Besondere an der Bundesliga ist die Tatsache, dass man weiß, dass man immer seine Höchstleistung bringen muss und damit auch selbst sein größter Gegner ist, aber auch die Tatsache, dass wir in der Liga keine Einzelkämpfer sind. Ich weiß bei meiner Mannschaft, dass jeder sein Letztes gibt und gerade deshalb macht es so viel Spaß.“ Trainer Norbert Ettner achtet deshalb besonders auf die Gruppendynamik bei der Zusammenstellung seines Team: „Ich möchte keine Grüppchen in meiner Mannschaft, dass irgendwer dem anderen neidisch ist. Die Mannschaft muss sich einwandfrei verstehen, damit jeder für den anderen bereit ist sein Letztes zu geben.“

Schon bei der Fußball-WM 2014, als Deutschland Weltmeister wurde, haben Millionen gesehen, wie man als Team über sich hinaus wachsen kann und auch die Tiger der SSG Kevelaer zeigten im letzten Jahr, was mit einem starken Team möglich ist als sie zum ersten Mal den Deutschen Meistertitel holten. Ein Team zu sein heißt dabei, sich gegenseitig zu unterstützen, das Bewusstsein zu haben, dass jeder Einzelne zum Erfolg beiträgt, weil jeder sein Talent und Wissen den Zielen des Teams zur Verfügung stellt. In einem Team herrscht gegenseitiges Vertrauen und eine offene Art der Kommunikation, bei der Ideen, Meinungen, Kritik und Gefühle offen ausgesprochen werden. Jeder wird dazu ermutigt sich weiterzuentwickeln und dabei unterstützt und Konflikte sehen sie nicht als Hindernis, sondern als Chance sie konstruktiv zu lösen. „Ein guter Teamgeist ist sehr wichtig“, bestätigt auch Maren Prediger, die bereits seit 14 Jahren dem Bundesligateam des SV Petersaurach angehört, „ohne Teamgeist steht man genauso alleine da, wie in jedem anderen Match.“ Und das sei doch genau das Schöne an der Bundesliga, „dass man eine tolle Mannschaft hat“. Es ist dieses Gefühl der Zusammengehörigkeit, diese Kameradschaft, die in der Bundesliga wichtiger ist denn je. Dabei zählt nicht immer die beste individuelle Leistung, sondern vielmehr, dass jeder für den anderen kämpft. „Es hat noch nie eine Mannschaft gegeben, die sich nicht verstanden hat und dann erfolgreich war – nirgends“, ist sich Ettner sicher. Für Daniel Karg, der in diesem Jahr neu zum Verein gestoßen ist, ist ein gutes Team der beste Ansporn: „Für mich ist es eine große Motivation die Leute zu sehen, weil man gerne mit ihnen Zeit verbringt.“

Und so sitzen die Schützen noch bis spät in die Nacht am Feuer, lachen gemeinsam um die Wette, verspeisen den französischen Käse, den Pierre-Edmond Piasecki traditionell mitbringt, und können es kaum erwarten bis es endlich los geht mit der Bundesliga. Schließlich wollen sie endlich ihr Ziel erreichen – als Team.

08.10.2019 - 15:00

Das Weltcup-Finale mitten in der arabischen Wüste bildet den Abschluss der internationalen Saison für Katrin Quooß und Paul Pigorsch. Sie zählen auf Grund ihrer guten Weltranglistenposition zu den besten Athleten des Jahres und wurden daher zu diesem Turnier als einzige deutsche Flintenschützen eingeladen. Pigorsch hat gute Erinnerungen an Al Ain, schließlich feierte er dort im April mit Weltcup-Bronze im Einzel und Mixed-Gold – gemeinsam mit Katrin Quooß – seinen bisher größten Erfolg. Gute Voraussetzungen, um jetzt noch einmal zu zeigen, warum er zu den Besten der Welt gehört, auch wenn er sich selbst noch nicht so recht dazuzählt: „Ich sehe mich noch nicht ganz an der Weltspitze, es liegt noch viel Arbeit vor mir, um da hinzukommen und dort zu bleiben.“ Trotzdem sei die Vorfreude natürlich riesig, schließlich „ist es mein erstes Weltcup-Finale.“ Ein paar Tipps kann er sich sicher von Teamkollegin Katrin Quooß holen, die bereits mehrmals am großen Finale teilnahm und sich begeistert zeigt: „Ein Weltcup-Finale ist immer etwas tolles. Es hat einen besonderen Flair und eine tolle Stimmung.“ Beide haben ein Ziel klar vor Augen: Das Finale des Weltcup-Finals am 12. Oktober. Zur Herausforderung könnte dabei das Wetter werden. Während in Deutschland der Herbst Einzug hält, herrschen in Al Ain momentan Temperaturen zwischen 36 und 38 Grad. Bundestrainer Uwe Möller zeigt sich trotzdem zuversichtlich: „Hier kann man sehr gute Leistungen erreichen, die Bedingungen sind top, der Hintergrund sehr kontrastreich.“ Denn der Stand liegt zwar mitten in der Wüste, trotzdem sei er grüner als zum Beispiel der Stand im heimischen Suhl, so Möller, der sich über die Teilnahme seiner Athleten freut: „Für Katrin und Paul ist es eine Belohnung für die gezeigten Leistungen – vor allem zum Beginn der Saison. Leider konnten wir mit diesen gezeigten Leistungen den Sack in Richtung Quotenplätze nicht zumachen.“ Ein kleiner Wehrmutstropfen, den das Team diese Saison zu verkraften hatte. Doch in Al Ain sitzt dieser Druck nicht im Nacken, denn dort werden keine Quotenplätze vergeben. „Wichtig ist, dass meine beiden Sportler locker, aber konzentriert in den Wettkampf gehen. Nochmal Spaß am Schießen haben, auch wenn es nach so einer langen Trainings- und Wettkampfphase sicher nicht leicht fällt“, erklärt Möller das angestrebte Ziel.

08.10.2019 - 11:00

Katharina Zakrzewski-Hofmann (Schützenverein Ettlingen / Seniorinnen III) packt im 66. Lebensjahr noch einmal richtig an. „Das war ein perfektes Jahr für mich“, so die neue Deutsche Meisterin mit der Luftpistole bei den Senioren III, die bereits bei den World Masters vor wenigen Wochen einen Dreifach-Triumph feierte. Mit 8,0 Ringen Vorsprung und einem klasse Ergebnis von 310,6 Ringen deklassierte sie die Konkurrenz. Mit diesem Ergebnis hätte sie auch bei ihren jüngeren Kollegen noch locker mithalten können. Zum Vergleich: Marion Münch (SV Willmandingen) gewann mit 309,9 Ringen bei den Senioren I, Bernd Heinze (PSV Olympia Berlin) mit 310,7 Ringen bei den Senioren II, Martin Härter (Bgl. SG 1433-Freischütz 1875 Schwein) mit 310, 6 Ringen bei den Senioren III. Bernd Rahn (Nord-Berliner SGem) und Horst Lindner (SV f. Groß- und Kleinkaliberschießen Hannover) siegten bei den Senioren IV beziehungsweise V. Seit mehr als 40 Jahren ist Zakrzewski-Hofmann aktive Schützin, begann 2012 mit dem Auflageschießen, denn irgendwann „ließ die Kondition nach“ und seither fand man sie jedes Jahr bei der Deutschen Meisterschaft auf dem Treppchen – bis auf das Jahr 2018, als ihr eine Waffenstörung einen Strich durch die Rechnung machte. Denn die ehrgeizige Schützin stand nicht nur mit der Luftpistole in diesem Jahr ganz oben auf dem Treppchen, sondern schoss sich auch mit der Sportpistole mit fantastischen 299 Ringen an die Spitze. Bei den Senioren I siegte Thomas Beh (KKSV Buchholz) mit 298 Ringen.

Blass: „Beim Schießen sind wir Konkurrenten, danach Freunde.“

Ein enges Duell um den Meistertitel gab es bei den Senioren I in der Disziplin Freie Pistole. Sowohl Markus Blass (SV St. Hub. Saarlouis-Fraulautern) als auch Valerius Rack (SG 1868 Bad Berneck) beendeten ihren Wettkampf mit 290 Ringen.  Doch Blass hatte am Ende – danke besserer Serienreihenfolge – die Nase vorne. Sein Teamkollege Ralf-Peter Müller, mit dem er seit seiner Kindheit am Schießstand steht, landete auf Rang drei. „Seither kämpfen wir gegeneinander. Das motiviert und pusht einen nach oben“, erzählt Blass und fügt hinzu: „Beim Schießen sind wir Konkurrenten, danach sind wir Freunde.“ Fast täglich trainieren sie mindestens eine Stunde, um gemeinsam auf Titeljagd zu gehen. Blass selbst war in jungen Jahren Nationalkadermitglied und schaffte es bis zur Europameisterschaft. Und noch immer liebt er das Pistolenschießen und vor allem „den Kampf gegen sich selbst“. Deutscher Meister bei den Senioren III wurde Peter Römer (SGes Niederstotzingen).

Dreifacherfolg für  die Senioren des PSV Olympia Berlin

Eine schier unschlagbare Mannschaft war in diesem Jahr, die nach eigenen Aussagen  „beste Trainingsgruppe Deutschlands“, des PSV Olympia Berlin mit den Schützen Michael Schröter, Bernd Heinze und Andreas Eckhardt. Dreimal Mannschaftsgold (25m Sportpistole / Freie Pistole / Luftpistole Senioren II) holte das Team aus Berlin. Mehr geht nicht. „Wir sind eine geile Mannschaft“, so Eckhardt, der mit seiner eigenen Leistung selbst wenig zufrieden war. Doch mit seinen 20 Jahren Bundesligaerfahrung weiß er auch, dass es manchmal ein starkes Team im Rücken braucht, um gemeinsame Erfolge zu feiern.

KK-Gewehr: Doppelgold für Reiner Arenz und Manfred Hein

Zum ersten Mal ganz oben auf dem Treppchen stand hingegen Christa Denks (SV Rickensdorf v. 1876 / Seniorinnen I) in der Disziplin KK 50m. 312,2 Ringe brachten ihr den Titel ein. „Ich habe mir gedacht: Was andere können, das kann ich auch“, verrät Denks ihr Erfolgsrezept. Erst vor knapp zehn Jahren begann sie mit dem Schießsport, musste erst lernen mit der Nervosität bei Wettkämpfen umzugehen, aber „dieses Jahr war ich sehr ruhig“. Es war der Grundstein ihres Erfolgs. Gleich zwei Titel räumte Reiner Arenz (St. Seb. SpSch Rheinbach / Senioren I) ab. Sowohl auf 50 Meter als auch auf 100 Meter ließ er die Konkurrenz hinter sich, die ihm bereits ein ordentliches Paket vorlegte. „Ich gehe lieber als Angreifer in den Wettkampf“, so Arenz, der vor allem immer an die Mannschaft dachte: „Sie stand im Fokus.“ Statt mit der Mannschaft, klappte es dann aber im Einzel:  „Ab dem 20. Schuss geht dann die Pumpe, denn man sieht, was man auf der Uhr stehen hat. Der Kopf macht dann Kopfkino.“ Ewald Schäfer (SG Untermain 1979 / Senioren II), Manfred Hein (SC Tell Schmalbroich 1932 / Senioren III), Gisela Mast Großmann (SV Althengstett / Seniorinnen III), Wolfgang Mau (SV f. Groß- u. Kleinkaliberschießen Hannover / Senioren IV) und Norbert Klempert (PSV Olympia Berlin / Senioren V) durften sich ebenfalls über einen Titel auf der 50-Meter-Distanz freuen. Mit dem Kleinkaliber auf 100 Meter siegten zudem Brigitte Friedrichs (SSC Fockbeck / Seniorinnen I) mit 316,2 Ringen, Helmut Keuchen (Karls-SGi Aachen 1198 / Senioren II) mit 317,0 Ringen, Manfred Hein (SC Tell Schmalbroich 1932 / Senioren III) mit 316,1 Ringen und Regina Potstawa (Siegburger SV st. Hub. 08 / Seniorinnen III). Den Titel bei den Senioren IV und V holten sich Willi Pick (St. Seb. SpSch Rheinbach) und Hilmar Leuck (Schützenverein Diana Eschelbach).

07.10.2019 - 15:00

„Was für ein Traum!“  - Peter Lange, Disziplinverantwortlicher Feldbogen, konnte sein Glück kaum fassen, nachdem sowohl das Männer- als auch das Frauenteam sich mit einer Medaille bei der Europameisterschaft belohnte. Michael Meyer (Blankbogen), Karsten Sprenger (Recurve) und Florian Stadler (Compound) schossen großartig, schlugen zuerst Schweden mit 58:56 Ringen, bezwangen Frankreich im Halbfinale mit 61:58 Ringen und lieferten zum Abschluss im Gold-Finale eine tolle Vorstellung mit 56:55 Ringen gegen die Nachbarn aus Österreich. „In drei Jahren drei Titel! Das muss man erst mal nachmachen“, so Lange vollen Lobes für sein Team. Für Karsten Sprenger war es gar der erste internationale Einsatz. „Gegen Schweden war ich ziemlich aufgeregt“, gab Sprenger zu, „aber ich habe mich durchwegs gesteigert.“ Die Gunst des letzten Schusses lag derweil bei Blankbogenschütze Michael Meyer. Sein Pfeil sollte nicht nur über Gold und Silber entscheiden, sondern musste auch noch ins Gold treffen: „Das muss man ausblenden!“  Der Routinier behielt die Nerven und besiegelte den Titel für Deutschland.

Damenteam holt Silber

Ebenfalls goldene Finalluft durften Nora Kipferler (Blankbogen), Teresa Wellner (Compound) und Daniela Klesmann (Recurve) schnuppern.  Während sie sich im Halbfinale knapp gegen Frankreich  mit 55:54 Ringen durchsetzten, ließen ihnen die Profis aus Italien im Gold-Finale keine Chance. Das musste auch Peter Lange neidlos anerkennen: „Die schossen in einer anderen Welt und hätten im Finale mit 64 Ringen auch jede Männermannschaft schlecht aussehen lassen.“ Silber für das Team ist trotzdem ein riesen Erfolg, denn eigentlich lagen die Medaillenerwartungen eher im Einzel. Dass es dann eine Teammedaille wurde, überraschte auch Daniela Klesmann: „Wir sind in der Ausscheidung alle knapp an einer Einzelmedaille vorbeigeschrammt und haben dann noch einmal Gas gegeben, um uns unsere Medaille zurückzuholen.“ Für Teresa Wellner war vor allem das Finale noch einmal eine Herausforderung: „Wir haben gefühlt die ganze Woche bergauf geschossen, das Finalfeld war auf einmal bergab – das war eine besondere Challenge, aber auch eine schöne Abwechslung ein schwieriger Parcours, aber auf alle Fälle finalwürdig.“ Alle drei Frauen hatten sich bereits in der Qualifikation der Einzelwettkämpfe hervorragend präsentiert. Nora Kipferler gelang mit 628 Ringen gar eine neue persönliche Bestleistung und auch Daniela Klesmann lieferte mit 694 Ringen ihr internationales Bestergebnis ab und reihte sich am Ende in den Top-5 ein. Bis ins Bronze-Finale mit dem Compound-Bogen schaffte es sogar Julia Böhnke, die dort aber der Französin Tiphaine Renaudin mit 64:61 Ringen den Vortritt lassen musste. Das bedeutete am Ende Platz vier im Endklassement für Böhnke, Platz zehn für Teresa Wellner und Platz 18 für Katharina Landrock. Martina Boscher (7. Platz) und Nora Kipferler (9. Platz) gelang ebenfalls der Sprung in die Top-10 in der Blankbogen-Konkurrenz.

Blankbogen: Meyer belohnt sich mit Bronze

Für die einzige Einzelmedaille des deutschen Teams sorgte Blankbogenschütze Michael Meyer. Er unterlag im Halbfinale denkbar knapp dem Franzosen David Jackson mit 49:48 Ringen und lieferte sich auch im kleinen Finale gegen Alois Steinwender ein spannendes Match. „Da hatte er eine harte Nuss zu knacken“, bestätigte Lange. Bis zur dritten Scheibe lagen beide gleichauf, erst auf der vierten Scheibe fiel die Entscheidung zu Gunsten des Deutschen. „Für mich ist das eine ganz tolle persönliche Leistung hier auf dem Treppchen zu stehen“, so Meyer, der vor zwei Jahren mit Platz vier knapp an der Medaille vorbeischrammte. Die Compound-Schützen Florian Stadler, Henning Lüpkemann und Yannick Schütz beendeten ihren Wettkampf auf den Plätzen neu, 15 und 16, Karsten Sprenger (Recurve) landete auf Platz 21.

„Bis auf Henning Lüpkemann konnten alle anderen Deutschen Teilnehmer ihre Saisonform abrufen und sich entsprechend platzieren“, so das positive Fazit des Trainers: „Insgesamt ein ganz großer Erfolg des DSB-Teams, vor dem ich nur den Hut ziehen kann.“

07.10.2019 - 11:03

Dass die Bundesliga ein heißes Kopf-an-Kopf-Rennen ist, bewiesen gleich zu Beginn die Schützen aus Wathlingen und Bremerhaven. Nach 40 Schuss mussten gleich zwei Stechen über Sieg oder Niederlage entscheiden. Philip Aranowski und Christian Oehns auf Position zwei und vier behielten für Wathlingen die Nerven und holten beide Punkte auf die Seite der Wathlinger zum Endstand von 4:1 gegen die Seestadtteufel. „Wir fuhren ersatzgeschwächt nach Raesfeld und die beiden Wettkämpfe waren Bundesligaspannung pur“, so Holger Nesemanns erstes Fazit, nachdem auch das zweite Match der Seestadtteufel am Sonntag gegen den SV Falke Dasbach ein Duell auf Augenhöhe war, dennoch ebenfalls zu Gunsten des Gegners entschieden wurde. „Wir haben uns würdig verkauft.“ Das haben sich auch die Schützen aus Fahrdorf, die ebenfalls die Entscheidung erst im Stechen zwischen Siv Marit Løvhaug und Dennis Grünhoff suchten. „Mach den Sack zu, Dennis“, war dabei das einzige, an was Andreas Slink vom SV Schirumer Leegoor noch denken konnte, auch wenn die Erleichterung zuerst einmal groß war, dass Grünhoff es durch einen Schlussspurt überhaupt noch ins Stechen schaffte und somit den Sieg greifbar machte. Doch leider ohne Erfolg. Mit 10:9 Ringen ging der Punkt zum 3:2 nach Fahrdorf. „Der Wettkampf war bis dahin geprägt von hoher Anspannung“, so Slink, dem klar war, dass die Mannschaft am nächsten Tag eine Reaktion darauf zeigen musste, denn „ein Sieg an diesem Wochenende ist enorm wichtig für den Start in die Saison.“ Gesagt, getan. Mit 3:2 Punkten besiegte Leegmoor die Aufsteiger des SV Uetze, nicht zuletzt durch eine super Leistungssteigerung von Michael Broers, der nach seinem misslungenen ersten Wettkampf mit 379 Ringen konterte. Einen souveränen Start in die Liga legte der Topfavorit aus Braunschweig hin, der sich mit zwei 5:0-Siegen gegen den SV Uetze und den PSV Olympia Berlin an die Tabellenspitze setzte. Vor allem das indische Supertalent Chaudhary Saurabh glänzte bei seinem Bundesligadebüt mit 384 und 388 Ringen. Knapp hinter Braunschweig, ebenfalls mit zwei Siegen im Gepäck, reihten sich die Schützen aus Kriftel, Dasbach und Wathlingen. Noch ohne Siegpunkte, dafür um eine Erfahrung reicher, die Mannschaften aus Bremerhaven, Uetze, Brühl und Berlin.

Bundesliga Süd: Nur Waldkirch und München noch ungeschlagen

Wie ausgeglichen die Liga ist, zeigte sich in der Bundesliga Süd. Nur der SV Waldkirch und die HSG München schafften es mit weißer Weste in die nächste Runde. Dabei bekam Waldkirch gleich im ersten Wettkampf den amtierenden Deutschen Meister Ludwigsburg vor die Nase gesetzt und musste dann auch noch ohne internationale Unterstützung an den Start. Die Zielsetzung: So viele Punkte wie möglich sammeln. „Dass am Ende drei Punkte auf unserer Seite standen, war eine wirkliche Überraschung“, so Sebastian Kugelmann, der eigentlich als Co-Trainer mit von der Partie war, am Ende aber selbst einspringen musste, „vielleicht hat genau der Faktor ‚ohne Internationalen Schützen‘ eine Rolle gespielt.“ Er selbst habe versucht ein wenig schneller als üblich zu schießen, um Julia Hochmuth ein wenig unter Druck zu setzen. Mit Erfolg. Am Ende gelang Waldkirch mit einem 3:2-Sieg gegen Ludwigsburg die erste kleine Überraschung dieser Saison. Und auch am Sonntag ließ Waldkirch gegen den SV Altheim Waldhausen nicht locker. Vor allem Alexander Kindig legte mit 387 Ringen noch einen drauf und begeisterte nicht nur seinen Teamkollegen Sebastian Kugelmann: „Er ist eine Wucht.“  5:0 Punkte lautete am Ende das Endergebnis für den Sieger aus Waldkirch.

Stark präsentierte sich auch Fürths Spitzenathletin Sandra Reitz. 389 Ringe standen am Ende für sie zu Buche, übertroffen wurde dieses Ergebnis an diesem Wochenende nur von Ehemann Christian, der 390 Ringe für den SV Kriftel traf. „Ich glaube, dass das erste Bundesligawochenende immer etwas Besonderes ist und bleibt“, ist sich Sandra Reitz sicher, „jeder ist gespannt, was die neue Saison so bringt und man hat ja vielleicht auch neue Leute dabei, die das zum ersten Mal machen. Wenn man mit diesem positiven Gefühl aus Spaß und Vorfreude dort reingeht, dann kann das ganz gut werden, wie man gesehen hat.“ Trotz des Punktes auf der Spitzenposition gegen Joao Costa (386 Ringe), unterlag die SSG Dynamit Fürth der starken Sgi Waldenburg mit 2:3 Punkten. Vor allem Nationalkaderathletin Doreen Vennekamp präsentierte sich auf Position fünf der Waldenburger mit 384 Ringen in Topform und trug damit wesentlich zum Sieg bei. Gegen die HSG München musste sich Waldenburg hingegen im Stechen geschlagen geben. Christian Freckmann verlor mit einer Acht den Punkt an Andreas Martin, der mit einer Neun den Sieg der Münchner besiegelte. Mit tollen Mannschaftsergebnissen von 1899 und 1892 Ringen startete der SV Kelheim-Gmünd vor heimischem Publikum in die neue Saison. Philipp Grimm gelang am Wochenende gleich zweimal die perfekte 100er-Serie und holte mit 388 sowie 384 Ringen wichtige Punkte für sein Team. Während sie der KKS Hambrücken mit 4:1 Punkten keine Chance ließen, hieß es am Sonntag gegen Ludwigsburg das Kämpferherz auszupacken. Durchweg starke Ergebnisse beider Mannschaften prägten die Spitzenpartie – mit dem besseren Ende für die SGi Ludwigsburg. „Mit dem SV Waldkirch und dem SV Kelheim-Gmünd erwartete uns direkt ein Auftaktwochenende der Superlative gegen zwei wahnsinnig starke Teams“, so die Ludwigsburgerin Julia Hochmuth, „nicht ganz in der Meisterbesetzung, aber als Dream-Team fest zusammengewachsen, kämpften wir Schuss für Schuss und beide Wettkämpfe verlangten uns, wie zu erwarten, alles ab - ohne Eingewöhnungsphase.“ Keine Zeit zur Eingewöhnung blieb auch den Aufsteigern aus Hilpoltstein und Scheuring. Während Hilpoltstein mit zwei Niederlagen gegen Weil am Rhein und Fürth startete, gelang Scheuring nach einer 3:2-Niederlage gegen Waldhausen ein grandioser 5:0-Sieg gegen die KKS Hambrücken, die damit ans Tabellenende rückt.

Am 19./20. Oktober bekommen alle Mannschaften erneut die Chance, ihr bestes aus sich herauszuholen, um das gemeinsame Ziel greifbar zu machen.

04.10.2019 - 10:00

Die Favoriten

Zum ersten Mal gewann im letzten Jahr die SGi Ludwigsburg den Meistertitel in der Luftpistolen-Bundesliga, doch die Favoritentipps der Bundesligamannschaften liegen in diesem Jahr klar bei der starken Mannschaft des SV Kriftel rund um Topschütze Christian Reitz. Schließlich konnte Kriftel bereits im letzten Jahr mit dem besten Vorrundenschnitt, gemeinsam mit der Braunschweiger SG, von 1897,73 Ringen überzeugen. Für Kriftel selbst ist Braunschweig damit auch der heißeste Favorit auf den Sieg, wie Klaus Tamm bestätigt: „Sie haben einen sehr starken und ausgeglichenen Kader und davon abgesehen sind sie jetzt nach zwei verlorenen Finals in Folge mal dran.“ Trotz starker Leistungen in den vergangenen Jahren und dem Topscorer der letzten Saison, Michael Bittner (13 von 14 möglichen Siegen) im Team, schaffte Braunschweig noch nie den Sprung nach ganz oben auf das Podest. Für Holger Nesemann, Coach und Schütze der Seestadtteufel des GTV Bremerhaven, stehen die Favoriten zwar fest, doch „bei allen anderen Mannschaften kann jeder jeden schlagen. Da  gehört die Tagesform und das nötige Quäntchen Glück dazu.“ Für die Ludwigsburgerin Julia Hochmuth spielt auch die Erfahrung und Routine eine Rolle: „Jeder ‚neue‘ Sportler muss sich in diesen besonderen Modus hineinfinden. Ich denke es wird - wie jedes Jahr - super spannend bis zum Schluss.“ Spannender Tatsache am Rande: Nur drei von 16 Bundesligaschützen sind Frauen. Das entspricht gerade einmal 18,75 Prozent. Bei der Medaillenvergabe wollen am Ende natürlich auch noch die Mannschaften aus dem Süden ein Wörtchen mitreden, schließlich ist der Leistungsdurchschnitt der Schütze im Süden mit 373,65 Ringen deutlich höher als im Norden (370,02 Ringe). An der Zeit wäre es zum Beispiel für den siebenfachen Rekordmeister Waldenburg, schließlich liegt der letzte Sieg aus der Saison 2013/14 schon ein wenig zurück.

  

Die heißesten Transfers

Der SV Kriftel muss in diesem Jahr auf Nationalkaderschütze Aaron Sauter verzichten. Er wechselt zum Deutschen Meister Ludwigsburg. „Er ist ein echter Glückgriff für uns“, freut sich Teamkollegin Julia Hochmuth über den Neuzugang. „Zorana Arunovic steht dem Team in der kommenden Saison nicht zur Verfügung - sie konzentriert sich 100% auf die Olympischen Spiele.“ Dafür konnte sich die SGi Ludwigsburg mit Giuseppe Giordano mit einem international erfahrenen und erfolgreichen Ausländer verstärken. 20,4 Prozent der 240 gemeldeten Bundesligaschützen kommen übrigens aus dem Ausland – aus insgesamt 22 Nationen. Im Süden hat sich die HSG München mit dem Mexikaner David Perez verstärkt, während Arben Kucana zum Aufsteiger nach Scheuring wechselt. Einen Wechsel auf der Trainerposition gab es hingegen beim SV Kelheim-Gmünd. Sebastian Rosner legte sein Amt aus beruflichen Gründen nieder. Neuer Trainer wurde der langjährige Bundesligaschütze der Kelheimer, Tobias Piechaczek. „Zum einen kann er nun als Trainer all seine Erfahrungen einbringen, die er selbst als Schütze in seinen Bundesligawettkämpfen sammeln konnte. Zum anderen absolviert Tobias zugleich die Ausbildung als Schießsporttrainer“, erklärt Kelheims Mannschaftsführer Tobias Gedler, der überzeugt ist, dass nicht nur die Bundesligamannschaft selbst, sondern auch der gesamte SV Kelheim-Gmünd davon profitieren wird. Zudem konnte Miriam Piechaczek als neue Bundesligaschützin verpflichtet werden. Sie schoss bisher in der Unterfrankenliga für die SG Königsberg und zeigte dort mit einer Bestleistung von 384 Ringen ihr Potential und gehörte bereits 2018 zum Junioren-Team der Weltmeisterschaften im südkoreanischen Changwon. Mit ihren 19 Jahren zählt sie zu den jüngsten Schützinnen im Feld, dessen Altersdurchschnitt bei 35,71 Jahren liegt. 50 Jahre trennen dabei den ältesten (Günter Hettig / GTV Bremerhaven-Seestadtteufel - 66 J.) und den jüngsten (Hugo Fries / KKS Hambrücken - 16 J.) Schützen.

Die Aufsteiger

Bereits ein Jahr nach dem Abstieg hat die 1. Luftpistolenmannschaft des Schützenvereins Uetze den Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga Nord erreicht. „Zu Beginn der Saison habe ich nicht erwartet, dass die Mannschaft unter diesen schwierigen Bedingungen in einer starken 2. Bundesliga sofort wieder das Aufstiegsschießen erreicht und erfolgreich bestreitet. Das Team kann wirklich stolz auf sich sein“, so Teamchef Donald Albrecht nach dem Aufstieg seiner Mannschaft, der zudem für ordentlich Verstärkung im Team sorgte.Die schwedische Rekordhalterin und nordische Meisterin Vendela Sörensson ist nur eine der vier Neuzugänge des Vereins. Trotzdem wird es für uns als Aufsteiger nicht leicht, uns in der 1.Liga zu etablieren, da auch viele andere Mannschaften sich weiter mit Spitzenathleten verstärkt haben. Vor allem bleibt abzuwarten, wie die Neuzugänge mit der besonderen Härte und dem Druck in der 1. Bundesliga zurechtkommen“, weiß Albrecht. Und auch die Mitaufsteiger des Brühler Schießclubs sind keine unbekannten Gesichter. Bereits im Jahr 2015 waren sie in der 1. Bundesliga vertreten.Zum dritten Mal nach 2005 und 2015 gelang der FSG Hilpoltstein der Aufstieg in die höchste deutsche Liga. Insgesamt ist das bereits die 20te Saison in einer der beiden obersten Ligen für den Verein aus Mittelfranken. „Für die eine oder andere Überraschung seid Ihr gut!“, gab Landrat Herbert Eckstein den Sportlern auf der Bundesligaaufstiegsfeier mit auf den Weg. Statt auf die Unterstützung ausländischer Schützen setzt Schützenmeister Robert Landmann dabei in dieser Saison weiter auf Eigengewächse und die Kameradschaft seiner Schützen. Die Aufsteiger der SG Scheuring können dieses Jahr vor allem auf die Unterstützung der Fans zählen. Gleich zweimal kommen sie als Bundesliganeuling in den Genuss eines „Heimkampfes“, denn auch die HSG München wird ihre Wettkämpfe in der Lechrainhalle im Münchner Westen austragen.

Die spannendsten Auftaktduelle

Während es für die Aufsteiger erst einmal darum geht, wieder ein Gefühl für die 1. Liga zu bekommen, geht es bei den Favoriten gleich heiß her. So kann der SV Uetze dem ersten Match gegen die Top-Mannschaft aus Braunschweig entspannt entgegen sehen, denn der Druck lastet eindeutig auf den Braunschweigern. Gleich ein Hammer-Wochenende erwartet den PSV Olympia Berlin, der mit Kriftel und Braunschweig gleich zwei der ganz harten Brocken vorgesetzt bekommt, aber vielleicht auch gerade zu Anfang für eine Überraschung sorgen kann. Im Süden trifft die SG Edelweiß Scheuring im ersten Duell auf den SV Altheim Waldhausen, der im letzten Jahr nur knapp dem Abstieg entging. Ein machbarer Gegner also, der bereits etwas Selbstvertrauen für die Saison schaffen könnte. Ein echtes Spitzenduell wird zwischen der SGi Ludwigsburg und dem SV Waldkirch erwartet. Beide Mannschaften führten im letzten Jahr die Süd-Tabelle an und wollen das in diesem Jahr möglichst wiederholen. Für Ludwigsburg bleibt keine Zeit zu verschnaufen, denn am Sonntag geht es gegen die starke Mannschaft des SV Kelheim-Gmünd und damit nicht nur um den Sieg, sondern bereits jetzt um jeden wichtigen Einzelpunkt, der am Ende entscheidend für die Endplatzierung sein kann.

Die Luftgewehr-Bundesliga startet mit ihren Wettkämpfen am 12./13. Oktober, die Bogenschützen bestreiten ihre ersten 1.-Liga-Wettkämpfe am 16. November.

02.10.2019 - 14:00

Nur wär 51 Jahre oder älter ist, darf an dieser Meisterschaft teilnehmen. Das ist das Schöne und Besondere am Schießsport, denn dem Alter sind keine Grenzen gesetzt. So kämpfen die Pistolenschützen in den Disziplinen Luftpistole, Freie Pistole und 25m-Pistole um den begehrten Meistertitel. Bei den Gewehrschützen steht das Kleinkaliberschießen auf 50 sowie 100 Meter auf dem Programm. Über 1900 Starts werden so in den Tagen der Deutschen Meisterschaft durchgeführt. Noch nicht genug für die Senioren in diesem Jahr, denn die Deutsche Meisterschaft Luftgewehr bildet vom 25.-27. Oktober den Saisonabschluss in Dortmund.

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