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05.08.2020 - 14:09

Am 9. August berichtet das ZDF ausführlich von der Leichtathletik-DM aus Braunschweig. Warum wollten Sie das Angebot um weitere Sportarten erhöhen?
Lauterbach: „Der Grund ist, dass das öffentlich-rechtliche Fernsehen viele verschiedene Sportarten zeigt und wir die Gelegenheit nutzen wollten, Sachen an einem Wochenende - so ähnlich wie wir das im vergangenen Jahr bei Die Finals gemacht haben - zusammenfügen. Das ist jetzt im Kleinen gelungen, da auch noch die DM im Kanurennsport übertragen werden. Damit haben wir drei olympische Sportarten im Programm.“

Es ist also quasi „Die Finals light“?
Lauterbach: „Ja, wenn man so will. Es ist eine kleine Version der Finals.“

Warum fiel ihre Wahl u.a. auf den Bogensport?
Lauterbach: „Weil wir die Vielfalt der Sportarten unterstützen und weil wir gemerkt haben, dass der Bogensport und die Bogenschützen gut und sympathisch ankommen.“

Was erhoffen sie sich von der Sendung und den Bildern aus Wiesbaden?
Lauterbach: „Es ist eine schöne und für den Bogensport bekannte Location. Es ist optisch sehr ansprechend, sodass wir uns tolle Bilder von dieser ästhetischen Sportart in einem sehr ansprechenden Ambiente erhoffen.“

Können Sie ein paar Fakten nennen zu der ZDF-Übertragung?
Lauterbach: „Da wir in einer Verbundsendung mit dem Schwerpunkt Leichtathletik sind, wird die Sendung am Sonntag ab 16.30 Uhr aus Braunschweig von Norbert König geleitet. In Wiesbaden wird Alexander von der Groeben Reporter sein, Heiko Klasen ist Interviewer. Wir übertragen den Deutschland-Cup mit sieben Kameras und versuchen natürlich, das Ganze spannend und nachvollziehbar rüberzubringen.“

Das Super-Sportjahr 2020 mit Fußball-EM und Olympischen Spielen ist ausgefallen. Wie wichtig ist es für das ZDF, dass wieder sportliche Veranstaltungen stattfinden?
Lauterbach: „Nicht nur für das ZDF, sondern für die gesamte Allgemeinheit ist es schön, dass jetzt wieder einige Sachen sportlich wie auch kulturell passieren und es wieder Abwechslung gibt. Es ist das erste große Wochenende außerhalb des Fußballs, das hat lange genug gedauert. Deshalb freuen wir uns darauf, auch wenn noch nicht die Normalität zurückgekehrt ist. Aber es ist ein erster Anfang, den Sport außerhalb des Fußballs wieder näherzubringen.“

Wie sehr freuen Sie sich persönlich, wieder draußen zu sein und Live-Sport zu sehen?
Lauterbach: „Es ist ein zweischneidiges Schwert. Natürlich ist die Situation immer noch angespannt, und wir werden die strengen Hygienemaßnahmen - Stichwort Abstand und Masken - einhalten. Aber wir freuen uns darauf, dass Sport wieder stattfindet, und das geht nicht nur uns so, sondern sicherlich auch den Athletinnen und Athleten.“
 

Hinweis: Aktuell ist geplant, dass die ZDF-Übertragung mit der Kanu-DM beginnt und um 16.49 Uhr die Übertragung des Deutschland-Cups Bogen startet. Da es jedoch zu kurzfristigen Änderungen kommen kann, sollten Bogensport-Fans ab 16.30 Uhr einschalten!

05.08.2020 - 08:20

Inwieweit beeinflusst ein Flow-Erlebnis die Leistung eines Athleten?

Koch: „Wenn ein Athlet während des Trainings in ein Flow-Erleben kommt, ist er in der Lage, alles um sich herum auszuschalten. Er ruft dabei sein optimales Leistungspotenzial ab und ist somit in vielen Sportarten zu Höchstleistungen fähig.“

Bekommt der Flow in einer Sportart wie dem Sportschießen, wo die mentale Komponente, Rhythmus und Routinen eine so wesentliche Rolle spielen, eine noch stärkere Bedeutung als in anderen Sportarten?

Koch: „Gerade im hochautomatisierten Schießsport ist es wichtig, dass der Sportler in der Lage ist, einen Flow-Zustand zu erreichen. Er denkt dann nicht mehr nach, sondern fühlt praktisch den Schuss. Die Herausforderung besteht darin, die Pre-Shot-Routinen so aufzubauen, dass ein Flow-Zustand erreicht werden kann.“

Ist eine Spitzenleistung bzw. ein perfekter Wettkampf überhaupt ohne Flow möglich?

Koch: „Es gibt sicher Sportarten und Wettkämpfe, bei denen der Athlet einfach kämpfen muss oder rein mit mentalen Strategien, wie beispielsweise Gedankenstopps, gewinnen kann. Dennoch braucht er ein gutes Gefühl und die optimale Balance zwischen Anforderungen und Fähigkeiten.“  

Ein Flow lässt sich nicht erzwingen. Wie kann ein Sportler es trotzdem trainieren leichter oder schneller in diesen Zustand des Flows zu gelangen?

Koch: „Wie ein Sportler in den Flow-Zustand kommt, ist individuell verschieden. Das hängt vor allem davon ab, welchen Sinneskanal er bevorzugt und muss ausprobiert werden. Manche können sich durch Bilder und Erinnerungen an ganz bestimmte Situationen in den Flow-Zustand zurückversetzen. Manche brauchen ganz bestimmte Musik und andere wiederum körperliche Reize. Imaginationsverfahren und hypnotherapeutische Elemente können hierbei wertvolle Unterstützung bringen. Konkrete Techniken sollten dann in Form von Routinen trainiert und bezüglich der Wirksamkeit nach dem Training oder Wettkampf bewertet werden.“ 

03.08.2020 - 09:32

Was ist ein Flow und wie fühlt er sich an?

1965 stieß der ungarische Psychologe Mihály Csíkszentmihályi auf der Suche nach den Wurzeln des Glücks auf ein unerwartetes Phänomen: Einige seiner Künstler arbeiteten so leidenschaftlich an ihrem Werk, dass sie alles um sich herum vergaßen. Sie empfanden weder Hunger noch Durst und das, obwohl am Ende weder eine Belohnung, wie z.B. Geld oder Anerkennung, für ihre Leistung wartete. Er beschreibt diesen Erlebens- und Bewusstseinszustand als Flow. Alles fließt.

Bereits in alten Kulturen dreht sich vieles um die Ekstase, die auch als neue Wirklichkeit bezeichnet wurde. Ein Zustand, bei der die eigene Identität aus dem Bewusstsein verschwindet, weil der Prozess, etwas Neues zu kreieren, zu viel Aufmerksamkeit erfordert. Laut Csíkszentmihályi kann diesen Zustand nur jemand entwickeln, der gut genug trainiert ist und eine gute Technik entwickelt hat.

Aber wie fühlt sich dieser Flow jetzt an? Csíkszentmihályi hat über 8000 Menschen untersucht und dabei haben sich unabhängig von Kultur und Bildungsgrad Merkmale herausentwickelt, die bei allen Personen zutreffen, wenn sie sich in einem Flow-Zustand befinden. Die wichtigsten im Überblick:

  • eine gute Balance zwischen Herausforderung und Können: „Es wird schwierig  heute, aber ich kann es schaffen!“,
  • die Verschmelzung von Handeln und Bewusstsein: „Mein Körper weiß genau, was zu tun ist.“,
  • eine klare Zielsetzung: „Ich weiß, worauf es ankommt.“,
  • interne und externe Wahrnehmungen werden mit äußerster Klarheit erlebt und verarbeitet: „Ich sehe und spüre alles, was jetzt wichtig ist.“,
  • eine hohe Konzentration auf die Aufgabe: „Nichts kann mich ablenken!“,
  • die Handlung wird um ihrer selbst willen ausgeführt, nicht aufgrund irgendwelcher Belohnungen (autotelisches Erlebnis): „Ich will es wissen heute!“.
  • Verändertes Zeitgefühl: „Alle vergeht wie im Flug.“

Die Psychologin Kendra Cherry fügt dieser Liste drei weitere Komponenten hinzu:

  • Unmittelbares Feedback, das man für seine Handlung erhält
  • Das Gefühl, dass man das Potenzial zum erfolgreichen Ausführen der Aktivität hat
  • Ein Gefühl, dass auf Grund von Vertiefung in der Aktivität, andere Bedürfnisse entfallen beziehungsweise zeitweise vernachlässigbar sind

Doch auch, wenn diese Zustände einen Flow gut beschreiben, bleibt er dennoch ein subjektives Gefühl, das nicht auf Knopfdruck produziert werden kann. Aber die schöne Nachricht: Jeder kann diesen Zustand erleben. Ein Flow ist universell.

Wie kommt man in einen Flow?

Für Csíkszentmihályi sind zwei Dinge von großer Bedeutung, um in einen Flow-Zustand zu kommen: Die Herausforderung und die eigenen Fähigkeiten. Denn im Flow ist man, wenn die Herausforderungen überdurchschnittlich sind, ebenso wie die Fähigkeiten (vgl. Grafik). Am meisten lernen Leute im Bereich der Erregung, denn dann werden sie aus ihrem Wohlfühlbereich geholt. Um dieses wieder zu erreichen – also zurück in den Flow zu gelangen – entwickeln sie höhere Fähigkeiten. Ist immer alles unter Kontrolle, ist das zwar eine sichere Sache, denn man fühlt sich in ihr wohl, aber nicht sonderlich erregt. Die Situation ist nicht mehr sehr herausfordernd. Wenn man daher aus der Kontrolle in den Flow eintreten möchte, muss man die Herausforderung erhöhen. Diese beiden Bereiche sind ideale und gegenüberstellende Bereiche, aus denen man den Flow erreichen kann. Es geht also um die richtige Balance und Harmonie zwischen Über- und Unterforderung: Gedanken, Wille, Gefühle und alle Sinne konzentrieren sich dabei auf dasselbe Ziel.

Was passiert beim Flow im Gehirn?

Beim Zustand eines Flows werden die fünf stärksten Neutransmitter (Norepinephrin, Dopamin, Endorphine, Anandamid, Serotonin) ausgeschüttet, die ein Hirn produzieren kann. Flow ist der einzige Zustand, indem alle fünf auf einmal produziert werden. Alle fünf stärken die physische Leistungsfähigkeit, z.B. durch die Steigerung von Kraft, die Verstärkung der Muskelreaktionszeit oder die Unterdrückung von Schmerz. Aber noch viel wichtiger: Sie steigern die kognitive Leistungsfähigkeit.

Zudem sind sie Basis für drei wichtige Hochleistungsbausteine: Motivation, Lernen und Kreativität. Diese fünf Neurotransmitter wirken im Körper wie Vergnügungs-Drogen. Sie helfen uns mehr Informationen in kürzerer Zeit aufzunehmen, diesen gleichzeitig mehr Aufmerksamkeit zu schenken und die hereinkommenden Informationen mit älteren Ideen zu verknüpfen (Quer-Denken). Es ist die Basis des kreativen Denkens. Flow kann also Kreativität nicht nur um 400-700 Prozent erhöhen, sondern das Gehirn auch dahingehend trainieren, langfristig kreativ zu denken.

Wenn man in einer Welt, in der sich alles immer schneller entwickelt, erfolgreich sein will, muss man ebenso seine Lernrate erhöhen. Flow macht genau das. Denn je mehr Neurochemikalien im Gehirn während eines Prozessen ausgeschüttet werden, desto wahrscheinlicher ist es, dass das Wissen vom Kurzzeit- ins Langzeitgedächtnis wandert. Warum ist das für Sportler wichtig? Geht man von der 10.000-Stunden-Regel aus, die man für die Entwicklung der individuellen Höchstleistung braucht, könnte diese durch Flow-Erlebnisse laut Kotler halbiert werden.

Weiter verändern sich in einem Flow-Zustand die Gehirnwellen. Schnell bewegende Beta-Wellen werden zu langsam bewegenden Wellen der Kategorie Alpha und Theta. Alpha-Wellen sind Wellen die auch dann vorherrschen, wenn man in einen Art Tag-Traum-Modus verfällt. Theta-Wellen kommen zum Beispiel dann vor, wenn man kurz vor dem Einschlafen ist. Es ist ebenfalls der Zustand, in dem Gedanken in neuer und kreativer Art und Weise verbunden werden können.

Der Bannister-Effekt

Bis 1954 galt es in der Sportwelt als unmöglich, eine Meile unter vier Minuten zu laufen. Ja, bis Roger Bannister sie vom Gegenteil überzeugte und das Unmögliche möglich machte, indem er in 3:59,4 Minuten ins Ziel stürmte. Immer wieder hatte er zuvor im Kopf diese Marke bereits unterschritten und sich darauf fokussiert diese magische Grenze zu unterbieten. So kam er beim Rennen selbst in den Flow seines Lebens. Was daraufhin folgte war erstaunlich, denn bereits kurz darauf unterboten weitere Sportler diese Marke, ja, sogar Junioren liefen unter Bannisters Rekord. Was sich auf einmal veränderte, war der mentale Rahmen, der bisher um diese Leistung gebaut wurde. Es zeigt, dass man daran glauben muss, dass Unmögliche zu erreichen, bevor man wirklich das Unmögliche erreicht.

„Wenn man Flow kontinuierlich dafür nutzt, das Unmögliche zu tun, wirst du selbstbewusst in deiner Fähigkeit das Unmögliche zu tun. Du fängst an, es zu erwarten. Das ist genau das, warum heute so viel Fortschritt in Action-Sport sehen, es ist das natürliche Ergebnis dessen, das es immer mehr Menschen gibt, die versuchen, das Unmögliche zu erwarten“, erklärt der US-amerikanische Motocross- und Freestyle-Motocrosspilot, Travis Pastrana.

Betrachtet man nun den Sport finden sich also viele Merkmale wieder, die den Flows begünstigen: Leidenschaft, klare Ziele, Fokus, sofortiges Feedback und Risiko, um nur einige zu nennen. Wer es also schafft, möglichst viel Flow in sein Leben zu bringen, der zählt laut Csíkszentmihályi am Ende auch zu den glücklichsten und zufriedensten Menschen der Welt.


Literatur:

Csíkszentmihályi, M. & Jackson, SA. (2000). Flow im Sport. Der Schlüssel zur optimalen Erfahrung und Leistung. München: BLV Verlagsgesellschaft.

Csíkszentmihályi, M. (2004). Ted Talk – Mihály Csíkszentmihályi über Flow. Zuletzt aufgerufen am 27.07.2020 unter www.ted.com/talks/mihaly_csikszentmihalyi_flow_the_secret_to_happiness

Gutmann, M. (2020). Flow: Der perfekte Wettkampf. Zuletzt aufgerufen am 27.07.2020 unter:  www.leichtathletik.de/training/psychologie/sportpsychologie-kompakt/flow

Krank.de (2020). Flow. Zuletzt aufgerufen am 28.07.2020 unter krank.de/koerperprozesse/flow/

Kotler, S. (2019). How to get into the flow state. Mindvalley Talks. Zuletzt aufgerufen am 27.07.2020 unter www.youtube.com/watch

Reinhardt, C. (2018), Flow-Erleben im Sport. Empirische Untersuchungen eines motivationsbezogenen Phänomens. Hamburg: Kovač (Verlag).

31.07.2020 - 12:00

Bogenschießen hat eine lange Tradition: Das sogenannte Kyudo, die japanische Art des Bogenschießens, reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Als japanische Marke freuen wir uns deshalb ganz besonders, diese Disziplin unterstützen zu dürfen. Der erstmals ausgetragene ‚Deutschland Cup Bogensport‘ versammelt die nationale Elite und leistet einen wichtigen Beitrag, um die Präsenz und Bekanntheit des Sports hierzulande zu verbessern“, erläutert Klaus Kroppa, Direktor Marketing bei der Toyota Deutschland GmbH.

Jörg Brokamp, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Schützenbundes betonte den Stellenwert der Partnerschaft: „Gerade in diesen für den Sport herausfordernden Zeiten ist es ein starkes Signal, eine Marke wie Toyota für den Bogensport begeistern zu können. Wir freuen uns auf die gemeinsame Zusammenarbeit beim Deutschland Cup Bogensport 2020.

Unter dem Motto „Alle ins Gold“ werden die besten nationalen Bogensportler und –sportlerinnen am 9. August beim erstmalig  durchgeführten Deutschland Cup aufeinander treffen. Austragungsort ist das Bowling Green vor der einmaligen Kulisse des Wiesbadener Kurhauses.

In Anlehnung an "Die Finals", das Wochenende der Deutschen Meisterschaften, übertragt das ZDF am 9. August neben der Leichtathletik-DM sowie der Kanu-DM den Deutschland Cup Bogensport - und eröffnet damit auch die Vorbereitungsphase auf die Olympischen Spiele im kommenden Jahr.

31.07.2020 - 12:00

Dass im Flow alles viel leichter und fließender zu funktionieren scheint, ist vielen klar, aber ist ein Flow auch verantwortlich für Spitzenleistung? Vielleicht sogar die Voraussetzung dafür? Wir gehen der Sache in der nächsten DSB-Themenwoche ab dem 3. August auf den Grund und zeigen einfache Übungen wie es vielleicht künftig leichter gelingt in einen Flow zu kommen.

 

31.07.2020 - 08:23

Die größten Gewinner des Sporthilfe-Spendenlaufs sind dabei die rund 4.000 von der Deutschen Sporthilfe geförderten Athletinnen und Athleten. Denn jeder Euro, der durch den Spendenlauf erlöst wird, hilft ihnen bei den vielen kleinen Schritten zum großen Erfolg – insbesondere jenen, für die sich der Weg zu den Olympischen und Paralympischen Spielen nach Tokio und durch Corona um ein Jahr verlängert hat. Deshalb zählen wir auf die Schützenhilfe!

So einfach funktioniert’s:

  1. Anmelden und Distanz wählen: 2,5km – 5km - 10km – 15km – Halbmarathon – Marathon. Wichtig: Unbedingt unter Team "SCHÜTZEN“ angeben!
  2. Laufen, Handbiken, Rollstuhlfahren: Am 5. oder 6. September wird gelaufen, gekurbelt oder gefahren – egal wann und wo!
  3. Tracken: Die absolvierte Strecke und die Zeit kann über eine Tracking-App oder -Uhr erfasst werden. 
    (Eine Teilnahme ist auch ohne Zeitnahme möglich, der Spaß steht hier im Vordergrund!)
  4. Ergebnis eintragen: Nach der erfolgreichen Anmeldung erhält man einen Link, wo man bis einschließlich 7. September Zeit hat, ein kleines "Beweisfotos" von der App oder der Uhr hochzuladen.
  5. Ergebnisse vergleichen: In der Ergebnisliste kann man die Zeit mit den von Freunden, Athleten und allen anderen Teilnehmern vergleichen.

Jetzt mitmachen und das „Team Schützen“ unterstützen! Zudem warten weitere spannende #sporthilfespiele Challenges der Top-Athleten auf der Seite der Deutschen Sporthilfe zum Nachmachen. Monika Karsch, Maximilian Dallinger und Lisa Unruh haben es bereits versucht. Wer schafft es als nächstes?

30.07.2020 - 09:37

Lisa Unruh: Die 32-Jährige Polizeiobermeisterin ist die bekannteste und erfolgreichste Bogenschützin Deutschlands. Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro holte sie mit Silber als erste deutsche Bogenschützin eine Einzelmedaille mit ihrem Bogen „Beauty“. An das Bowling Green in Wiesbaden hat Unruh ebenfalls beste Erinnerungen, denn 2018 holte sie dort den Deutschen Meistertitel in einem spannenden Finale gegen Elena Richter.

Elisa Tartler: Sie ist der Youngster des deutschen Damen-Quartetts: Mit gerade einmal 21 Jahren jedoch längst keine Unbekannte mehr. Im letzten Jahr schaffte Tartler es gar unter die Top-10 beim Heimweltcup in Berlin und der Junioren-WM in Madrid, holte sich zwei Siege der Junioren-Cup-Serie der World Archery Europe und gewann den Deutschen Meistertitel der Juniorinnen im Rahmen von „Die Finals“ vor atemberaubender Kulisse. Am Ende wurde sie völlig zu Recht zum Junior des Jahres gekürt.

Katharina Bauer: Die Sozialversicherungsfachangestellte aus Raubling (BY) feierte 2010 ihr internationales Debüt, erhielt bereits mehrere Weltcup-Einsätze und wurde mehrfache Deutsche Meisterin bei den Junioren sowie den Erwachsenen. Gemeinsam mit Felix Wieser startet Bauer (24) in der Bundesliga für die FSG Tacherting, die in jedem Jahr als heiße Favoriten auf den Meistertitel gelten.

Michelle Kroppen: Gemeinsam mit Lisa Unruh und Elena Richter holte die 24-jährige Bundespolizistin bei der WM in Herzogenbusch 2019 den ersehnten Quotenplatz für die Olympischen Spiele in Tokio. Erst ein Jahr zuvor sorgte die Berlinerin für Aufsehen, als sie beim Weltcup in Salt Lake City bis ins Goldfinale einzog und mit Silber belohnt wurde. Erst vor kurzem war die Aufsteigerin des deutschen Teams zu Gast im Volltreffer-Podcast des DSB und hat noch mehr Einblick in ihr Privatleben und den Sport gegeben.

Florian Kahllund: Souverän setzte sich Florian Kahllund (27) in der Qualifikation an die Spitze. Dass er dort hingehört zeigen auch die Erfolge der letzten Jahre: Drei DM-Titel, ein EM-Titel (2014) und der Vize-Weltmeisterschaft im Mixed (2017) an der Seite seiner Lebensgefährtin Lisa Unruh stehen auf seinem Erfolgs-Konto. Nun will sich Kahllund endlich auch den Traum von seiner ersten Olympia-Teilnahme erfüllen. Für Rio 2016 hatte er den Quotenplatz geholt, unterlag jedoch in der internen Qualifikation. Das soll ihm für Tokio 2020 nicht passieren.

Maximilian Weckmüller: Es sorgte bei der Qualifikation für einen Paukenschlag: Mit herausragenden 691 Ringen in der WA 72er-Runde lag Weckmüller (25) deutlich über dem aktuellen deutschen Rekord. Dass er mit diesem Ergebnis zu den ganz Großen gehört, keine Frage! Deshalb durfte der Student bereits bei der Universiade, Europameisterschaften, (Hallen-)Weltmeisterschaften und natürlich im Weltcup sein Können unter Beweis stellen. Auch er schnupperte im letzten Jahr bereits Gold-Final-Luft in Berlin bei „Die Finals“ und wurde dort Vizemeister.

Felix Wieser: Wie Unruh hat auch Felix Wieser bereits Gold-Final-Erfahrung auf dem Bowling Green in Wiesbaden, die er natürlich nun ausspielen will. Der 26-Jährige gehörte in den letzten Jahren mehrmals zum deutschen Weltcup-Team, holte 2015 Bronze bei der Hallen-Europameisterschaft und ist seit 2011 in der deutschen Spitze zuhause. Kein Wunder also, dass er auch bei der Deutschland-Cup-Qualifikation zu den Besten zählte.

Cedric Rieger: Dass er derzeit zur absoluten Spitze gehört, bewies Rieger Anfang des Jahres bei dem Indoor World Series in Amerika als er bis ins Halbfinale vordrang, dort gegen Teamkollege Florian Kahllund unterlag, aber am Ende mit Bronze nach Hause fuhr. Bronze holte der Versuchstechniker auch kurz zuvor beim Vegas Shoot und dem Nimes Tournament, zwei großen internationalen Wettbewerben. Rieger gehörte 2019 dem deutschen Team bei den European Games in Minsk und der WM in Herzogenbusch an.

29.07.2020 - 11:50

Mit dem H&N Förderpreis werden jährlich drei Vereine, die über einige Jahre hinweg eine erfolgreiche und kontinuierliche Jugendarbeit im Verein betreiben, ausgezeichnet. Aufgrund des hohen aufgezeigten Engagements, der Vielfältigkeit der Aktivitäten sowie der Anzahl der eingereichten Bewerbungen, haben sich die DSJ und H&N entschieden, zusätzlich drei Anerkennungspreise zu vergeben. Insgesamt werden damit in diesem Jahr 4.550 Euro an die Vereine zur Unterstützung der Jugendarbeit vergeben.

Die Gewinner 2020 sind:

1. Schützengilde Weiss-Grün Deutschenbora/Sa e.V.

2. Schützenverein Denkhof e.V.

3. Schützenverein Essel von 1906 e.V.

Der erstplatzierte Verein – die Schützengilde Weiss-Grün Deutschenbora/Sa e.V. – bietet den Nachwuchsschützinnen und –schützen vielfältige Trainingsangebote. Dabei stehen nicht nur das Schießtraining in verschiedenen Disziplinen sondern auch Talentsichtungsmaßnahmen im Vordergrund. Die klare Ausrichtung des Vereins auf Nachwuchs(leistungs)sport spiegelt sich auch in der Mitgliederstruktur wider - fast dreiviertel der Mitglieder sind unter 27 Jahre alt. Neben den Vereinstrainings, bei denen Integration und Inklusion ebenfalls eine Rolle spielen, ist der Verein im Ganztagsangebot der umliegenden Schulen vertreten. Darüber hinaus stehen für die jungen Sportlerinnen und Sportler auch Ferien- und Freizeitangebote sowie gemeinsame außersportliche Aktivitäten auf dem Programm. Mit Nominierungen für die Landeskader, Teilnahmen an Landes- und Deutschen Meisterschaften sowie einer Mannschaft in der 2. Bundeliga Ost Luftgewehr zeigt der Nachwuchs der SGi Deutschenbora seine Stärke. Für das herausragende Engagement in der Nachwuchsförderung wurde die SGi Deutschenbora bereits mehrfach vom Landessportbund als sogenannter Talentstützpunkt ausgezeichnet. Darüber hinaus engagiert sich der Verein besonders im Umweltschutz und wurde für Aktionen wie „Papiereinsparung“ und „Naturolympiade im Sport: Baumpflanzungen und Müllsammeln“ mit Auszeichnungen geehrt. Dass der Verein nachhaltig gute Jugendarbeit betreibt, beweist nicht nur der Gewinn des H&N Förderpreises in den Jahren 2013 sowie 2020, sondern auch die mehrfache Auszeichnung der Jugendarbeit durch die Sportjugend Sachsen.

Der Schützenverein Denkhof e.V., letztes Jahr mit einem Anerkennungspreis geehrt, wird in diesem Jahr mit dem 2. Platz beim H&N Förderpreis ausgezeichnet. Neben Trainingsangeboten in den Bereichen Gewehr und Pistole bietet der Verein den jungen Sportlerinnen und Sportlern zusätzlich auch Athletiktraining – z.B. zur Stärkung der Rumpfmuskulatur - an. Die ganz jungen Kinder sind im Lichtschießen aktiv. Zahlreiche Aktivitäten rund um den Schießsport z.B. das Königs- und das Nikolausschießen sowie außerhalb des Sports mit diversen Ausflügen und Zeltlagern, bringen den Kindern und Jugendlichen Spaß und fördern die Gemeinschaft. Auch Ferienprogramme, beispielsweise zusammen mit der Gemeinde, stellt der Verein auf die Beine. Zahlreiche Talente konnten so schon gewonnen werden und sich bei Teilnahmen an Landes- und Deutschen Meisterschaften beweisen. Die Förderung des jungen Engagements kommt im SV Denkhof ebenfalls nicht zu kurz - die Jugendsprecherin und der Jugendsprecher erarbeiten mit einem Team derzeit eine Jugendordnung und setzen die Aktion „Alkoholfrei Sport genießen“ der BZgA im Verein um.

Im letzten Jahr wurde der Schützenverein Essel von 1906 e.V. mit einem Anerkennungspreis ausgezeichnet - in diesem Jahr belegt der Verein den dritten Platz des H&N Förderpreises. Die Förderung der Gemeinschaft ist für den Verein sehr wichtig - durch z.B. den Spielmannszug und Angebote im Ferienprogramm des örtlichen Jugendrings im Schieß- und Bogensport, werden junge Menschen im und außerhalb des Sport zusammen gebracht. Um optimale Trainingsbedingungen für alle herzustellen, wird die Ausrüstung vom Verein gestellt und zusätzlich über eine online Trainingsplattform trainiert. Der SV Essel richtet außerdem Stützpunkttrainings des Kreisverbandes zur Förderung der jungen Talente aus. Zahlreiche Landesmeistertitel, Teilnahmen und Medaillen bei den Deutschen Meisterschaften, Titel bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften und im letzten Jahr der Shooty-Cup-Gewinn für Niedersachsen sind daraus hervorgegangen. Der Vereinsvorstand unterstützt den Jugendbereich dabei finanziell, um optimale Bedingungen für die jungen Athletinnen und Athleten und die Zukunft des Schießsports sicherzustellen.

Anerkennungspreise:

  • Kgl. priv. Feuerschützengesellschaft Kösching
  • Schützenverein 1911 Gleißenberg e.V.
  • Sportschützen Heeren - Werve e.V.

Haendler & Natermann sowie die Deutsche SchützenJugend gratulieren allen Gewinnern und bedanken sich bei allen Vereinen für die großartige Jugendarbeit.

Leider kann die Preisverleihung an die Gewinnervereine bei der Deutschen Meisterschaft in München in diesem Jahr nicht stattfinden. Stattdessen werden mit den drei Erstplatzierten individuelle Preisübergaben vereinbart. Die Gewinnervereine werden außerdem auf unseren Social Media Kanälen Facebook und Instagram im Video vorgestellt.

28.07.2020 - 08:48

Am 9. August wären Sie eigentlich in Tokio gewesen, um an der Abschlussfeier der Olympischen Spiele teilzunehmen. Haben Sie mittlerweile die Verschiebung der Olympischen Spiele verkraftet?

Haidn: „Es gab hier nichts zu verkraften. Wir konnten die letzten Monate gut nutzen, um einige Inhalte zu überarbeiten und die Schießtechnik der Athleten weiter optimieren. Insgesamt sehe ich dies mittlerweile als Gewinn für unsere Mannschaft, vorausgesetzt eine optimale Vorbereitung ist ab Oktober 2020 möglich.  Ich freue mich auf das kommende Jahr.“

Statt Tokio heißt es nun Wiesbaden. Ihre besten Athleten starten beim Deutschland Cup. Welche Wertigkeit hat das Turnier für Sie als Bundestrainer, aber natürlich auch die Athleten?

Haidn: „Bereits die Qualifikation für den Deutschland Cup hat uns ein gutes Bild über den aktuellen Leistungsstand des Olympia- und Perspektivkaders vermittelt. Darüber hinaus konnten wir bereits einige Nachwuchsathleten integrieren, die auch in die Olympiaqualifikation 2021 eingebunden werden sollen. Insofern ist nun der Deutschland Cup eine großartige Möglichkeit für unsere derzeit besten Athleten Wettkampfpraxis zu erlangen und den Bogensport in Deutschland zu präsentieren.“

Eigentlich war zu diesem Zeitpunkt eine Kadermaßnahme in Kienbaum geplant. Mussten Sie lange überlegen bei der Anfrage?
Haidn: „Da gab es nichts zu überlegen. Das Bowling Green in Wiesbaden hatte schon bei der DM 2018 Weltcup-Finalniveau. Es ist derzeit die beste Gelegenheit für unsere Athleten unter großer medialer Präsenz Leistung zu generieren.“

In welchem „Zustand“ sind die Sportler? Mit welcher Qualität kann gerechnet werden?
Haidn: „Die meisten Kadersportler sind in gutem schießtechnischen und athletischen Zustand. Von daher kann auch mit sehr guten Ergebnissen und spannenden Finals gerechnet werden. Jeder Schütze und jedes Mixed-Team kann hier gewinnen.“

Waren Sie von den Qualifikationsergebnissen überrascht? U.a. schoss Maximilian Weckmüller einen neuen Deutschen Rekord!
Haidn: „Das Ergebnis von Max hat uns alle zu diesem Zeitpunkt etwas überrascht, auch wenn Florian, Cedric, Felix, Jonny und auch Max im Training der letzten Monate schon ähnliche Ergebnisse geschossen haben. Ansonsten entsprachen die Ergebnisse insgesamt unseren Erwartungen.“

Hat der Ausgang des Turniers auch eine Auswirkung auf die Kadernominierung im nächsten Jahr? Haidn: „Nein. Die Kadernominierung wurde im Einvernehmen mit dem Ausschuss Spitzensport und den Landestrainern auf der Grundlage aus 2019/20 fortgeschrieben. Lediglich Neuzugänge sind möglich. Hierzu dienen die Kadersichtungen im August und September 2020 in Kienbaum und München.“

Was wünschen Sie sich für das Finale des Deutschland Cups?
Haidn: „Ich wünsche mir für unsere Fans und Bogensport Deutschland spannende Finals – im Einzel und Mixed – auf sehr hohem Niveau bei strahlendem Sonnenschein auf dem Bowling Green in Wiesbaden und viele, viele Zuschauer vor den Bildschirmen.“

24.07.2020 - 11:00

Auf dem Gelände des olympischen und paralympischen Trainingszentrums für Deutschland in Kienbaum schoss die deutsche Recurve-Elite, bestehend aus den besten Bundeskaderathletinnen und -athleten, die mehrteilige Qualifikation um die begehrten Finalplätze. Am Ende der spannenden und hochklassigen Ausscheidung ergab sich folgendes Bild:

Frauen: 1. Lisa Unruh (Ø 655,3 Ringe), 2. Elisa Tartler (Ø 651,8 Ringe), 3. Katharina Bauer (Ø 646,8 Ringe), 4. Michelle Kroppen (Ø 644,3 Ringe)

Männer: 1. Florian Kahllund (Ø 671,3 Ringe), 2. Maximilian Weckmüller (Ø 668,3 Ringe), 3. Felix Wieser (Ø 666,5 Ringe), 4. Cedric Rieger (Ø 656,4 Ringe)

Bundestrainer Oliver Haidn zeigte sich zufrieden: „Wir hatten in Kienbaum eine sehr intensive Woche. Neben den Wettkämpfen gab es auch eine Reihe leistungsdiagnostischer Tests zur Standortbestimmung nach nun exakt drei Monaten hartem Training nach der Corona-Pause.“

Überragend war dabei die herausragende Leistung von Maximilian Weckmüller mit 691 Ringen in der WA 720-Runde, die beinahe zehn Ringe über dem aktuellen deutschen Rekord lag. „Das ist das viertbeste Ergebnis, das ein Europäer bis dato geschossen hat“, ordnet Haidn das Spitzenresultat ein. Eine Bestätigung des neuen deutschen Rekords durch die technische Kommission steht noch aus.

Die beiden Quartetts werden in Wiesbaden in Halbfinals und Finals die Sieger im Einzel der Frauen und der Männer sowie im Mixed-Team ermitteln. Das ZDF berichtet darüber ausführlich. Die Mixed-Teams werden in folgender Aufstellung antreten: Kahllund/Unruh, Weckmüller/Tartler, Wieser/Bauer und Rieger/Kroppen.

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