Aufgrund der aktuellen Eindämmungsverordnung ist der Trainingsbetrieb stark eingeschränkt/nicht möglich.
27.10.2020 - 13:24

Auf der Tagesordnung stand unter anderem der Bericht der Jahresrechnung 2019 und die Verabschiedung des Wirtschaftsplans 2021. Zudem hat die Vollversammlung über eine Änderung der dsj-Jugendordnung in vier Punkten abgestimmt. Im Mittelpunkt der Versammlung stand die turnusmäßige Wahl eines neuen Vorstands.

Die Deutsche SchützenJugend war mit vier Delegierten vor den Bildschirmen dabei und konnte per digitaler Wahlkabine ihre Stimmen abgeben.

Stefan Rinke, Vizepräsident Jugend, sagte nach Ende der Veranstaltung: „Wir danken Jan Holze, der aufgrund seiner beruflichen Neuausrichtung nicht mehr für das Amt des 1. Vorsitzenden angetreten war, für sein Engagement in den vergangenen Jahrzehnten und wünschen ihm viel Erfolg bei seiner neuen Herausforderung als hauptamtlicher Vorstand der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt. Dem neu gewählten Vorstand und dem neuen 1. Vorsitzenden Michael Leyendecker gratulieren wir ganz herzlichen und freuen uns auf eine weiterhin gute und erfolgreiche Zusammenarbeit.“

27.10.2020 - 09:24

Bei der Auszeichnungsveranstaltung hatte der Regierungschef Sachsen-Anhalts Schützen im Namen der Landesregierung für ihr ehrenamtliches und sportliches Engagement gedankt. Sie organisieren „den gesellschaftlichen Zusammenhalt und halten Traditionen aufrecht“. „Das Verwenden von Waffen ist nicht das Verwenden von Waffen“, betonte der CDU-Politiker. Der Schießsport werde unter gesetzlichen Grundlagen praktiziert, „die Mitglieder müssen dafür viel mitbringen, so die Verlässlichkeit“. Der Schützenverband stehe für ein „sicheres gemeinsames Engagement“. Es tue ihm leid, so Haseloff, dass die Veranstaltung, die es seit 1991 gibt, in Vorjahr abgesagt worden war. Grund war damals der Terroranschlag auf die Synagoge in Halle gewesen.

Verbands-Präsident Eduard Korzenek hatte dem Ministerpräsidenten auch für dessen Politik in Zeiten der Pandemie gedankt. „Dass es hier noch anständig aussieht, haben wir auch Ihnen zu verdanken“, sagte er. Trotz der Wiederaufnahme des Schießbetriebes verlaufe vieles „noch schleppend“. Positiv sei, dass der Verband trotz der Einschränkungen weiter einen Mitgliederzuwachs verzeichne. Man hoffe, perspektivisch die Marke von 20.000 Mitgliedschaften zu erreichen.

Zu den mit Auszeichnungen des Landesverbandes und des Deutschen Schützenbundes Geehrten zählten dann mit Eduard Korzenek und Landesschriftführer Michael Eisert zwei Mitglieder, die den Verband am 28. Juli 1990 mitgegründet hatten. Nachgeholt worden waren die Ehrungen für Wernigerodes Oberbürgermeister Peter Gaffert und Mitarbeiter der dortigen Stadtverwaltung für deren Einsatz bei der Durchführung des 61. Deutschen Schützentages.

Zuvor hatte der Verband seinen ursprünglich für Ende März angesetzten Delegiertentag nachgeholt und dabei die neue Verbandssatzung bestätigt. Mit Cassidy Sophie Gietz vom SV Eichenbarleben und Lukas Pape vom Neuenhofer LSV wurden die Jugendkönige feierlich proklamiert. Bestätigt wurde auch eine Personalie in der Jugendleitung, Ulrich Trimkowski vom SV Wolmirstedt steht künftig Jugendleiter Michael Weißbrich als Stellvertreter zur Seite.

(Michael Eisert)

26.10.2020 - 14:31

Dabei glänzte vor allem der letztjährige Südmeister und Gastgeber Vöhringen: Herausragend dabei Neuling Eszter Denes (HUN) und Michaela Kögel, die mit jeweils 399 und 398 Ringen ein Ausrufezeichen setzten. Mit den 1979 und 1980 Ringen der Vöhringer am ersten Wettkampfwochenende konnte kein weiterer Verein mithalten. 10:0 Punkte lautete die makellose Ausbeute des Teams, die für Teamchef Leo Menasch aber nur zur Nebensache wurde: „Vielen war in Heimertingen die Leistung nicht wichtig, wichtiger war das Gefühl am Schießsport teilzunehmen.“ Ebenfalls mit zwei Siegen startete der Bund München, der jungen Schützen wie Sophia Müller und Sarah Grubmüller die Chance bot, sich zu beweisen.

Diese Devise verfolgte auch der Deutsche Meister der SSG Kevelaer. Mit Alison Bollen und Luisa Günther waren auch hier zwei neue Gesichter neben den Routiniers wie den Janßen-Zwillingen und Alexander Thomas zu sehen. Doch für die kleine Überraschung sorgte dieses Mal der Wissener SV, der wohl bei der freien Aufstellung den richtigen Riecher hatte und sowohl den Deutschen Meister als auch ST. Hubertus Elsen bezwang. Gemeinsam mit dem SV Wieckenberg beenden sie das Wochenende als Spitzenreiter im Norden.

Die Schießsport Liga wurde von den Bundesligavereinen in Eigeninitiative organisiert, nachdem am 28. September die Bundesligasaison 2021/21 durch den Ligaausschuss Luftgewehr/Luftpistole des Deutschen Schützenbundes abgesagt wurde.

26.10.2020 - 12:04

Seit seiner frühen Jugend war Horst Rauber Mitglied im Schützenverein Fidelio Güdesweiler, dem er bis zuletzt als Alterspräsident mit Rat und Tat zur Seite stand. Bereits im Jahr 1975 erhielt er für sein ausdauerndes Wirken im Verein und seine Aktivität im Schießsport die Goldene Verdienstnadel des Deutschen Schützenbundes.

Viele Jahre stand er an der Spitze des Schützenkreises 5 St. Wendel (heute Schützenkreis Nordsaar), als solcher gehörte er zum Vorstand des Schützenverbandes Saar. Nach seinem Ausscheiden wurde er Ehrenmitglied und Ehrenkreisschützenmeister.

Im Jahr 1996 wählten ihn die Delegierten des Saarländischen Schützentages zum Vizepräsidenten ihres Verbands. In der damaligen Umbruchphase hat sich Horst Rauber bei der nachhaltigen Modernisierung des Schützenverbandes Saar durch seinen kraftvollen und innovativen Einsatz große Verdienste erworben. Im Jahr 2001 war er verantwortlich für die Herausgabe der Festschrift und Chronik zum 50-jährigen Jubiläum seines Landesverbandes. Das Amt des Vizepräsidenten übte Horst Rauber bis zum Jahr 2011 aus, im Jahr 2013 wurde er zum Ehrenmitglied des Schützenverbandes Saar gewählt.

Von 1996 bis zum Jahr 2007 vertrat er die Interessen seines Verbandes als Mitglied im Gesamtvorstand des Deutschen Schützenbundes. Auch hier brachte er seinen Sachverstand für das Wohl und für die gedeihliche Entwicklung des Schützenwesens und des Schießsports in Deutschland ein.

Für seine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit wurde Horst Rauber mehrfach ausgezeichnet, vom Schützenverband Saar, aber auch vom Deutschen Schützenbund.

Unser Verband hat Horst Rauber viel zu verdanken. Über Jahrzehnte hinweg erfüllte er seine Aufgaben mit unvergleichlichem Enthusiasmus, großem Engagement und selbstloser Hingabe. Seine enorme Expertise, sein reicher Erfahrungsschatz, besonders aber auch sein immer herzliches und freundschaftliches Auftreten werden uns fehlen.

Der Deutsche Schützenbund wird Horst Rauber ein dankbares Andenken bewahren.

23.10.2020 - 10:34

Im Norden sind neben dem Gastgeber noch der BSV Buer-Bülse, die SSG Kevelaer, die Braunschweiger SG, der SSV St. Hubertus Elsen, der SV Kamen, der SV Wissen und PSS Inden/Altdorf am Start. Im Süden haben sich der SV Pfeil Vöhringen, der SV Petersaurach, Der Bund München, die FSG Kempten, der SV Hubertus Kastl und Eichenlaub Saltendorf entschlossen, in Wettkämpfen gegeneinander anzutreten.

„Im Fußball würde man von Freundschaftsspielen sprechen. Man könnte auch Trainingseinheiten auf höchstem Niveau dazu sagen. Hauptsache Wettkampfschießen zur Vorbereitung auf Welt- und Europameisterschaften und auf die Olympischen Spiele", äußert sich Kevelaer-Trainer Simon Janßen gegenüber der Rheinischen Post zu den Beweggründen.

Geplant sind insgesamt vier Wochenenden – jeweils eins in den Monaten Oktober bis Januar. Die weiteren Wochenenden werden in Kevelaer (7./8. November) bzw. Kastl (14. November), Buer-Bülse (6. Dezember) bzw. Leipheim (5. Dezember) und Kamen (9./10. Januar) bzw. München (9. Januar) ausgetragen – der Modus lautet „jeder gegen jeden“. Gleich zum Auftakt kommt es am 25. Oktober zum Duell der beiden Top-Teams im Norden, Kevelaer (aktueller Deutscher Meister) und Buer-Bülse.

Der Ligaausschuss Luftgewehr/Luftpistole des Deutschen Schützenbundes hatte die Bundesligasaison 2020/21 am 28. September abgesagt. Das 15-köpfige Gremium votierte mit 10:5 für die Absage aufgrund der sich wieder zuspitzenden Corona-Lage. Die 1. und 2. Bundesliga Luftgewehr wäre am 10. Oktober gestartet, die 1. und 2. Bundesliga Luftpistole eine Woche später.

22.10.2020 - 14:12

Zusammen mit der Firma Haendler & Natermann vergibt die Deutsche SchützenJugend nun zum dritten Mal ein Munitionsstipendium in Höhe von insgesamt 100.000 Schuss an vier Vereine und Verbände, für ihre hervorragende Jugendarbeit in den Disziplinen Laufende Scheibe und Target Sprint.

Zwei Vereine und zwei Verbände werden ausgezeichnet

In der Disziplin Laufende Scheibe fiel die Wahl auf den TuS Schwanheim e.V. (Hessen) sowie den SV Geratal Elxleben (Thüringen). Beide Vereine zeichnen sich durch eine außergewöhnliche Jugendarbeit im Bereich der Laufenden Scheibe aus und konnten bei den vergangenen Deutschen Meisterschaften 2019 mit mehreren Starts jeweils mindestens einen Deutschen Meistertitel erringen. Die Stipendien in Höhe von je 25.000 Schuss sind damit mehr als verdient.

In der Disziplin Target Sprint fiel die Wahl auf den Hessischen Schützenverband und den Nordwestdeutschen Schützenbund. Beide Verbände sind äußerst aktiv in der Förderung dieser noch jungen Disziplin engagiert. Ein Grund für die Deutsche SchützenJugend, das Engagement dieser beiden Verbände mit dem H&N Munitionsstipendium zu honorieren.

Je 25.000 Schuss für die siegreichen Vereine

Nominiert wurden die Stipendienträger durch die beiden DSB-Referenten Karl-Heinz Gegner (Laufende Scheibe) und Frank Hübner (Target Sprint), welche je zwei Vereine/Verbände vorschlugen. Das Munitionsstipendium ist mit jeweils 25.000 Schuss Luftdruckmunition dotiert und soll die ausgezeichneten Vereine und Verbände bei ihrer Jugendarbeit unterstützen.

Im Rahmen des Bundesausschusses Sportschießen am 10. Oktober konnte Vizepräsident Jugend Stefan Rinke zusammen mit den Referenten Frank Hübner und Karl-Heinz Gegner die Stipendien an die Landessportleiter Otmar Martin (Hessen), Volker Kächele (NWDSB) und Marco Krannich (Thüringen) übergeben, welche sie stellvertretend für die Preisträger entgegennahmen.

Die Deutsche SchützenJugend bedankt sich bei der Firme Haendler & Natermann für die Bereitstellung des Munitionsstipendiums und die jahrelange, gute Zusammenarbeit.

22.10.2020 - 11:38

Die Aufsteiger sind ambitioniert
Da die 2. Bundesligen wegen der Pandemie nicht stattfinden, wird es aus der 1. Bundesliga keine Absteiger geben. Sicherlich ein großer Vorteil vor allem für die Aufsteiger TSV Natternberg, GK Burgschützen Büschfeld (beide Süden), BSV Zierenberg und den 1. UTK BSC Oberauroff. Während die beiden Nordklubs bereits mehrere Jahre in der 1. Bundesliga waren und nach dem Abstieg den direkten Wiederaufstieg schafften, ist für Natternberg und Büschfeld die Elite-Liga absolutes Neuland. Büschfeld, der Verein wurde erst im Jahr 2007 gegründet, gelang dabei das Kunststück, nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga sogleich einen weiteren Durchmarsch anzutreten. Und das mit den gleichen fünf Schützen wie zuvor. Für Arno Seiwert, Mannschaftsführer, ist das Ziel für die Premierensaison in Liga eins klar: „Auch wenn in dieser Saison keine Mannschaft absteigen wird, steht als Ziel für uns der Klassenerhalt an erster Stelle. D.h. wir wollen auch gegen den ein oder anderen Favoriten schon mal einen Satzpunkt holen.“ Natternberg verfolgt als letztjähriger Vierter der 2. Bundesliga Süd - die zweiten Teams der Top-Mannschaften aus Tacherting und Welzheim waren vor den Saarländern - ähnliche Ziele. Dabei ging es in den vergangenen Jahren stets bergauf mit Aufstiegen in die Bayernliga (2015/16), Regionalliga (2016/17) und 2. Bundesliga (2018/19). Jetzt ist die Freude auf die Eliteklasse groß, wie Jens Schneider, der Pressewart der Natternberger, sagt: „Wir haben noch keine Erfahrung in der 1. Bundesliga sammeln können, deswegen möchten wir uns das zuallererst einmal anschauen. Das wichtigste ist immer: Spaß haben! Wie jedes Jahr in der Liga!“.

Ähnlich dürfte es auch in Zierenberg und Oberauroff aussehen, die sich mit guten Leistungen und Ergebnissen das Image einer „Fahrstuhlmannschaft“ nicht anheften lassen wollen. Oberauroff verstärkte sich dabei mit zwei jungen hessischen Landeskadern, die 17-jährigen André Preußner und Hannah Kessler sollen für frischen Wind sorgen.

Tartler kommt für Rieger
Doch auch etablierte Erstligisten haben ihr Team verändert. Dabei gab es die bedeutendste Rochade bei Titelverteidiger Ebersberg, denn Kaderschütze Cedric Rieger steht nicht mehr auf der Meldeliste. Dafür kam mit Elisa Tartler von Konkurrent Bayreuth eine andere Schützin, die auch für den DSB auf Ringejagd geht. Für Bayreuths Presse-Verantwortlichen Jürgen Nakott ein herber Verlust, zumal auch die Juniorinnen-Europameisterin von 2018, Talida Chrubasik, ausgeschieden ist. „Den Abgang von Elisa kann am ehesten der 22-jährige Florian Babl wettmachen. Er ist Mitglied im bayerischen Landeskader, und er hat bewiesen, dass er einen Schnitt von 9,5 schießen kann.“ Mit Katharina Schmidt (18 Jahre) und Mario Schirrmeister (28 Jahre) wechselten zwei Aktive von den Alten Treuen Neudrossenfeldt nach Bayreuth. Ebenfalls einen Neuzugang kann die SG Freiburg verzeichnen, die sich die Dienste von Robin Uhrich (vormals Welzheim) sicherte.

Querum verstärkt sich mit Weltmeisterin, Blankenfelde mit polnischen Kaderschützen
Im Norden gab es vor allem beim Blankenfelder BS 08 große Veränderungen: Der langjährige Stammschütze Mitch Dielemans steht nicht mehr zur Verfügung, dafür rücken die zwei polnischen Auswahlschützen Julia Czyz und Mateusz Ogrodowczyk ins Team: „Wir kennen beide schon längere Zeit aus gemeinsamen Trainingslagern des brandenburgischen Landeskaders mit Vereinen in Polen und verstehen uns mit ihnen sehr gut. Beide sind neugierig auf die Bundesliga und versprechen sich von ihren Einsätzen in dieser u. a. auch positive Effekte auf die Ausprägung ihrer mentalen Stärke, da in der Bundesliga im Gegensatz zu einem "normalen" Wettkampf jeder einzelne Pfeil zählt, als wäre er ein Stechpfeil in einer Finalbegegnung“, begründet Trainer Stefan Laux die Kooperation. Mit Robin Meinig kehrt zudem zum Bundesligateam zurück.

Sogar mit einer Weltmeisterin verstärkt sich der SV Querum: Daniela Klesmann feierte große Erfolge beim Feldbogenschießen – mehrere DM-Titel, zwei Vize-Europameisterschaften sowie WM-Gold in Einzel und Team stehen in ihrer Vita. Dabei nimmt die 32-Jährige einiges auf sich, denn sie lebt in Nürtingen bei Stuttgart und will dennoch sogar zu Trainingseinheiten anreisen: „Ich finde das wichtig. Wir müssen als Mannschaft zusammenwachsen, uns kennenlernen – und dafür müssen wir so oft wie möglich gemeinsam trainieren.“

Und auch Sherwood BSC Herne schlug einmal auf dem Transfermarkt zu: Mit Rabea Moschner stieß eine Schützin des letztjährigen Erstliga-Konkurrenten TuS Holten zum zweimaligen Bundesliga-Champion.

20.10.2020 - 15:06

Um sich diesem Themenkomplex zu widmen, traf sich am Montag, den 12. Oktober 2020, eine Gruppe von Jugendvertretungen des DSB und seiner Landesverbände in einem Online-Workshop der Sportjugend Hessen zum Thema „Demokratieförderung und Rassismus im Sport“.

Referentinnen waren Angelika Ribler von der Sportjugend Hessen und Alexandra Faulhaber von „DemoS – Sport stärkt Demokratie“. Vor dem Hintergrund der „Black-Lives-Matter“ Bewegung der letzten Monate thematisierten die Referentinnen die Bereiche Demokratie, Mitbestimmung, sowie Rassismus und seine Folgen. Themen mit denen sich auch die AG „Schützen gegen Extremismus, für Vielfalt und Demokratie“ des DSB seit einiger Zeit beschäftigt.

Der Workshop gab den Teilnehmenden die Chance, sich selbst zu dem Thema zu äußern und von persönlichen Erlebnissen zu berichten. Neben den eigenen Erfahrungen wurden den Teilnehmenden auch die Erfahrungen Betroffener geschildert und auf Formen des Rassismus´ aufmerksam gemacht. Diese treten im Alltag häufig auf, werden aber oftmals bewusst oder unbewusst nicht thematisiert. Beispiele, wie das Rassismus-Experiment des ZDF, führten dabei eindrücklich vor Augen, wie Menschen aufgrund ihres Aussehens tagtäglich diskriminiert werden. In diesem Zusammenhang wurden die Teilnehmenden für das Thema sensibilisiert und ihnen wurde erklärt, warum bestimmte, teils umgangssprachliche Aussagen oder Fragen verletzen können.

Wie politisch darf der Sport sein?

Als weiteren Themenkomplex bezogen die Referentinnen die Auswirkungen, die Fremdenhass auf die Demokratie hat, mit ein und stellten auch die Frage: Wie politisch darf oder muss der Sport sein? Anhand von Fallbeispielen wurde deutlich, wie Demokratie auch im Kleinen angezweifelt und angegriffen wird. Sei es im Verein, auf Landes- oder sogar Bundesebene. Den Teilnehmenden wurde für diese Fälle das Handwerkzeug gegeben, um gekonnt mit fragwürdigen Äußerungen und Verhalten umzugehen.

Eine der wichtigsten Botschaften des Abends dazu lautet: Man sollte auch immer die Perspektive des Betroffenen einnehmen. Wenn sich Hass gegen Personen richtet, werden oftmals erst die Täter zurechtgewiesen, doch die Betroffenen bleiben allein. Wichtig ist, auf sie zuzugehen und ihnen zu zeigen, dass sie unterstützt werden.

Nach vielen Tipps, neuem Wissen und einem regen Austausch endete der Workshop mit der Erkenntnis, dass ein Treffen nicht ausreichend ist, um sich mit diesen komplexen Themen auseinander zu setzen. Doch das Interesse ist geweckt und die DSJ plant, weitere Workshops dieser Art anzubieten.

(Zoe Hofmann)

20.10.2020 - 14:46

Der Star of Sports Merit wird an militärische Athleten verliehen, die an CISM-Militär-Weltmeisterschaften oder an Military-World-Games teilgenommen haben. Dabei geht es um die Anzahl der Teilnahmen. Hauptfeldwebel Sandra Reitz wurde mit dem Double Gold Star ausgezeichnet. Sandra Reitz ist mit zwei gewonnen Einzel-Goldmedaillen bei den Military-World-Games (2011 und 2019) und diversen weiteren Medaillen sowie einigen CISM-Rekorden Deutschlands erfolgreichste Schützin im CISM. „Ich habe mich wahnsinnig über die Auszeichnung gefreut! Leider ist es ja so, dass die Militär-Weltmeisterschaften und auch die Militärspiele kaum Beachtung finden, obwohl annähernd dieselben Athleten wie bei den "normalen" internationalen Wettkämpfen da sind. Das ist sehr schade. Umso schöner ist es natürlich, wenn man dann für seine Leistungen geehrt wird. Als Angehöriger der Bundeswehr sind CISM-Maßnahmen eine sehr gute Gelegenheit, mit Leistungen für die tolle Unterstützung zu danken.“

Ebenfalls mit dem Double Gold Star wurde Hauptfeldwebel Eva Maria Rösken ausgezeichnet. Eva Maria Rösken hat beachtliche Einzelplatzierungen und mit dem Team diverse Gold-, Silber- und Bronzemedaillen für die deutsche CISM-Mannschaft gewonnen. Die deutsche Damengewehrmannschaft ist seit Jahren ein Garant für Medaillen.

Hauptfeldwebel Sebastian Liepelt, ehemaliger Junioren-Nationalmannschaftsschütze, wurde mit dem Gold Star ausgezeichnet. Bei den Gewehrwettbewerben der Männer im CISM wird die nichtolympische Disziplin 300m geschossen. Hier konnte Sebastian Liepelt einige Top Ten-Plätze im Einzel- und Mannschaftswettbewerb erringen.

Das CISM-Team Schießen Deutschland sucht immer wieder Sportschützen, um den bestehenden Kader zu verstärken. Voraussetzung ist, dass man aktiver Soldat ist.

(Jörg Kropp/EB)

20.10.2020 - 11:55

Reitz findet sich in einer illustren Runde, u.a. gibt es weitere Geschichten von Olympiasiegern wie Thomas Röhler (Speerwurf), Laura Ludwig (Beach-Volleyball) oder Basketball-Star Dennis Schröder und den Sprint-Assen Gina Lückenkemper und Lisa-Marie Kwayie. Sie alle berichten, wie sie mit der Pandemie und der daraus resultierenden Tokio-Verschiebung in das Jahr 2021 umgehen. Reitz berichtet von seinen Tüfteleien zu Hause, einem kleinen „Neben-Erwerb“ und der mentalen Bedeutung im Schießsport.

Das außergewöhnliche und lesenswerte Heft liegt bundesweit am Kiosk, Bahnhofsbuchhandel sowie bei allen EDEKA-Märkten & Netto-Filialen. Der Verkaufspreis beträgt 6 Euro.

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