Aufgrund der aktuellen Situation ist unser Trainingsbetrieb stark eingeschränkt.
Wir können daher leider bis auf Weiteres keine Kurse, Events oder Probetraining anbieten.
19.03.2020 - 16:23

DSB-Präsidium sagt alle nationalen Wettkämpfe 2020 ab

Die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie haben das Präsidium des Deutschen Schützenbundes zu einer drastischen, aber konsequenten Maßnahme veranlasst: Alle Deutschen Meisterschaften und weiteren sportlichen Veranstaltungen des DSB auf Bundesebene für das Jahr 2020, u.a. das Bundeskönigs- und Bundesjugendkönigsschießen, werden aufgrund des Coronavirus abgesagt. Dies geschehe vor allem deshalb, um die Mitglieder zu schützen und den Landesverbänden den Druck, Qualifikationswettkämpfe durchführen zu müssen, zu nehmen. Bereits zuvor hatte der DSB die Gesamtvorstandssitzung für den 14. März abgesagt. (Zur ausführlichen DSB-Meldung vom 13. März).

Wie es mit den internationalen Veranstaltungen in Deutschland aussieht, hängt von den Entscheidungen der internationalen Verbände sowie der Behörden vor Ort ab.

DSB verstärkt die Präventionsarbeit gegen Extremismus

Das DSB-Präsidium hat einstimmig beschlossen, die Präventionsmaßnahmen gegen Extremismus in Schützenvereinen zu forcieren. Nach der schrecklichen Tat von Hanau sowie den rechtsextremen Anschlägen auf Walter Lübcke und einen Eritreer in Wächtersbach appelliert von Schönfels an alle Vereine: „Nun müssen alle rechtschaffenen Schützen Flagge zeigen, Tendenzen und Parteien den Nährboden entziehen, die wider unserer Überzeugung und Satzung agieren.“

Der DSB will es aber nicht bei Appellen belassen, sondern selber Maßnahmen ergreifen: In Kooperation mit dem Hessischen Informations- und Kompetenzzentrum gegen Extremismus (HKE) des Hessischen Ministerims des Innern und für Sport (HMdIS) soll kurzfrist ein Flyer erstellt werden und anschließend ein Pilotprojekt mit dem Titel „Schützen gegen Extremismus“ mit Informationen, Konzepten und Vorträgen für die Basis folgen. „Die Vereine verlangen Hilfestellungen vom DSB! Wir müssen das Demokratieverständnis und unsere Haltung besser kommunizieren und in die Vereine pflanzen“, so von Schönfels. (Zur ausführlichen DSB-Meldung vom 17. März). 

Unklarheit in Sachen Olympia-Qualifikation

Sportdirektor Heiner Gabelmann erläuterte, dass die internen Qualifikations-Modi für Tokio 2020 im Bundesausschuss Spitzensport abgestimmt und vom DOSB genehmigt worden seien. Da bei der Druckluft-Europameisterschaft keine weiteren Quotenplätze hinzugewonnen werden konnten, bleibt es aktuell bei neun DSB-Plätzen (6x Kugel, 3x Bogen). Vier Qualifikationsturniere stünden noch aus, „wir müssen abwarten, ob die weiteren Quotenplatz-Turniere ausgetragen werden können und wie im Falle des Ausfalls verfahren wird“, so Gabelmann. Die Nominierungssitzungen des DOSB sind am 16. Juni (Kugeldisziplinen) und am 30. Juni (Bogen).

Rechnungsprüfer bestätigen sparsame Haushaltsführung

Die Rechnungsprüfer aus den Landesverbänden um Karl-Heinz Teuscher, Jochen Willmann und Alois Wüstefeld haben im Rahmen ihres zweitägigen Aufenthalts in der DSB-Geschäftsstelle ihre satzungsgemäß vorgeschriebene Jahresabschlussprüfung durchgeführt. In ihrem Bericht konnten die Rechnungsprüfer dem Präsidium und der Geschäftsführung ein funktionierendes Belegwesen mit sparsamer Haushaltsführung und vorausschauendem Finanz- und Personalstellenmanagement bescheinigen. Der DSB verfüge zudem über eine sehr gute Vermögens- und Liquiditätslage. Der zum Jahresende 2019 erzielte Überschuss konnte der Rücklage für die Modernisierung des Bundesstützpunktes Wiesbaden zugeführt werden. Abschließend empfahlen die Rechnungsprüfer in ihrem Bericht die Entlastung des Präsidiums für das Haushaltsjahr 2019, die nun aufgrund der Corona-bedingten Absage der Gesamtvorstandssitzung zeitnah im schriftlichen Umlaufverfahren vorgenommen werden soll. Dies gilt ebenso für den vorgestellten Entwurf des Haushaltsjahres 2020, der trotz der schwierigen Rahmenbedingungen mit einem ausgeglichenen Ergebnis abgeschlossen werden soll.

Das Ehrenamtskonzept steht vor dem Abschluss

Prof. Marcus Stumpf, DSB-Vizepräsident Verbandsentwicklung/Ethik, berichtete, dass für das neue Ehrenamtskonzept ein Handbuch mit 140 Seiten erarbeitet wird. Dieses werde mit Videos, Best-practise-Beispielen und Schulungen ergänzt. Ziel sei es, bis zum nächsten Jahr, ein fertiges Konzept mit Handreichungen zu haben. Das Handbuch soll zur Bildungskonferenz am 10. Juli vorgestellt und in gedruckter Form zum Schützentag 2021 in Gotha vorgelegt werden.

SchützenJugend tritt Aktionsbündnis „Alkoholfrei Sport genießen“ bei

Im Rahmen der Präsidiumssitzung wurde die Beitrittserklärung der Deutschen SchützenJugend zum Aktionsbündnis „Alkoholfrei Sport genießen“! von DSB-Präsident Hans-Heinrich von Schönfels, DSB-Vizepräsident Jugend Stefan Rinke und Alice Laufer, Kampagnenbeauftragte der DSJ, ratifiziert. Das Projekt trägt zur Aufklärungsarbeit bei, Partner sind bereits u.a. der Deutsche Fußballbund, der Deutsche Turner Bund und Deutscher Handballbund (Zur ausführlichen DSB-Meldung vom 16. März).

19.03.2020 - 16:04

Die in diesem Jahr mit viel Herz und Liebe zum Detail gestaltete Kollektion "Deutsche Meisterschaften 2020 im Olympiajahr" kann aus gegebenem Anlass leider nicht an den verschiedenen Austragungsstätten der Deutschen Meisterschaften angeboten werden. Der DSB-Online-Shop bietet deshalb alle Artikel zum halben Preis an. Im Angebot, solange der Vorrat reicht, sind:

  • T-Shirts, Polo-Shirts
  • Tassen, Lanyards, Aufkleber, Pins, Basecaps
  • Medaillen, Wimpel
  • Handtücher, Duschtücher, Handtücher mit Haken

Die Spezialanfertigung in Form von Funktionsshirts für den Bereich Sommerbiathlon und Target Sprint kann ab sofort über den DSB-Online-Shop oder aber direkt über Frau Wettstein wettstein(at)dsb.de bestellt werden. Die Kosten betragen 10,00 Euro zzgl. Versand.

19.03.2020 - 12:28

Deshalb können die Sportschützen derzeit ihren Sport nicht ausüben. Viele Mitglieder machen sich daher Sorgen um ihr waffenrechtliches Bedürfnis, welches Sie eigentlich mit regelmäßigen Schießnachweisen belegen müssten.

Wie in so vielen Abläufen des täglichen Lebens ist auch diese Erfahrung und der Umgang damit eine völlig neue, nie dagewesene.

Der Deutsche Schützenbund wird dies zu gegebenem Zeitpunkt mit den Behörden diskutieren. Bitte haben Sie Verständnis, dass in der derzeitigen Situation andere Prioritäten auch im Bundesinnenministerium gegeben sind.

Sicherlich ist auch bei einer solchen Abstimmung mit dem Ministerium wichtig zu berücksichtigen, wie lange ein derartiger Nachweis nicht erbracht werden konnte. All das ist noch offen und nicht absehbar.

Insofern bitten wir um ein wenig Geduld. Sobald wir Informationen diesbezüglich haben, veröffentlichen wir diese auf der DSB-Internetseite und geben diese an die Landesverbände weiter.

19.03.2020 - 08:38

Haben Vereinsmitglieder aufgrund der aktuellen Lage Anspruch auf Erstattung gezahlter Mitgliedsbeiträge oder auf Reduzierung des Beitrages für den Zeitraum, in dem kein Angebot stattfinden kann? Können Mitglieder ihre Mitgliedschaft mit einem Sonderkündigungsrecht beenden?
Mitglieder haben in diesem Zusammenhang keinen Anspruch auf Erstattung des Beitrages. Ebenso entsteht aus dieser Situation auch kein Sonderkündigungsrecht. In der Regel ist der Mitgliedsbeitrag nicht an konkrete Sportnutzungen gebunden, sondern ist, wie der Name schon sagt ein „Beitrag für die Mitgliedschaft“. Als Mitglied ist man kein Kunde, sondern Teil des Vereins. Die Kosten des Vereins laufen ja weiter und man hat als Mitglied eine Verantwortung gegenüber dem Verein. Der Beitrag stellt nach den vereinsrechtlichen Grundsätzen kein Entgelt dar, sondern dient dem Verein dazu, seinen Zweck zu verwirklichen. Mit den Kosten für ein Flug- oder Konzertticket lässt sich der Mitgliedsbeitrag daher nicht vergleichen.

Wie sieht es in diesem Zusammenhang mit Kursgebühren aus, wenn der Kurs nicht vollumfänglich durchgeführt worden ist?
Hier stellt sich die Situation anders dar als beim Mitgliedsbeitrag: Gebühren werden üblicherweise für die Finanzierung besonderer Angebote erhoben, die über die allgemeinen mitgliedschaftlichen Leistungen des Vereins hinausgehen. Hier gilt Vertragsrecht: Wenn dem Verein die Kursdurchführung – etwa aufgrund eines behördlichen Verbots – unmöglich geworden ist, kann er auch keine Gegenleistung, also keine Kursgebühr, verlangen bzw. muss eine bereits erhaltene Kursgebühr anteilig zurückzahlen.

Haben Übungsleiter Anspruch auf Freistellung und Lohnfortzahlung?
Nur wenn sie Arbeitnehmer des Vereins sind. Grundsätzlich trägt der Verein das Risiko, wenn er Arbeitnehmer nicht beschäftigen kann, obwohl diese ihre Arbeitskraft anbieten. Der Übungsleiter hat in diesem Fall einen Vergütungsanspruch gegenüber dem Verein als Arbeitgeber. Dieser kann aber eventuell betriebsbedingt kündigen, wenn eine Weiterbeschäftigung dauerhaft entfällt, oder Kurzarbeit durchführen. Dazu später mehr. In solchen Fällen würde ich Vereinen raten, einen Fachanwalt für Arbeitsrecht zu konsultieren. Anders sieht es aus, wenn Übungsleiter auf selbständiger Basis tätig sind: Wird die Tätigkeit des Übungsleiters aufgrund eines behördlichen Verbots unmöglich, entfällt auch der Vergütungsanspruch des Übungsleiters. Um Unstimmigkeiten zu vermeiden – schließlich will man doch in einigen Wochen oder Monaten wieder zusammenarbeiten – sollten Vereinsvorstand und Übungsleiter versuchen, sich über eine Fortsetzung der Tätigkeit des Übungsleiters in der Zwischenzeit zu einigen. So könnten Übungsleiter etwa Online-Kurse anbieten oder die Zeit nutzen, um neue Kurse zu konzipieren. Dann besteht der Vergütungsanspruch fort, in voller Höhe oder wenigstens teilweise. Darüber muss in den Vereinen verhandelt und entschieden werden. Allgemeine Vorgaben lassen sich nicht machen. Möglicherweise gibt es bei Online-Kursen versicherungsrechtliche Probleme. Daher geht der Rat an die Vereine, vorsorglich mir der ARAG-Sportversicherung Kontakt aufzunehmen (https://www.arag.de/vereinsversicherung/sportversicherung/hessen/)

Können Vereine Kurzarbeitergeld für Ihre Angestellten beantragen?
Erst einmal muss man dafür erklären, was Kurzarbeitergeld ist. Auf der Webseite der Arbeitsagentur (www.arbeitsagentur.de/finanzielle-hilfen/kurzarbeitergeld-arbeitnehmer) heißt es dazu: „Kurzarbeitergeld ist eine Leistung aus der Arbeitslosenversicherung. Unter folgenden Voraussetzungen hat der Arbeitnehmer darauf Anspruch: Der Arbeitgeber muss die regelmäßige Arbeitszeit kürzen und hat dies der zuständigen Agentur für Arbeit angezeigt. In den meisten Fällen geschieht dies aus konjunkturellen Gründen, das heißt, weil die wirtschaftliche Lage Ihres Betriebes schlecht ist.“ Unter der oben genannten Internetadresse finden Vereine auch weitere Informationen. In jedem Fall sollte der Verein sich frühzeitig mit der Agentur für Arbeit in Verbindung setzen.

Haftet der Verein im Falle einer Ansteckung im Rahmen von Vereinsveranstaltungen?
Daran könnte man denken, wenn der Verein eine Veranstaltung entgegen eines Verbots oder einer dringenden Empfehlung des Gesundheitsamtes durchführt. Allerdings dürfte dem angesteckten Teilnehmer in diesem Fall ein erhebliches Mitverschulden beizumessen sein. Rein praktisch stellt sich weiterhin die Frage, wie der Teilnehmer beweisen will, dass er sich auf der Vereinsveranstaltung angesteckt hat. Alles in allem wird eine Haftung des Vereins eher unwahrscheinlich sein.

Wie verhalten sich Vereine richtig, die ihre Mitgliederversammlung satzungsgemäß im ersten Quartal hätten durchführen müssen und dies aufgrund von Corona nicht können?
Mit der 4. Verordnung zur Bekämpfung des Coronavirus vom 17.3.2020 hat die Bundesregierung gemeinsam mit den Ländern „Zusammenkünfte in Vereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen …“ verboten. Darunter fallen in der Konsequenz auch Mitgliederversammlungen. Die zuvor gültige Risikoabwägung für das Anberaumen von Veranstaltungen durch die Veranstalter selbst ist damit hinfällig. Die ordnungsgemäße Durchführung einer Mitgliederversammlung ist also zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich.
Mit einer Absage oder Verschiebung verstößt ein Verein aber möglicherweise gegen seine Satzung, etwa wenn darin geregelt ist, dass die Versammlung in den ersten drei Monaten abzuhalten ist. Hierbei dürfte es sich aber lediglich um eine sogenannte Ordnungsvorschrift handeln. Eine Nichtbeachtung dürfte nicht dazu führen, dass Entscheidungen, die bei späteren Versammlungen getroffen werden, unwirksam oder nichtig wären.
Problematischer gestaltet es sich, wenn in diesen Tagen die Amtszeit von Vorstandsmitgliedern abläuft. In diesen Fällen hilft eine Formulierung in der Satzung, wonach der Vorstand bis zur Neuwahl im Amt bleibt. Falls eine solche Satzungsregelung nicht vorliegt hat der Verein nach Ablauf der Amtszeit keinen Vorstand mehr. Hier ist dem Verein zu empfehlen, sich unverzüglich mit dem Amtsgericht (Vereinsregister) in Verbindung zu setzen, damit ein entsprechender Notvorstand bestellt werden kann.
Generell ist es ratsam, die Mitglieder zeitnah darüber zu informieren, dass die Versammlung nicht stattfinden kann und warum. Die konkrete Nennung eines neuen Termins macht dabei gegenwärtig wenig Sinn. Schließlich ist derzeit  nicht absehbar, wie sich die Situation im Zusammenhang mit Corona-Pandemie weiterentwickeln wird. Einen grundsätzlichen Hinweis, dass der Verein plant, die Mitgliederversammlung noch 2020 nachzuholen, ist aber für sinnvoll.

Können Entscheidungen des Vorstands oder anderer Gremien auch außerhalb von Versammlungen bzw. Sitzungen getroffen werden?
Zunächst ist gesetzlich vorgegeben, dass Beschlüsse des Vorstands nur in einer Versammlung gefasst werden können. Muss der Vorstand aber unaufschiebbare Beschlüsse fassen, kann dies auch außerhalb von Versammlungen zum Beispiel schriftlich, per E-Mail oder Telefonkonferenz geschehen. Idealerweise ist diese Situation bereits in der Vereinssatzung geregelt. Sollte dies nicht der Fall sein, sind Vorstandsbeschlüsse außerhalb einer Versammlung (Vorstandssitzung) nur gültig, wenn alle Beteiligten den gefassten Beschlüssen schriftlich zugestimmt haben (§§ 32 Abs. 1, 28 BGB). Alternativen zur schriftlichen Zustimmung sind beispielsweise Beschlussfassungen, die per Telefon oder per E-Mail zustande kommen. Achtung: Mit dieser Vorgehensweise müssen alle Vorstandsmitglieder einverstanden sein!

(Quelle: Dr. Frank Weller, Vizepräsident Vereinsmanagement, Landessportbund Hessen)

17.03.2020 - 08:47

Rechtsextremistisch motivierte  Anschläge haben in Deutschland zuletzt deutlich zugenommen, leider waren unter den Tätern auch Sportschützen: „DSB und Schützenvereine wollen, dass keine Waffen in die Hände von Terroristen, Extremisten oder Verbrechern gelangen. Wir haben bereits auf der DSB-Homepage Infomaterialien zum Thema (Rechts-)Extremismus eingestellt, wir wollen die Basis aber weiter sensibilisieren und präventiv agieren“, sagt DSB-Präsident Hans-Heinrich von Schönfels.

Dazu wird der DSB mit dem Hessischen Informations- und Kompetenzzentrum gegen Extremismus (HKE) des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport (HMdIS) diverse Maßnahmen ergreifen. „Uns ist wichtig, dass wir den Vorsitzenden und Vorständen der Vereine zur Seite stehen und sinnvolle „Handwerkzeuge“ zur Verfügung stellen“, sagt von Schönfels. Als erstes wird für Vereine kurzfristig ein Info-Flyer auf Basis der bestehenden Veröffentlichungen des HKE erarbeitet. „Zudem ist ein Pilotprojekt mit dem Arbeitstitel „Schützen gegen Extremismus“ in Hessen angedacht, bei dem wir die Basis direkt mit Informationen, Konzepten und Vorträgen von Experten versorgen können. Dies soll dann mit Veranstaltungen vor Ort Anwendung finden und an die Basis getragen werden“, so der Präsident weiter, der dankbar für die Unterstützung des HMdIS und weiterer Experten ist.

Auch zu den aktuellen „Avancen“ der AfD gegenüber Schützenvereinen bezieht der DSB klar Stellung und verweist auf seine Satzung. Dort heißt es u.a., dass der DSB den Grundsatz religiöser und weltanschaulicher Toleranz vertritt und rassistischen, verfassungsfeindlichen Bestrebungen entschieden entgegen tritt. Von Schönfels unterstreicht dies mit seinem Statement: „Wir freuen uns über Vielfalt und Buntheit im Verband und im Sport. Wem das nicht passt, der ist in unseren Vereinen fehl am Platz!“

Der Extremismus und die Radikalisierung der Gesellschaft sind das eine, die Anonymität das andere. „Es gibt den schönen Begriff der „Schützenhilfe“. Diesen müssen wir wieder viel mehr in den Fokus nehmen und wortwörtlich umsetzen. Wir müssen die Gemeinschaft pflegen und uns um die anderen sorgen – das ist die Grundlage unseres Vereinslebens“, verdeutlicht von Schönfels den Aspekt gegenseitiger Achtsamkeit und Aufmerksamkeit.

Von Schönfels betonte nochmals, dass der allergrößte Teil der Mitglieder gesetzestreu sei und ihr sportliches Hobby friedlich ausübe. Auch um diese große Gruppe zu schützen, sei es wichtig, Verantwortung zu übernehmen und zu handeln. „Sich zurückzulehnen und weiterzumachen, als wäre nichts geschehen, gilt nicht mehr. Denn nicht nur unser gesellschaftliches Zusammenleben, auch unser Sport steht auf dem Spiel!“

16.03.2020 - 13:22

Der Präsident des DSB, Hans-Heinrich von Schönfels, der Vizepräsident Jugend, Stefan Rinke und die Kampagnenbeauftragte, Alice Laufer, setzten mit ihrer Unterschrift nicht nur das Zeichen für den Aktionsbeitritt, sondern vielmehr das Zeichen für ein Umdenken. Ein Umdenken, welches nicht nur von Schütz/Innen oder Sportler/Innen angestrebt werden sollte, sondern auch von allen Menschen, die ein harmonisches Miteinander pflegen wollen. Daher ist es unumgänglich, für den richtigen Umgang mit Alkohol in Zusammenhang mit Kindern und Jugendlichen zu sensibilisieren.

Mit wöchentlichen Social-Media-Posts, begehrten Werbemitteln wie z. B. einer Trinkflasche sowie Infomaterial auf der Website will die DSJ auf den richtigen Umgang mit Alkohol verweisen. Die Kampagne dient zur Aufklärung und Sensibilisierung und wird von anderen großen Verbänden wie z. B. dem DFB, DHB oder DTB mitgetragen. Weitere Informationen zum Aktionsbündnis können auf der Website Alkoholfrei Sport Genießen nachgelesen werden.

Wenn auch Sie sich für das Thema interessieren und weitere Informationen benötigen, finden Sie auf den oben aufgeführten Internetseiten ausführlichere Inhalte und Beispiele zur Kampagne „alkoholfrei Sport genießen“. Die DSJ sowie der DSB sind stolz, sich als Teil dieser Aufgabe sehen zu dürfen.

16.03.2020 - 11:30

„Der Abbruch kam quasi als Nachtisch beim Bankett am Freitagabend“, berichtete Bundestrainer Detlef Glenz. Dadurch fiel das zweite Halbprogramm des zweiten Wettkampfes weg, Max Schenk durfte sich nach dem hervorragenden Start über den Sieg und eine Luftpistole freuen, die er für starke 294 Ringe im ersten Halbprogramm erhielt.

Im ersten Wettkampf, der mit Startern aus zahlreichen Nationen hochkarätig besetzt war, dominierten die Franzosen: Jean Quiquampoix siegte, Dritter wurde Clement Bessaguet. Dazwischen „mogelte“ sich Olympiasieger Christian Reitz, „der als Einziger mit dem wie entfesselt schießenden Quiquampoix im Finale mithalten konnte“, so Glenz.

Der Bundestrainer hob zudem die starken Leistungen seiner Junioren hervor: „Die haben sich toll verkauft, obwohl das Ganze eher als Kontrolle des aktuellen Leistungsvermögens diente und sie beispielsweise noch gar nicht die 4-Sekunden-Serie trainiert haben“, so Glenz. 293 Ringe von Florian Peter im Halbprogramm sowie 576 Ringe (jeweils persönliche Bestleistung) von Nick Ruß und Fabian Otto sowie 569 Ringe von Stefan Holl lassen auch für die Zukunft der Schnellfeuerpistolen-Gilde hoffen.

Das deutsche Team in Breslau

Erwachsene: Christian Reitz, Oliver Geis, Christian Freckmann, Andreas Meixner, Mathias Putzmann, Aaron Sauter, Maximilian Schenk
Junioren: Florian Peter, Stefan Holl, Fabian Otto, Nick Russ

15.03.2020 - 09:05

Und wie es sich für den ersten Sportschützen des Landes gehört, verband er die ehrenamtliche Tätigkeit mit dem runden Geburtstag: Am 13. März leitete er wie gewohnt die Präsidiumssitzung in Wiesbaden (die einen Tag später stattfindende Gesamtvorstandssitzung fiel aus), tags darauf lud er zahlreiche seiner Schützenschwestern und -brüder ein, um mit ihnen in seinen Geburtstag reinzufeiern.

Dabei dürften sich viele Gespräche auch um den Höhepunkt des Jahres 2020 gedreht haben: Bei den Olympischen Spielen in Tokio sollen die deutschen Sportschützen – geht es nach dem Wunsch von Hans-Heinrich von Schönels – ähnlich erfolgreich sein wie vier Jahre zuvor. Damals gewannen die DSB-Athleten sensationelle fünf Medaillen. Von Schönfels wird vor Ort sein, um die Interessen des Deutschen Schützenbundes auf internationaler Ebene zu vertreten, fachkundig die Wettbewerbe zu beobachten und den DSB-Sportlern die Daumen zu drücken.

Denn fachkundig ist von Schönfels! 1974, im Alter von 14 Jahren, trat er dem Schützenverein in Herbstein bei, bis heute ist er noch aktiver Gewehrschütze und Vorbild für seine ebenfalls im Schießsport aktiven Kinder. Früh engagierte sich der heutige Leiter der Dr. Ebel Fachklinik für Psychotherapie und Psychosomatik ehrenamtlich (u.a. Jugendleiter, Referent Gewehr, Sportleiter, Kreisschützenmeister), zudem erwarb er die C- und B-Trainer Lizenz. Auch auf wissenschaftlicher Ebene beschäftigte er sich im Rahmen seines Sportstudiums mit dem Schießsport. Seine Studie „Einfluss des Sportschießens auf die Entwicklung der koordinativen Fähigkeiten von Kindern im Alter von 8-12 Jahren“ war eine wichtige Grundlage für die auch heute noch gültige Konzeption „Kinder trainieren anders“. Im Jahr 2000 wurde er zunächst Vizepräsident des Hessischen Schützenverbandes, ehe er elf Jahre später zum Präsidenten aufstieg. 2013 wählten ihn die Mitglieder zum DSB-Vizepräsident Schützentradition/Brauchtum.

Seit seinem Amtsantritt 2017 hat der DSB vor allem in die Außendarstellung investiert. Viele Großevents wie Weltcups, Die Finals, die vom DSB erstmals durchgeführte ISSF Schießsport Masters-WM oder Deutsche Meisterschaften wurden ausgerichtet und mit hohem Aufwand fernsehtauglich produziert. 2023 richtet der DSB - als nächsten großen Höhepunkt - die Bogen-WM in Berlin aus. Zudem führt der 60-Jährige den Neubau des Bundesstützpunktes in Wiesbaden zum Abschluss, der in Kürze fertiggestellt wird und dann ein ganz wichtiger Baustein für die weitere Entwicklung des olympischen und paralympischen Spitzensports, aber auch der Aus- und Fortbildung innerhalb des DSB sein wird. Bereits in seiner ersten Erklärung nach der Wahl machte von Schönfels klar: „Sportlicher Erfolg an der Spitze und die Vielzahl sportlicher Aktivitäten in der Breite sind die Grundvorrausetzungen einer langfristigen und positiven Verbandsentwicklung."

Von Schönfels, der wie bei seinem Amtsantritt angekündigt für Transparenz und Gemeinsamkeit steht, scheut sich auch nicht vor schwierigen Themen wie den Diskussionen um das dritte Waffenrechtsänderungsgesetz, in die er sich intensiv eingebracht hat, und in deren Rahmen es ihm gelang, erstmals alle anerkannten Schießsportverbände Deutschlands an einen Tisch zu bekommen und zu einer gemeinsamen Stellungnahme zu bewegen. Mit dem von ihm angestoßenen Prozess "DSB Agenda 2025" will von Schönfels den Verband fit für die Zukunft machen. Und auch im Schießsport-Weltverband ISSF, bei dem er im Verwaltungsrat sitzt, hat seine Stimme Gewicht.

Seine offene Art, sein präsidiales Ohr für alle Anliegen und sein Fachwissen machen von Schönfels zu einem angenehmen Gesprächspartner und Schützen-nahen Präsidenten, der falls nötig aber auch mit Nachdruck die Interessen des Verbandes und seiner Mitglieder zu vertreten weiß. Herzlichen Glückwunsch!

13.03.2020 - 13:30

Das Präsidium begründete dies vor allem auch mit der Problematik der DM-Zulassungen, da aufgrund der aktuellen Situation keine vorgeschalteten Meisterschaften der Untergliederungen stattfinden werden. „Zum einen kommen wir damit den Empfehlungen der Bundesregierung und des Robert-Koch-Institut´s nach und schützen unsere Mitglieder, zum anderen nehmen wir damit unseren Landesverbänden den Druck, die Qualifikationen durchzuführen, was in der aktuellen Lage nicht möglich ist“, sagt Vize-Präsident Sport Gerhard Furnier.

Ausgenommen von dieser Entscheidung ist die Deutsche Meisterschaft Bogen Mixed-Team im Rahmen von „Die Finals“ in Rhein-Ruhr (5.-7. Juni), bei der der DSB nicht selbst der Veranstalter ist!

Internationale Veranstaltungen in Deutschland

Ob die internationalen Veranstaltungen in Deutschland - der ISSF Weltcup in München, der WA Weltcup in Berlin und die ISSF Junioren-Weltmeisterschaft in Suhl – wie geplant stattfinden können, ist abhängig von der weiteren Entwicklung sowie den Entscheidungen der Weltverbände und der Behörden vor Ort.

13.03.2020 - 08:43

Die Verbreitung des neuartigen Coronavirus (COVID-19) wirkt sich immer stärker auf das Leben in Europa und Deutschland aus, auch beim Deutschen Schützenbund ist sie das beherrschende Thema dieser Zeit. Nach ersten Absagen von Schieß- und Bogensportveranstaltungen ist nun auch die erste Gremiensitzung des Verbandes von den Auswirkungen betroffen.

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