02.06.2022 - 12:30

Mit Elina Idensen ist eine Schützin dabei, die zuletzt in Gwangju/KOR ihren ersten WA-Weltcup absolvierte und dort als Siebte der Qualifikation eine tolle Premiere feierte.

Das Septett Idensen, Clea Reisenweber, Regina Kellerer, Johanna Klinger, Max Moulliet, Fredrik Roether und Erik Linke nahm bereits 2021 an der Nachwuchs-WM in Breslau/POL teil und will die dort gesammelten Erfahrungen in diesem Jahr in gute Leistungen umsetzen.

Das deutsche Team

Junioren: Clea Reisenweber (Berlin), Elina Idensen (Bad Münder), Johanna Klinger, Andra Klinger (beide Dachau), Erik Linke (Berlin), Domenic Merkel (Altdorf), Ben Greiwe (Ahrensfelde), Mathias Kramer (Lähden), Max Moulliet (Hatzenbühl)

Kadetten: Regina Kellerer (Raubling), Fredrik Roether (Freiburg)

01.06.2022 - 17:34

Bei hochsommerlichen Temperaturen und guter Atmosphäre ging es am Freitag in den Single mix an den Start. Das Teilnehmerfeld war überschaubar. Die Qualität der Wettkämpfe sorgte aber für Spannung. Bei den Junioren siegten Daniel Gruber und Eva Cruchten knapp mit 9 Sekunden Vorsprung in der Addition der beiden Wertungsläufe vor Marco Ammirati und Sophia Goller aus Italien.  Platz drei und vier ging auch nach Deutschland, Luco Goehmann und Tessa Dietrich kamen vor Tobias Müller und Leonie Huth als Drittplatzierte ins Ziel.

In der Klasse der Senioren drehten die Italiener das Bild um. Hier siegten die Italiener Giovanni Pezzi und Annamaria Schwingshackl mit 14 Sekunden Vorsprung vor Sven Müller und Kerstin Schmidt. Platz drei ging mit 6 Sekunden Vorsprung wiederum nach Italien. Den vierten Rang erreichten Dominik Hermle und Anja Fischer.

Das doch recht ausgeglichene Teilnehmerfeld versprach für den Folgetag mit den Einzelwettbewerben viel Spannung. Die Erwartungen wurden voll erfüllt. Pünktlich um 9.30 Uhr erfolgte der erste Start mit den Juniorinnen.  Die Spannung am Schießstand war ebenso hoch wie die Temperaturen. Am Ende hatte die Italienerin Annamaria Schwingshackl die Nase knapp vor Eva Cruchten und Sophia Goller. Platz vier ging an Tessa Dietrich und Platz fünf an Leonie Huth. Bei den Junioren hatten im Ziel drei Italiener das Podest für sich erobert. Für die deutschen Teilnehmer blieben Platz vier (Daniel Gruber) und fünf (Luca Göhmann). Die Debütanten Benjamin Guggenmos und Tobias Müller belegten die Plätze neun und zehn. In der Damenklasse stand der deutsche Sieg schon vor dem Start fest. Leider waren die Siegerin Kerstin Schmidt mit 9.21.7 Minuten und die zweitplatzierte Anja Fischer mit 9.33.7 Minuten die einzigen Starter in dieser Klasse. Die beiden lieferten sich einen harten Kampf und erzielten hervorragende Zeiten.  Bei den Herren zeigte der Italiener Giovanni Pezzi seine Dominanz. Mit 20 Sekunden Vorsprung konnte er in beiden Läufen den Sieg sicher nach Hause bringen. Den zweiten Platz belegte Lorenzo Chiocchetti. Den Bronzeplatz konnte Sven Müller mit einer Zehntelsekunde vor Dominik Hermle für sich erkämpfen. Es waren harte Kämpfe. Die erzielten Zeiten spiegeln die spannenden Wettkämpfe wider. „Es wird immer deutlicher, dass der Erfolg im Schießstand eine bedeutende Rolle spielt. Aber das ist genau das, was den Target Sprint so interessant macht. Wir freuen uns schon auf die nächsten Wettkämpfe in Luzern“, sagte Trainerin Sylvia Torba.

01.06.2022 - 14:31

Wenn im Spätsommer das eigentliche Jubiläum „50 Jahre Olympische Spiele“ in München mit Veranstaltungen und Ausstellungen groß gefeiert wird, werden die Plakate mit den 21 olympischen Sommersportarten im Mittelpunkt des Interesses stehen. Sie waren das zentrale optische Informationsmittel und sind – neben dem Olympiapark – die wichtigsten erhaltenen Zeugnisse des visuellen Erscheinungsbildes der Spiele.

Das Foto, auf dem das Motiv des Posters „Bogenschießen“ basiert, entstand bereits im Jahr 1967. Irene Lehner war damals noch gar nicht so lange Mitglied des 1. Münchner Bogenclubs (1. MBC), aber durch außergewöhnliche Leistungen aufgefallen und hatte gerade ihre erste Berufung zur Sichtung für die Nationalmannschaft erhalten, wie sie erzählt. Obwohl die Trainingsmöglichkeiten für den 1. MBC, der nur aus 11 Mitgliedern bestand, wirklich nicht besonders waren. „Wir übten samstags und sonntags auf der Bezirkssportanlage.“ Um Werbung für das Bogenschießen zu machen, kam sie auf die Idee, doch mal bei der in den 1960er Jahren weit verbreiteten, alle zwei Wochen erscheinenden „Sport-Illustrierten“ anzurufen und sie zu bitten, auch einmal über ein großes Bogenturnier zu berichten. Am besten über den bevorstehenden Länderkampf gegen die CSSR (heute Tschechien und Slowakei). Das war damals allerdings nicht ohne erheblichen Visa- und sonstigen bürokratischen Aufwand möglich, und die Sport-Illustrierte schickte einen Reporter und den renommierten Sportfotografen Max Mühlberger ins Trainingslager der Bogen-Nationalmannschaft nach Nürnberg. Dort schoss Mühlberger das Foto während einer Trainingseinheit. „Das Bild entstand nach dem Training, sie haben uns gesagt, wir sollen uns so und so hinstellen, und dann haben sie das Foto und noch ein paar andere gemacht“, berichtet Irene Lehner. Hand und Arm im Vordergrund und der große Bogen gehören zu Siegfried Ortmann, dem damals und später besten deutschen Bogenschützen, vielfachen Deutschen Meister, mehrfachen WM-Teilnehmer und 1972 Mitglied der Olympiamannschaft.

Das Bild erschien dann mit einigen anderen in der Sport-Illustrierten, auch mal in der Bild-Zeitung, die damit versehentlich den Bericht über eine für Deutschland erfolgreiche Feldbogen-EM schmückte, und 1969 in einem Lehrbuch über das Bogenschießen. Wie der Olympia-„Gestaltungsbeauftragte“ Otl Aicher an das Foto kam, ist nicht bekannt. Es befand sich wahrscheinlich im Katalog der Sportagenturen, die Aicher nach Motiven zu den einzelnen Sportarten anfragte. Jedenfalls erschien er persönlich eines Tages in der Sport-Scheck Filiale Waldtrudering, wo Irene Lehner als Verkäuferin arbeitete und eine Bogenabteilung aufbaute. Otl Aicher, so erzählt sie ganz unspektakulär, „zeigte mir einen Entwurf von dem Plakat und fragte mich, ob ich damit einverstanden sei“. Irene Lehner sagte ja und unterschrieb ein Schriftstück, womit sie wahrscheinlich alle Rechte abtrat. Als das Plakat dann auf den Markt kam und unübersehbar überall präsent war, bekam Irene Lehner dann noch Schwierigkeiten mit ihren Vereinskollegen, die ihr vorwarfen, gegen das Amateurstatut verstoßen zu haben. „Dabei habe ich weder damals noch später jemals einen Pfennig bekommen, nicht mal ein Plakat“, beteuert sie. Das schenkte ihr ihre Schwägerin, die bei Franzis-Druck in München arbeitete, wo das Poster hergestellt wurde.

Irene Lehner, das Gesicht des Bogenschießens bei den Olympischen Spielen 1972, hat es selbst nicht zum olympischen Turnier im Englischen Garten geschafft. Drei Jahre lang war sie die unangefochten führende deutsche Bogensportlerin, war Deutsche Meisterin und nahm an Europameisterschaften teil. Als ihr Sohn 1970 schwer verunglückte, schaltete sie einen Gang zurück, gründete 1972 den Bogenclub Hofolding südlich von München, in dessen Vorstand sie 40 Jahre wirkte. Jetzt freut sie sich auf die Finalwettkämpfe bei  den Europameisterschaften auf der Theresienwiese. Wer noch ein Bogenplakat von 1972 zuhause hat, sollte es mitbringen – Irene Lehner wird gerne ihr Autogramm darauf schreiben.

01.06.2022 - 14:06

Der Präsident des Verbandes Gerd Hamm begrüßte neben den Delegierten besonders den Ehrenpräsidenten des LSV M-V Peter Viezens und drückte seine Freude aus, sich nun endlich wieder von Angesicht zu Angesicht und ohne Auflagen gegenüber zu sitzen. In einem feierlichen Festakt mit der Ansprache des Präsidenten des LSV M-V, den Grußworten des 1. Vizepräsidenten des Deutschen Schützenbundes Lars Bathke und dem Vertreter für die Landesschützenverbände, dem Präsidenten des Brandenburgischen Schützenbundes Dr. Gert- Dieter Andreas begann die 26. Delegiertenversammlung 2022. Die Anwesenden gedachten in einer Schweigeminute Ihrer im vergangenen Jahr verstorbenen Schützenkameraden und ehrten insgesamt elf Mitglieder des Verbandes, die sich um das mecklenburgische, pommersche und deutsche Schützenwesen Verdienste erworben haben.

Zur Freude der Delegierten brachte DSB-Präsidiumsmitglied Lars Bathke ein Gewehr der Firma Carl Walther GmbH UIm zur Übergabe an den Landesschützenverband in M-V mit. Seit 130 Jahren gestaltet das Unternehmen Carl Walther die Zukunft der Waffentechnik mit und ist als führender Hersteller für Sport- und Behördenwaffen am Markt. In einer Vereinbarung zwischen dem Deutschen Schützenbund und der Carl Walther GmbH bekommen alle Landesverbände unter dem Dach des DSB in diesem Jahr ein Walther Gewehr oder eine Walther Pistole, welche ausschließlich für die Nachwuchsarbeit bereitgestellt werden sollen. Gerd Hamm bedankte sich und kündigte an, dass man gemeinsam schauen wird, in welchen Vereinen gute Nachwuchsarbeit geleistet wird und wen man unterstützen kann.

Nach einer 15-minütigen Pause fanden sich die Delegierten zur eigentlichen 26. Delegiertenversammlung zusammen und arbeiteten die Tagungsordnungspunkte ab. Neben dem Arbeitsbericht des Präsidiums für 2021, dem Bericht zum Haushaltsjahr 2021 und dem Plan für 2022, dem Bericht zur Rechnungsprüfung, verlesen vom 1. Vizepräsidenten des Kreisschützenbundes Ludwigslust-Parchim René Möller wurde das Präsidium des LSV M-V von den Delegierten einstimmig für das Haushaltsjahr 2021 entlastet. Auch die Beschlussfassung über den Finanzplan 2022 fiel einstimmig aus.

Bevor Präsident Hamm die Delegierten verabschiedete, nahm der Oberst der Gadebuscher Schützenzunft von 1583 e.V. Lutz Kidawa die Gelegenheit wahr und lud alle Schützenfreunde zum 25. Landesschützentag vom 30.06 bis 01.07. 2023 in die mecklenburgische Kleinstadt ein. Der Gadebuscher Verein hatte sich im Februar dieses Jahres um die Austragung beworben und erhielt den Zuschlag durch das Präsidium des LSV. Der Landesschützentag wird in das traditionell jedes Jahr stattfindende Münzfest in Gadebusch miteingebunden sein.

Präsident Hamm rief alle Schützen dazu auf, der Einladung der Gadebuscher Schützenkameraden zu folgen und den 25. Landesschützentag 2023 zu einem unvergesslichen Erlebnis werden zu lassen.

Er bedankte sich bei den Delegierten für die Teilnahme an der Veranstaltung und wünschte „Gut Schuss“.

(LSV M-V)

31.05.2022 - 09:02

Neben der allgemeinen Verbandspartnerschaft zwischen dem führenden Hersteller von Sport- und Jagdmunition aus Fürth und dem DSB wird die Kooperation nun weiter geschärft und soll drei große Bausteine beinhalten: die Jugendförderung, die Unterstützung von Nachwuchswettbewerben wie dem bekannten RWS Shooty-Cup und die Partnerschaft mit den Nationalteams Gewehr, Pistole & Flinte.

Als markantestes Zeichen der Partnerschaft wird der Produktname RWS auch zukünftig auf der offiziellen Präsentationskleidung der Nationalteams Gewehr, Pistole und Flinte an prominenter Stelle erkennbar sein. Das Unternehmen aus Fürth wird somit auch auf der neuen Einkleidung, die voraussichtlich im Laufe des kommenden Jahres im Vorfeld der Olympischen Spiele Paris 2024 erscheinen wird, sichtbar sein, und damit stets an der Seite unserer Athletinnen und Athleten, wenn diese in aller Welt um Medaillen und internationale Titel kämpfen.

Der zweite Baustein der Zusammenarbeit betrifft den bekanntesten nationalen Nachwuchswettbewerb der Deutschen Schützenjugend - den RWS Shooty-Cup - der bereits die Partnerschaft zwischen dem DSB und RWS seit über zwei Jahrzehnten im Namen trägt.

RWS bleibt offizieller Partner und Namensgeber des „Shooty-Cup“ und wird dieses herausragende Event sowohl finanziell als auch mit erheblichen Sachleistungen unterstützen. Auch die Nachwuchswettbewerbe RWS Jugendverbandsrunde und RWS Pistole/Gewehr Team Cup wird RUAG Ammotec weiterhin engagiert fördern.

Zur Förderung der Jugend wird RWS die neue Nachwuchskampagne „#Jugend trifft“ mit Munitionsstipendien unterstützen. Denn mit diesem neuen Projekt sollen Jugendliche angesprochen und für den Schießsport begeistert werden. Dazu sind gleich mehrere Initiativen geplant, u.a. erhalten beim leistungsbetonten Wettbewerb im Lichtschießen die jeweils drei Erstplatzierten der ältesten Jahrgangsklasse mit dem Luftgewehr bzw. der Luftpistole jeweils ein Munitionsstipendium, um den Wechsel vom Lichtschießen in den Druckluftbereich zu erleichtern und zu fördern. 

Es ist uns eine Ehre, den DSB in seiner Nachwuchsarbeit zu unterstützen und gleichzeitig Schießsportinteressierten die Faszination dieses leidenschaftlichen Sports näher zu bringen!

Klaus Waltermann, Leiter Vertrieb Großhandel Deutschland der RUAG Ammotec GmbH

Über die Plattform der Landesschützentage wird ebenfalls die Nachwuchsarbeit unterstützt: Jeder der 20 Landesverbände erhält auf seinem Landesschützentag RWS-Kugeln für den Druckluftbereich. Die Landesverbände sind aufgefordert, diese Sachleistung nach Kriterien wie „beste Nachwuchsarbeit“, „größter Mitgliederzuwachs im Nachwuchsbereich“ oder „Unterstützung von Nachwuchs-Trainingsstützpunkten“ an Vereine, Untergliederungen oder Leistungszentren zu vergeben.

„Es ist uns eine Ehre, den DSB in seiner Nachwuchsarbeit zu unterstützen und gleichzeitig Schießsportinteressierten die Faszination dieses leidenschaftlichen Sports näher zu bringen.“, sagt Klaus Waltermann, Leiter Vertrieb Großhandel Deutschland der RUAG Ammotec GmbH.“

„Wir freuen uns, dass wir die Kooperation mit RUAG Ammotec fortsetzen und neue Akzente in der Partnerschaft setzen. Die drei zukünftig geförderten Bausteine sind elementar für den DSB, und ich bin RUAG Ammotec dankbar, dass wir den gemeinsamen Weg weitergehen“, zeigt sich DSB-Präsident Hans-Heinrich von Schönfels zufrieden.
 

Der Deutsche Schützenbund e.V. (DSB), gegründet im Jahre 1861, ist in 20 Landesverbänden organisiert. Die circa 1,3 Millionen Schützen sind Mitglieder in knapp 14.000 Vereinen. Der DSB verantwortet sowohl die olympischen Disziplinen Flinte, Gewehr, Pistole und Bogen als auch zahlreiche nicht-olympische Disziplinen. Seit 2017 ist Hans-Heinrich von Schönfels Präsident des weltweit mitgliederstärksten nationalen Schießsportverbandes, das „Schützenwesen in Deutschland“ wurde 2015 in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

RWS ist eine Qualitätsmarke der RUAG Ammotec GmbH. Die Marke RWS entstand 1886 aus den Rheinisch-Westfälischen Sprengstoff-Fabriken, die im Jahre 1931 zur Dynamit Nobel kamen und dann 2002 in die RUAG Ammotec überging. Sowohl anspruchsvolle Jäger als auch ambitionierte Schießsportler weltweit schätzen die hohe Qualität aus Fürth. RWS ist heute Europäischer Marktführer bei Jagdmunition und bietet sowohl Büchsen- und Schrotpatronen, Randfeuerpatronen als auch Luftgewehrkugeln an. RUAG Ammotec gehört zum Schweizer Technologiekonzern RUAG International Holding AG.

30.05.2022 - 15:24

„Ich bin begeistert und einfach froh, dass ich zur Zeit so gut drauf bin“, sagte Schwald nach dem Wettkampf. Und dabei war sogar noch mehr möglich, denn um lediglich ein Zehntel lag er am Ende der 25 Schuss hinter dem Bulgaren Kaloyan Stamenov und verpasste das Goldmatch somit denkbar knapp. Die vierte Serie (47,9) hatte den 30-Jährigen zurückgeworfen. Doch die Zufriedenheit überwog, der gesamte Wettkampf inklusive Qualifikation lief gut: „Es lief alles recht rund. Ich hatte schon in der Probe 15 Zehner in Folge. Die ersten dreißig Schüsse in der Qualifikation waren dann schon etwas verkrampft, aber immer noch voll okay, nach einer kleinen Pause gings dann richtig gut und ich bin froh, dass die zum Schluss so gut reingeflogen sind, dass gleich klar war, dass es bestimmt fürs Finale reichen wird.“ Am Ende standen für Schwald starke 584 Ringe und Platz zwei auf dem Tableau.

Ich bin begeistert und einfach froh, dass ich zur Zeit so gut drauf bin!

Michael Schwald gewann nach Silber in Kairo mit Bronze in Baku erneut beim Weltcup eine Einzelmedaille

Für Christian Reitz reichte es haarscharf nicht zum Einzug in die Runde der besten Acht: Ein Ring fehlte ihm (581) als Neunter. Paul Fröhlich (18. Platz) und Michael Heise (22.v Platz) schossen jeweils 576 Ringe, David Probst 574 Ringe (29. Platz).

Im Wettbewerb der Frauen reichte es für die vier DSB-Schützinnen nicht für das Finale: Svenja Berge landete als Beste mit 571 Ringen auf Platz 15. Es folgten Sandra Reitz (569, 21. Platz), Michelle Skeries (566, 35. Platz), Monika Karsch (565, 41. Platz) und Doreen Vennekamp (563, 44. Platz).

Im Luftpistolen-Mixed gingen die beiden deutschen Duos leer aus: Christian und Sandra Reitz schossen mit 577 Ringen exakt einen Ring zu wenig, um das Bronzematch zu erreichen. Svenja Berge und Michael Schwald landeten mit 573 Ringen auf Platz zehn.

Trap: Murche abermals im Halbfinale

Auf dem windigen Flintenstand schnitt abermals Kathrin Murche am besten ab: Die Sportsoldatin traf in der Qualifikation 114 Scheiben und landete mit vier weiteren Athletinnen auf Rang sechs. Im Stechen sicherte sie sich den Platz im Halbfinale. Dort hatte sie jedoch keinen guten Start, schoss an zwei der fünf Auftaktscheiben vorbei und war somit von Beginn an „hintendran“. Acht Treffer in Folge ließen sie auf Position zwei klettern, doch die Scheiben 14 und 15 flogen in die schier unendliche Weite Bakus. Damit schied sie vorzeitig aus, das Positive überwog dennoch bei ihr: "Klar erhofft man sich am Ende von dem Finale mehr, vor allem, weil es schade war, dass ich die letzten beiden vorbei geschossen habe. Am Ende bin ich dennoch zufrieden, da ich relativ konstant geschossen habe und erneut Final-Erfahrungen sammeln konnte." Auch Bundestrainer Uwe Möller war zufrieden mit ihrem Auftritt in Aserbaidschans Hauptstadt: „Schade, dass sie die letzte Scheibe verpasst hat. Im Shootoff hat sie sich souverän behauptet. Sie zeigt, dass ihre Formkurve weiter nach oben geht und die Form stimmt.“ Bereits beim Weltcup in Nikosia hatte Murche mit Platz sechs ein Top-Ergebnis erzielt.

Bettina Valdor als 33. (106 Treffer) und Nadine Halwax als 52. (94 Treffer) sammelten wertvolle Erfahrung auf einem der schwierigsten Flintenstände überhaupt.

Bei den Männern verfehlte Andreas Löw das Halbfinale exakt um eine Scheibe. Der Halbfinaleingang lag bei 120 Treffern, Löw traf 119 und wurde damit 18. „Das war schade, dass Andy in der letzten Serie eine 23 geschossen hat, sonst wäre er im Halbfinale gewesen. Er zeigt aber, dass er in Richtung EM wieder in Fahrt kommt“, so Möller. Paul Pigorsch als 45. (115) und Marco Kroß als 90. (109).

Das deutsche Team in Baku

Flinte: Nadine Halwax, Kathrin Murche, Bettina Valdorf, Marco Kroß, Andreas Löw, Paul Pigorsch (alle Trap), Nadine Messerschmidt, Christine Wenzel, Nele Wißmer, Vincent Haaga, Felix Haase, Tilo Schreier (alle Skeet)

Pistole: Svenja Berge, Monika Karsch, Sandra Reitz, Michelle Skeries, Doreen Vennekamp (alle Luftpistole und Sportpistole), Paul Fröhlich, Michael Heise, David Probst, Michael Schwald (alle Luftpistole), Christian Reitz, Oliver Geis, Emanuel Müller, Florian Peter, Mathias Putzmann (alle Schnellfeuerpistole)

30.05.2022 - 13:57

In Deutschland werden die Qualifikation und die ersten Ko-Phasen auf dem Bogenplatz der Olympia-Schießanlage in Garching-Hochbrück (7.-9. Juni) live und kostenlos bei Sportdeutschland.TV gestreamt. Ebenfalls online gibt es das Final-Wochenende (11./12. Juni ab 10.00 Uhr) zu sehen, dann beim Bayerischen Rundfunk und in der ARD unter Sportschau.de

Zudem berichten die ARD-Sportschau am Samstag, 11. Juni (ab 18.00 Uhr), und die ZDF Sportstudio Reportage, 12. Juni (ab 17.10 Uhr), im Fernsehen von den Medaillenentscheidungen. Weitere TV-Beiträge im ZDF-Morgen-/Mittagsmagazin sind möglich.

Doch das ist noch nicht alles, denn die EM interessiert auch weltweit: So wird es Bilder in Frankreich, der Türkei und Italien ebenso geben wie in Indien, Südost-Asien und Latein-Amerika.

27.05.2022 - 09:13

Am vergangenen Wochenende trafen sich die besten Schülerinnen und Schüler Deutschlands in Hannover zum ersten bundesweiten Vergleichswettkampf in diesem Jahr. Dementsprechend gut war auch die Stimmung unter den Sportlerinnen und Sportlern, denn man kam endlich wieder mit anderen Verbänden und anderen Disziplinen in Kontakt. Der Masters Cup soll genau dies erreichen – die Disziplinen Gewehr, Pistole und Bogen zusammenzuführen. So besteht eine vollständige Mannschaft aus jeweils drei Schützen einer Disziplin, die gemeinschaftlich um die Punkte für den begehrten Wanderpokal kämpfen. 

Novum beim Masters Cup waren die einzelnen Disziplinen Team Cups, die als Grundlage für die Masters Cup Wertung galten. Im Gewehr-Bereich absolvierten die Sportlerinnen und Sportler jeweils ein 20 Schuss Programm, sowie einen 3x20 Dreistellungswettbewerb, um sich unter den besten 8 Landesverbänden für das Finale zu qualifizieren. Die Pistolenschützen absolvierten parallel zwei 20 Schuss-Programme und auf dem Bogenplatz wurden insgesamt je 72 Pfeile geschossen.  

Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle RUAG Ammotec sowie BogenSportWelt, die die Team Cups mit attraktiven Sachpreisen unterstützt und so die erstmalige Durchführung von drei Team Cups mit ermöglicht haben.  

Das Finale des Gewehr- und Pistolen Team Cups wurde dann im Hit-or-Miss Modus geschossen und hätte an Spannung kaum überboten werden können. Im KO-Modus traten die ersten acht Mannschaften gegeneinander am, um sich ihr Ticket ins Goldfinale zu sichern. Das besondere hierbei: die drei Schützen einer Mannschaft schießen nacheinander. Die Schützen auf Position 2 und 3 dürfen erst anfangen, wenn der jeweilige Vorgänger die 5 Hits erreicht hat. Gewonnen hat die Mannschaft, die zuerst 15 Hits erreicht. Das Finale der Bogenschützen wurde nach dem WA-Regelwerk geschossen. 

Im Finale des Gewehr Team Cups, konnten sich die Mannschaften des NWDSB und des Württembergischen Schützenverbandes in den Viertel- und Halbfinals gegen ihre Konkurrenten durchsetzten, sodass die beiden Mannschaften im Goldfinale aufeinandertrafen. Hier konnten sich die Schützinnen aus Württemberg souverän gegen die Mannschaft des NWDSB durchsetzen, um sich die Goldmedaille des Gewehr Team Cups zu sichern. Im Bronze-Match siegte die Mannschaft aus Bayern gegen den Badischen Sportschützenverband.  

Das Finale des Pistolen Team Cups stand dem Gewehr-Finale in Sachen Spannung in nichts nach. Hier trafen die Mannschaften des NWDSB und des Hessischen Schützenverbandes im Goldfinale aufeinander, wo sich letztendlich der NWDSB durchsetzen konnte. Die Bronzemedaille sicherte sich die Mannschaft aus Württemberg vor Bayern. 

Auf dem Bogenplatz zeigten die noch jungen Nachwuchssportlerinnen und -sportler ebenfalls ein hohes Niveau. In vielen Viertel- und Halbfinalmatches entschied sich erst im fünften Satz, welche Mannschaft in die nächste Runde startete. Nach einem anstrengenden Vormittag trafen dann die Mannschaften aus Niedersachen, welche den Vorkampf gewannen, auf die Mannschaft des NWDSB und konnte sich souverän mit einem 6:0-Sieg die Bronzemedaille sichern. Im Goldfinale schossen dann die Mannschaften aus Berlin und Württemberg um die Goldmedaille des Bogen Team Cups. Am Ende waren die Berliner nicht zu schlagen und gaben nur einen Satzpunkt an die Württemberger ab, um sich den Sieg zu sichern. 

In die Masters Cup Wertung flossen dann die Ergebnisse aller Team Cup-Vorkämpfe, sowie die Ergebnisse der Finaldurchgänge ein, weshalb nur vollständige Mannschaften um den Gesamtsieg ins Rennen gingen. Die Mannschaften aus Hessen landete, knapp an der Titelverteidigung vorbei, auf dem dritten Platz - vor Bayern. Württemberg konnte sich Platz zwei sichern. Der Gesamtsieg in der Masters Cup Wertung ging direkt bei der ersten Teilnahme an die Mannschaft des Nordwestdeutschen Schützenbundes. 

Ein besonderer Dank geht an die Firmen Haendler & Natermann Sport GmbH, sowie BogenSportWelt, welche die siegreichen Sportlerinnen und Sportler des Masters Cups freundlicherweise mit Munition, bzw. Einkaufsgutscheinen versorgte.  

26.05.2022 - 16:21

Zuletzt hatte Gonsierowski mit seinem Erstlings-Roman „Weidekrieg“ überrascht, „weitere Bücher sollen folgen, weil es gut angekommen ist“, so der 65-Jährige. „Doch zuallererst ist meine Frau Sibille dran, die 42 Jahre lang zurückstecken musste!“ Denn in dieser Zeit war der Schießsport und die Förderung dessen die große Lebensaufgabe des in Wilkau-Haßlau geborenen Trainers, der zuvor auch als Athlet zu überzeugen wusste: EM-Bronze 1979 im Dreistellungskampf sowie die Teilnahme an den Olympischen Spielen 1980 in Moskau ordnet er als seine größten Erfolge ein.

Die wurden von seiner Trainertätigkeit weit übertroffen. 1991 wechselte der damalige Chef-Trainer in Frankfurt/Oder auf Drängen des damaligen Sportdirektors Heiner Gabelmann als Landestrainer zum Bayerischen Sportschützenbund, ab 2001 war er beständiger Co-Trainer von Bundestrainer Claus-Dieter Roth bei den besten deutschen Gewehrschützen. Und hatte dort viele seiner „Schäflein“ unter den Fittichen, denn die von ihm 2012 ins Leben gerufene Trainingsgruppe „Burning Eyes“ (u.a. Barbara Engleder, Daniel Brodmeier, Michael Janker, Maximilian Dallinger) sorgte für einen enormen Professionalisierungsschub und Erfolge. „Das war eine verschworene Gemeinschaft, die zeigte, was möglich ist, wenn alle zusammenarbeiten“, so Gonsierowski.

Das war eine verschworene Gemeinschaft, die zeigte, was möglich ist, wenn alle zusammenarbeiten!

Mario Gonsierowski über die von ihm ins Leben gerufene Trainingsgruppe "Burning Eyes"

Während die ersten Olympischen Spiele als Trainer, die Spiele in London 2012, „katastrophal verliefen“ (keine Medaille, Anm. d. Red.), folgten vier Jahre später „die erfolgreichsten Spiele überhaupt (insgesamt fünf DSB-Medaillen, Anm. d. Red.).“ Und mit Barbara Engleder gewann eine Schützin aus seiner Trainingsgruppe die Goldmedaille.

Doch nicht nur der Olympiasieg, auch der erste deutsche WM-Titel im Team-Liegendschießen überhaupt, in Changwon 2018, oder die EM in Maribor 2015, als drei deutsche Männer in das KK-Finale zogen, blieben Gonsierowski besonders in Erinnerung. Und so ganz wird er auch zukünftig vom Schießsport nicht lassen können, endet er: „Aber es wird keine Auswärtsspiele mehr geben!“

25.05.2022 - 10:58

Markus Leibinger von den gastgebenden Dornsberg Schützen zeigte gleich zu Beginn des Wettkampfes, dass der Sieg bei den Herren nur über ihn zu erreichen ist. Mit einem perfekten Vormittag ohne Fehler setzte er sich gleich an die Spitze und gab diese bis zum Sonntagabend nicht mehr ab. Mit 192 Scheiben gewann der Parcoursspezialist seinen ersten DM-Titel im Compak-Sporting. Auf Platz zwei folgte Johannes Unverdorben aus dem bayrischen Haidlfing mit 190 Scheiben. Platz drei ging an Leibingers Teamkollege Hendrich Wienandts, der 187 Mal traf.

Bei den Damen war es erneut Nicole Hewing vom WTC Flamschen (Westfalen), die bei ihrem vierten Start am Dornsberg seit 2019 ihren vierten Titel in Parcours oder Compak gewann. Mit 175 Scheiben lag sie nach Ende des Wettkampfes drei Scheiben vor Susanne Bour vom SV Auerhahn Ried-Hasselohe. Auf dem dritten Rang folgte mit 151 Scheiben Lisa Schönwald vom SSC Schale, ebenfalls Westfalen.

Alattin Yildiz-Lorenz gewann seinen ersten Compak-Titel bei den Senioren. Der Dornsberg Schütze traf 182 Scheiben und damit drei Scheiben mehr als Notker Schellinger. Den Dreifach-Erfolg der Dornsberg Schützen rundete Stefan Kurz mit 175 Scheiben auf Platz drei ab.

Den Titel bei den Veteranen holte Erwin Tamke für den WSC Ahlerstedt (NWDSB) mit 169 Scheiben. Johann Schneider folgte für die Eintracht Hohenzell (BY) auf Rang zwei mit 167 Scheiben. Mit vier Scheiben weniger folgte Egon Marmit von Tell Reidelbach (Saarland) auf Rang drei. Die Klasse der Master (Ü73) gewann Hubert Wild von den Dornsberg Schützen gegen Ewald Huber vom FFS Taufkirchen (BY) mit 173 zu 169 Scheiben.

Bei den Junioren gewann Oskar Linder von den Dornsberg Schützen deutlich mit 168 Scheiben. Ihm folgte Vereinskollege Alexander Gottschling auf Rang zwei mit 153 Treffern. Den dritten Platz belegten gemeinsam mit 131 Scheiben Marten Reuter aus Segeberg und Maxim Steinhausen von den Dornsberg Schützen.

Die gemeinsame Mannschaftswertung holten sich wie im Vorjahr die Dornsberg Schützen in gleicher Besetzung mit Markus Leibinger, Alexander Thies und Hendrich Wienandts. 563 Scheiben war die Ausbeute der drei Spezialisten. Der WTC Flamschen folgte mit Nicole Hewing, Rico Wollschläger und Karol Warszewski auf Rang zwei. Die dritte Mannschaft der Dornsberg Schützen folgte mit 543 Scheiben und damit 13 Scheiben weniger als der Silberrang auf Platz drei. Marius Elpers, Fabian Engeli und Andre Hilmer schafften diesen unerwarteten Erfolg.

Schon in drei Monaten geht es mit der DM FITASC Parcours am Dornsberg in die nächste Runde.

(Michael Eck)

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