22.01.2020 - 14:32

Alle Monatssieger 2019 finden Sie noch einmal an dieser Stelle im Überblick. Die Übersicht zeigt, wie vielfältig der DSB aufgestellt ist und was für tolle Menschen bzw. Aktionen es dort gib.

So können Sie an der Abstimmung teilnehmen:

  • Senden Sie eine E-Mail mit „Betreff: Stiller Star des Jahres 2019“ und der Nennung ihres Favoriten bis spätestens 20. März 2020 formlos an stillerstar(at)dsb.de
  • Der Deutsche Schützenbund und die Deutsche Schützenzeitung werden über das Ergebnis der Abstimmung umgehend informieren.
  • Teilnahmeberechtigt sind alle Abonnenten der Deutschen Schützenzeitung, des DSB-Newsletters sowie alle Bogen- und Schießsport-Fans.
  • Jeder darf nur eine Stimme für (s)einen Stillen Star abgeben. E-Mails mit mehreren abgegebenen Stimmen können leider nicht berücksichtigt werden.

Und das sind die Stillen Stars Monatssieger 2019

19/01: Volker Dumhard - Mit jedem Stein per „Du“
19/03: BSV Blau-Weiß 05 Bochum-Oberdahlhausen - Jugendliche Eigeninitiative für guten Zweck
19/04: Helmut Langheinrich - „Für meine Kinder gehe ich durchs Feuer“
19/05: Heinz Jauert - Man sieht nur mit dem Herzen gut
19/06: SC 1898 Tauberfeld - Gemeinsam Gutes tun für die Umwelt
19/07: Daniel Posyniak - Jugendarbeit mit Ausdauer und Herzblut
19/08: Ursula Koch - 60 Jahre Engagement für die SG Nieder-Klingen
19/09: Heinz-Peter Urbach - 25 Jahre pures Engagement für die Reuschenberger Schützen
19/10: Schützenverein Straßdorf - Ein Tag für den guten Zweck
19/11: Steffen Fecke - Enormer Einsatz für die DKMS
19/12: SV Wonsheim - Benefiz-Schießen in Gedenken an Kameraden

21.01.2020 - 08:41

Dein Team hat in dieser Saison 48 von 55 möglichen Einzelpunkten geholt – eine beeindruckende Bilanz! Was macht für dich persönlich ein gutes Bundesligateam aus?
Sven Martini: „Der Zusammenhalt. Alle können sich sicher sein, Teil des Teams zu sein – auch wenn sie mal schlecht geschossen haben. Wichtig ist zudem ein gleichbleibendes Leistungsniveau, so dass sich jeder auf jeden verlassen kann, denn Einer würde es immer richten. So weiß jeder: man ist nicht allein verantwortlich über Erfolg und Misserfolg.“

Vor allem Michaela Kögel und Andreas Renz haben sich in dieser Saison extrem gesteigert. An was habt ihr gearbeitet?
Sven Martini: „Wir haben die Anschlagsstabilität, das Abziehen, Zielen und Nachhalten verbessert. Es waren viele kleine Faktoren. Sie waren vorher schon gut, konnten jetzt aber im Schnitt noch einmal drei Ringe drauflegen.“

Das ist sehr viel auf diesem Niveau…
Sven Martini: „Sie haben auch mental an Sicherheit gewonnen. Bei Michaela und Andreas fällt die Entwicklung vielleicht am meisten auf, aber alle haben sich gesteigert. Ich bin immer noch ganz baff, dass das so geklappt hat, aber ich denke, in Moment laufen viele Sachen zusammen, die wir uns über die Jahre erarbeitet haben. Ich bin froh, dass es jetzt so klappt, denn das kann man nie voraussehen.“

Wie sieht ein Bundesligatraining bei euch aus?
Sven Martini: „Wir machen viel wettkampfnahes Training, tauschen uns aus, wie die Vorgehensweise eines jeden vor dem Wettkampf ist. Der eine braucht Ruhe, der nächste geht raus, ein anderer hört Musik – jeder hat sein Prozedere. Und aus all den Informationen baut sich jeder seine Struktur zusammen. Dadurch, dass sich alle so verbessert haben und alle punkten können, ist die Verantwortung des Einzelnen nicht so groß.“

Wenn man weiß, dass es einen Unsicherheitsfaktor in der Mannschaft gibt, steigt der Druck sofort.
Sven Martini: „Man hat das bei unserem Heimwettkampf gemerkt. Unser junger Dominik Schwarzer hat dort einen Einsatz bekommen, und man hat diese Veränderung dem Team angemerkt. Sie haben nicht gleich zu schwimmen begonnen, aber es war ein Thema.“

Wie oft schafft ihr es, gemeinsam zu trainieren?
Sven Martini: „Einmal die Woche, denn wir haben keinen Profi in unserer Mannschaft, alle haben noch einen anderen Beruf. Im Training wird dann um jedes Zehntel gehackt, sie stacheln sich damit gegenseitig an.“

Ein gesunder Konkurrenzkampf?
Sven Martini: „Gesund ist der richtige Ausdruck. Es wird viel gewitzelt. Klar wird ab und zu gestichelt, denn jeder will gut sein, aber alles auf einer Spaßebene. Alle freuen sich füreinander.“

Ihr seid in dieser Saison bisher ungeschlagen. Gibt es dennoch etwas, mit dem du noch nicht ganz zufrieden bist? Oder wo siehst du noch Potenzial?
Sven Martini: „Antonia (Back; Anm. d. Red.) ist frisch zu uns gekommen und wir konnten ihr schon ein paar Dinge lernen, die sie nutzen kann, aber sie ist eine richtig Gute. Für die Liga ist sie extrem gut geeignet, weil sie schnell ist und immer die erste Chance nutzt, nie lange fackelt. Sie ist für die Liga Gold wert. Bei Florian (Krumm; Anm. d. Red.) müssen wir noch versuchen, ihm ein bisschen einen Wettkampf-Plan mit an die Hand zu geben, um mehr Stabilität in die Ergebnisse zu bringen, dann kann auch er noch etwas drauflegen. Wir haben noch Reserven.“

Du selbst konntest in diesem Jahr häufig nicht selbst bei der Bundesliga vor Ort sein, hast deine Mannschaft aber anscheinend immer richtig auf die Wettkämpfe eingestellt. Wie hast du das geschafft?
Sven Martini: „Durch meinen Beruf habe ich nicht viel Zeit am Wochenende, aber das war Teil des Agreements. Aber dadurch, dass alles erfahrene Schützen sind, die sich von den Bezirksligen hochgearbeitet haben, wissen die, was zu tun ist. Ich muss nicht hintendran rumlaufen.“

Und wie geht es dir dann, wenn du von Zuhause aus mitfiebern musst?
Sven Martini: „Ich zittere mit, denn ich sehe die Sachen immer viel knapper, als sie am Ende wirklich sind.“

Mit Elavenil Valarivan habt ihr nicht nur die Nummer eins der Welt, sondern auch eine Garantin für Höchstleistungen am Start. Die indischen Sportschützen dominieren die Welt – was macht die Bundesliga für sie attraktiv und was können wir uns von den indischen Topsportlern abschauen?
Sven Martini: „Bundesliga ist für jeden attraktiv, denn diesen Wettkampfmodus kannst du im Training nicht simulieren. Hier haben sie 80 Schuss extremes Finaltraining. Das motiviert jeden internationalen Schützen, in die Bundesliga zu kommen. Indien hat seit dem Erfolg von Abhinav Bindra und Gagan Narang eine unglaubliche Masse an Schützen, aber sie nutzen auch ihr Potenzial. 10.000 Leute treten dort z.B. bei der nationalen Meisterschaft an, da kann es schon einmal sein, dass 1500 Männer im Luftgewehr teilnehmen, da ist jeder motiviert. Wir müssen die Bundesliga wieder nutzen, um uns selbst zu entwickeln.“

Im Finale geht es wieder bei null los. Für euch geht es gleich gegen den Deutschen Meister von 2017/18, SB Freiheit, der einen unglaublichen Willen im Kampf um den Einzug ins Finale bewiesen hat. Wie schätzt du eure Chancen ein, und wer ist für dich der gefährlichste Gegner?
Sven Martini: „50:50. Es kommt auf die Tagesform an und wer am besten mit den Bedingungen vor Ort zurechtkommt. Der, der am Ende weniger Druck hat, wird das Ding gewinnen. Ich sehe uns nicht als Favorit, aber auch nicht als Underdog. Freiheit ist nicht so stark wie vor zwei Jahren, aber immer noch stark genug, um uns zu schlagen. Wir müssen leider höchstwahrscheinlich auf Ela verzichten, da sie an der Olympia-Ausscheidung in Indien teilnimmt und auf jemand anderen zurückgreifen.“

Im letzten Jahr habt ihr das Finale verpasst, in diesem Jahr gehört ihr zu den Favoriten auf den Sieg. Wie lautet deine kleine Kampfansage fürs Finale?
Sven Martini: „Vom Papier her müsste Kevelaer gewinnen! Elsen und wir sind stark, Fürth hat im letzten Jahr überrascht, Saltendorf ist in letzter Zeit stark geworden, aber wir wollen auf jeden Fall eine Medaille. Wir haben die Südliga dominiert, aber ich glaube auch, weil wir die schwersten Gegner am Anfang hatten und die uns nicht ernst genommen haben, sie schießen jetzt viel besser. Jetzt im Finale ist alles offen, denn jeder ist fokussiert."

Wir sind gespannt…
Sven Martini: „Finale ist geil. Ich freue mich darauf!“

21.01.2020 - 08:41

Dein Team hat in dieser Saison 48 von 55 möglichen Einzelpunkten geholt – eine beeindruckende Bilanz! Was macht für dich persönlich ein gutes Bundesligateam aus?
Sven Martini: „Der Zusammenhalt. Alle können sich sicher sein, Teil des Teams zu sein – auch wenn sie mal schlecht geschossen haben. Wichtig ist zudem ein gleichbleibendes Leistungsniveau, so dass sich jeder auf jeden verlassen kann, denn Einer würde es immer richten. So weiß jeder: man ist nicht allein verantwortlich über Erfolg und Misserfolg.“

Vor allem Michaela Kögel und Andreas Renz haben sich in dieser Saison extrem gesteigert. An was habt ihr gearbeitet?
Sven Martini: „Wir haben die Anschlagsstabilität, das Abziehen, Zielen und Nachhalten verbessert. Es waren viele kleine Faktoren. Sie waren vorher schon gut, konnten jetzt aber im Schnitt noch einmal drei Ringe drauflegen.“

Das ist sehr viel auf diesem Niveau…
Sven Martini: „Sie haben auch mental an Sicherheit gewonnen. Bei Michaela und Andreas fällt die Entwicklung vielleicht am meisten auf, aber alle haben sich gesteigert. Ich bin immer noch ganz baff, dass das so geklappt hat, aber ich denke, in Moment laufen viele Sachen zusammen, die wir uns über die Jahre erarbeitet haben. Ich bin froh, dass es jetzt so klappt, denn das kann man nie voraussehen.“

Wie sieht ein Bundesligatraining bei euch aus?
Sven Martini: „Wir machen viel wettkampfnahes Training, tauschen uns aus, wie die Vorgehensweise eines jeden vor dem Wettkampf ist. Der eine braucht Ruhe, der nächste geht raus, ein anderer hört Musik – jeder hat sein Prozedere. Und aus all den Informationen baut sich jeder seine Struktur zusammen. Dadurch, dass sich alle so verbessert haben und alle punkten können, ist die Verantwortung des Einzelnen nicht so groß.“

Wenn man weiß, dass es einen Unsicherheitsfaktor in der Mannschaft gibt, steigt der Druck sofort.
Sven Martini: „Man hat das bei unserem Heimwettkampf gemerkt. Unser junger Dominik Schwarzer hat dort einen Einsatz bekommen, und man hat diese Veränderung dem Team angemerkt. Sie haben nicht gleich zu schwimmen begonnen, aber es war ein Thema.“

Wie oft schafft ihr es, gemeinsam zu trainieren?
Sven Martini: „Einmal die Woche, denn wir haben keinen Profi in unserer Mannschaft, alle haben noch einen anderen Beruf. Im Training wird dann um jedes Zehntel gehackt, sie stacheln sich damit gegenseitig an.“

Ein gesunder Konkurrenzkampf?
Sven Martini: „Gesund ist der richtige Ausdruck. Es wird viel gewitzelt. Klar wird ab und zu gestichelt, denn jeder will gut sein, aber alles auf einer Spaßebene. Alle freuen sich füreinander.“

Ihr seid in dieser Saison bisher ungeschlagen. Gibt es dennoch etwas, mit dem du noch nicht ganz zufrieden bist? Oder wo siehst du noch Potenzial?
Sven Martini: „Antonia (Back; Anm. d. Red.) ist frisch zu uns gekommen und wir konnten ihr schon ein paar Dinge lernen, die sie nutzen kann, aber sie ist eine richtig Gute. Für die Liga ist sie extrem gut geeignet, weil sie schnell ist und immer die erste Chance nutzt, nie lange fackelt. Sie ist für die Liga Gold wert. Bei Florian (Krumm; Anm. d. Red.) müssen wir noch versuchen, ihm ein bisschen einen Wettkampf-Plan mit an die Hand zu geben, um mehr Stabilität in die Ergebnisse zu bringen, dann kann auch er noch etwas drauflegen. Wir haben noch Reserven.“

Du selbst konntest in diesem Jahr häufig nicht selbst bei der Bundesliga vor Ort sein, hast deine Mannschaft aber anscheinend immer richtig auf die Wettkämpfe eingestellt. Wie hast du das geschafft?
Sven Martini: „Durch meinen Beruf habe ich nicht viel Zeit am Wochenende, aber das war Teil des Agreements. Aber dadurch, dass alles erfahrene Schützen sind, die sich von den Bezirksligen hochgearbeitet haben, wissen die, was zu tun ist. Ich muss nicht hintendran rumlaufen.“

Und wie geht es dir dann, wenn du von Zuhause aus mitfiebern musst?
Sven Martini: „Ich zittere mit, denn ich sehe die Sachen immer viel knapper, als sie am Ende wirklich sind.“

Mit Elavenil Valarivan habt ihr nicht nur die Nummer eins der Welt, sondern auch eine Garantin für Höchstleistungen am Start. Die indischen Sportschützen dominieren die Welt – was macht die Bundesliga für sie attraktiv und was können wir uns von den indischen Topsportlern abschauen?
Sven Martini: „Bundesliga ist für jeden attraktiv, denn diesen Wettkampfmodus kannst du im Training nicht simulieren. Hier haben sie 80 Schuss extremes Finaltraining. Das motiviert jeden internationalen Schützen, in die Bundesliga zu kommen. Indien hat seit dem Erfolg von Abhinav Bindra und Gagan Narang eine unglaubliche Masse an Schützen, aber sie nutzen auch ihr Potenzial. 10.000 Leute treten dort z.B. bei der nationalen Meisterschaft an, da kann es schon einmal sein, dass 1500 Männer im Luftgewehr teilnehmen, da ist jeder motiviert. Wir müssen die Bundesliga wieder nutzen, um uns selbst zu entwickeln.“

Im Finale geht es wieder bei null los. Für euch geht es gleich gegen den Deutschen Meister von 2017/18, SB Freiheit, der einen unglaublichen Willen im Kampf um den Einzug ins Finale bewiesen hat. Wie schätzt du eure Chancen ein, und wer ist für dich der gefährlichste Gegner?
Sven Martini: „50:50. Es kommt auf die Tagesform an und wer am besten mit den Bedingungen vor Ort zurechtkommt. Der, der am Ende weniger Druck hat, wird das Ding gewinnen. Ich sehe uns nicht als Favorit, aber auch nicht als Underdog. Freiheit ist nicht so stark wie vor zwei Jahren, aber immer noch stark genug, um uns zu schlagen. Wir müssen leider höchstwahrscheinlich auf Ela verzichten, da sie an der Olympia-Ausscheidung in Indien teilnimmt und auf jemand anderen zurückgreifen.“

Im letzten Jahr habt ihr das Finale verpasst, in diesem Jahr gehört ihr zu den Favoriten auf den Sieg. Wie lautet deine kleine Kampfansage fürs Finale?
Sven Martini: „Vom Papier her müsste Kevelaer gewinnen! Elsen und wir sind stark, Fürth hat im letzten Jahr überrascht, Saltendorf ist in letzter Zeit stark geworden, aber wir wollen auf jeden Fall eine Medaille. Wir haben die Südliga dominiert, aber ich glaube auch, weil wir die schwersten Gegner am Anfang hatten und die uns nicht ernst genommen haben, sie schießen jetzt viel besser. Jetzt im Finale ist alles offen, denn jeder ist fokussiert."

Wir sind gespannt…
Sven Martini: „Finale ist geil. Ich freue mich darauf!“

20.01.2020 - 13:51

Die bislang 18 feststehenden deutschen EM-Teilnehmer sind allesamt in München am Start, für sie ist der Wettkampf ein perfekter Härtetest für die EM. Und dort soll schließlich die Top-Leistung abgerufen werden, zumal es in Breslau um jeweils zwei Quotenplätze in den Druckluft-Disziplinen pro Geschlecht geht und die deutsche Mannschaft in diesen Disziplinen noch ohne Startplatz dasteht.

Für den Luftgewehr-Nachwuchs geht es beim H&N-Cup neben dem internationalen Wettstreit um die EM-Qualifikation: Bundestrainerin Claudia Kulla hat 17 Nachwuchskräfte nach München eingeladen, die um die insgesamt sechs EM-Plätze (je drei Juniorinnen & Junioren) schießen.

Das deutsche Team

Gewehr

Frauen: Julia Simon, Anna Janßen, Sabrina Hößl, Jolyn Beer
Männer: Maximilian Dallinger, Sebastian Franz, Julian Justus, André Link
JuniorInnen: Larissa Weindorf, Melissa Ruschel, Franka Janßen, Luca-Marie Heuser, Johanna Tripp, Antonia Back, Alisa Zirfaß, Finja Kölling, Pascal Walter, Maximilian Ulbrich, Benedikt Mockenhaupt, Colin Fix, Dominik Fischer, Tom Barbe, Justus Ott, Max Braun

Pistole

Frauen: Julia Hochmuth, Monika Karsch, Andrea Heckner, Carina Wimmer
Männer: Michael Schwald, Robin Walter, Kevin Venta, Christian Reitz
JuniorInnen: Vanessa Seeger, Natalie Köhler, Tabea Ocker, Larissa Böck, Jan-Luca Karstedt, Sebastian Schulz, Nils Strubel, Soren Korn

Fett = EM-Starter in Breslau

20.01.2020 - 13:23

Am vierten und letzten Wettkampftag standen nochmal Einzelwettbewerbe für Frauen bzw. Männer mit Luftpistole bzw. Luftgewehr auf dem Programm.

Im Finale Luftpistole Frauen waren vier Nationen vertreten. Je drei Damen aus Spanien und Deutschland, je eine Dame aus Belgien und aus Griechenland. Ana Castillo aus Spanien hatte im Vorkampf mit 566 Ringen das höchste Ergebnis erzielt. Im Finale hat ihr das nicht viel genützt, denn sie schied früh aus und belegte den siebten Platz. Einen Start-Ziel-Sieg legte dort Lieselotte Janssen aus Belgien hin. Schon in der ersten Fünferserie mit 52,7 Ringen machte sie klar, dass sie eine zweite Goldmedaille gewinnen wollte. Auch wenn sie das hohe Anfangsniveau nicht durchziehen konnte, hatte sie am Ende mit 236,3 Ringen deutlich die Nase vorn. Mit 4,3 Ringen Abstand belegte die Spanierin Gemma Martinez Jimenez den zweiten Platz. Bronze gewann Marit Albrecht aus Niedersachsen.

Das Pistolenfinale der Männer war im Vergleich zu Freitag etwas durchgeschüttelt. Lokalmatador Jan-Hendrik Waldvogt, der zwei Tage zuvor mit 242,1 Ringen Gold gewonnen hatte, belegte heute den fünften Rang. Diesmal lief es auf einen Zweikampf zwischen dem Dortmunder Stammgast Ruslan Lunev und dem Silbermedaillengewinner von Rio, Felipe Almeida Wu, hinaus. Der Azerbaidschaner musste Mitte des Finals den Brasilianer vorbeilassen, konnte sich die Führung aber im drittletzten Schuss zurückholen und ins Ziel retten. Dritter wurde Carmelo Rodriguez Fernandez aus Spanien.

Anna Janßen (Foto) aus dem rheinischen Kevelaer war die dominierende Finalschützin mit dem Luftgewehr. Ab der ersten Fünferserie in Führung liegend, konnte sie ihren Vorsprung bis auf 2,8 Ringe ausbauen. Am Ende überbot die Junioren-Europameisterin von 2018 mit 251,4 Ringen den Deutschen Rekord um acht Zehntel. Nach Bronze am Freitag konnte die Spanierin Paula Grande Martinez diesmal Silber mitnehmen. Dritte wurde Stine Andersen, die unter neutraler Europaflagge startete. 

Eine starke Finalleistung zum Abschluss des diesjährigen RWS-Cups zeigte auch Henrik Larsen aus Norwegen. Der 23-jährige gewann mit 251,1 Ringen die Goldmedaille und verwies den Niederländer Peter Hellenbrand auf den zweiten Platz. Dritter wurde der Spanier Jorge Diaz Garcia, der mit 628,0 Ringen Vorkampfbester gewesen war. Somit standen die gleichen drei Herren auf dem Siegertreppchen wie am Donnerstag. Nur in anderer Reihenfolge. 

Mit guten Leistungen und guter Stimmung bleibt der zweite RWS-Cup in guter Erinnerung. Und so freuen sich die Teilnehmer und die Veranstalter auf die dritte Auflage des RWS-Cups, die am 20.-24.01.2021 in Dortmund stattfinden wird!

Text und Fotos: Philipp Schulz

20.01.2020 - 09:35

Das kommt auch nicht häufig vor: Die Reihenfolge der Qualifikation war am Ende auch auf dem Treppchen identisch. Die US-Boys Brady Ellison und Jack Williams standen etwas höher als Rieger. Der hatte bereits in der Qualifikation (591 Ringe) seine gute Form gezeigt, die ihn im Anschluss bis in das Halbfinale brachte. Dort unterlag er dem perfekt schießenden Williams (zwölf Zehnerwertungen) mit 1:7. Dass Rieger zu dieser makellosen Leistung auch in der Lage ist, demonstrierte er im Bronzematch gegen den Rumänen Dan Olaru, den er mit 6:2 (30-30, 30-29, 30-30, 30-29) in die Schranken wies.
Auch die anderen deutschen Kaderschützen konnten in der Qualifikation mit guten Leistungen als Siebter (Florian Kahllund), 13. (Johannes Maier) und 15. (Felix Wieser) überzeugen. Allerdings ereilte das Trio in der Ko-Phase relativ früh das Aus. Kahllund und Wieser wurden Neunte, Maier 17.

Bei den Frauen waren mit Veronika Haidn-Tschalova und Elena Richter zwei Kaderschützinnen am Start. Platz zwölf (Haidn-Tschalova) und 14 (Richter) mit 578 bzw. 576 Ringen war ordentlich. Dann schieden beide jedoch in der ersten Ko-Runde aus. Haidn-Tschalova unterlag der Dänien Lea Mogree Nissen 3:7, Richter hatte das Pech, auf die spätere Zweitplatzierte Hye Jin Chang zu treffen und mit 3:7 zu verlieren – beide belegten in der Endabrechung somit Platz 17.

19.01.2020 - 21:38

Im Finale um Gold gewann das heimische NRW-Team mit Nathalie Meister und Leon Pöppe mit 16:12 gegen das dritte Nordwestteam mit Daria Kastens und Justus Plenge. Hier sah es anfangs nach einem Durchmarsch der beiden Westfalen aus, bis die Nordwestler fünfmal in Folge punkten und für einen Moment bei 12:10 die Führung übernehmen konnten. Das Duo Meister/Pöppe (Foto) ließ sich jedoch nicht beirren und erreichte souverän die 16 Punktemarke.

Wie wichtig es ist, die Nerven zu behalten, zeigte auch die Qualifikation Frauen/Männer mit der Luftpistole. Nach der ersten Qualifikation über 30 Schüsse lag hier das griechisch/britische Team mit Evangelia Alexopoulou und Kristian Callaghan mit 569 Ringen an der Spitze. Bei der zweiten Runden über 20 Schüsse rutschte dieses Duo überraschend auf Platz sieben ab und konnte sich nicht für die Medalmatches qualifizieren.

Im kleinen Finale musste sich das Team NRW3 mit Maria Hunz und Robin Januszek dem belgischen Duo Lieselotte Janssen/Sander Nooij deutlich geschlagen geben. Die Rheinländer hatten am Ende nur vier Punkte auf ihrem Konto, davon zwei Punkteteilungen.

Mitreißend gestaltete sich dagegen wieder das Goldmedalmatch. Hier traf NRW1 mit Olga Kimla und Jan-Hendrik Waldvogt auf das spanische Duo Gemma Martinez Jimenez/Rafael Sanchez Lopez. Die Spanier sorgten gleich für einen Paukenschlag und starteten jeweils mit einer 10,6 in den Wettkampf. Offenbar waren sie davon mindestens genauso beeindruckt wie ihre Gegner, denn sie ließen jeweils eine 8,0 folgen und alles war wieder offen. Von Moderator Philipp Schulz animiert, trieb das Publikum die Protagonisten an der Schießlinie mehrfach zu Führungswechseln, sodass es nach 14 Finalschüssen 14:14 unentschieden stand. Spannender geht’s kaum! Nervenstark manifestierte Matchwinner Jan-Hendrik Waldvogt einen roten Punkt auf den Bildschirm der MEYTON-Anlage und sicherte sich mit Olga Kimla seine zweite Goldmedaille des diesjährigen RWS-Cups. Mit acht Neunern und sieben Zehnern war Waldvogt der dominierende Schütze dieses Finals.

Gold im Mixed beim RWS-Cup geht an Deutschland und Spanien

Das Duo Franka Janßen und Benedikt Mockenhaupt dominiert den Mixedwettbewerb der Junioren mit dem Luftgewehr.

Das unter den NRW-Farben startende Juniorenduo Janßen/Mockenhaupt (Foto) hatte beide Qualifkationsrunden klar dominiert. Doch im Finale machten sie es nochmal spannend. Nach anfänglichen 8:0 Punkten konnte das Team Rheinland mit Franziska Stahl und Leon Thieser überraschend einen 10:10 Gleichstand erzwingen. Schließlich ging die Goldmedaille aber doch mit 16:10 an Franka Janßen und Benedikt Mockenhaupt, die sich im Finale zusammen lediglich drei Neuner erlaubten. Platz drei belegte NRW2 mit Muriel Kemper und Nils Palberg, die einen deutlichen 16:8-Erfolg gegen das Team NRW3 mit Lucy Werner und Marc Hülsmann einfahren konnten.

Im Mixed-Wettbewerb der Frauen und Männer lagen die Spanier Paula Grande Martinez und Jorge Diaz Garcia (l. Foto) in beiden Qualfikationsrunden an der Spitze, jeweils gefolgt von NRW1 mit Anna Janßen und Bastian Blos (r. Foto). Im Goldmedalmatch konnten die beiden Rheinländer lange mithalten und lagen nach dem siebten Finalschuss sogar mit vier Punkten in Führung. Am Ende sicherten sich die Luftgewehrschützen von der iberischen Halbinsel mit 16:14 den Sieg. Das kleine Finale gewann das Team Belgien 1 mit Jessie Kaps und Simon Claussen mit 16:14, nachdem es mehrfach Gleichstand gegeben hatte. Das westfälische Duo mit Dominik Stader und Henny Reitz, die als einzige Finalteilnehmerin dieses Tages ausschließlich Zehner traf, konnte das Match lange Zeit offen gestalten. Im letzten Schuss unterlagen sie Belgien denkbar knapp mit 21,0 zu 21,1 Ringen.

Alle Teilnehmer zeigten sich begeistert von den größtenteils kurzweiligen Finalwettkämpfen, die von Schießleiter Michael Dembeck souverän geleitet wurden. Auch die kurzfristige Umstellung des Finalablaufs durch die ISSF haben die Veranstalter in Dortmund bravourös umgesetzt. EDV-Chef Thomas Helm hatte die Technik im Griff: „Wir sind auf einem guten Weg. In diesem Jahr waren wir spät echt dran mit den Ausschreibungen und der Internetpräsenz. Für 2021 sind wir aber umso besser gerüstet. Jetzt schon anmelden lohnt sich also!“ Mit einem Grinsen fügte er hinzu: „Naja und dass die ISSF wieder kreativ geworden ist, hat das erste Finale echt spannend gemacht – EDV-technisch. Aber auch das haben wir – denke ich – gut gemeistert!“

18.01.2020 - 00:40

Doch eine Sieben und eine Acht in den letzten Schüssen verhinderten dies. Die Führung wechselte zwar immer wieder zwischen den beiden Athletinnen hin und her, doch Nathalie Meister setzte sich zum Ende hin durch. Dritte und somit Bronzemedaillengewinnerin wurde Phoebe Behre (GER-SBN) mit 201,2 Ringen. Tags zuvor gewann sie noch Silber. Für Anna Seifert aus Westfalen lief ihr erstes Finale nicht ganz zu ihrer Zufriedenheit: „Klar war es das erste Finale, aber wenn man dann mit dabei ist, will man natürlich auch gewinnen. Beim nächsten Mal dann!“, verspricht sie uns.

Wenn man denkt es geht nicht mehr (spannender), dann kommt von irgendwo ein Finale Herren Luftpistole her. Bereits bei den Juniorinnen ging es heiß her, aber im Finale der Herren wurde noch eine Schippe drauf gelegt. Mit fünf verschiedenen Nationen war das Finale international stark bestückt. Während Ruslan Lunev aus Aserbaidschan die Bronzemedaille mit 219,5 Ringen gewinnen konnte wurde es Richtung Goldmedaille richtig spannend. Doch in den letzten Beiden Schüssen fehlten Kristian Callaghan aus Großbritannien die letzten Körner und er musste sich mit 237,9 Ringen Jan-Hendrik Waldvogt aus NRW mit 242,1 Ringen geschlagen geben. "Das könnte einer der wichtigsten Wettbewerbe neben dem H&N-Cup Anfang des Jahres werden.", vermutet Kampfrichter Günter Ahring.

Jan-Luca Karstedt (GER-SBN) machte seinen RWS-Cup perfekt indem er im Finale der Junioren mit der Luftpistole seine zweite Goldmedaille, also das Double nach Niedersachsen holte. Die Fans spornten ihn zu Höchstleistung an und er gewann mit 238,8 Ringen vor dem Brasilianer Franklin Silva De Oliveira mit 233,5 Ringen deutlich. Dritter wurde der Hesse Niklas Buhre mit 209,0 Ringen.

17.01.2020 - 17:24

Gestern noch nicht angetreten konnte sich Benedikt Mockenhaupt an Tag zwei des RWS-Cups gegen die Konkurrenz mit 248,8 Ringen durchsetzen. Zweiter wurde der Vortagserste Stefan Van De Belt aus den Niederlanden mit 243,4 Ringen vor dem NRW-Sportler Marc Hülsmann mit 224,0 Ringen. Gleich im ersten Finale des Tages war das Publikum gut drauf und feuerte die Sportler zu Höchstform, aber auch der ein oder anderen nervösen neun an.

Spannender kann ein Finale nicht sein, als das der Juniorinnen mit dem Luftgewehr. Lange Zeit führte die Westfälin Carmen Leonie Wulf, doch zum Ende gab es dann doch noch einen Führungswechsel. Ab Position zwei wechselten die Finalistinnen mit jedem Schuss die Ränge. Niemand war sicher vor dem Ausscheiden aus dem Finale. Oft waren die Abstände zwischen Platz zwei und acht nur wenige Zehntel.

Letzten Endes setzte sich die für den Schützenbund Niedersachsen startende Isabell Ruschel mit 245,6 Ringen vor Carmen Leonie Wulf aus Westfalen mit 244,2 Ringen durch. Die Bronzemedaille ging an die für NRW an den Start gehenden Franka Janssen mit 224,0 Ringen, welche sich aufgrund einer 8,7 zwischenzeitlich erst vom Tabellenende wieder hochkämpfen musste.

Im Finale der Damen mit dem Luftgewehr wollte keiner auch nur ein Stück von der Goldmedaille weichen. Mehrfach durfte Moderator Philipp Schulz die 10,9 ausrufen. Malin Wigger, welche für NRW an den Start ging und die Inderin Sohini Ganguly lieferten sich einen ordentlichen Schlagabtausch auf den Plätzen eins und zwei. Durch zwei Neuner in den letzten vier Schüssen musste sich die Deutsche Malin Wigger dann mit 248,8 Ringen geschlagen geben. Lediglich 0,1 Ringe hinter Sohini Ganguly mit 248,9 Ringen. „Ein Stechschuss um die Goldmedaille wäre der Hammer gewesen!“, so Hans Bohne, Musikbeauftragter der Finals. Dritte wurde die Spanierin Paula Grande Martinez mit 228,0 Ringen.

17.01.2020 - 13:24

Gerade einmal 6 Euro müssen Erwachsene (3 Euro Jugendliche) berappen, um einen Tag Spitzensport live in Rotenburg an der Fulda zu erleben – die Wochenendkarten kosten 10 bzw. 5 Euro. Und Spitzensport ist garantiert: Denn Olympiasieger, Welt- und Europameister gehen im Luftgewehr- und Luftpistolen-Wettkampf an den Start, wie natürlich auch zahlreiche Olympia-Hoffnungen aus deutscher Sicht. Beispielsweise Christian Reitz (SV 1935 Kriftel), Monika Karsch (SV Kelheim-Gmünd), Julia Simon (Eichenlaub Saltendorf), Jolyn Beer (SB Freiheit) oder Anna Janßen (SSG Kevelaer).

Nicht weniger hochklassig wird es einen knappen Monat später in Wiesbaden sein: Dann treffen die jeweils vier besten Teams aus dem Norden und Süden aufeinander und ermitteln den Bogen-Champion. Mit der FSG Tacherting und dem SV Dauelsen stehen bislang erst zwei Finalteilnehmer fest, die etablierten Spitzenteams aus Ebersberg, Welzheim, Berlin und Herne sind aber ebenfalls so gut wie sicher dabei. Tickets für das Ein-Tages-Turnier sind absolut erschwinglich und kosten zwischen 5 Euro (ermäßigt) und 7 Euro.

Sollte es dennoch Bogen- und Schießsportfreunde geben, die den Weg in die Hallen nicht finden, müssen diese sich nicht grämen: DSB-Partner Sportdeutschland.TV überträgt sowohl aus Rotenburg an der Fulda als auch aus Wiesbaden die Entscheidungen um die Medaillen.

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