25.05.2022 - 08:51

Das Internationale Olympische Komitee predigt es und macht es zu einem Grundsatz, das Bundesministerium des Inneren wie auch weitere Institutionen knüpfen ihre Unterstützung an das Kriterium Nachhaltigkeit. Und so hat auch die „EM dahoam“ 50 Jahre nach den Olympischen Spielen die Nachhaltigkeit im Fokus: Zum einen finden die Qualifikations-Wettkämpfe auf dem Bogenplatz der Olympia-Schießanlage statt, die auch ein halbes Jahrhundert nach den Spielen national und international aktiv genutzt wird.

Zum anderen gibt es Maßnahmen, die der Nachhaltigkeit dienen. Zu nennen ist das Veranstaltungsbranding, das später an das NähWerk „Weißer Rabe soziale Betriebe und Dienste GmbH“ weitergegeben wird. In dem gemeinnützigen Handwerksbetrieb werden die Materialien von ca. 400 Menschen mit Unterstützungsbedarf - die nach erfolgreicher Therapie wieder im Berufsleben Fuß fassen wollen – weiterverarbeitet. Infos unter www.weisser-rabe.de

Zudem erhalten die für die EM akkreditierten Teilnehmer ein ÖPNV-Ticket, um sich in München mit U- und S-Bahn, Tram und Bus umweltfreundlich zu bewegen; die Getränkeversorgung fußt auf ein Pfand- und Rückgabesystem; die verwendeten Fahnen sind aus Meeresplastik; für Shuttle-Dienste werden Hybrid- und Wasserstorffahrzeuge eingesetzt; das Programmheft gibt es in digitaler Version, wie auch der komplette Ergebnisdienst papierlos abgewickelt wird.

24.05.2022 - 14:07

Daher ließ der „Online-Workshop-Block II“ auch nicht allzu lange auf sich warten. Der Mai 2022 stand somit ganz im Zeichen von „Praktische Möglichkeiten im Kindertraining II“, „Spiele und Bewegung im Verein“ und "Planung und Organisation von Jugendfreizeiten“. Alle drei informativen und lehrreichen Online-Workshops waren insbesondere zur Weiterbildung der Trainer, Multiplikatoren, Betreuer und Jugendleiter in unseren Schützenvereinen angedacht. Dies konnte in allen drei Veranstaltungen erfolgreich in die Tat umgesetzt werden. Aus einer Kombination von Referenten-Vorträgen, Selbsterarbeitung bestimmter Themenfelder und Praxisbeispielen wurden die Teilnehmenden in jeweils vier Lerneinheiten geschult. Alles in allem gab es von den Teilnehmenden positive Feedbacks!

Den Startschuss zur zweiten „Online-Workshop-Reihe“ machte am Mittwoch, den 04.05.2022, von 18:00 Uhr bis 21:00 Uhr, die Online-Veranstaltung „Praktische Möglichkeiten im Kindertraining II“. Aufgrund einer hohen Nachfrage zum aktuellen Themenfeld Kindertraining, hat die Deutsche SchützenJugend zeitnah nach der ersten Veranstaltung im April 2022, einen zweiten „Online-Workshop“ ins Leben gerufen. Referent Thorsten Schierle zeigte im Workshop die verschiedensten, lehrreichsten, nützlichsten und effektivsten praxisnahen Möglichkeiten im Kindertraining auf. Er ging dabei detailliert unter anderem auf kreative Kennenlernspiele für die Erwärmung im Vereinstraining von Kindern und Jugendlichen ein. Referent Schierle war wichtig, dass die Teilnehmenden stets funktional eingebunden waren. Ein gezieltes Hauptaugenmerkt der Praxisteile befasste sich mit speziellen Trainingsformen von Fingergeschicklichkeit und Feinmotorik der Hände. Besonders hohes Interesse war bei den gezeigten „Schießspielen – next level“ und dem praktischen Inhaltsteil zu „Kleine-Spiele“ vorhanden. Hierbei demonstrierte Schierle auch zahlreiche, praktikable und variable Übungsformen. Das positive Feedback und die umfangreichen Fragen aller Teilnehmenden am Workshop, zeigten das große Interesse an diesem Themenfeld. Die gezeigten Trainingsinhalte, die mit Fachkompetenz von Thorsten Schierle vorgetragen wurden, wollen die Teilnehmenden in naher Zukunft in den Trainingsalltag einbauen. Die DSJ beabsichtigt diesen Workshop fest in ihr Fortbildungsprogramm aufzunehmen.

Mit dem praxisnahen Online-Workshop „Spiele und Bewegung im Verein“ unter der Leitung von Referent Zitscher - am Dienstag, den 10.05.2022 von 18:00 – 21:00 Uhr - lief die Workshop-Reihe II vielversprechend weiter. Die Teilnehmenden erhielten einen detaillierten und aktuellen Einblick in spielerische Bewegungstrainingsformen und Möglichkeiten im Schießsport. Den Partizipierenden wurden verschiedene, neue Ideen zur Auflockerung und abwechslungsreichen Gestaltung des effektiven Trainings vermittelt. Einen Hauptinhaltspunkt des funktionalen Workshops beinhaltete es, relevante Übungsformen in Theorie und Praxis zu vermitteln. Zitscher ging zudem auch auf detaillierte Themenpunkte und spannende Spielemöglichkeiten („Kleine-Spiele“) ein und baute anschließend noch einen informativen Reflexionspart ein, wobei auch jegliche Fragen zum praktischen Kindertraining gestellt werden konnten.

Die finale Veranstaltung der Workshop-Reihe II "Planung und Organisation von Jugendfreizeiten“ - am Mittwoch, den 18.10.2022 von 18:00 – 21:00 Uhr – vollendete die Dreierreihe. Den daran Teilnehmenden wurde in diesem Workshop ein aktueller und nützlicher Einblick in die Planung, Gestaltung und Organisation von Jugendfreizeiten vermittelt. Inhaltlich wurden verschiedene Möglichkeiten zur Planung und abwechslungsreichen Gestaltung von Jugendfreizeiten geschult. Primär wurden im Workshop besonders wichtige und aktuelle Gestaltungsformen in Theorie und Praxis aufgezeigt. Der Referent Oliver Six vermittelte darüber hinaus besonders aktuelle Inhaltspunkte, sowie praxisnahe Möglichkeiten und führte im Anschluss einen informativen Feedbackpart durch. Inhaltlich wurden die aktiven Teilnehmenden insbesondere über die Planung einer Jugendfreizeit, die Planung eines Workshopabends sowie den Voraussetzungen und Möglichkeiten einer mehrtägigen Jugendfreizeiten mit Spielen und Tipps fürs Kochen informiert. Anschließend konnten noch jegliche Fragen zur Gestaltung und erfolgreichen Umsetzung von mehrtägigen Jugendfreizeiten gestellt werden.

Diese Online-Workshop-Reihe II wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aus Mitteln des Aktionsprogramms "Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche" des Bundes gefördert.

24.05.2022 - 08:40

Und so fliegt zwar lediglich ein Kontingent von 25 Athleten nach Aserbaidschan, dieses ist aber ambitioniert und möchte an die Erfolge des Weltcups in Rio de Janeiro/BRA (Gewehr/Pistole) und Lonato/ITA (Flinte) anknüpfen: Denn dort konnten die DSB-Schützen zahlreiche Medaillen gewinnen und mit starken Leistungen aufwarten.  

Nach dem Chaos in Lonato erhoffen wir uns zumindest, dass die Kampfrichter richtig informiert sind und wir 15 Minuten vor Wettkampf wissen, was wir zu schießen haben.

Skeet-Bundestrainer Axel Krämer

Die ISSF nutzt in Baku zudem die Gelegenheit, weiter an der Optimierung der Disziplinen zu arbeiten. So gab es nach dem Flinten-Weltcup in Lonato Verbesserungs-Vorschläge von Athletenseite, die vor allem den Videoassistenten (VAR) und die Umsetzung der Teamwettbewerbe betreffen. „Nach dem Chaos in Lonato erhoffen wir uns zumindest, dass die Kampfrichter richtig informiert sind und wir 15 Minuten vor Wettkampf wissen, was wir zu schießen haben“, meint Skeet-Bundestrainer Axel Krämer.

Alle Weltcups, die wir schießen, zielen auf die WM und EM und die dort zu gewinnenden Quotenplätze für Paris 2024 ab.

Skeet-Bundestrainer Axel Krämer

Wie Lonato ist auch in Baku das Ziel unverändert: „Alle Weltcups, die wir schießen, zielen auf die WM und EM und die dort zu gewinnenden Quotenplätze für Paris 2024 ab. Wir brauchen Finalpraxis und dazu müssen wir in der Qualifikation im Maximalbereich sein, um in das Finale zu kommen.“ 

Dazu legten die Skeet-Schützen eine ganz besondere Schicht ein: „Wir waren in der vergangenen Woche auf dem WM-Stand in Osijek, das war top. Wir hatten prima Bedingungen und hohe Schusszahlen“, so Krämer.

Das deutsche Team in Baku 

Flinte: Nadine Halwax, Kathrin Murche, Bettina Valdorf, Marco Kroß, Andreas Löw, Paul PIgorsch (alle Trap), Nadine Messerschmidt, Christine Wenzel, Nele Wißmer, Vincent Haaga, Felix Haase, Tilo Schreier (alle Skeet) 

Pistole: Svenja Berge, Monika Karsch, Sandra Reitz, Michelle Skeries, Doreen Vennekamp (alle Luftpistole und Sportpistole), Paul Fröhlich, Michael Heise, David Probst, Michael Schwald (alle Luftpistole), Oliver Geis, Emanuel Müller, Florian Peter, Mathias Putzmann (alle Schnellfeuerpistole) 

23.05.2022 - 11:53

Wie wichtig war der olympische Erfolg in Tokio für dich persönlich, aber auch für den türkischen Bogensport?
Gazoz: „Ich sehe den Erfolg nicht als individuellen Erfolg, sondern mehr als Erfolg unseres Landes. Bei meinen anderen Errungenschaften haben die Leute mir persönlich gratuliert und sagten „Bravo, du hast toll geschossen“. Nachdem ich die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen gewann, haben wir Türken den Erfolg als kollektive Errungenschaft betrachtet, welche uns in schwierigen Zeiten sehr glücklich gemacht hat. Deshalb betrachte ich den Erfolg nicht als persönlichen Erfolg, welchen ich allein erreicht habe, sondern viel mehr als Erfolg des Türkischen Bogensport-Verbandes und des Türkischen Bogen-Nationalteams. Ich nehme ebenfalls wahr, dass mit diesem Erfolg das Interesse in der Türkei am Bogensport gestiegen ist. Es wird die junge Generation, die im Bogensport engagiert ist, ermutigen. Der Erfolg wird ihnen mitteilen „Wir können das auch schaffen!“

Ja, ich habe wirklich daran geglaubt!

Mete Gazoz zu seiner im Vorfeld getätigten Aussage, "Ich werde Olympiasieger in Tokio!"

Nachdem du von den Olympischen Spielen in Rio abgereist bist, sagtest du: „Ich werde Olympiasieger in Tokio!“ Hast du tatsächlich zu der Zeit daran geglaubt?
Gazoz: „Ja, ich habe wirklich daran geglaubt. Wir haben sofort einen sehr strengen Trainingsplan entwickelt, um dieses Glauben in die Realität umzusetzen. Vor fünf Jahren, nachdem die Olympischen Spiele in Rio zu Ende gegangen waren, haben wir angefangen zu planen, wie ich meine Performance bei den Olympischen Spielen in Tokio verbessern kann. Alles, beginnend mit dem was ich esse, wie meine Schlafgewohnheiten sind, alles musste sehr systematisch geplant werden. Indem wir an verschiedenen Tagen, verschiedene Ernährungs- und Trainingsprogramme anwendeten, notierten wir sie alle und versuchten herauszufinden, welche sich positiver auf meine Leistung auswirkten. Als Ergebnis haben wir den Plan umgesetzt, den wir vorbereitet haben. Mit meinem Glauben habe ich in den letzten fünf Jahren einen intensiven Vorbereitungsprozess durchlaufen und bin wie gesagt Olympiasieger geworden.“

Was hat sich seit deinem Olympiasieg verändert?
Gazoz: „Das mir entgegengebrachte Interesse ist unglaublich. Ich habe an populären Programmen teilgenommen und wertvolle und wichtige Auszeichnungen erhalten (u.a. türkischer Sportler des Jahres, Anm. d. Red.). Ich denke ich hatte die Chance mich selbst, aber auch den türkischen Bogensport in diesem Prozess zu vertreten. Auf diesem Weg ist das Bewusstsein für den Bogensport in meinem Land gestiegen.“

Wirst du nun auf der Straße erkannt?
Gazoz: „Um ehrlich zu sein, manchmal fällt es mir schwer über die Straßen zu laufen. Es ist einfach unglaublich, dass mich Leute als Teil ihrer Familie ansehen und den Erfolg als ihren eigenen.“

Es ist einfach unglaublich, dass mich Leute als Teil ihrer Familie ansehen und den Erfolg als ihren eigenen!

Mete Gazoz über die Begeisterung seiner Landsleute

Zuvor warst du einer der Favoriten auf Titel und Medaillen, jetzt bist du der Gejagte. Wie gehst du damit um?
Gazoz: „Ja, wir wurden Olympiasieger in Tokio, aber das ist Geschichte. Jetzt haben wir wichtige Turniere vor der Brust und wir werden mit der gleichen Hingabe arbeiten, als hätten wir Olympia niemals gewonnen.“

Du hast Olympia gewonnen, ein Titel bei der Europameisterschaft fehlt dir weiterhin, nachdem du Silber im Jahr 2016 gewonnen hast. Was ist dein Ziel bei der Europameisterschaft in München?
Gazoz: „Unser Zeil für München ist es, den Erfolg von den Olympischen Spielen weiterzuführen und - wie ich bereits erwähnt habe - werden wir hart dafür arbeiten. Selbstverständlich möchte ich eine Goldmedaille. Gleichzeitig nehmen wir eine Medaille mit dem Mixed-Team bei der Europameisterschaft ins Visier.“

Wer sind die stärksten Konkurrenten bei der Europameisterschaft 2022?
Gazoz: „Natürlich werde ich mich starken Konkurrenten stellen müssen. Von der ersten bis zur letzten Runde werde ich jeden einzelnen Gegner als meinen stärksten ansehen und mich auch dementsprechend konzentrieren. Hauptsächlich werde ich mich jedoch auf meine Performance fokussieren. Fokussierst du dich mehr auf deinen Gegner als auf dich selbst, wird sich das negativ auf deine Performance auswirken.“

Kennst du die Stadt München? Und wirst du auch die Zeit haben das Drumherum neben dem Wettkampf kennenzulernen?
Gazoz: „Ich war bereits vorher zu Wettkämpfen in München. Aber wie man sich vorstellen kann, haben wir nicht die Möglichkeit, sehr viel zu reisen, da wir sehr beschäftigt sind und uns auf unsere Performance konzentrieren müssen. Falls ich dieses Mal etwas Zeit finde, möchte ich gerne einen Kultur Trip machen. Wie ich gehört habe, ist die Stadt bekannt für seine Desserts. Warum nicht mal ausprobieren?“

So, wie ich die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in Tokio gewonnen habe, so werde ich denselben Erfolg auch in Paris haben!

Mete Gazoz denkt weiterhin nur positiv

Du bist immer noch sehr jung! Was sind deine Ziele für die nächsten Jahre?
Gazoz: „Mein Ziel ist es, meine Perfomance bei anstehenden Turnieren zu verbessern. Wenn ich an die Olympischen Spiele 2024 in Paris denke, werde ich sehr aufgeregt. Aber als erstes fokussiere ich mich immer auf die Turniere, an denen ich teilnehmen werde. Und natürlich, das glaube ich, so, wie ich die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in Tokio gewonnen habe, so werde ich denselben Erfolg auch in Paris haben.“

22.05.2022 - 10:57

„Das war erneut ein guter Tag für den deutschen Bogensport und ein weiteres Indiz für den bereits jetzt erkennbar erfolgreichen Umbau. Wir haben eine gute Mannschaft mit viel Leistungswillen und Potenzial“, bilanzierte Bundestrainer Oliver Haidn zufrieden.

Bauer und Wieser trafen im Goldfinale auf das US-amerikanische Weltklasse-Duo Brady Ellison & Casey Kauffhold. Nach ausgeglichenem Start setzten der Weltmeister von 2019 und seine Partnerin eine erste „Duftmarke“ und gingen mit 3:1 in Führung. Doch das DSB-Duo ließ sich durch den Rückstand nicht aus der Ruhe bringen, konterte mit zwei 38-er Passen und jubelte gemeinsam mit Haidn über den Titel.

Danach griff Bauer erneut nach Gold. Gemeinsam mit ihren EM-Teamkolleginnen Kroppen und Schwarz stellten sie sich der ultimativen Herausforderung im Bogensport: dem Duell mit dem Gastgeber-Trio aus Südkorea. Und der Beginn verlief verheißungsvoll, die deutschen Pfeile fanden mit gleicher Präzision ihr Ziel wie die ihrer Kontrahentinnen. Mit 55-55 wurden die Punkte geteilt und spätestens jetzt, wussten beide Finalteams, dass alles möglich war. Dabei gab es in der gut gefüllten Arena (Kroppen: „Es hat sehr viel Spaß gemacht, mit den Mädels in einer solchen Atmosphäre hier in Korea im Goldfinale zu schießen!“) eines zu beachten: „Der Wind hat ständig gedreht“, so Bauer.

Die EM kann auf jeden Fall kommen. Wir sind bereit!

Charline Schwarz blickt optimistisch auf die "EM dahoam"

Und mit diesem Umstand gingen die Gastgeberinnen besser um, steigerten sich in den folgenden Passen, während das deutsche Trio das Anfangsniveau nicht halten konnte. Um die seit 1972 bei Olympischen Spielen ungeschlagenen südkoreanischen Frauen zu bezwingen, sprangen zu viele Neuner- und Achterwertungen heraus. Dennoch überwog bei allen Dreien die Zufriedenheit: „Ich bin sehr zufrieden. Wir hätten sehr gerne gegen die Koreanerinnen gewonnen. Wir haben gut zusammengearbeitet“, so Bauer. Und Schwarz ergänzte: „Wir haben alle hier in Korea gut performed, und die EM kann auf jeden Fall kommen. Wir sind bereit!“

Das deutsche Team in Gwangju

Recurve: Katharina Bauer, Elina Idensen, Michelle Kroppen, Charline Schwarz, Florian Unruh, Jonathan Vetter, Felix Wieser, Moritz Wieser

Compound: Julia Böhnke, Carolin Landesfeind, Florian Grafmans, Sebastian Hamdorf, Tim Krippendorf

20.05.2022 - 15:11

Nachdem das Trio Katharina Bauer, Michelle Kroppen und Charline Schwarz bereits am Donnerstag das Goldfinal-Ticket löste und im Finale auf die „Unbesiegbaren“, die koreanischen Frauen trifft, zogen Bauer und Wieser einen Tag später in toller Manier nach: 5:1 gegen Großbritannien, 5:1 gegen Indien und dann gar 6:0 (38-37, 37-36, 38-36) gegen Kanada hieß es für die Qualifikations-Zweiten. „Es war harte Arbeit, aber leichtes Schießen“, sagte Wieser danach und meinte damit, dass „das Schießen im Team noch mehr Spaß macht, weil man die tollen Dinge mit seinem Teamkollegen teilt.“ Nun geht es im Finale gegen das US-Team um die Legende Brady Ellison.

Ich kann stolz auf mich sein, denn in der letzten Zeit war es für mich nicht einfach!

Michelle Kroppen zu Platz fünf im Einzel

Ganz knapp verfehlte Kroppen das Halbfinale im Einzel-Wettbewerb: Erst im Viertelfinale kam gegen die Taiwanesin Yi-Ching Chiu mit 5:6 (26-28, 27-29, 30-28, 29-25, 27-27) im Stechen bei einer besseren Neun für die Gegnerin das Aus. Auf dem Weg in das Viertelfinale hatte sie sich u.a. mit 7:3 im direkten Duell gegen Bauer durchgesetzt. Als Fünfte war Kroppen einzige Europäerin unter Südkoreaninnen und Taiwanesinnen: „Es war im Einzel natürlich sehr, sehr knapp. Aber ein 5. Platz, beste Europäerin, beste Nicht-Asiatin, das ist schon etwas, womit ich zufrieden sein kann. Ich kann stolz auf mich sein, denn in der letzten Zeit war es für mich nicht einfach. Die Wettkämpfe liefen bis jetzt - außer im Team - nicht so gut, aber dieser Wettkampf hat mir Selbstvertrauen gegeben. In den letzten Wochen habe ich viel an meiner Technik gearbeitet und der Wettkampf zeigt mir, dass es richtig war. Wir sind ein starkes Team, wir haben heute einige sehr gute Matches gesehen, und ich freue mich sehr, am Sonntag mit den Mädels in Korea auf dem Finalfeld stehen zu dürfen!“

Damit geht das deutsche Team gestärkt in die "EM dahoam" in München (6.-12. Juni), denn auch die anderen EM-Teilnehmer im Recurve- und Compoundbereich enttäuschten nicht. Alle Infos und Tickets zur EM in München.

19.05.2022 - 18:50

Annabella Hettmer (Wiesbaden) und Tim Maurice Krause (Eppelheim) haben am letzten Tag des Junioren-Weltcups die Goldmedaille im Mixed-Wettbewerb Skeet gewonnen. Im Match um Platz eins bezwangen sie Italien mit 6:2. Nur zweimal, in der ersten und letzten Runde, konnten die Italiener gleichziehen. Die zwischenzeitlichen Runden sahen jeweils das deutsche Duo vorn. Zuvor hatten sich Hettmer und Krause in der Qualifikation erst im Stechen gegen das treffergleiche Team aus Großbritannien (beide 138) durchgesetzt und standen damit als Medaillengewinner fest. Die beiden Bronzemedaillen des Events gingen an die USA und Frankreich.

In der ersten Entscheidung des Tages hatte das polnische Team seine Medaillenbilanz um zwei Plaketten aufgebessert. Im Mixed-Wettbewerb Gewehr liegend triumphierte das Duo Maja Magdalena Gawenda und Wiktor Sajdak mit 17:13 gegen Indien. Nach furiosem Auftakt, Polen war schon zehn Punkte enteilt, glich das indische Duo noch zweimal aus, konnte den verdienten Sieg der Polen aber nicht verhindern. Auch Rang drei ging nach einem 16:12 gegen Norwegen an die polnische Vertretung.

Im Mixed-Wettbewerb mit der 50 Meter-Pistole gab es die erste Goldmedaille für Lettland, das siegreiche Duo setzte sich mit 16:12 gegen Thailand durch. In beiden Wettbewerben waren keine deutschen Sportler am Start.

Mit zehn Wettkampftagen war der Weltcup in Suhl so lang wie noch nie. Nach der Pandemie, durch die eine Weltmeisterschaft und ein Weltcup auf dem Friedberg ausfielen, war der Start von über 500 Sportlern aus 50 Nationen durchaus beachtlich. Organisatorisch hatte die bewährte Mannschaft den Ablauf im Griff. Stefan Rinke, Präsident des Organisationskomitees, bilanzierte: „Im Großen und Ganzen sind wir zufrieden.“ Daneben kündigte Rinke, in Personalunion Vizepräsident Jugend des Deutschen Schützenbundes, an, dass im nächsten Jahr in Suhl wieder ein internationaler Jugendwettkampf stattfinden wird.

Sportlich domnierte die 63-köpfige indische Delegation die Wettkämpfe, führte am Ende den Medaillenspiegel mit weit über 30 gewonnenen Plaketten an. Allerdings: Mit China und Russland fehlten zwei Schießsportnationen, die in den vergangenen Jahren das sportliche Niveau wesentlich mitbestimmt hatten, aus unterschiedlichen Gründen. Das deutsche Team landete mit sechs Medaillen (2x Gold, 1x Silber und 3x Bronze) auf Platz fünf dieser Wertung.

(Michael Eisert)

19.05.2022 - 16:05

Die Events schlagen wie Pfeile im Zentrum der Bogenscheibe ein: EM 2022 in München, WM 2023 in Berlin, EM 2024 in Essen, Universiade 2025 in Rhein-Ruhr! Vier hochkarätige Veranstaltungen mit internationalem Flair, die in den nächsten Jahren maßgeblich zu einem positiven Bild des Bogensports in Deutschland beitragen sollen und werden. Davon ist Jörg Gras, DSB-Bundessportleiter Bogen, überzeugt: „Die Bogenschützen in Deutschland sind stolz, die internationalen Veranstaltungen im Heimatland auszutragen. Persönlich wünsche ich mir bei diesen Events viele Zuschauer sowohl von der Bogenschützengemeinde als auch von interessierten Bürgern, die dann diesen schönen Sport für sich entdecken.“

Ich wünsche ich mir bei diesen Events viele Zuschauer sowohl von der Bogenschützengemeinde als auch von interessierten Bürgern, die dann diesen schönen Sport für sich entdecken!

Jörg Gras, DSB-Bundessportleiter Bogen

Die WM in Berlin sowie die EM in Essen haben dabei eine besondere Bedeutung: In der Hauptstadt werden neben den WM-Medaillen auch die ersten Quotenplätze für Paris 2024 vergeben, im Ruhrpott gibt es unmittelbar vor dem olympischen Turnier in der französischen Metropole die letzten europäischen Olympia-Startplätze. „Dem DSB ist es mit seinen sehr guten Kontakten zur World Archery und zur Europa-Organisation World Archery Europe gelungen, die hochrangigen Meisterschaften nach Deutschland zu holen. Maßgeblich ist dafür natürlich die vorbildliche Ausrichtung der Weltcups in den vergangenen Jahren in Berlin verantwortlich“, begründet Gras den Zuschlag der Events.

Doch der Blick geht zunächst auf die „EM dahoam“. In München erfolgt der (hoffentlich erfolgreiche) Startschuss für die internationalen Bogen-Jahre in Deutschland: „Diese Werbung für den Bogensport kommt zum genau richtigen Zeitpunkt. Wie in allen Sportarten müssen wir nach den schwierigen Jahren der Pandemie auch im Bogensport intensive Anstrengungen unternehmen, um den Spiel- und Wettkampfbetrieb voranzubringen.“ An fehlenden Events wird es nicht liegen…

19.05.2022 - 11:52

Das deutsche Trio gewann 6:0 gegen Australien, 5:3 gegen Japan, ehe ein sensationelles 6:0 (54-53, 57-55, 56-53) gegen die an Position zwei gesetzten Taiwanesinnen gelang. Nun warten die „Unschlagbaren“ am Sonntag (3.00 Uhr nachts deutsche Zeit), doch Bauer, Kroppen und Schwarz müssen sich in dieser Form nicht verstecken: „Unsere Damenmannschaft hat sich in der Weltspitze etabliert. Wir freuen uns und bedanken uns an dieser Stelle insbesondere bei unserem Verband und der Bundespolizei für die fortwährende Unterstützung“, lobte Bundestrainer Oliver Haidn sein Team und dankte gleichzeitig zwei wichtigen Unterstützern.

Unsere Damenmannschaft hat sich in der Weltspitze etabliert!

Bundestrainer Oliver Haidn

Zwar schieden die deutschen Recurve-Männer bereits in der zweiten Runde gegen Frankreich mit 3:5 (54-56, 54-55, 57-52, 56-56) aus, dennoch stimmt die Leistung des EM-Trios Florian Unruh, Jonathan Vetter und Moritz Wieser zuversichtlich. Mit 1993 Ringen hatten sie die Qualifikation als souveräner Zweiter hinter den Südkoreanern beendet.

Und auch im Einzel schlugen sich die deutschen Recurver bei schwierigen Bedingungen zum Teil sensationell: Katharina Bauer kam mit 650 Ringen auf Rang zwei, rangierte somit vor drei Südkoreanerinnen und war zugleich beste Europäerin. Und Juniorin Elina Idensen katapultierte sich auf Rang sieben (640 Ringe) als zweitbeste (!) Europäerin. Michelle Kroppen (15. Platz, 628 Ringe) und Charline Schwarz (20. Platz, 626 Ringe) komplettierten das starke Ergebnis, das bei den Männern ähnlich aussah: Felix Wieser als Siebter (671 Ringe) und Florian Unruh als Achter (665 Ringe) waren zweit- bzw. drittbester Europäer. Moritz Wieser (21. Platz, 657 Ringe) und Jonathan Vetter (29. Platz, 652 Ringe) ebenfalls im vorderen Drittel platziert. „Der Umbruch ist im Gang. Eine neue Mannschaft mit viel Potenzial wächst hier heran. Dies zeigen die Ergebnisse in allen Wettkampfklassen. Wir schauen damit zuversichtlich Richtung 2024 und 2028“, so Haidn.

Der Umbruch ist im Gang. Eine neue Mannschaft mit viel Potenzial wächst hier heran!

Bundestrainer Oliver Haidn

Für die Compoundschützen ist der Weltcup dagegen fast beendet: Lediglich im Mixed-Wettbewerb sind Julia Böhnke & Tim Krippendorf noch dabei. In den Einzeln ereilte die DSB-Schützen relativ früh das Aus, lediglich Florian Grafmans zog mit starken Leistungen (147 bzw. 145 Ringe) in die dritte Runde ein. Dort unterlag er in einem hochklassigen Match Weltmeister Nico Wiener (Österreich) mit 148-149. Tim Krippendorf und Sebastian Hamdorf mussten sich ebenso wie Julia Böhnke und Carolin Landesfeind bereits in der ersten Runde geschlagen geben. Und das Compound-Team der Männer unterlag nach gutem Start den Franzosen 226-231.

19.05.2022 - 11:08

Gerd Hamm, Vizepräsident Finanzen des DSB, hierzu: „Der DSB teilt zunächst einmal die Auffassung des DOSB, dass Mitgliedsbeiträge aufgrund eines nicht vorhandenen Leistungsaustauschs weiterhin nicht steuerbar sind und damit nicht der Umsatzsteuer unterliegen. Wir arbeiten in enger Abstimmung mit dem DOSB an einer Klarstellung zu Gunsten unserer 14.000 Schützenvereine, unser Leiter Finanzen, Jan Hendler, wird hierzu auch wieder an der für nächste Woche einberufenen Sitzung der AG Gemeinnützigkeit teilnehmen.“

Weitere Information wird der DSB veröffentlichen, sobald zusätzliche Klarheit besteht. Am kommenden Dienstag, den 24. Mai, findet von 18.00 bis 20.00 Uhr ein Webinar zum Thema „Gemeinnützige Vereine im Steuerrecht“ statt, wozu wir angesichts der Aktualität des Themas gerne einladen. Es sind noch Plätze frei, Anmeldungen sind an dieser Stelle bis zum 23. Mai möglich.

Seiten