03.08.2022 - 10:08
Am 20. August 2022 findet bei der Schützengesellschaft Zellerfeld von 1539 der "Tag der Inklusion" statt. Alle Infos und Daten gibt es im unten angehängten Dokument. Kommt vorbei!
03.08.2022 - 08:40

Titelverteidiger Deutschland ging in diesem Jahr nur mit einer Gewehrmannschaft an den Start und für diese lief es ganz ordentlich.
Am ersten Tag hat Franziska Driessen den Wettbewerb KK 3x20 der Juniorinnen vor Amelie Anton gewonnen. Zusätzlich haben die Junioren die Mannschaftswertung 3x20 gewonnen und alle vier waren im Finale. Dort wurde Simon Bauer als bester Deutscher vierter.  Zum Abschluss des Tages gewann Nils Palberg Gold im KK Liegendkampf. Der Wettkampftag zwei hatte Luftgewehr auf dem Programm. Dort wurden Amelie Anton, Nils Palberg und die Juniorenmannschaft jeweils dritter. Am wettkampffreien Freitagnachmittag blieb für die Mannschaft Zeit, um Innsbruck anzuschauen.
Am letzten Tag des Alpencups stand das LG Mixed Team Event an. Dort war Deutschland mit zwei Teams (Driessen/Hülsmann und Anton/Bauer) am Start. Nach der ersten Quali-Runde, in der von jedem Sportler 30 Schuss absolviert werden mussten, konnte sich das Team Driessen/Hülsmann mit 620,0 für das Bronze Medal Match gegen Italien 2 qualifizieren. Das Team Anton/Bauer belegte Platz 6 mit 617,5. Im Bronze Medal Match musste sich das deutsche Team dann mit 8:16 den Italienern geschlagen geben und belegte am Ende Platz 4. In einem spannenden Gold Medal Match konnte sich Österreich hauchdünn mit 0,1 Ring Abstand beim letzten Schuss und 17:15 Punkte gegen das Team Italien 1 durchsetzen.

Das Mixed Event stellte den sportlichen Abschluss des diesjährigen Alpencups dar. Der Nachmittag stand dann ganz im Zeichen der Erholung, der von den Sportlern im hoteleigenen Schwimmbad verbracht wurde. Am Abend ging es dann zum gemeinsamen Bankett nach Hall in Tirol. Dort wurde bei einem unterhaltsamen Ritter-Essen der Alpencup an das Siegerteam aus Italien übergeben. Der Abend wurde auch genutzt, um Kontakte zu den Sportlern der anderen Nationen zu knüpfen. Am Sonntagmorgen hieß es dann Koffer packen und Bus einladen, damit nach dem Frühstück pünktlich um 08:30 Uhr die Heimreise nach Deutschland angetreten werden konnte.

Die Deutsche SchützenJugend gratuliert allen Teilnehmenden zu den Erfolgen und dem Siegerteam aus Italien zum Gewinn des Alpencups!

Ergebnisse der Deutschen Starterinnen und Starter:

Luftgewehr Juniorinnen:

3. Amelie Anton 624,1/257,3

13. Franziska Driessen 617,8

Luftgewehr Junioren:

3. Nils Palberg 616,7/256,7

5. Simon Bauer 616,3/204,2

9. Justus Ott 615,6

14. Marc Hülsmann 612,6

Luftgewehr Team:

3. Deutschland (Palberg, Bauer, Hülsmann) mit 1845,6 hinter Italien und Österreich

KK 3x20 Juniorinnen:

1. Franziska Driessen 583/ 16:8 im Goldmedal Match gegen Amelie Anton

KK 3x20 Junioren:

4. Simon Bauer 583/392,9

6. Nils Palberg 585/344,9

7. Justus Ott 577/294,4

8. Marc Hülsmann 578/291,1

KK Dreistellung Team:

1. Deutschland (Bauer, Ott, Hülsmann) mit 1738 vor Italien und Frankreich

KK liegend Juniorinnen:

4. Franziska Driessen 617,1

9. Amelie Anton 611,6

KK liegend Junioren:

1. Nils Palberg 618,6

5. Marc Hülsmann 615,6

6. Simon Bauer 615,5

7. Justus Ott 612,3

KK liegend Team

1. Deutschland (Hülsmann, Bauer, Ott) mit 1843,4 vor Österreich und Italien

Lars Walker

02.08.2022 - 15:30

Der internationale Wettkampf beginnt mit der Anreise von Frankfurt nach Bukarest, die problemlos, wenn auch knapp 12 Stunden dauernd, verläuft. Die ersten Trainings stehen an, die deutsche Delegation schaut sich in einer kurzen Städtetour Bukarest an und freut sich auf die anstehenden Matches im Rugby Stadion in Bukarest, in denen einige Medaillen gewonnen werden, einige Schützen ihren ersten internationalen Wettkampf schießen und einige Schützen sportlich ehrgeizig eigenen Verbesserungsbedarf sehen. 
Für alle Schützen dominiert die steigende Lernkurve. Für diejenigen, die entweder Edelmetall holen oder für diejenigen, die sich von den Besten im Juniorenbereich etwas abschauen können und werden. Spürbar war es, dass kleinste “Ausreißer” bestraft und von der internationalen Spitze ausgenutzt werden.  
Stimmen der Trainer vor Ort: “Alle 5 sind im Einzel unter den Top Ten. Moritz und Abigail jeweils 6. mit guten Ergebnissen. Die Bronzemedaille und der 4. Platz im Mixed ist eine tolle Leistung des gesamten Teams. Zudem konnten alle viel Erfahrung sammeln, vom Umgang mit hohen Temperaturen bis zum schnellen Festschrauben des sich gelösten Sehnenstoppers oder Seitenstabis. Das macht sie für die zukünftigen Einsätze stärker und war eine gute Vorbereitung auf die EM. Wir freuen uns schon mit dem Team dort antreten zu dürfen.” 

Am Ende des Europäischen Jugend Cups stehen vier Mal Edelmetall. Bronze U12 Mixed Team Compound mit Abigail Meyer und Moritz Kurz, die 148:142 gegen Italien gewinnen. Ebenfalls Bronze des U21 Mixed Teams Recurve mit Mathias Kramer und Clea Reisenweber, die sich 5:1 gegen Rumänien durchsetzen. Erneut Bronze gab es für die U21 Männer Recurve, bei dem Domenic Merkel mit 6:4 gegen den Italiener gewinnt. Und als Highlight des Cups steht die Gold Medaille des U21 Männer Teams, die sich im Tiebreak mit 28:25 und insgesamt 5:4 die Goldmedaille sicherten. 

Das deutsche Team 
Athleten: Vincent Barme (U18 Männer Recurve), Franziska Göppel, Abigail Meyer, Johanna Klinger (alle U21 Frauen Compound), Mathias Kramer, Erik Linke, Domenic Merkel (alle U21 Männer Recurve), Moritz Kurz (U21 Männer Compound), Phil Lüttmerding, Fredrik Roether (beide U18 Männer Recurve), Jara Maiwald (U18 Frauen Compound), Noah Nuber (U18 Männer Compound), Clea Reisenweber (U21 Frauen Recurve) und Mathilda Werner (U18 Frauen Recurve) 
Betreuer: Sandra Dehn, Holger Hertkorn, Grit Reimann, Jan-Frederik Siebert 

02.08.2022 - 09:33

Thomas, wie haben sich deine Athleten für die WM qualifiziert bzw. wie wurden diese nominiert? 
Wir haben für die WM Laufende Scheibe eine ganz normale Ausscheidung geschossen, in der eine Norm erfüllt oder die Ausscheidung gewonnen werden muss. Unseren Vorschlag haben wir dem DSB unterbreitet und dieser wurde auch angenommen. 

Wie viele Athleten starten für das deutsche Team und in welcher Alterskategorie starten diese? 
Wir gehen mit insgesamt vier deutschen Athleten an den Start. Zwei davon sind Frauen, ein Mann und ein Junior. Bei dieser WM haben wir leider keine Juniorin dabei. 

Werden alle Formate von deinem Team bestritten (Einzel & Mixed)? 
Wir schießen bei der WM Einzel und Mixed, Team ist aufgrund der Konstellation nicht möglich. Die Männer schießen insgesamt vier Disziplinen (LG 30/30, LG Mix, KK 30/30 und KK Mix) und die Frauen zwei Disziplinen (LG 30/30 und LG Mix). 

Was sind deine Erwartungen und Ziele für die WM in Frankreich? 
Wir möchten uns definitiv für den vorderen Bereich qualifizieren, auch wenn es derzeit echt schwierig ist. Uns fehlen die internationalen Wettkämpfe und sind deshalb sehr froh, dass mit der WM in Frankreich nun alles wieder losgeht. Insgesamt wollen wir natürlich auch den Anschluss nach oben halten. Auch für Kris Großheim wird es sehr spannend, der nach den Erfolgen im Junioren Bereich (Gold und Silber in Changwon) nun bei den Herren mitschießt. 

Wie schätzt du die Konkurrenz bei der WM ein? 
Insgesamt wird es ein sehr starkes Feld bei der WM in Frankreich sein. Vor allem der Pole Lukasz Czapla, der bei der EM in Norwegen schon Gold gewonnen hat und die beiden Schweden Emil Martinsson und Jesper Nyberg sind sehr stark einzustufen. An diesen Athleten müssen wir uns orientieren, um oben mitzumischen. 

Wie wurde sich auf die WM vorbereitet? 
Die Sportler haben sich drei Wochen auf die WM vorbereitet, haben Lehrgänge besucht und haben Vorgaben von mir erhalten. Auch wenn die Situation rund um Schule, Studium und Arbeit oft schwierig zu vereinen ist, sind wir sehr froh bei der WM dabei zu sein und ich ziehe meinen Hut vor den Athleten, die neben Familie, Arbeit, etc. all das auf sich nehmen, um bei der WM dabei zu sein.  

Kennt ihr die Anlage? 
Uns ist die Anlage nicht bekannt. Die Anlage wurde jedoch vor zwei bis drei Jahren neu gebaut, auch im Hinblick auf Olympia 2024. 

Das deutsche Team 

Athleten: Daniela Vogelbacher, Julie Kirr (beide Damen), Julian Gebauer (Junior), Kris Großheim (Herren)  
Betreuer: Thomas Pfeffer 

01.08.2022 - 20:15

Alle wichtigen Informationen zu dieser Sportveranstaltungen gibt es über den folgenden Link.

01.08.2022 - 10:30

Das Ziel von Bundestrainer Glenz ist klar formuliert! “An erster Stelle stehen gute Ergebnisse, Ergebnisse über 580 Ringe und damit wird am Ende jedes Mal einer von meinen Männern auf dem Treppchen stehen!” Von den insgesamt 45 Athleten, die beim international besetzten Wettkampf mit dabei sind, werden es neun deutsche Männer und zwei deutsche Junioren sein. Glenz schätzt die Chancen der deutschen gut ein, auch “wenn die Top Schützen der Welt da sind und es dann schwierig wird zu gewinnen.” Nach 2019 ist es in diesem Jahr das erste Mal wieder ein international besetzter Wettkampf und die Vorfreude im deutschen Team ist greifbar. “Ich freue mich richtig drauf, meine Jungs auch!” - betont Glenz im Gespräch mehrfach. Neben der Vorfreude im Team wird es vorallem wichtig sein wieder Finalerfahrungen zu sammeln, die sich Glenz für den jungen Florian Peter erhofft.

Am Ende wird jedes Mal einer von meinen Männern auf dem Treppchen stehen!

Detlef Glenz zu seinen Erwartungen beim Schnellfeuer-Cup in Suhl

Für die deutsche Delegation hat das Suhler Schießsportzentrum eine der schönsten 25m Anlagen überhaupt und ist bestens mit der gesamten Anlage vertraut, was ein Vorteil sein kann. Nach dem Urlaub von einigen deutschen Schützen wartet für die WM-Teilnehmer in Kairo der Widereinstieg in Suhl in eine lange und anstrengende Saison. Für alle anderen ist der Suhler Schnellfeuercup ein “absolutes Highlight”, zusammen mit der DM, denn hier können eventuell schlechte Ergebnisse für die Top-5 Gesamtwertung mit guten Ergebnissen sehr schnell und einfach ausgeglichen werden. 

Das deutsche Team 
Oliver Geis, Christian Freckmann, Andreas Meixner, Emanuel Müller, Fabian Otto, Florian Peter, Christian Reitz, Aaron Sauter, Maximilian Schenk (alle Männer), Evan Dörr, Felix-Luca Hollfoth (beide Junioren) 

29.07.2022 - 11:47

Nachdem im vergangenen Jahr keine reguläre Verbandsrunde, sondern lediglich ein Ersatzwettkampf mit freier Meldung durchgeführt werden konnte, fanden in diesem Jahr wieder Vorkämpfe in den Landesverbands-Gruppen statt. Insgesamt konnten sich 18 der 20 Landesverbände mit ganzen Mannschaften, oder Einzelschützen für den Endkampf in Hannover qualifizieren. Größte Favoriten in diesem Jahr sind dabei die Mannschaften aus Hessen und Bayern, die in den meisten Disziplinen mit vollständigen Mannschaften vertreten sind. Aber auch die Mannschaften aus Württemberg und Südbaden, welche im vergangenen Jahr die Plätze 2 und 3 im Medaillenspiegel hinter Bayern belegten, haben gute Chancen auf die vorderen Platzierungen.

Die Deutsche SchützenJugend und die Niedersächsische Sportschützenjugend freuen sich, ab Freitag alle Verbände in Hannover begrüßen zu dürfen.
Wir danken an dieser Stelle bereits unserem Partner RUAG Ammotec für die Unterstützung dieses Wettkampfes für unseren Schützennachwuchs.

29.07.2022 - 11:40

Teilweise monatelange Schließungen der Schützenhäuser und der Schießanlagen hinterließen hier wohl ihre Spuren. Beim Vergleich der diesjährigen Ergebnisse mit den Leistungen der vergangenen Jahre, stellte sich heraus, dass man in weiten Bereichen nicht an deutschen Rekorde der Vergangenheit herankam. So gab es in diesem Jahr auch keinerlei neue Deutsche Rekorde zu vermelden. Ein einziger Rekord wurde eingestellt. Betrachtet man sich allerdings die Rekorde der Vergangenheit, so muss es eigentlich auch jedem klar sein, dass diese zwischenzeitlich so hoch sind, dass sie kaum noch zu toppen sind. Glücklicherweise hielt sich die glühende Hitze des ersten Wettkampftages am Samstag und Sonntag nicht, so dass zumindest in diesem Bereich "Entwarnung" angesagt war. In den einzelnen Disziplinen kam jedoch der Sieger Peter Käpernick mit seiner Muskete und einem Ergebnis von 141 Ringen nahe an den seit 1999 gültigen Rekord von 142 heran. Geringfügig mehr Abstand ließ beim Steinschloßgewehr liegend (100 m) Reiner Holla, der mit 139 Ringen an den früheren 141 Ringen auch nur knapp daneben lag. Beim Steinschlossgewehr stehend (50m) erging es Michael Sturm (Sieger Herren I) ähnlich. Er lag mit 145 Ringen auch nur knapp hinter dem Rekord von 147 und Walter Massing (Sieger Herren III) ließ mit 143 Ringen bereits etwas mehr "Luft". Sein knapper Kommentar: "den Rest habe ich mir für die WM aufgehoben".

Bei Perkussionsfreigewehr (Rekord 149 Ringe) gewann Achim Bailer mit sehr guten 148 Ringen die Herren I und Günter Kunz ließ mit seinen 147 Ringen bei den Herren III auch keine Zweifel an seiner Klasse aufkommen. Das Perkussionsgewehr stehend (50 m - Rekord Herren 150 Ringe) brachte auch keine sonderlichen Überraschungen. Hier gewannen in der Herren I Tobias Uhrig mit 147, Herren II Erwin Gloßner mit 147, Herren III Alexander Schösser mit 148 und Herren IV Hansjörg Hegele mit 145 Ringen. Die Damen (Rekord 149) wurden hier mal wieder von Ute Gretz mit 147 Ringen dominiert. Eine größere Lücke zum deutschen Rekord von 146 Ringen klaffte schließlich beim Perkussions-Dienstgewehr. Hier konnten Michael Sturm mit 135 Ringen die Herren I und Peter Käpernick mit 139 Ringen die Herren III gewinnen. Alles in allem ist diese Disziplin allerdings nicht wie gewünscht gelaufen. Die WM in zwei Wochen wird dann zeigen, wo die Schützen des DSB hier international stehen.

Was die Kurzwaffendisziplinen betrifft, so ist hier der bereits seit längerem beobachtete Trend bestätigt worden. Die Ergebnisse bei deutschen Meisterschaften liegen seit geraumer Zeit in einem Bereich, der nicht an frühere Leistungen anknüpfen kann. So können zwar Andreas Stock mit dem Perkussionsrevolver mit 137 Ringen die Herren I und Matthias Dreisbach mit 140 Ringen die Herren IV gewinnen, sind aber von dem deutschen Rekord (146 Ringe) doch Welten entfernt. Bei den Damen konnte sich wieder einmal Gabriele Haas mit 137 Ringen durchsetzen. Eine ganz ähnliche Situation zeigt sich bei der Perkussionspistole (Rekord 147) wo Newcomer Matthias Plöscher mit 141 Ringen siegte und seine WM-Nominierung damit unterstrich. Bei der Steinschlosspistole siegte zwar mit Joachim Haller ein "alter Hase" - erblieb aber mit 138 Ringen ebenfalls deutlich unter dem deutschen Rekord von 144 Ringen.

Fazit bei den Kurzwaffen, das Bundesreferent knapp auf den Punkt bringt: "Bleibt abzuwarten, wo wir uns mit dem aktuellen Leistungsstand bei der WM positionieren werden". Bei den Flinten sieht die Welt etwas freundlicher aus. Hier konnte sich Alfred Bloem mit der Perkussionsflinte und einem Ergebnis von 49 Treffern knapp unterhalb des deutschen Rekordes einreihen. Sein Teamkollege Roland Robben stellte als einziger bei der diesjährigen Deutschen Meisterschaft mit der Steinschlossflinte und einem Ergebnis von 48 Treffern einen deutschen Rekord ein. Alles in allem lassen allerdings die Leistungen der deutschen Nationalkaderschützen wieder auf eine erfolgreiche WM hoffen. Hier wird man sehen müssen, wie tief sich Corona bei den anderen Nationen in die Leistungsfähigkeit der einzelnen Schützen "eingegraben" hat. Denn auch andere Nationen hatten das gleiche Problem, wenn auch nicht in jedem Land so rigoros und konsequent mit der Pandemie umgegangen wurde. Die Weltmeisterschaften, die vom 16. bis zum 20. August in Pforzheim stattfinden, werden wohl sehr spannend.

Gerhard Lang

 

29.07.2022 - 10:45

Der Gewehrbereich im Deutschen Schützenbund stellt sich mit gleich zwei wichtigen Personalien für die Zukunft neu auf: Achim Veelmann wird ab dem 1. Januar 2023 die Nachfolge des altersbedingt ausscheidenden Claus Dieter Roth als Bundestrainer für den Bereich Olympia- und Perspektivkader antreten. Für den bisherigen Bundesstützpunkttrainer Gewehr in München Mario Gonsierowski, der ebenfalls die Altersgrenze erreicht hat, wird schon zum 01.08.2022 Wolfram Waibel die Trainingsarbeit am wichtigen Stützpunkt übernehmen.

Bereits seit 2007 ist der 59-jährige Achim Veelmann als Bundes-Assistenztrainer Gewehr für den Erwachsenen-Kader im DSB tätig. Der gelernte Elektromeister erwarb 1998 unter Leitung von CD Roth die Trainer A-Lizenz und darf neben seiner Zeit als Assistenztrainer auch auf siebzehn erfolgreiche Jahre gemeinsam mit Heinz Reinkemeier als Trainer der Bundesliga-Mannschaft des SSV St. Hubertus Elsen zurückblicken. 1972 ist Veelmann als 10jähriger über die Familie zum Schießsport gekommen. Bis 2001 hat er aktiv den Schießsport betrieben und nahm jährlich in Gewehrdisziplinen an den Deutschen Meisterschaften teil. Als Vizepräsident des Rheinischen Schützenbundes und Vorsitzender der Fachschaft Sportschießen NRW sowie durch seine Tätigkeit als Referent bei der Trainer-Ausbildung des DSB ist Veelmann zudem bestens im Verband aber auch international vernetzt. 

„CD Roth hinterlässt als langjähriger Bundestrainer mit seinen großartigen Erfolgen natürlich große Fußspuren. Deshalb war es für uns besonders wichtig, bereits frühzeitig Klarheit über seine Nachfolge zu haben. Dass ihm mit Achim Veelmann nun nicht nur ein anerkannter Experte folgt, sondern auch ein im Team bereits bestens bekannter und angesehener Trainer, der die Strukturen und Abläufe seit Jahren kennt, ist natürlich ein absoluter Glücksfall für uns.“, fasst DSB-Sportdirektor Thomas Abel die Entscheidung für Achim Veelmann zusammen. Veelmann selbst blickt zuversichtlich in die sportliche Zukunft: „Die Ziele für die nächsten Jahre sind klar gesteckt. Zuerst heißt es, die jüngsten Erfolge zu bestätigen und uns in der Sportlerinnen- und Sportlerbetreuung noch intensiver aufzustellen, um möglichst frühzeitig die Quotenplätze für Paris zu gewinnen. Es gilt, ein schlagkräftiges, erfolgreiches Team nach Paris zu führen. Dass ich als Bundestrainer auf dem Weg dorthin erstmals hauptverantwortlich die sportlichen Geschicke lenken und auch neue Impulse setzen darf, reizt mich besonders an dieser Aufgabe.“ Für Veelmann geht es im März 2023 mit der 10m-Europameisterschaft in Tallinn/Estland erstmals als verantwortlicher Bundestrainer auf der Quotenplatzjagd direkt zur Sache. Doch auch davor schon wird er bei der Weltmeisterschaft in Kairo das deutsche Gewehrteam betreuen, dann noch als Assistenztrainer an der Seite von CD Roth.

Während Achim Veelmann als bisheriger Assistenztrainer sich schon ein genaues Bild von der Arbeit als Bundestrainer machen konnte und das Team seit vielen Jahren bestens kennt, betritt der aus Österreich stammende Wolfram Waibel mit der Aufgabe am Bundesstützpunkt in Hochbrück Neuland. Dabei ist Waibel jedoch bei weitem kein unbeschriebenes Blatt, ganz im Gegenteil: er war über 20 Jahre selbst sehr erfolgreiches Mitglied der österreichischen Nationalmannschaft. Zu seinen größten sportlichen Erfolgen zählen neben mehreren Medaillengewinnen bei Welt- und Europameisterschaften, aufgestellten Weltrekorden und dem Gesamtweltcupsieger 1995, eine Silbermedaille mit dem Luftgewehr und die Bronzemedaille im Dreistellungskampf bei den Olympischen Spielen in Atlanta 1996. Und auch als Trainer kann Waibel bereits beachtliche Erfolge aufweisen. Als Cheftrainer des Schweizer Schießsportverbandes sowie des Österreichischen Schützenbundesholte er mehrere Einzel- und Mannschaftsmedaillen bei Europa- und Weltmeisterschaften und war als Trainer bei insgesamt vier Olympischen Spielen dabei – in Summe kommt er damit auf die beeindruckende Bilanz von acht Teilnahmen an Olympischen Spielen, vier als Sportler und vier als Trainer.

Sportdirektor Thomas Abel sieht der zukünftigen Zusammenarbeit mit Vorfreude entgegen: „Ich bin froh, dass wir mit Wolfram Waibel einen absoluten Fachmann für die Nachfolge von Mario Gonsierowski gewinnen konnten, von dessen großer Erfahrung und Kompetenz unsere Kaderathleten am größten Bundesstützpunkt des DSB profitieren werden.“ Waibel: „Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung in Deutschland und möchte mit dem Team am Bundesstützpunkt München meinen Beitrag dazu leisten, das deutsche Gewehrschießen fit für die nächsten Olympischen Spiele in Paris und Los Angeles zu machen.“

Vizepräsident Sport Gerhard Furnier sagt mit Blick auf die erfolgreiche Nachbesetzung der beiden Stellen: „Die internationalen Erfolge unseres Gewehrteams in diesem Jahr, in Verbindung mit den sehr hochkarätigen Nachbesetzungen der beiden wichtigen Stellen lassen mich positiv in die Zukunft blicken. Ich hoffe, dass wir nach der Flaute bei den Olympischen Spielen in Tokio im vergangenen Jahr uns nun wieder schlagkräftig für die kommenden Spiele in Paris und Los Angeles aufstellen können.“

28.07.2022 - 11:30

Die Wettkämpfe finden vom 16. bis 20. August im Landesleistungszentrum Baden-Württemberg in Pforzheim statt. Es werden 340 Sportler aus 22 Nationen erwartet. „Leider ist das Teilnehmerfeld etwas kleiner als erwartet. Aber Corona, der Krieg in der Ukraine und die allgemeine Preissteigerung haben dazu beigetragen, da viele Schützen aus anderen Verbänden Selbstzahler sind“, erläutert Gerhard Lang, DSB-Bundesreferent Vorderlader.

Leider ist das Teilnehmerfeld etwas kleiner als erwartet. Aber Corona, der Krieg in der Ukraine und die allgemeine Preissteigerung haben dazu beigetragen, da viele Schützen aus anderen Verbänden Selbstzahler sind

Gerhard Lang, Referent Vorderlader über die aktuelle Situation rund um die Vorderlader-WM

Unter den teilnehmenden Teams ist natürlich auch ein großes Aufgebot des Gastgebers – 26 Schützen werden an den fünf Wettkampftagen von Pforzheim versuchen, den Heimvorteil in eine große Medaillensammlung umzusetzen. Insgesamt werden 375 Medaillen in 27 Team- und 41 Einzelentscheidungen der verschiedensten Disziplinen vergeben. 

Das deutsche Team 
Athleten: Kiara Baumhakl, Günter Bitzer, Alfred Bloem, Frank Börtzler, Leonhard Brader, Matthias Dreisbach, Kilian Fichtl, Ute Gretz, Joachim Haller, Reiner Holla, Roland Juranek, Peter Käpernick, Thomas Klaner, Martin Kloke, Tanja Koch, Wilfried Kretschmer, Franz Lotspeich, Walter Massing, Matthias Plöscher, Lorena Schneider, Andreas Stock, Helmut Stubenrauch, Michael Sturm, Dirk Willms, Andreas Wimmer, Eberhard Wind 
Betreuer: Thomas Baumhakl, Brigitte Fritsch, Franz-Josef Kerber, Gerhard Lang 

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