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12.03.2020 - 17:38

Der Griechin wurde die Ehre vom Hellenic Olympic Committee (HOC) erteilt. In einer traditionellen Zeremonie am 12. März im antiken Olympia entzündete sie die erste Fackel für die Olympischen Spiele in Tokio (24. Juli- 9. August), dessen Feuer zuvor mit Hilfe eines Spiegels und der Sonne angezündet wurde und gab damit sozusagen den Startschuss. Genau dort, wo bereits vor 3000 Jahren zum ersten Mal die Olympischen Spiele stattfanden. Auch für Korakaki ein bewegender Augenblick: „Es ist ein Moment, den Worte nicht beschreiben können. Ich hatte Gänsehaut!“

Nach einem traditionellen Tanz und einem abschließenden Gebet trat Pistolenschützin Korakaki mit der Fackel in der einem und einem Olivenzweig in der anderen Hand vor, um diese zu entzünden. Bereits im Vorfeld betonte die Olympiasiegerin gegenüber dem HOC, welch große Ehre dies für sie sei. „Ich freue mich auf diesen Moment, der sich sicher bis zum Ende meines Lebens in mein Herz einbrennen wird.“ 100 Meter trug die Griechin die Flamme durch das Stadion in Richtung des Monuments von Baron Pierre de Coubertin – einem französischen Adeligen, der die Spiele in der Neuzeit wiederbelebte, bevor sie die Fackel an die japanische Marathon-Goldmedaillengewinnerin von Athen 2004, Mizuki Noguchi, übergab und sie damit auf eine einwöchige Reise durch Griechenland schickt. Am 19. März wird die Flamme schließlich in einer Zeremonie an Tokio 2020 übergeben. Der Fackellauf endet mit der Entzündung des olympischen Feuers am 24. Juli im Zuge der Eröffnungsfeier.

„Es ist ein historischer Moment, denn zum ersten Mal in der Geschichte ist eine Athletin die erste Fackelträgerin. Ich glaube, Anna Korakaki hat die griechische Fahne und unser Land würdig vertreten und verdient es dadurch, nicht nur wegen ihrer zwei Medaillen bei den Olympischen Spielen von Rio de Janeiro, sondern auch wegen ihres Erfolg im Anschluss“, so HOC Präsident und IOC Mitglied Spyros Capralos. Für Korakaki bleibt am Ende des Tages nur ein Wunsch: „Mein größter Wunsch wäre es, dass jeder Athlet einmal diesen magischen Moment erleben könnte.“

Der Link zum Video zeigt die gesamte Zeremonie, Korakaki übernimmt die Fackel ab ca. 1:10:35

12.03.2020 - 15:26

Bei Regen und Wind hatten die sechs Finalisten alles andere als perfekte Bedingungen. Doch Löw ließ sich davon nicht beeindrucken: Vier Finalscheiben musste er von den ersten 25 zwar fliegen lassen, damit lag er jedoch als Zweiter hervorragend im Rennen. Auch in der Folge war der 38-Jährige hoch konzentriert und pulverisierte die Scheiben in konstanter Regelmäßigkeit. Nacheinander mussten sich die Konkurrenten geschlagen geben, bis nur noch Löw und der Kroate Anton Glasnovic übrig blieben. Als Löw seine Schüsse 44 bis 46 nicht ins Ziel brachte, war die Vorentscheidung gefallen, am Ende hieß es 41:44 aus Sicht des Bundeswehr-Angehörigen.

Bundestrainer Uwe Möller lobte seinen Routinier: „Das war eine ganz starke Leistung von Andy. Das hatte sich die Woche über schon im Training angedeutet, als keine Runde unter 24 war. Und das galt es, im Wettkampf rüberzubringen, und das hat er abgezockt gemacht. Vor allem auch im zweiten Teil der Qualifikation, bei der die Anspannung sehr hoch ist, und im Finale hat er gezeigt, was er kann.“

In der Qualifikation lag Löw von Beginn an auf Finalkurs. Nach Tag eins und 75 Scheiben war er mit 73 Treffern bereits unter den ersten sechs Schützen, nach einer weiteren vollen Runde sowie einer abschließenden 24 zog er als Erster, gleichauf mit dem Mexikaner Jorge Diaz, mit 122 Treffern in das Finale ein. Auch Steve Eidekorn schlug sich gut. Bei seinem erst dritten Weltcup landete er mit 116 Treffern auf Platz 35, eine 21 in der zweiten Serie verdarb ihm ein noch besseres Ergebnis. Marco Kroß startete „unterirdisch“ mit 18 Treffern und zeigte in der Folge, was er wirklich zu leisten imstande ist. Am Ende standen 109 Treffer und Platz 66 zu Buche. Michael Goldbrunner erzielte 106 Treffer in der MQS-Wertung. „Wir haben gezeigt, dass wir etwas drauf haben. Steve Eidekorn hat nicht enttäuscht, die anderen haben gezeigt, dass noch Baustellen vorhanden sind. Diese wollen wir in der nächsten Woche beim Lehrgang angehen“, so Möller.

Mit drei Medaillen – zuvor gab es Gold für Skeeterin Nadine Messerschmidt und Silber für das Skeet Mixed Duo Nele Wißmer & Felix Haase – sowie weiteren guten Platzierungen avancierten die deutschen Schützen in Nikosia zur erfolgreichsten Nation. Nun gilt es, die Form zu konservieren bzw. weiter auszubauen, um beim verschobenen Weltcup in Neu Delhi/IND (20.-29. Mai), aber vor allem bei der EM in Chateauroux/FRA (6.-20. Mai), bei der die letzten Quotenplätze für Tokio 2020 vergeben werden, voll da zu sein.

Das deutsche Team in Nikosia

Skeet: Nadine Messerschmidt, Katrin Wieslhuber, Nele Wißmer, Vanessa Hauff, Tilo Schreier, Felix Haase, Sven Korte

Trap: Sarah Bindrich, Marie Louis Meyer, Katrin Quooß, Bettina Valdorf, Andreas Löw, Marco Kroß, Steve Eidekorn, Michael Goldbrunner

12.03.2020 - 11:50

Im Serviceteil ist in dieser Ausgabe die Vollständigkeit der Ausrüstung ein Schwerpunkt. Was muss ich beim Packen meines Bogenkoffers berücksichtigen, welche Ersatzmaterialien benötige ich, welche Eventualitäten bei einem Wettkampf in der Fremde muss ich beachten? Diese Fragen beantwortet Sandra Sachse im Ausrüstungsteil, und in der Rubrik Training schließt sie daran in der sportlichen Vorbereitung auf einen Wettkampf an. Um das Selbstvertrauen, diesen für Erfolg wie Misserfolg in allen Sportarten so entscheidenden Faktor, berichtet Sportpsychologin Dr. Grit Reimann, Sportorthopäde Martin Bauer schreibt über die erstaunlichen möglichen Auswirkungen des Kiefers auf den gesamten Körper.

Die Geschichte der Frauen im Bogensport beleuchtet passend zum Weltfrauentag in einer Reportage unsere Autorin Nele Satie – die Kleidung symbolisiert dabei die unterschiedliche Wahrnehmung des weiblichen Geschlechts in der Zeitgeschichte. Für einen Bogenurlaub stellt sie in dieser Ausgabe die Region Donauwald mit ihrem Parcours vor.

Wer sich das Heft sichern möchte – oder eine frühere Ausgabe – hat online die Bestellmöglichkeit unter www.uzv.de, und er kann wählen zwischen gedruckter und digitaler Form. Außerdem ist „Faszination Bogen“ an jedem Zeitschriftenkiosk in Bahnhöfen und Flughäfen erhältlich – in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

11.03.2020 - 14:11

Dabei sah es ganz lange nach eben diesen Finalteilnahmen aus: Schreier begann den ersten Tag mit drei perfekten 25-er Serien und ließ am zweiten Tag eine vierte folgen. Korte folgte mit einer Scheibe dahinter – ebenfalls sehr aussichtsreich. „Unsere Männer stürzten sich sehr entschlossen in diesen Weltcup und waren natürlich durch die bisherigen Erfolge hoch motiviert“, sagte Krämer. In der alles entscheidenden fünften Serie ließen beide aber jeweils drei Scheiben fliegen – zu viel in dem hochklassigen Teilnehmerfeld. Der Finaleingang lag bei 123 Treffern und musste im Stechen ausgeschossen werden. Die Plätze 15 – Schreiers 122 Treffer waren internationale Bestleistung - 23 und 31 verdeutlichen, dass die Trauben in Nikosia extrem hoch hängen.  

„Es waren bei unseren Jungs nicht die Nerven oder die Kondition, sondern es fehlte an Mut, den Wettkampf entschlossen zu beenden! Es war ein toller und spannender Kampf auf höchstem Niveau! Die gesammelten Erfahrungen sind mit Geld nicht aufzuwiegen“, zog Krämer ein zufriedenes Fazit.

Im Trap Mixed-Wettbewerb belegten Katrin Quooß & Andreas Löw Platz 15 (135 Treffer), Sarah Bindrich & Marco Kross wurden 24. (120). Der Weltcup endet mit dem Einzel-Wettbewerb Trap Männer.

Als nächstes steht für die Flinten-Fraktion der Weltcup in Neu Delhi/IND auf dem Plan, der wegen des Coronavirus auf den 20.-29. Mai verschoben wurde.

Das deutsche Team in Nikosia

Skeet: Nadine Messerschmidt, Katrin Wieslhuber, Nele Wißmer, Vanessa Hauff, Tilo Schreier, Felix Haase, Sven Korte

Trap: Sarah Bindrich, Marie Louis Meyer, Katrin Quooß, Bettina Valdorf, Andreas Löw, Marco Kroß, Steve Eidekorn, Michael Goldbrunner

11.03.2020 - 13:29

Überragend für das deutsche Schießwesen, in mehrerlei Hinsicht, war das Bundesligafinale mit Luftgewehr und Luftpistole in Rotenburg an der Fulda. Alles war dabei, was der Schießsport nur so bieten kann. Dramatik, eine unglaubliche Stimmung, eine hervorragende Zuschauerzahl, erstklassige Leistungen, Überraschungen und Favoritensiege. Dazu ist speziell für eine Person ging ein ganz besonderer Traum in Erfüllung gegangen. Über die Viertel- und Halbfinals am Samstag und dann den Kampf um den Medaillen am Sonntag berichtet Ihre DSZ ausführlich und detailliert.

War dieses Bundesligafinale eine reine Freude, galt dies bei den Europameisterschaften im Luftdruckschießen nur bedingt, nämlich nur für den Nachwuchs. Juniorinnen und Junioren erzielten bemerkenswerte Erfolge, die auf die Zukunft hoffen lassen. Für die Gegenwart sieht es indes weniger optimistisch aus, denn die Erwachsenen verpassten – bis auf eine im Vergleich unwichtige Ausnahme – die Medaillen, vor allem aber die angestrebten Olympia-Quotenstartplätze. Im Bereich Pistole war in dieser Hinsicht sehr viel Pech im Spiel, im Bereich Gewehr fehlte es jedoch klar an Leistungsstärke. Die DSZ analysiert die Situation nach Wroclaw in Hinblick auf Tokio.

Der Ball des Sports findet zudem Berücksichtigung, dazu reichlich Informationen aus dem Servicebereich für Vereine, in Richtung Ausrüstung, für das Gewehr- und nach längerer Pause wieder zum Pistolentraining. Dazu gibt es zahlreiche weitere nützliche und wichtige Informationen.

Wer sich eigens das kommende Heft sichern möchte – oder eine frühere Ausgabe – hat online die Bestellmöglichkeit unter www.uzv.de, und er kann wählen zwischen gedruckter und digitaler Form.

11.03.2020 - 11:40

Um den Ausbruch bzw. die Weiterverbreitung des Coronavirus einzuschränken, wurden Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern entsprechend der Vorgaben der bayerischen Staatsregierung ohnehin abgesagt oder müssten im kleineren Rahmen stattfinden, Events mit mehr als 500 Menschen könnten nur dann stattfinden, wenn im Einzelfall dargelegt werde, dass das Ansteckungsrisiko gering ist. Zwar war für die Deutsche Meisterschaft nicht mit mehr als 1.000 Personen zu rechnen, die erforderliche Einzelfallentscheidung bei mehr als 500 Personen wurde vom Landratsamt Hof unter Abwägung aller Umstände jedoch negativ bewertet. Zuletzt hatte es in Hof zwei bestätigte Corona-Fälle gegeben und das Reinhart-Gymnasium wurde vorübergehend geschlossen.

„Mir blutet das Herz, aber wir stellen uns als Deutscher Schützenbund natürlich unserer gesellschaftlichen Verantwortung“, sagt Vizepräsident Sport Gerhard Furnier: „An oberster Stelle aller Überlegungen steht die Gesundheit von Zuschauern, Sportlern, ehrenamtlichen Helfern und aller weiterer beteiligter Personen."

Zur Zeit wird das weitere Vorgehen geprüft, der Deutsche Schützenbund wird zeitnah weitere Informationen geben.

09.03.2020 - 09:43

Im Gold-Finale gegen Russland II lieferten sich Wißmer & Hasse über die kompletten 40 Schuss ein packendes Duell. Nach der Hälfte führte das DSB-Duo mit einer Scheibe Vorsprung (17:16), ehe zu Beginn der zweiten Hälfte zwei deutsche Scheiben unberührt blieben. Die Russen blieben bis zum Ende makellos und sicherten sich am Ende verdient den Sieg (36:34). „Das war ein superschöner Tag, es hat viel Spaß gemacht“, meinte Wißmer und Haase ergänzte: „Wir sind überrascht, das müssen wir erst einmal sacken lassen.“

Bereits in der Qualifikation hatten Wißmer & Haase eine glänzende Visitenkarte abgegeben: 143 Scheiben wurden getroffen, Platz zwei gemeinsam mit Zypern und Russland I. Somit musste ein Shoot-off um die Teilnahme am Goldfinale entscheiden, das die Deutschen gewannen. Das zweite DSB-Duo, Nadine Messerschmidt / Sven Korte, kam auf 135 Treffer und hatte mit dem Medaillen-Ausgang nichts zu tun. Bundestrainer Axel Krämer meinte: „Beflügelt durch die Medaille am Vortag und einer Top-Stimmung im Team, gelang uns wieder der Schritt aufs Treppchen.“ Und vielleicht nicht zum letzten Mal. Im Männer-Wettbewerb gehen Felix Haase, Tilo Schreier und Sven Korte hoffnungsvoll an den Start: „Wir hoffen, dass wir das Medaillen-Triple voll machen“, so Haase.

Trap-Frauen ohne Finalchance

Im Trap-Wettbewerb der Frauen hatte das deutsche Trio Katrin Quooß (110), Bettina Valdorf (104) und Sarah Bindrich (103) nichts mit der Vergabe der Medaillen zu tun. Marie-Louis Meyer schoss in der MQS-Wertung ebenfalls 103 Scheiben. Quooß fehlten als 18. exakt fünf Scheiben für den Finaleingang. Bundestrainer Uwe Möller analysierte: „Katrins Grundniveau ist vorhanden, das war aber pro Serie eine Scheibe zu wenig, um eine Chance für das Finale zu haben. Es haben sich schon einige Baustellen aufgetan, z.B. die Startphase des Wettkampfes und Fehlerverarbeitung. Alle haben gut gekämpft, aber die fehlende Wettkampfpraxis spiegelt sich in den Ergebnissen wider.“

Das deutsche Team in Nikosia

Skeet: Nadine Messerschmidt, Katrin Wieslhuber, Nele Wißmer, Vanessa Hauff, Tilo Schreier, Felix Haase, Sven Korte

Trap: Sarah Bindrich, Marie Louis Meyer, Katrin Quooß, Bettina Valdorf, Andreas Löw, Marco Kroß, Steve Eidekorn, Michael Goldbrunner

08.03.2020 - 12:10

Der Erfolg bahnte sich bereits in der Qualifikation an: Messerschmidt war die einzige Schützin, die mit zwei perfekten 25-er Serien anschoss. Insgesamt schloss sie die Qualifikation mit hervorragenden 122 Treffern ab – neue persönliche Bestleistung. „Persönliche Bestleistung bei extremen Bedingungen mit Sturmböen. Sie hat geschossen, wie eine ,Alte‘“, lobte Bundestrainer Axel Krämer seine Athletin.

Auch im Finale der besten sechs Schützinnen zeigte Messerschmidt ihre Klasse: Nach den ersten 20 Scheiben war sie Zweite, nach 40 Scheiben hatte sie bei nur vier Fehlern die Führung übernommen. Dabei ließ sie sich auch von einigen technischen Unterbrechungen („Damit bin ich besser zurecht gekommen, als ich vorher gedacht habe!“) und ihrer einzigen „Schwächephase“ mit drei Fehlern bei sechs Schüssen nicht aus der Spur und Ruhe bringen, denn danach unterlief der Sportsoldatin nur noch ein weiterer Fehlschuss. 52 Treffer gegenüber 49 der Thailänderin Sutiya Jiewchal Oemmit brachten Messerschmidt schließlich den größten Erfolg ihrer Karriere. „Ich bin überglücklich, dass alles so geklappt hat. So kann es weitergehen“, sagte die frisch gebackene Weltcupsiegerin.

Damit spielt sie vor allem auf die Europameisterschaft in Chateaouroux/FRA (6.-20. Mai) an, in deren Rahmen die zwei letzten Skeet-Quotenplätze für Tokio 2020 vergeben werden. Bislang haben die deutschen Skeet-Schützinnen einen Olympia-Startplatz sicher, einen zweiten soll es dann in Frankreich geben. „Wir werden uns in Ruhe darauf vorbereiten und hoffen, dass es wieder so gut klappt“, meint Messerschmidt.

Hoffnung macht nicht nur das Top-Ergebnis von Messerschmidt, sondern auch die Leistungen der anderen DSB-Schützinnen: Katrin Wieslhuber schoss in der MQS-Wertung 117, Nele Wißmer kam nach schwachem Start (18) noch auf gute 113 Treffer, Vanessa Hauff schoss konstant und erreichte 111 Treffer.

06.03.2020 - 09:57

Herr Abel, die Druckluft-Europameisterschaft in Breslau ist vorbei. Wie fällt ihr Fazit aus?
Thomas Abel: „In Bezug auf die Quotenplätze natürlich ernüchternd, da hatten wir uns mehr erhofft. Wenn man sich die Leistungen ansieht, vor allem im Luftpistolenbereich, dann stimmt das für die Zukunft positiv. Denn mit Robin Walter als Fünfter und Andrea Heckner als Zehnter waren zwei Sportler vorne, die im vergangenen Jahr noch als Junioren gestartet sind und gezeigt haben, dass sie den Übergang problemlos geschafft haben. Im Luftgewehr ist es ähnlich, auch dort war mit Anna Janßen die jüngste Athletin nahe dran. Bei den Männern sind wir etwas weiter weg, wobei Maximilian Dallinger eine gute Leistung gezeigt hat, leider ist Julian Justus krankheitsbedingt ausgefallen. Super war natürlich der EM-Titel mit der Luftpistole durch Vanessa Seeger. Wir müssen es bei den Nachwuchs-Leuten schaffen, dass die Leistung stabilisiert wird und der Sprung zu den Erwachsenen gelingt. Und vielleicht müssen wir auch starke Nachwuchs-Sportler früher in ausgewählte Weltcups reinnehmen, damit diese dort Erfahrung sammeln.“

Fakt ist aber auch, dass kein avisierter Quotenplatz für Tokio 2020 gewonnen werden konnte!
Thomas Abel: „Wir hatten uns – ganz klar – Quotenplätze sowohl im Gewehr- als auch im Pistolenbereich erhofft. Die Ergebnisse geben uns Recht, dass das im Bereich des Machbaren lag. Vor allem im Pistolenbereich fehlte nur ein Ring bzw. ein Rang. Aber als Fazit muss man sagen: Wir haben unser Ziel verfehlt!“

Es gibt im Kugelbereich nur noch zwei Events für Quotenplätze: Die Flinten-EM in Chateauroux und das europäische Qualifikationsturnier in Pilsen für Gewehr & Pistole. Wie sieht das der Chef-Bundestrainer?
Thomas Abel: „Wenn man vier Jahre zurück blickt und vergleicht, ist es vor allem im Gewehrbereich ein deutlicher Einbruch. Die Leistung von Breslau lässt hoffen, dass wir in Pilsen noch Quotenplätze holen. Allerdings wird es nicht einfacher, denn der Druck nimmt natürlich weiter zu. Wenn alle Stricke reißen, müssen wir auf die Weltrangliste hoffen, über die sich der beste noch nicht qualifizierte Athlet das Tokio-Ticket sichert.“

Wie beurteilen Sie die Lage im Bogen-Bereich? Das Frauen-Team ist komplett dabei, die Männer haben noch zwei Chancen!
Thomas Abel: „Für die Gesamtmannschaft wäre es toll, wenn man noch den Team-Quotenplatz der Männer in Berlin gewinnen könnte. Dafür ist es meiner Meinung nach sehr wichtig, vorher bei der EM in Antalya einen Einzel-Quotenplatz zu gewinnen, denn das würde diesen finalen Druck nehmen, um dann in Berlin mit lockerer Stimmung und einem sehr guten Tag, das Teamticket zu lösen. Das wird eh sehr schwierig, wenn man sieht, wie viele gute Nationen noch keinen Team-Quotenplatz haben.“

Aktuell gibt es neun Quotenplätze (6x Kugel, 3x Bogen). Mit welcher Teamgröße rechnen Sie für Tokio?
Thomas Abel: „Im Gewehrbereich können wir noch mit ein bis zwei Plätzen rechnen, bei Pistole, Flinte und Bogen jeweils mit einem. Dann wären wir bei 14 Quotenplätzen, was mannschaftlich deutlich weniger wäre als bei den bisherigen Olympischen Spielen, aber die Qualität wäre ebenso hoch wie die Medaillenchancen.“

05.03.2020 - 11:38

Aufgrund der derzeit vorliegenden Informationslage gehen wir davon aus, dass die anstehenden Veranstaltungen des Deutschen Schützenbundes (u.a. die Deutsche Meisterschaft Bogen Halle in Hof sowie diverse Gremiensitzungen) wie geplant stattfinden können.

Dies selbstverständlich unter Beachtung der bei anderen Tröpfcheninfektionen bekannten Hygieneempfehlungen: Wie bei Influenza und anderen Atemwegserkrankungen schützen das Einhalten der Husten- und Nies-Etikette (z. B. Husten, Niesen in die Ellenbeuge), eine gute Händehygiene (mind. 20 Sekunden gründliches Waschen der Hände mit Wasser und Seife), sowie Abstand zu Erkrankten (etwa 1 bis 2 Meter) auch vor einer Übertragung des neuartigen Coronavirus. Diese Maßnahmen sind auch in Anbetracht der Grippewelle überall und jederzeit angeraten.

Sollte sich die Bewertung der das Coronavirus betreffenden Lage aus Sicht der zuständigen Behörden ändern, so entscheiden die regionalen Gesundheitsbehörden, wie Gesundheits- und Landratsämter vor Ort, über mögliche Maßnahmen. Wir werden die Situation weiterhin aufmerksam beobachten, uns mit den relevanten Dachorganisationen abstimmen und bei relevanten Veränderungen der aktuellen Lage zeitnah informieren.

DEUTSCHER SCHÜTZENBUND e.V.

Wiesbaden, 05.03.2020

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