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21.09.2020 - 17:26

Den „Löwenanteil“ der Teilnehmer stellten erwartungsgemäß die Luftgewehr-Schützen: Satte 2.528 Teilnehmer in den Kategorien Schüler, Jugend/Junioren/Erwachsene und Senioren (Auflage) gaben aus 10 Meter Entfernung ihre Schüsse ab. Die zweithöchste Teilnehmerzahl stellten die Luftpistolen-Schützen, gefolgt von den Bogen-Recurvern.

Bei letztgenannten rieben sich einige Beobachter des Rankings verwundert die Augen: Florian Unruh führt das Teilnehmerfeld an – dahinter verbirgt sich Florian Kahllund, der am 18. September Lisa Unruh heiratete und ihren Namen annahm. Ob er noch im Hochzeits-Anzug an die Schießlinie schritt, ist nicht überliefert… Natürlich fällt Florian Unruh wie auch die anderen Kaderschützen (Ausnahme die NK2-Kader) bei der Finalbesetzung heraus – dies sieht die Ausschreibung vor!

Alle Teilnehmer haben ab Mittwoch, 23. September, die Möglichkeit, den Meisterschützen-Nachweis zu dokumentieren. Denn dann können alle 4.419 Sportler sich die Urkunde mit ihrem Ergebnis und der Platzierung herunterladen. Und wer noch mehr Erinnerung an den erstmalig durchgeführten Online-Fernwettkampf des DSB haben möchte, der bedient sich im DSB-Meisterschützen-Shop.

Derweil wird auf der DSB-Geschäftsstelle eifrig das Finale vorbereitet. Es gilt nun, die Ergebnisse zu überprüfen und dann die potenziellen Finalteilnehmer einzuladen. Dabei werden sowohl die Top4 als auch die folgenden Platzierten angeschrieben, die bei Absagen nachrücken würden. Finalorte sind die Bogen- und Druckluftanlage des SV Igstadt sowie der Flintenstand Am Rheinblick. Näheres zu den Zeitplänen folgt in den nächsten Tagen.

Dann gibt es auch weitere Informationen zu den geplanten Live-Übertragungen. Sicher ist, dass es von allen Finals einen Livestream bei Sportdeutschland.TV zu sehen geben wird. Wie genau der aussieht und wer kommentiert – dazu in den nächsten Tagen mehr.

Der DSB gratuliert allen Teilnehmern und ist der Meinung, dass alle wahre Meisterschützen sind. Für die weiteren Trainings- und Wettkämpfe wünschen wir Gut Schuss und Alle ins Gold und drücken für das Finale allen Teilnehmern die Daumen.

21.09.2020 - 08:48

Wenn man sich mit seinen persönlichen Zielen beschäftigt, wird man auch immer wieder mit einem anderen Wort konfrontiert: Motivation. Denn wer seine Ziele gut kennt, der kann sich durch entsprechende Bilder, Metaphern oder Sätze zu Höchstleistungen motivieren. „Der Weltklasse-Tennisspieler Roger Federer sollte als 15-Jähriger im Tennisinternat seine sportlichen Ziele aufschreiben. Während seine Mitschüler Sätze formulierten wie „Berufsspieler werden“ oder „unter die ersten 100 der Weltrangliste vorstoßen“, schrieb Roger Federer: „In die Top Ten kommen und dann die Nummer Eins werden“ (Weltwoche, 2007). Ein ganz schön hohes Ziel, aber offensichtlich ein sehr motivierendes. Knapp zehn Jahre später, im Jahr 2005, steht der Schweizer auf Platz eins und sagt dazu im Interview: „Das zeigt mir, dass ich mich richtig organisiert habe als Profi, dass ich mein Potenzial ausspiele“ (Berliner Morgenpost, 2006). Fragt man hingegen Olympiasiegerin Barbara Engleder, ob es ihr Ziel war, Olympiasiegerin zu werden, wird man erstaunt sein über ihre Antwort: „Ich bin in Rio mit einer ganz anderen Einstellung rangegangen. In Peking und London musste es hundertprozentig etwas werden, in Rio habe ich gesagt: Schauen wir einmal, was passiert.“ Es wurde der Sieg. Beide Sportler haben unterschiedliche Ansätze und dennoch Erfolg, weil sie ihre individuellen Ziele frühzeitig gesetzt hatten, nach ihnen tagtäglich strebten, sie erreichten oder auch mal verfehlten. Wichtig ist, seine Zielsetzung zu strukturieren. Ziele gehören zu allererst definiert („Was möchte ich konkret erreichen“), bevor man ihnen eine Wichtigkeit zuordnet („Was will ich vorrangig erreichen“) und sie letztlich in eine Abfolgeordnung („Was soll wann, wovor, wonach, bzw. gleichzeitig erreicht werden?“) bringt.

Welche Zielarten gibt es?
Manche dieser Sportler-Ziele sind dabei hoch gesteckt, manche niedrig, manche in ferner Zukunft, manche vielleicht schnell zu realisieren. So stellen Realziele Leit- oder Richtziele dar, bei denen man sich bewusst ist, dass man sich ihnen meist nur annähern kann, aber sie vielleicht niemals erreichen wird. Unterscheiden kann man zudem auch zwischen offenen und geschlossenen Zielen. „Ich will mehr Treffer als mein Gegner erzielen“, ist dabei ein Beispiel für ein offenes Ziel, dass damit auch gewissermaßen eine Erfolgsschwelle definiert. Alles, was über einem gewissen Kriterium liegt, zählt damit zu Erfolg. Geschlossene Ziele („Ich will mit mindestens fünf Ringen Vorsprung gewinnen“)  hingegen definieren eine Misserfolgsschwelle.

Ergebnisziele beinhalten immer auch einen Vergleich zu anderen Sportlern („Mich für das Finale qualifizieren“ oder „eine Medaille gewinnen“). Der Vorteil: So kann man die Motivation lange aufrecht halten und gleichzeitig gibt es einem Orientierung. Wer allerdings zu Angst vor Misserfolg neigt, für den können Ergebnisziele schnell zu Druck und Angst vor dem Versagen führen, so dass die Konzentration von der eigentlichen Handlung abgelenkt wird. Für Ziele innerhalb eines Wettkampfes sollten deshalb besser Handlungsziele formuliert werden. Außerdem kann man dieses Ziel nicht voll und ganz eigenverantwortlich erreichen, denn man ist abhängig davon, wie gut die Gegner sind. Sie haben also einen Anteil an Fremdeinwirkung, die man selbst nicht beeinflussen kann.

„Dieses Jahr will ich meinen Wettkampfschnitt um zwei Ringe steigern!“ Solche Leistungsziele definieren ein angestrebtes Ziel auf die eigenen Leistung. Sie verdeutlichen gut den eigenen Fortschritt und somit die eigene Leistungsentwicklung. Daher eignen sie sich auch hervorragend als Zwischenziele in der Trainingssteuerung. Individuelle Ziele sind dabei im Allgemeinen effektiver als Mannschaftsziele.

Handlungs- oder Prozessziele konzentrieren sich ebenfalls auf die eigene Handlung. Genauer, wie Fertigkeiten und Strategien in einer konkreten Situation realisiert werden sollten (z.B. „Was will ich beim Zielen anders machen?“). Es geht um das „Wie“. Die Konzentration des Sportlers richtet sich dabei auf das Hier und Jetzt und seine konkrete Aufgabe. Besonders geeignet sind diese Ziele für Sportler, die zu starker Nervosität oder Wettkampfangst neigen und die immer wieder von negativen Gedanken abgelenkt werden. Weniger geeignet sind sie hingegen für langfristige Ziele, da die Visionen und Träume der Sportler hier keinen Platz finden. Handlungsziele sind anweisungs-, leistungs- und verhaltensorientiert. Sie sind von Fremdverhalten unabhängig.

Doch ein Sportler wird sich in seiner Laufbahn nicht nur ein Ziel setzen, sondern unzählige. Manches sind dabei Zwischenziele („Ich qualifiziere mich für das Finale“), manches Endziele („Ich werde Olympiasieger“).  Wer seine Ziele öffentlich bekannt gibt, muss sich auch bewusst sein, dass er daran gemessen wird. Die eigenen Ziele liefern dem Gegenüber einen gewissen Eindruck, aber führen auch eine Selbstverpflichtung mit sich. Vorsichtige Zielformulierungen können Kritik an der eigenen Leistung vorbeugen („Ich wollte gar nicht mehr erreichen“), oder auch mäßige Leistungen aufwerten („Ich habe mehr erreicht, als ich gedacht habe“).  Wer sein Ziel gegenüber Eltern, Trainern oder Kollegen äußert, erhöht derweil den Druck, denn sollte man sein Ziel verfehlen oder gar aufgeben, muss man dies nicht nur vor sich selbst, sondern auch vor anderen rechtfertigen.

Auf Stolpersteine vorbereitet sein
Apropos Scheitern: „Gute Schützen sind perfekte Krisenmanager“, bläut Bundesstützpunkttrainer Mario Gonsierowski seinen Schützen immer wieder ein. Was er damit sagen will? Stolpersteine lauern überall. Sie sind oftmals auch mit der besten Planung nicht wegzuräumen. Es gilt sie viel mehr mit geschickten Lösungsideen zu umschiffen. So kann man sich bereits im Vorfeld überlegen, welche Stolpersteine auf dem Weg zum Ziel lauern könnten und welche kreativen Lösungsansätze man dafür findet. Wie vereinbart man Schule und Training? Was ist, wenn keine Zeit mehr für Aktivitäten mit Freunden bleibt? Wie findet man die perfekte Trainingsgruppe? Fragen, die man bereits im Vorfeld erörtern kann und somit den Weg zum Ziel ebnet.

Aus Misserfolgen lernen
Seine Ziele zu erreichen ist wunderschön, aber es gibt natürlich auch die andere Seite der Medaille, nämlich sein Ziel zu verfehlen. Olympia beispielsweise: Es ist der Traum vieler Sportler, aber nur die wenigsten erreichen es. Misserfolge sind für alle schwierig - für einen selbst genauso, wie für Trainer, Eltern oder Teamkollegen. Wer konstruktiv damit umgehen will, der muss zuerst einmal auch seinen Emotionen Raum geben. Egal, ob Wut, Enttäuschung oder Missgunst, ein Sportler darf sich natürlich auch einmal ärgern, soweit es natürlich im Rahmen bleibt. Aber sobald diese Emotionen verflogen sind, sollte kritisch analysiert werden. Was lief gut? Was muss verbessert werden? Und dann sollte das Ganze abgehakt werden, um sich wieder voll und ganz auf sein nächstes Ziel zu konzentrieren.

Ziele visualisieren
Wie fühlt es sich an, wenn die Hymne für einen gespielt wird? Was hört man? Was riecht man? Um sein Ziel zu visualisieren hilft es, so zu tun, als ob man es schon längst erreicht hätte. Und das jeden Tag. Weltklassesportler wie Fußball-Weltmeister Philipp Lahm und Triathlet Jan Frodeno haben sich zuvor jeden Tag im Kopfkino vorgestellt, wie es ist, ihr Ziel zu erreichen. Frodeno saß mit sieben Jahren so fasziniert vor der Olympiaübertragung vorm TV, dass er beschloss: Da will ich mal hin, das will ich auch erleben. Und gewinnen!“ Und auch wenn ein Siebenjähriger wohl kaum bewusste Ziele oder konkrete Pläne macht, hatte er es doch im Hinterkopf verankert. Wie wichtig es ist, diese Ziele zu visualisieren, erklärt er in seiner Biografie. Immer wieder habe er Rennen im abschließenden Sprint verloren – auch im Kopf. „Eine Negativspirale, aus der ich nicht herauskam – in der Realität wie in meinem Unterbewusstsein“, so Frodeno, „ich hatte regelrecht Angst vor dem Zielprint“. Mit einer Sportpsychologin arbeitete er daraufhin mit Blick auf die Olympischen Spiele in Peking 2008  mit Visualisierungstraining. Zweimal am Tag hörte er sich ein Tape an mit der Kernaussage: „Ich will es! Ich kann es! Ich schaffe es!“ Zwei Wochen vor den Olympischen Spielen passierte es dann: Er hörte das Tape am Abend, stellte sich das Olympia-Rennen vor, und auf einmal gewann er es in seinem Unterbewusstsein, er musste niemanden mehr auf der Ziellinie passieren lassen. Es war der Durchbruch und der Grundstein zur Olympia-Goldmedaille, die er zwei Wochen später um den Hals gehängt bekam. Auch Schießsport-Olympiasieger Matt Emmons rät: „Führe dir vor Augen, was passieren soll. Stelle dir ein kleines Video vor deinem inneren Auge mit dem „perfekten Schuss“ vor und spiele es immer wieder in deinem Kopf ab. Halte es kurz und einfach.“ Und? Nach welchen Zielen streben Sie?

 

Quellen:

Engbert, K., Droste, A., Werts, T. und Zier, E. (2011). Mentales Training im Leistungssport. Ein Übungsbuch für den Schüler- und Jugendbereich. Stuttgart: Neuer Sportverlag.

Frodeno, J, (2018). Eine Frage der Leidenschaft. Mit Mut und Motivation zu Erfolg. München: Random House.

Gabler, H., Nitsch, J.R. & Singer, R. (1986). Einführung in die Sportpsychologie, Teil 1: Grundthemen. (Hrsg.: Ommo Gruppe), Sport und Sportunterreicht, Band 2,  Schorndorf: Karl Hofmann .

Heimsoeth, A. (2018). Sportmentaltraining. Stuttgart: pietsch.

Kent, M. (Hrsg.) (1998), Wörterbuch Sportwissenschaft und Sportmedizin. Wiesbaden: Limpert.

Emmons, M. (2015). Concentration – staying focused in stressful competition situations. Zuletzt aufgerufen am 16.09.2020 unter shooting.by/im/results/Sports_Shooting_Psychology.pdf

18.09.2020 - 13:50

Die jeweils vier besten Schützen einer jeder Disziplin - ausgenommen sind die Nationalkaderschützen, die in den Ergebnislisten mit einem DSB-Icon versehen sind - sind für das Finale am 26. September in Wiesbaden qualifiziert. Die Ergebnisse werden vom DSB auf Plausibilität überprüft, dann gehen am Montag Mails an die zehn Erstplatzierten heraus, um bei Verzicht etwaige Nachrücker parat zu haben.

Bereits das Dabeisein in Wiesbaden ist ein Erfolg! Immerhin über 3.400 DSB-Schützen (Stand Freitagvormittag) nutzten die Chance, während der Corona-Krise zum Sportgerät zu greifen und sich zu messen. Der Vorteil: Das Schießen erfolgte auf dem eigenen Stand, das Ergebnis konnte online eingetragen werden.

Die Teilnehmer halten sich an das Fairplay als Grundgedanke des Online-Wettbewerbs

Sehr erfreulich aus DSB-Sicht: Das Fairplay und damit der Eintrag korrekter Ergebnisse zog sich durch den kompletten Wettbewerb, womit allen Teilnehmern ein großes Kompliment ausgesprochen werden darf. Einige „Ausreißer“-Ergebnisse gab es natürlich, beruhten aber allesamt auf Fehlinterpretation der Regeln (zumeist Addition der Zusatzschüsse in die Gesamtringzahl).

Zuletzt gab es einige prominente Zugänge beim Wettbewerb: „Ich hab´s geschafft, ich war dabei“, kommentierte Gerhard Furnier, DSB-Vizepräsident Sport, seinen Wettkampf. Gemeinsam mit seinem Enkel Simon bestritt er seine Runde: „Ich bin für meine Verhältnisse zufrieden, auch wenn ich gegen meinen Enkel die Wette verloren habe. In der Niederlage zeigt sich der wahre Sportler.“ Auch Nationalkaderschützin Jolyn Beer griff zum Sportgerät, machte mit und warb danach wie Monika Karsch, die bereits zum zweiten Mal antrat und sich verbesserte, auf Instagram für das Mitmachen!

Übrigens: Das Polo-Shirt, das die Furniers auf dem Foto präsentieren, sowie weitere Utensilien zum Meisterschützen 2020 #DuUndDeinVerein gibt es über den DSB-Shop auf der Meisterschützenseite.

Der DSB wünscht für die letzten zwei Qualifikationstage Gut Schuss und Alle ins Gold!

18.09.2020 - 11:38

Denn natürlich geht es auch, aber nicht nur um die Zielscheibe als Objekt. Denn der Begriff Ziel ist weit besetzt: Welche Ziele setze ich mir? Wie kann ich die Ziele erreichen? Welche Hilfsmittel/Tricks gibt es, die gesteckten Ziele zu erfüllen? Wie gehe ich damit um, wenn ich meine Ziele nicht erreicht habe?

Fragen über Fragen, die – wie gewohnt – abwechslungsreich, informativ und unterhaltsam in einer Woche auf der DSB-Homepage und Social Media beantwortet werden. Damit auch zukünftig alle erfolgreich ihr Ziel ins Visier nehmen.

17.09.2020 - 22:09

Als junge Schießsportlerin war sie mehrfache DDR-Meisterin im Pistolenschießen und international erfolgreiches Mitglied der Nationalmannschaft des Deutschen Schützenverbandes der DDR.

Kerstin Panzer amtierte von 2010 bis 2020 als Vizepräsidentin Finanzen des Thüringer Schützenbundes und vertrat die Interessen ihres Verbandes von 2014 bis 2019 im Gesamtvorstand des Deutschen Schützenbundes. Besondere Verdienste erwarb sie sich mit ihrem außerordentlichen Engagement bei der Überführung des Schießsportzentrums Suhl-Friedberg in eine GmbH, deren Aufsichtsrat sie von 2016 bis 2019 mit großer Umsicht als Vorsitzende führte.

Kerstin Panzer war ausgezeichnet vernetzt und hat mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz und ihrer zielstrebigen Art viel für das Schützenwesen in Thüringen und in Deutschland geleistet. Für ihre vielfältigen Verdienste wurde sie mehrfach ausgezeichnet, etwa mit dem Ehrenkreuz des Deutschen Schützenbundes in Bronze und der Sportplakette des Freistaates Thüringen.

Der Deutsche Schützenbund wird Kerstin Panzer ein ehrendes Andenken bewahren.

17.09.2020 - 16:28

In dem Schreiben heißt es:

„Die zuverlässige und schnelle Abwicklung von Angelegenheiten aufgrund von behördlich angeordneten Schließungen während der Corona-Pandemie ist ein zentrales Anliegen der GEMA. Während der Schließungsphase ist die GEMA Musiknutzern schnell und unbürokratisch entgegengekommen, indem laufende Verträge umgehend ruhend gestellt wurden. Mit der nun anschließenden und in den kommenden Wochen laufenden Gutschriftenaktion halten wir uns an die rechtlichen, verbraucherschützenden Vorgaben zur direkten Rückzahlung von Lizenzgebühren für die nicht mögliche Inanspruchnahme von lizenzierten Musiknutzungen. Forderungen nach Gutscheinlösungen etc., wie sie branchenübergreifend vertreten wurden, haben wir uns bewusst nicht angeschlossen. 

Die nunmehr startende Gutschriftenaktion ist so einfach wie möglich aufgebaut. Dennoch ist uns bewusst, dass die Abwicklung sämtlicher Anfragen, Anliegen und Rückerstattungsbegehren zu diesem Thema mehrere Wochen in Anspruch nehmen kann. Wir bitten Sie hierfür um Verständnis!“

Informationen zur Abwicklung gibt es unter  https://www.gema.de/aktuelles/gesamtvertragspartner/aktuelles/gutschriften/

Zudem wird zeitnah mit einem konkreten Anschreiben über die genauen Abläufe informiert. Dort sind sodann weitere Details (insbesondere die Daten für den Zugang zu dem Eingabe-Portal für die Ermittlung der Schließzeiten mittels eines eigens vergebenen Codes) erläutert.

Weitere Rückfragen bzw. Anfragen zur Corona-Thematik sollen NICHT mehr über absagecorona(at)gema.de sondern über das extra bereitgestellte Online-Portal abgewickelt werden.

17.09.2020 - 14:01

701, 707, 715! Was bedeuten dir diese Zahlen?
Paolo Kunsch: „Diese Ergebnisse bestätigen mich und zeigen mir, dass ich so einiges richtig mache. Die 715 ist für mich immer noch unglaublich, und es freut mich, im Wettkampf solch ein Level erreicht zu haben!“

Was sagen die Konkurrenten und die Trainer?
Paolo Kunsch: „Ich habe direkt nach dem Wettkampf als auch jetzt in den Tagen danach Glückwünsche aus allen Richtungen bekommen. DANKE! Meinem Umfeld ist sehr schnell bewusst gewesen, was ich mit diesen Ergebnissen geleistet habe. Einen speziellen Dank will ich den Menschen hinter den Vereinen und Sponsoren aussprechen, die mich unterstützen und ebenso ihren Teil zu diesen Erfolgen beigetragen haben. Speziell das Mentaltraining ist ein stetiger Begleiter! Danke Axel.“

Wie erklärst du dir diese Leistungsexplosion mit deutschem Rekord und dann sogar Weltrekord?
Paolo Kunsch: „Mit meiner Wettkampfeinstellung und dem Vertrauen in mich und das Material. Meine Ergebnisse von Samstag habe ich als „Startrampe“ für etwas Großes nutzen können. Darauf habe ich gewartet. Als ich dann mit 240/240 angeschossen habe, wusste ich – das wird was! Und im Kopf war ich bereit dafür!“

Hatte Corona für dich etwas Gutes, weil du dich ohne den Wettkampfstress auf Technik und Ablauf konzentrieren konntest?
Paolo Kunsch: „Ja, die Zeit habe ich optimal genutzt, um viel an meinem Schießen zu arbeiten. Natürlich musste ich mich mehr als zuvor schon selbst motivieren, dran zu bleiben. Dabei hat mir geholfen, zu sehen, wie die Recurver in dieser Zeit trainiert haben. Respekt dafür! Man muss die Situation annehmen, und ich konnte immer besser meinen Weg finden, den Wettkampf zu mir auf den Platz zu bringen.“

Mit diesen Leistungen bist du auch im internationalen Männer-Vergleich ganz vorne. Ab Oktober schießt du bei den Männern. Was sind deine Ziele?
Paolo Kunsch: „Ja, richtig. Über konkrete Ziele will ich hier nicht sprechen. Aber es ist denke ich klar, in welche Richtung die Reise in Zukunft gehen soll.“

Sichtungen sind das eine, Wettkämpfe das andere. Wie willst du sicherstellen, dass du diese phantastischen Leistungen auch im "echten" Wettkampf bringst?
Paolo Kunsch: „Ich mache weiter wie bisher und bin davon überzeugt, dass ich, egal wo, meine Leistung bringen kann. Da spricht nichts dagegen. Für mich hatte dieser Wettkampf aufgrund der langen Pause sogar einen höheren Stellenwert als alle bisherigen nationalen Wettkämpfe. Zumal dies mein letzter Wettkampf als Junior war.“

Wer 715 Ringe schießt, träumt der auch von der makellosen 720?
Paolo Kunsch: „Natürlich! Für diese Perfektion trainiert man sehr, sehr viele Stunden und letztendlich Jahre. Man geht doch nicht auf den Platz und sagt 715 reicht mir, wenn 720 möglich sind! Ich weiß jetzt, wie es sich anfühlt, im Wettkampf in solch einer Region von Ergebnissen unterwegs zu sein und kann daraus nochmal einiges für die Zukunft mitnehmen.“ 

Ist der perfekte Wettkampf überhaupt möglich?
Paolo Kunsch: „Ringzahltechnisch auf jeden Fall! Ich denke aber, dass alle Sportler auch bei einem perfekten Wettkampfergebnis noch Dinge finden, an denen im Nachgang gearbeitet werden muss.“

16.09.2020 - 16:26

Dazu kann bei den Einstellungen im Mail-Programm explizit die Spalte "Absender-eMailadresse" angezeigt werden. Dort wird ersichtlich, wer der tatsächliche Absender ist (siehe Anhang). Sollte man unsicher sein, rät der DSB, auf keinen Fall den Anhang zu öffnen oder den angegebenen Link zu betätigen.

16.09.2020 - 13:35

Eine klare Mehrheit der Vereine der 1. Bundesliga hatte ihr Votum abgegeben, auch in Corona-Zeiten die Saison zu bestreiten. Diese soll ihren Höhepunkt am ??. Februar im Finale in Wiesbaden finden.

Da sich viele der Zweitligisten nicht in der Lage sahen, Wettkämpfe in diesen außergewöhnlichen Zeiten unter besonderen Bedingungen auszurichten, fällt die Hallensaison 2020/21 für die 2. Bundesliga und die darunter liegenden Ligen aus. Die Tabellen aus 2019/20 werden eingefroren und als Grundlage für die Saison 2021/22 verwendet.

Gerhard Furnier, DSB-Vizepräsident Sport: „Ich freue mich, dass wir nach Luftgewehr- und Luftpistolen-Bundesliga auch die Bogen-Bundesliga in diesen schwierigen Zeiten durchführen werden. Auch wenn die unteren Ligen keinen regulären Wettkampfbetrieb haben, steht es ihnen natürlich frei, Freundschaftswettkämpfe durchzuführen, um ihrem Sport nachgehen zu können.“

15.09.2020 - 13:55

Kunsch hatte bereits im August mit 701 Ringen für einen neuen DSB-Rekord gesorgt, jetzt steigerte er diese Leistung mehrfach. Zunächst schraubte der Deutsche Vizemeister 2019 die Leistung auf 707 Ringe hoch, einen Tag später legte er ein nahezu fehlerfreies 72-er Programm nach. Lediglich fünf (!) Pfeile verfehlten die Zehn – unglaublich. Doch damit nicht genug, auch im Finale zeigte er seine Klasse und schoss bei perfekten 150 Ringen elf Xer. Dies wäre auch ein neuer Weltrekord, es muss nur geklärt werden, ob dies als offizieller Weltrekord anerkannt wird. Ein Interview mit Kunsch folgt noch in dieser Woche. Mit Tim Krippendorf (Herren, 711 Ringe) und Anna Geller (Jugend, 143 Ringe im Finale) zeigten zwei weitere Compounder herausragende Leistungen, die neue Deutsche Rekorde bedeuten.

Florian Kahllund war der dominierende Recurve-Schütze bei den Männern. In der doppelten 70m-Runde, die in zwei Tagen geschossen wurde, stellte er mit 1358 Ringen neuen Weltrekord auf. Er wies damit zwei Ringe mehr auf als der bisherige Rekord des US-amerikanischen Weltmeisters Brady Ellison. „Der und die anderen Rekorde werden beantragt, müssen aber natürlich noch bestätigt werden“, sagt Jörg Gras, Bundesreferent Bogensport. Kahllund lag am Ende vor Johannes Maier und Felix Wieser. Bei den Frauen zeigte sich Katharina Bauer am treffsichersten, gefolgt von Lisa Unruh und Elisa Tartler. Bundestrainer Oliver Haidn zeigte sich zufrieden und freute sich vor allem über eine Tatsache: „Es war schön, dass wir von den Schülern bis zu den Erwachsenen eine Sichtung hatten, zum Teil haben wir sehr gute Leistungen gesehen.“

Im Flintenbereich wurde in Berlin fleißig geschossen. Dort sorgte die frisch verheiratete Katrin Butterer (geb. Wieslhuber) für das Glanzstück im Skeetbereich. 121 Scheiben holte sie vom Himmel, dabei erlaubte sie sich in den letzten drei Runden keinen Fehlschuss. Auch Valentina Umhöfer glänzte mit 119 Treffern. Sven Korte zeigte bei den Männern (121) die beste Leistung, wurde aber noch von Junior Christopher Honkomp (122) übertroffen und von John Kellinghaus egalisiert. Im Trap-Bereich wurden keine Spitzenleistungen erzielt, als Bester erwies sich Steve Eidekorn mit 117 Treffern.

Im Sportpistolen-Bereich zeigte Vanessa Seeger in Suhl ihr großes Talent: Mit 588 und 584 Ringen distanzierte sie ihre gleichaltrigen Mitschützinnen deutlich und wäre auch bei den Frauen mit vorne dabei gewesen. Dort wurde ihr Ergebnis nur von Monika Karsch (590 und 587) übertroffen, Doreen Vennekamp (589 und 581) zeigte sich ebenfalls gut in Schuss. „Das waren Weltklasse-Leistungen von Moni und Doreen“, meinte Bundestrainerin Barbara Georgi.

Bei der Luftpistole unterstrichen Robin Walter und Kevin Venta ihre Klasse: Walter agierte enorm stabil und schoss die drei Programme nahezu identisch (583, 582, 583), Venta sorgte mit 586 Ringen für den Bestwert und war mit 580 und 578 Ringen in den zwei anderen Serien ebenfalls vorne dabei. „Die 586 Ringe von Kevin sind absolute Weltklasse! Und Robin - als einer der Jüngsten im Feld – war ganz stark. Schön, dass die Jungs die Pause genutzt haben. Ich bin stolz auf die Leistungen, die einige gezeigt haben“, so Georgi.

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