Der Trainingsbetrieb ist unter leichten Einschränkungen möglich. Aktuell können jedoch keine weiteren Mitglieder aufgenommen werden.
08.09.2021 - 09:49

Vieles dreht sich um Tokio, aber natürlich nicht alles. Unmittelbar danach veredelte sie die Bronzemedaille im Team durch eine Einzel-Bronzemedaille bei der Juniorinnen-WM. Und natürlich ist auch die Deutsche Meisterschaft am Wochenende in Wiesbaden ein Thema. Dort will die sympathische Athletin „einfach Spaß haben und die Zeit genießen.“ Und wenn eine weitere Medaille herausspringt, wird dieser sicherlich noch größer ausfallen…

Spaß gab es definitiv auch im Podcast, denn in diesem kommen auch sehr viele Wegbegleiter von „Charlie“ zu Wort. Was ihre Eltern von ihr wissen wollen, was ihre Freunde über Schwarz sagen und sie fragen – alles in der neuen Folge zu hören. Lauscht rein und empfehlt den Podcast weiter!

Den "Volltreffer" findet man auf allen Podcast-Plattformen wie Apple-Podcast, Google-Podcast, Spotify, Deezer und mehr.

07.09.2021 - 16:02

Knapp 770 Kilometer mit ca. 5.000 Höhenmetern liegen vor Dallinger, Jolyn Beer, Carina Wimmer, Sören Meisner, David Koenders und Matthias Holderried. Nach der zweiten Etappe wird Markus Abt dazu stoßen. Die Olympia-Sechste Beer kann die Tour aufgrund einer Schulterverletzung jedoch nicht auf dem Rad durchführen, „sondern sitzt im Servicewagen, kümmert sich um Pannen, Social Media, Kleidung und Snacks“, wie Dallinger erklärt.

Gestartet wird bei der Carl Walter GmbH in Ulm, das Ziel ist Hannover. Zwischenziele sind Oberndorf am Neckar (Feinwerkbau GmbH), Remchingen-Singen (Sauer Shooting Sportswear) und Karlsruhe (Gehmann GmbH), Wiesbaden (Deutscher Schützenbund), Marburg, Lichtenau und Hannover.

Wir wollten gerne eine Sport-Challenge für einen guten Zweck machen!

Maximilian Dallinger über die Entstehung der Idee mit Mitbewohner David Koenders

„Mein Mitbewohner David Koenders und ich wollten gerne eine Sport-Challenge für einen guten Zweck machen. Irgendwann sind wir aufs Radlfahren gekommen“, erklärt Dallinger kurz die Geburtsstunde der Radtour. Und da Dallinger mit Beer eine Freundschaft pflegt und sie sich monatlich einmal auf dem Instagram-Kanal des DSB in ihrer Sendung „Maximal beerenstark“ über viele Dinge austauschen, wurde die Süd-Nord-Route Realität.

Nun gilt es, sich optimal auf die (Tor-)Tour vorzubereiten. Der DSB freut sich, die radelnden Sportschützen am 16. September (gegen 16.00 Uhr) am Bundesstützpunkt in Empfang zu nehmen. Dort kehren die Sportschützen ein, um ausnahmsweise nicht an den Schießstand zu gehen, sondern, um sich zu erholen und zu verpflegen.

07.09.2021 - 13:24

Ja, Michelle Kroppen hat schon diverse DM-Titel gewonnen. Diese allerdings allesamt im Nachwuchsbereich (von 2014 bis 2016), übrigens genauso wie Elisa Tartler (2017 bis 2019). Und deshalb brennt Kroppen darauf, endlich nach dem noch fehlenden Titel zu greifen, auch wenn zunächst etwas anderes im Vordergrund steht: „Auf die DM freue ich mich. Es ist schön, wieder einmal einen nationalen Wettkampf zu schießen, auch mit anderen Athleten, nicht nur dên Nationalkader-Athleten.“ Natürlich zählt die WM-Vierte von 2019 und frisch gebackene Team-Bronzemedaillengewinnerin von Tokio zu den Top-Favoriten, doch sie geht demütig an die Sache heran, schließlich ist die Konkurrenz mit den Kader-Kolleginnen Lisa Unruh (DM-Gold 2017 und 2018), Tartler, Katharina Bauer (DM-Gold 2016) oder Veronika Haidn-Tschalova (DM-Titel 2011 und 2013) sehr groß: „Es kann jeder gewinnen, und das Feeling in Wiesbaden ist immer schön. Ich hoffe, ich darf am Sonntag wieder auf dem Bowling Green stehen, das ist einfach eine wunderbare Atmosphäre. Ich bin gespannt, wie es so laufen wird, weil es auch der erste große Wettkampf in Deutschland wieder ist. Ich würde mich freuen, wenn ich auf dem Podest stehe“, so Kroppen. Übrigens: Eine neue Titelträgerin gibt es auf alle Fälle. Denn 2019 siegte im Rahmen von Die Finals in Berlin die mittlerweile zurückgetretene Elena Richter.

Ich würde mich freuen, wenn ich auf dem Podest stehe!

 

Michelle Kroppen zu ihrem Ziel bei der DM 2021

Zu einem Aufeinandertreffen der Tokio-Heldinnen Kroppen und Unruh kann es in Wiesbaden kommen. Die Dritte im Bunde, Charline Schwarz, startet dagegen in der Juniorinnen-Klasse und will dort nach Team-Silber bei der EM (mit Unruh und Kroppen), Team-Bronze in Tokio und Einzel-Bronze bei der Juniorinnen-WM in Polen endlich ihr erstes Gold im Jahr 2021 gewinnen.

Und auch bei den Recurve-Männern wird es definitiv einen neuen Titelträger geben. Denn der Olympia-Fünfte von Tokio, Titelverteidiger Florian Unruh, ist nicht in der hessischen Landeshauptstadt an der Schießlinie. Unruh startet bei den zeitgleichen Europameisterschaften im Feldbogenschießen im kroatischen Porec (7. bis 12. September). Somit bietet sich die Chance für Maximilian Weckmüller, den Wieser-Brüdern Felix und Moritz oder Cedric Rieger, endlich den lang ersehnten nationalen Titel einzuheimsen.

Im nicht-olympischen Compound-Bereich dürfte vor allem der Männer-Wettbewerb packenden Sport bieten: Mit Shooting-Star Tim Krippendorf, der gleich in seinem ersten internationalen Jahr Medaillen bei Grand Prix und EM gewann, Florian Grafmans, Sebastian Hamdorf – das genannte Trio startet bei der WM in Yankton/USA (21. bis 26. September) – und den Routiniers Marcus Laube (DM-Gold 2019) und Lars Klingner ist das Teilnehmerfeld hochkarätig besetzt.

07.09.2021 - 08:46

Bei den Schülern konnte sich Nachwuchshoffnung Tessa Dietrich souverän vor Julia Enderle und Hanna Cruchten durchsetzen und bestätigte das Vertrauen des Disziplintrainers Michael Herr, der Tessa Dietrich in dieser Saison bereits für die internationalen Rennen nominierte. In der Klasse der Jugend weiblich freuten sich Vlada Rudych, Marisa Anetsberger und Sophia Hasreiter über Gold, Silber und Bronze.

Bei der Jugend männlich wurde Fabien Tuschar Deutscher Meister vor Jakob Wulf und Finn Gerken, der sich die Bronzemedaille noch im Zielsprint sichern konnte. Ungeschlagen bei den Juniorinnen blieb die Weltmeisterin Madlen Guggenmos, welche in einer phänomenalen Aufholjagd noch Eva Cruchten einholte und sich somit Gold sicherte. Platz 3 belegte ebenfalls keine Unbekannte, Edith Buschieweke.

Jacob Hoffmann konnte den Deutschen Meistertitel in der Juniorenklasse vor Daniel Gruber und Luca Göhmann feiern. In der Herrenklasse I gewann Dominik Hermle vor Steffen Hannich und Georg Paulmann, nachdem der Vorlaufschnellste Sven Müller, in Führung liegend aufgrund eines Waffendefektes das Rennen aufgeben musste.

In den Klassen der Herren II und III sicherten sich Thomas Rabe und Erwin Weber die Goldmedaille.

Bei den Damen I siegte in bekannter Stärke die Weltmeisterin Kerstin Schmidt vor ihren beiden Dauerkonkurrentinnen Jana Landwehr und Anja Fischer. In der Wertung der Damen II/III stand am Ende des Tages Anita Cruchten ganz oben auf dem Treppchen.  

In der Mixed-Staffel, bei welcher mindestens ein Mannschaftsmitglied weiblich sein muss und die Einzelzeiten der Mannschaftsmitglieder addiert werden, gewann in der Altersklasse der Jugend das Team Nordwest 1 (Jane Ordermann, Fabien Tuschar und Dorian Wessels) vor Hessen 1 (Giulia Weingarten, Killian Gutermuth, Marvin Güttler) und Nordwest 2 (Jana Woltjen, Marieke Bremer und Jakob Wulf).

Die Goldmedaille bei den Junioren sicherte sich Württemberg in der Besetzung Madlen und Benjamin Guggenmos und Adam Lukas vor Thüringen (Jacob Hofmann, Paul Pfauch und Nathalie Heydt) sowie Bayern (Eva Cruchten, Stephan Hindelang und Daniel Gruber)

In der Altersklasse der Damen / Herren siegte das Team aus Bayern (Thomas und Kristina Haslinger, Florian Schmid) vor der Staffel aus der Pfalz (Tessa Dietrich, Sven Müller und Stephan Werner) sowie Württemberg (Anja Fischer, Dominik Hermle und Bernd Fränkle).  

Sieger der Altersklasse Herren II / Damen II wurde die Staffel aus Hessen mit Jana Käthner, Thomas Rabe und Andreas Tempelfeld (Hessen).

Am Sonntag standen dann die Single Mixed Staffeln auf dem Programm, welche aus je einem männlichen und weiblichen Athleten besteht. In zwei Zeitläufen wurden die Deutschen Meister ermittelt.

Den Titel bei der Jugend sicherte sich Jana Woltjen mit Jakob Wulf (Nordwest 1) vor Janne Ordemann und Dorian Wessels (Nordwest II) auf den Bronze Rang schaffte es Guilia Weingarten und Marvin Güttler (Hessen 1).

Bei den Junioren gewann das Team Bayern 1 mit Eva Cruchten und Daniel Gruber souverän vor Bayern 2 (Edith Buschieweke und Stephan Hindelang). Bronze konnten sich Nathalie Heydt und Paul Pfauch sichern (Thüringen).

Bei den Herren und Damen gewannen Anja Fischer und Dominik Hermle (Württemberg) Gold vor Tessa Dietrich und Sven Müller (Pfalz), die sich knapp gegen Kristina und Thomas Haslinger (Bayern) durchsetzen.

Bei den Herren und Damen 2 gewannen Erwin Weber und Anita Cruchten für Bayern souverän Gold.

(Jana Landwehr/Sven Müller)

06.09.2021 - 15:07

Nun wurden unter den bisherigen Teilnehmenden die Gewinnerinnen und Gewinner für den Monat August ausgelost.

Gewonnen haben:

Emanuel Hipp    Schützenverein Vilsingen                            WT

Greta Koziollek SV Elze v.1921 e.V.                                         NS

Jannik Kaßner   SV Südkampen                                                NS

Lasse Liebisch    Schützenverein Crainfeld e.V.                   HS

Sophia. Lindow SchGi zu Lübben                                             BR

Tabea Kindel     Bürgerschützenverein Hänigsen e. V.    NS

Tim Gießwein   Zeidlerschützen Feucht                                BY

Herzlichen Glückwunsch!

Wir freuen uns auf weitere zahlreiche Teilnahmen auch nach den Ferien. Bis zum 31. Oktober können noch Anmeldungen vorgenommen werden.

Informationen zum Online-Wettbewerb:

An den Kids Games teilnehmen kann jedes Mitglied eines Vereins des Deutschen Schützenbundes, das 12 Jahre oder jünger ist. Neben dem Schießen mit dem Lichtgewehr und der Lichtpistole, aufgelegt ohne Schießbekleidung auf 10m, müssen allgemeinsportliche Disziplinen aus den Bereichen Schnelligkeit, Koordination, Geschicklichkeit und Konzentration absolviert werden.

Diese Veranstaltung dient in erster Linie zur Förderung von Kreativität und Spieltrieb von Kindern, daher steht das erzielte Ergebnis nicht im Vordergrund, sondern die Vielfalt, die Teilnahme und der Spaß an unserem schönen Sport. Deutschlandweit können Vereine die Teilnahme an den DSJ Kids Games 2021 auch als Vereinsveranstaltung ausgetragen und die Ergebnisse online melden. Die Teilnehmenden können sich auf der digitalen Plattform registrieren und dort bis zum 31.10.2021 ihre Ergebnisse eintragen sowie bestätigen.

Alle Teilnehmenden erhalten eine Urkunde (zum Download) und nehmen an der monatlichen Verlosung sowie einer großen Abschlussverlosung teil. Des Weiteren werden Anerkennungspreise für den teilnehmerstärksten Verein und besondere Leistungen vergeben.

06.09.2021 - 12:57

Für Peter Lange, Disziplinverantwortlicher Feld- und 3D-Bogen, sind es intensive Tage: Zunächst betreute er die Athleten bei der 3d Bogen-EM im slowenischen Maribor, von dort reiste er direkt weiter nach Porec.

Dort traf er auf sein Team, bestehend aus zwei Blank-, vier Compound- und fünf Recurve-Athleten. Der prominenteste Sportler ist zweifelsohne Florian Unruh, der unlängst bei den Olympischen Spielen in Tokio den hervorragenden fünften Platz belegt hatte. „Ich freue mich natürlich sehr, dass er dabei ist, denn er hat ja in der Vergangenheit bewiesen, dass er immer ganz vorne mitmischen kann. Ich möchte aber an dieser Stelle betonen, dass wir auch ohne ihn die letzten beiden Europameisterschaften mit der Mannschaft gewonnen haben“, sagt Lange.

Um sich für das Team und die EM zu qualifizieren, fand ein Ausscheidungsturnier in Delmenhorst statt. Dort musste auch der Leistungsnachweis der internationalen Norm erbracht werden.

Wir sind stark aufgestellt, sodass wir sowohl im Einzel, Mixed und Team Medaillenplätze anstreben!

 

Peter Lange geht selbstbewusst in die EM in Porec

Sowohl für Lange als auch die Sportler ist Porec unbekanntes Terrain, „dort hat noch nie ein Feldturnier stattgefunden. Wir lassen uns überraschen, aber wir sind auf alle, was da kommen könnte, gut vorbereitet“, so der Cheftrainer. Insgesamt starten 189 Sportler aus 21 Nationen in Porec.

Und ambitioniert auf jeden Fall. Bei den vergangenen Auflagen gab es für die deutschen Bogensportler zahlreiche Medaillen, daran soll im Idealfall angeknüpft werden, auch wenn das Leistungsniveau aufgrund der Corona-Pandemie und der dadurch erschwerten Trainingsbedingungen schwer einzuschätzen ist: „Wir sind stark aufgestellt, sodass wir sowohl im Einzel, Mixed und Team Medaillenplätze anstreben. Und sollten wir die Podiumsplätze knapp verfehlen, gibt es immer noch einen Quotenplatz für die World Games im kommenden Jahr zu gewinnen“, gibt Lange die Marschroute aus.

Das deutsche Team in Porec

Blankbogen: Martina Boscher, Michael Meyer
Compoundbogen: Julia Böhnke, Katharina Landrock, Henning Lüpkemann, Florian Stadler
Recurvebogen: Bianca Speicher, Karsten Sprenger, Jakob Hetz, Daniela Klesmann, Florian Unruh

06.09.2021 - 09:00

Kroppen und Unruh hatten die WM-Qualifikation auf Platz eins beendet und sich somit ihren WM-Platz gesichert. Die zweiten und dritten Plätze wurden per Trainerentscheid Elisa Tartler und Katharina Bauer sowie Maximilian Weckmüller und Felix Wieser zugesprochen. Damit bietet sich vor allem den Nicht-Tokio-Teilnehmern die gute Gelegenheit zu zeigen, dass auch sie einen Start bei Olympia verdient gehabt hätten. Und: Paris 2024 wirft natürlich auch schon seine Schatten voraus.
Lisa Unruh hatte den zweiten Teil der WM-Qualifikation nicht mitgeschossen, Charline Schwarz, ebenfalls Mitglied des Olympia-Bronze-Trios, schloss die Qualifikation als Zweitplatzierte ab, bekommt aber nach ihren Einsätzen bei Olympia und der Junioren-WM in Wroclaw/POL die Möglichkeit, ihren dienstlichen Verpflichtungen bei der Bundespolizei nachzukommen. Kroppen freut sich auf die Titelkämpfe: „Ich freue mich, nach Amerika fliegen zu dürfen. Yankton hat für mich immer ganz gute Ergebnisse bereitgehalten. Sei es der vierte Platz bei der Junioren-WM oder der WM-Titel mit der Mannschaft in der Halle. Das ist ein schöner Saisonabschluss, auch in Verbindung mit dem Weltcup-Finale, auf das ich mich auch sehr freue. Ich will die Zeit dort genießen und bis zum Ende kämpfen und die Leistungen abliefern, die ich die Saison über gezeigt habe. Dann wird man sehen, wie weit ich komme."

Yankton hat für mich immer ganz gute Ergebnisse bereitgehalten!

Für Michelle Kroppen war Yankton bis dato immer ein gutes Pflaster

Im nicht-olympischen Compoundbereich stimmte der Bundesausschuss Leistungssport dem Vorschlag von Holger Hertkorn, dem Disziplinverantwortlichen, ebenfalls zu. Auch wenn er auf die Qualifikationserste Janine Meißner aus beruflichen Gründen verzichten muss, blickt er der WM optimistisch entgegen: „Ich denke, dass wir eine schlagkräftige Mannschaft haben, die zumindest in den Team-Wettbewerben mithalten und überzeugen kann. Vor allem Tim Krippendorf kann nach seiner Bronzemedaille im Mixed-Team bei der EM (an der Seite von Meißner) mit Selbstvertrauen an den Start gehen.“

Unmittelbar im Anschluss an die WM folgt an gleicher Stelle das Weltcup-Finale (29./30. September) der jeweils besten acht Athletinnen und Athleten des Jahres 2021 in den Kategorien Recurve Frauen & Männer sowie Compound Frauen & Männer. Mit Michelle Kroppen, Lisa Unruh und Maximilian Weckmüller hat sich ein DSB-Trio für das Prestige trächtige Turnier qualifiziert.

Das deutsche WM-Team
Recurve: Michelle Kroppen, Elisa Tartler, Katharina Bauer, Florian Unruh, Maximilian Weckmüller, Felix Wieser
Compound: Carolin Landesfeind, Julia Böhnke, Jennifer Walter, Tim Krippendorf, Florian Graftmans, Sebastian Hamdorf

05.09.2021 - 09:13

„Mit dem Weltrekord in der Qualifikation bin ich super zufrieden. Im Finale wollten die Zehner dann nicht so richtig in die Mitte. Aber über die Endbilanz von zwei Paralympics-Medaillen freue ich mich natürlich sehr“, sagte die 29-Jährige kurz nach ihrem Wettkampf auf der Asaka Shooting Range: „Das alles war nur durch die Unterstützung von Verwandten und Bekannten möglich. Zudem haben die Trainer eine super Leistung abgeliefert. Auch unser Physiotherapeut hat mich gut hinbekommen.“ Mit einem neuen paralympischen Qualifikations-Weltrekord (627,7 Ringe) und fast sieben (!) Ringen Vorsprung dominierte Hiltrop die Konkurrenz in der Vorrunde des Wettbewerbs deutlich. Im Finale, in dem es wieder bei Null losging, startete Hiltrop durchwachsen. In der Eliminierungsrunde, in der nach jeweils zwei Schüssen der Letztplatzierte ausscheidet, stabilisierte sie sich zwar, konnte aber mit niedrigen Zehnerwertungen diesmal nicht um die Medaillen mitschießen. In der Eliminierungsrunde erreichte sie insgesamt 186,6 Ringe. In einem Kopf-an-Kopf-Rennen setzte sich schließlich die Slovakin Veronika Vadovicova (249,9 Ringe) gegen die Schwedin Anna Norman (2248,5 Ringe) durch. Vadovicova erzielte damit einen neuen paralympischen Rekord in dieser Klasse.

„Wir sind natürlich hochzufrieden. Insgeheim hatten wir mit einer Medaille gerechnet. Dass wir jetzt sogar zwei mit nach Hause nehmen, ist natürlich wunderbar. Auch die restlichen Platzierungen unserer Athletinnen und Athleten waren sehr erfreulich“, sagte der Bundestrainer Rudi Krenn.  

Die nun dreifache Medaillensiegerin im Para Sportschießen, Natascha Hiltrop, wird die deutsche Mannschaft bei der Abschlusszeremonie der Paralympics heute Abend ins Olympiastadion von Tokio führen. Für den Bundestrainer ein perfektes Ende: „Mit Natascha als Fahnenträgerin bei der Abschlussfeier der Paralympics, schließt sich für uns der Kreis sehr erfolgreicher Wettkämpfe.“

Hiltrops Teamkollegin Elke Seeliger scheiterte mit Platz 45 (603,1 Ringe) deutlich in der Qualifikation. „Das war sehr negativ. Es ist einfach doof. Ich konnte nichts sehen. Daher war es ein Blindschießen. Nachdem ich etwas verändert habe, lief es dann in den letzten zwei Serien. Das war dann allerdings zu spät“, sagte Seeliger. Insgesamt schaute sie allerdings positiv auf die Spiele zurück: „Ich habe es hier genossen. Die Bedingungen waren super“, so die 49-jährige. Auch der 57-jährige Bernhard Fendt schaffte es mit Platz 12 (616,0 Ringen) nicht ins Finale der Klasse R6, ihn kostete eine schwächere fünfte Serie der Einzug unter die besten acht Sportler. Mit zwei Medaillen im Gepäck geht es für die deutschen Para Sportschütz*innen morgen, gemeinsam mit dem Rest des Team Deutschland Paralympics, zurück in die Heimat.  

(Niklas Klütsch)

04.09.2021 - 22:31

„Es ist eine absolute Ehre für mich, die Fahne ins Stadion tragen zu dürfen. Ich hätte niemals damit gerechnet, dass die Wahl auf mich fällt. Daher freut es mich umso mehr“, sagt die frischgebackene Paralympics-Siegerin. Nach insgesamt zwölf Wettkampftagen wird sie das deutsche Team am kommenden Sonntag als Fahnenträgerin ins Olympiastadion von Tokio führen. Für Bundestrainer Rudi Krenn ist es nicht nur eine persönliche Auszeichnung für Hiltrop, sondern auch für ihren Sport: „Es ist für das Para Sportschießen von ungemeinem Wert, dass Natascha die deutsche Fahne tragen darf. Sie hat so die Möglichkeit, ihre Sportart auf der größtmöglichen Bühne zu repräsentieren. Besser geht es nicht.“

Hiltrop feierte historisches Gold in Tokio  

Natascha Hiltrop gehört nicht zuletzt durch ihren historischen Gold-Triumph im Luftgewehr liegend (R3) zu den Gesichtern der diesjährigen Paralympics. Sie ist die erste Para Sportschützin, der es gelang, nach 17 Jahren des Wartens paralympisches Gold zu gewinnen. Zuletzt war dies in Athen 2004 der Fall. Neben der Goldmedaille erreichte sie in der Königsdisziplin des Para Sportschießens, dem Dreistellungskampf (R8), Silber. Bei ihren dritten Paralympischen Spielen nach London und Rio de Janeiro holte sie damit das dritte Edelmetall. Am Sonntag hat sie sogar noch die Chance, ihre Medaillensammlung zu erweitern. Dann startet sie zum Abschluss ihrer Wettkämpfe in Tokio im Kleinkaliber liegend (R6).

Der Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes, Friedhelm Julius Beucher, ist von der Wahl Hiltrops als Fahnenträgerin der Abschlussfeier in Tokio begeistert. „Natascha Hiltrop ist durch ihre bescheidene Art sowie ihre hochprofessionelle Einstellung zum Leistungssport ein tolles Vorbild für den deutschen Para Sport-Nachwuchs. Mit ihren historischen Erfolgen bei den diesjährigen Paralympics hat sie es sich zudem auch auf sportlichem Wege mehr als verdient, unsere Mannschaft bei der Abschlusszeremonie anzuführen“, sagt Beucher.

Team Deutschland Paralympics kehrt zurück in die Heimat

Nach und nach verlassen immer mehr Athletinnen und Athleten des Team Deutschland Paralympics das Paralympische Dorf in Tokio und kehren zurück in die Heimat. Am Samstag landen unter anderem die Para Radsportler*innen, zahlreiche Para Schwimmer*innen und die Sitzvolleyballer in Frankfurt, am Sonntag folgen die Para Tischtennisspieler*innen, zahlreiche Para Leichtathlet*innen und die Rollstuhlbasketball Herren, ehe am Montag unter anderem die Rollstuhlbasketball Damen, die Nationalmannschaften Para Kanu und Para Sportschießen, Paralympics-Sieger Felix Streng sowie die Delegation um DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher zurückkommt. Die Landung ist jeweils für 19:25 Uhr mit der Lufthansa-Maschine LH 717 terminiert.

(DBS)

04.09.2021 - 22:21

„Als das Startkommando kam, ging bei mir auf einmal ziemlich die Pumpe los. Ich habe es dann aber taktisch angehen lassen und wollte kontrollierte Schüsse abgeben. Es ist jetzt, wie es ist. Ich habe mich spät in den Wettkampf hineinfühlen können. Nichtsdestotrotz bin ich zufrieden mit meiner Leistung. Auch wenn eine Finalteilnahme natürlich immer das Ziel ist“, sagte Tim Focken über sein Debüt bei Paralympischen Spielen. Der Schütze des SV Etzhorn, den ein Infekt im Vorfeld seines Wettkampfes leicht geschwächt hatte, wollte diesen Umstand nicht als Grund für sein Ausscheiden gelten lassen: „Ich bin seit zwei Tagen angeschlagen. Für mich ist das aber nichts neues, denn ich bin ständig krank, wenn ich auf Reisen bin. Den perfekten Wettkampf gibt es bei mir nicht. Deshalb habe ich die Situation so angenommen, wie sie war.“ Insgesamt erreichte Focken während der Qualifikationsrunde 619 Ringe.

Sein Teamkollege Moritz Möbius schaffte es als 11. der Qualifikation (620,5 Ringe), trotz persönlicher Bestleistung, ebenfalls nicht ins Finale. „Mit dem Kleinkaliber lief es deutlich besser als noch mit dem Luftgewehr. Mit der Platzierung bin ich absolut zufrieden“, sagte Möbius. Die Klasse R9, bei der mit dem Kleinkaliber-Gewehr über 50 Meter geschossen wird, hatte erst in diesem Jahr Einzug ins paralympische Programm der Para Sportschütz*innen erhalten.

Bereits am Morgen des 10. Wettkampftages in Tokio scheiterte der 23-jährige Tobias Meyer in der Qualifikation mit der Freien Pistole. Nachdem er zwischenzeitlich sogar auf Platz eins gelegen hatte, reichte es durch eine durchwachsene sechste Serie nicht für das Finale. Für Meyer waren es, wie für Focken und Möbius, die ersten Paralympischen Spiele seiner Karriere.

(Niklas Klütsch)

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