27.09.2022 - 09:48

Mit Julia Böhnke und Henning Lüpkemann (beide TV Meßkirch) siegten zwei Compound-Nationalkaderschützen in ihren Klassen mit komfortablem Vorsprung von 28 bzw. elf Ringen. Für beide Athleten war es zudem eine gute Vorbereitung auf die Feldbogen-Weltmeisterschaft in Yankton/USA (4. bis 9. Oktober), zu der das deutsche Team am 2. Oktober aufbrechen wird.

Eine weitere Kaderathletin aus dem Feldbogenbereich sorgte für den deutlichsten Sieg auf dem hervorragend präparierten Parcours im Schwarzwald: Bianca Speicher (Büschfeld) gewann mit sage und schreibe 58 (!) Ringen Vorsprung in der Recurve-Klasse. Das genaue Gegenteil erlebten die Blankbogenschützen in der Mastersklasse: Jan Sinicak (BS Vaterstetten) hatte mit 396 Ringen exakt einen mehr als sein Konkurrent Andriy Alekseyev (TuS Barop).

Jörg Gras, DSB-Bundessportleiter Bogen, weilte vor Ort und zeigte sich angetan von den Leistungen der Schützen und des Ausrichters: „Der Ausrichter hat sich sehr viel Mühe gegeben und einen schönen Parcours mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden, u.a. einen spannenden Tiefschuss aus einem Schießstand, aufgebaut. Die komplette Durchführung der Meisterschaft lief reibungslos, und es kam nur Lob von den Schützen. Das zeigt, dass wir mit dem BC Villingen-Schwenningen als Ausrichter komplett richtig lagen.“

27.09.2022 - 09:23

Gemeinsam mit dem RSB-Bezirk 04 1 Düsseldorf e.V. mit hervorragender Unterstützung des St. Sebastianus Schützenverein Düsseldorf-Bilk e.V. richtete der Rheinische Schützenbund vom 23. bis 25. September 2022 ein Jubiläumsfest aus, das seines Rahmens würdig war. Begonnen hatten die Feierlichkeiten allerdings an anderer Stelle – in Ratingen, dem letztjährigen Austragungsort des 67. Rheinischen Schützentages. Bürgermeister Klaus Pesch begrüßte am Freitagnachmittag eine RSB-Delegation bestehend aus Präsidium, Ehrenmitgliedern, Vertretern der St. Sebastiani Bruderschaft Ratingen und weiteren Funktionsträgern sowie geladenen Gästen. Mit ihnen zusammen machte er sich vom Rathaus aus auf in Richtung der angrenzenden Landeshauptstadt. Und das auf ganz besondere Art und Weise.

Am Bahnhof in Ratingen wartete eine historische Stadtbahn, die die Anwesenden in der Zeit zurückreisen ließ. Nicht nur RSB-Präsident Willi Palm fühlte sich während der Fahrt an seine Kindheit erinnert. Ein wunderschönes Stück alter Tradition. In Düsseldorf angekommen führte der Weg dann am Rheinufer entlang zur Übergabe des RSB-Banners im Düsseldorfer Rathaus an Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller. Der Freitag endete beim gemeinsamen Kameradschaftsabend im Ratskeller.

Unser Dank gilt hier unserem leider viel zu früh verstorbenen Bezirksvorsitzenden Bernd Schäper, der sich mit großem Engagement für die Organisation des Jubiläums eingesetzt und die Bahnfahrt von Ratingen nach Düsseldorf möglich gemacht hat.

Gäste der Talkrunde machen den Anwesenden Mut

Für den Samstagmorgen lud der Rheinische Schützenbund zum „Tag der Ehre“ in das Bilker Festzelt ein. Auf dem Programm standen unter anderem die sportlichen Ehrungen, durchgeführt von Landessportleiter Norbert Zimmermann, und die Vergabe des Jugendengagementpreises an Vereine, die sich im vergangenen Jahr durch ihre herausragende Jugendarbeit und Nachwuchsförderung ausgezeichnet haben. Ein weiteres Highlight bot sich den anwesenden Gästen im gut gefüllten Festzelt mit der informativen Talkrunde, moderiert von RSB-Geschäftsführer Uwe Pakendorf. Teilnehmer der Diskussion waren neben RSB-Präsident Willi Palm und Gastgeber Ulrich Müller als 1. Chef vom Bilker Schützenverein auch die NRW-Staatssekretärin Andrea Milz und Dr. Michael Timm, Vizepräsident des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen.

Thematisiert wurden vor allem die aktuell drängenden Themen „Ehrenamt“ und „Energiekrise“, die die Vereine derzeit sehr bewegen. „Es ist momentan sehr schwierig, Ehrenamtliche zu finden“, so Andrea Milz gleich zu Beginn. Das habe laut Aussage von Dr. Michael Timm viel mit der Corona-Zeit zu tun: „Die Gesellschaft hat sich in den vergangenen Jahren verändert und tut das auch weiterhin noch. Die Menschen sind etwas kürzer angebunden.“ Dennoch sei aktuell wieder ein Aufschwung in Sachen Sporttreiben zu erkennen, der Trend müsse nun fortgesetzt werden: „Also runter von der Couch und ab in den Sportverein“, fordert der LSB-Vizepräsident auf.

„Ich traue dem Sport zu, diese Krisen zu überstehen“

Doch es bleibt die Problematik mit dem Ehrenamt. „Gerade wir im Schieß- und Bogensport sind auf die zahlreichen Helferinnen und Helfer angewiesen, ohne sie können wir unseren Sport nicht mehr ausüben“, so RSB-Präsident Willi Palm. Ähnlich sei es in Sachen Energiekrise: „Ohne Licht treffen wir nun mal nichts.“

Was ist also nun zu tun? Staatssekretärin Milz und LSB-Vize Timm machten hier auf die zahlreichen Programme seitens der Landesregierung und des LSB aufmerksam, die den Vereinen Unterstützung in schwierigen Zeiten bringen sollen. Laut Ulrich Müller finden diese allerdings noch zu wenig Beachtung: „Diese Infos kommen nur selten an der Basis bei den Vereinen an.“ Die Beteiligten einigten sich darauf, die Kommunikation von oben nach unten noch weiter zu intensivieren und zu verbessern. Denn: „Ich traue dem Sport zu, diese Krisen zu überstehen“, so Andrea Milz. Dem stimmte Dr. Michael Timm zu: „Wir werden das meistern und lassen uns nicht unterkriegen!“

Im Anschluss an die Talkrunde verlieh NRW-Staatssekretärin Andrea Milz dem Rheinischen Schützenbund zur Anerkennung seines besonderen Engagements die Ehrenplakette des Landes Nordrhein-Westfalen.

Damit war der Samstag allerdings noch nicht vorbei. Um 19:30 Uhr traf man sich erneut im Bilker Festzelt, diesmal zur Jubiläumsgala mit der Proklamation der Majestäten des bereits am Vormittag ausgetragenen 45. Landeskönigs- und Landesjugendkönigsschießen sowie des Kaiserschießen. Mit einem Teiler von 15,0 wurde Michael Kohn vom gastgebenden St. Seb. SV Düsseldorf-Bilk e.V. zum neuen Landeskönig gekrönt, neue Landesjugendkönigin wurde Elena Hilgers von den Hub. Sportschützen Straberg e.V. mit einem Teiler von 50,2. Aus dem Kaiserschießen aller Landes(jugend)könige der letzten Jahrzehnte ging letztlich Manfred Reinemund vom Lenneper SV hervor.

Dann war aber Schluss mit Reden und Ehrungen, es durfte gefeiert und getanzt werden. Show-Acts wie die „Swinging Funfares“ und „Druckluft“ heizten den Gästen im Festzelt ordentlich ein und sorgten für ausgelassene Stimmung.

Prominente Gäste beim Festakt

Zum Abschluss der Jubiläumsfeierlichkeiten versammelte sich in Düsseldorf die große Prominenz des Schützenwesens. So begrüßte Willi Palm unter anderem zahlreiche Präsidentenkollegen aus den anderen Landesverbänden sowie Vertreter der Industrie. Ganz besonders freuten wir uns auch über den Besuch des Präsidenten des Deutschen Schützenbundes, Hans-Heinrich von Schönfels, und des NRW-Innenministers Herbert Reul.

Nachdem Jürgen Hilger als Kurfürst Jan Wellem eine Laudatio auf den Rheinischen Schützenbund hielt, richteten sich einige der Gäste mit vorbereiteten Grußworten an die anwesenden Schützinnen und Schützen. So hob der NRW-Innenminister als bekennender Freund der Brauchtumspflege einmal mehr die Bedeutung des Schützenwesens in der Gesellschaft vor: „Hier wird nicht nur dumm geschwätzt, sondern gehandelt“, so Reul, der damit vor allem die großartige Unterstützung der Schützinnen und Schützen gegenüber ihren Mitmenschen in Krisenzeiten meint. Die Schützenvereine seien dem Gemeinwohl verpflichtet und packen aktiv mit an, „Da muss man diejenigen, die das Schützenwesen kritisieren, auch mal ganz klar in die Schranken weisen!“

Unverständnis äußerte er auch denjenigen gegenüber, die bei negativen Schlagzeilen mit Schusswaffengebrauch stets mit dem Finger auf die Sportschützen als Legalwaffenbesitzer zeigen: „Das spiegelt in keiner Weise die Realität wider.“ So seien die Schützinnen und Schützen innerhalb eines ohnehin schon strengen Waffenrechts in Deutschland stets vorbildlich im Umgang mit ihren Sportgeräten.

DSB-Präsident Hans-Heinrich von Schönfels ging in seinem Grußwort unter anderem auch auf die Geschichte des Rheinischen Schützenbundes ein. So sei das Rheinland die Wiege des europäischen und des deutschen Schützenwesens: „Von hier stammen die frühesten seriösen Nachweise über die Existenz von Schützengesellschaften.“ Heute sei der Rheinische Schützenbund einer der modernsten, lebendigsten und erfolgreichsten Landesverbände und ein verlässlicher Partner des DSB.

Ehrung für verdiente Mitglieder

Ehe der Sonntag und damit das 150-jährige Jubiläum des Rheinischen Schützenbundes sein Ende fand, wurde RSB-Ehrenpräsident Friedrich Hogrefe mit der Präsidentenmedaille ausgezeichnet. Es folgten weitere Ehrungen verdienter Mitglieder sowie die Auszeichnung von drei Jubilar-Vereinen, die auf der Bühne im Festzelt einen Glaspokal überreicht bekamen.

Auf das Schlusswort des Präsidenten Willi Palm, in dem er sich ausdrücklich bei Ulrich Müller stellvertretend für den gesamten St. Seb. SV Düsseldorf-Bilk e.V. für die tolle Organisation und den reibungslosen Ablauf der Jubiläumsveranstaltung „150 Jahre RSB“ bedankte, folgte zum Abschluss der Veranstaltung auf dem Schützenplatz der Große Zapfenstreich mit der Musikvereinigung Roetgen 1952 e.V. und dem Tambourcorps St. Martin Düsseldorf-Bilk.

Unser Dank gilt allen Beteiligten, die diese Jubiläumsfeier zu einer erinnerungswürdigen Veranstaltung gemacht haben, vielen Dank!

(RSB)

26.09.2022 - 14:40

Natascha Hiltrop, Bernhard Fendt, Cliff Junker, Moritz Möbius, Tim Focken (alle Gewehr), Tobias Meyer (Pistole) und Thomas Höfs (Flinte – nicht-olympisch) erfüllten die Norm und werden dem Vorstand Leistungssport zur Nominierung vorgeschlagen. Sie alle überboten mindestens einmal die Norm, „die sich am 6. Platz bei den Paralympics 2021 in Tokio orientiert hat“, so Krenn. Dementsprechend positiv fällt sei Fazit für die Qualifikation in Suhl und Wiesbaden aus: „Die Leistungsentwicklung geht in die richtige Richtung. Alle haben sich gesteigert.“

Ganz knapp scheiterte Kevin Zimmermann, der mit 615,5 Ringen die Norm im R1 Luftgewehr stehend um lediglich 0,5 Ringe verpasste. Erfreulich dagegen, dass mit Thomas Höfs erstmals ein Trapschütze dabei ist, wie auch Krenn hervorhebt: „Er musste 99 Scheiben treffen und hatte 103, zudem war er beim Para-Weltcup in München Zweiter und hat dort super geschossen.“ Noch ist das Flintenschießen bei den Parasportlern nicht Teil der Paralympics, „aber Para-Trap und auch das Blindenschießen stehen auf dem Kandidaten-Programm für Los Angeles 2028“, berichtet der Bundestrainer. Das werde im Frühjahr nächsten Jahres entschieden.

Für Al Ain ist der Fokus natürlich auch auf die Quotenplätze gerichtet, denn in der Wüste werden über 30 der begehrten Plätze vergeben: „Dort wollen wir in Form sein und uns gut präsentieren.“ So, wie Moritz Möbius und Tim Focken in Wiesbaden, als sie im Mixed R9 50m liegend „absolute Weltklasseleistungen zeigten“ (O-Ton Krenn). Mit ihren 629,9 bzw. 629,2 Ringen hätten sie in Tokio Platz zwei und drei in der Qualifikation erreicht.

Folgende Sportler werden in den Disziplinen zur Nominierung vorgeschlagen

Natascha Hiltrop (Hünstetten)
R2 - Women's 10m Air Rifle standing SH1
R3 - Mixed 10m Air Rifle prone SH1
R6 - Mixed 50m Rifle prone SH1
R8 - Women's 50m Rifle 3 Positions SH1
Team R3 - Mixed 10m Air Rifle prone SH1
Team R6 - Mixed 50m Rifle prone SH1

Bernhard Fendt (Memmenhausen)
R3 - Mixed 10m Air Rifle prone SH1
R6 - Mixed 50m Rifle prone SH1
Team R3 - Mixed 10m Air Rifle prone SH1
Team R6 - Mixed 50m Rifle prone SH1

Cliff Junker (Zella-Mehlis)
R3 - Mixed 10m Air Rifle prone SH1
R6 - Mixed 50m Rifle prone SH1
Team R3 - Mixed 10m Air Rifle prone SH1
Team R6 - Mixed 50m Rifle prone SH1

Moritz Möbius (Zell am Harmersbach)
R5 - Mixed 10m Air Rifle prone SH2
R9 - Mixed 50m Rifle prone SH2

Tim Focken (Oldenburg)
R5 - Mixed 10m Air Rifle prone SH2
R9 - Mixed 50m Rifle prone SH2

Tobias Meyer (Rimpar)
P1 - Men's 10m Air Pistol SH1
P4 - Mixed 50m Pistol SH1

Thomas Höfs (Winsen)
PT1 - Mixed Trap (nichtparalympische Disziplin)

23.09.2022 - 11:27

Am Freitag, 23. September, reisen die deutschen Trap-Schützen nach Osijek. Ihr Ziel: die Olympic Shooting Range „Pampas“! Und natürlich Top-Leistungen, die im Idealfall für Medaillen und/oder Quotenplätze für Paris 2024 genügen.

Dazu ist definitiv eine Leistungssteigerung von Nöten. Denn bei der EM schnitten das Frauen- und Männer-Trio mit Platzierungen von zwölf bis 39 unter den eigenen Erwartungen ab. Keinem der sechs DSB-Athleten gelang es, konstante sechs Runden zu schießen – in der Weltspitze eine absolute Notwendigkeit, um vorne mit dabei zu sein. Dass die Qualität vorhanden ist, zeigten Kathrin Murche, Paul Pigorsch oder Steve Eidekorn mit „Vollen“ oder 24-er Serien.

Wichtig ist nun, die EM aus den Gedanken zu verdrängen und sich voll auf die WM zu konzentrieren. Ganz nach dem Motto: Neuer Wettkampf, neue Chance. Ähnlich formuliert es auch Kathrin Murche: „Ich freue mich auf die Weltmeisterschaft und versuche, das Allerbeste daraus zu machen. Am Ende wünsche ich mir für die WM, weiter Erfahrungen zu sammeln und für mich ein zufriedenstellendes Ergebnis zu schießen. Was dann am Ende dabei herumkommt, werden wir sehen.“

Trap-Junior Moritz John, der aufgrund seiner starken Leistung bei der EM in Larnaka für die WM nominiert wurde, konnte in Osijek nicht an seine gute Form von Zypern anknüpfen. Dort hatte er in der Qualifikation 116 Treffer landen und in das Finale der besten Acht einziehen können. In Osijek landete er nach 104 Treffern nur auf Platz 41.

Das deutsche Team bei der WM in Osijek

Trap Erwachsene: Andreas Löw, Paul Pigorsch, Steve Eidekorn, Kathrin Murche, Sarah Bindrich, Katrin Quooß

Skeet Erwachsene: Vincent Haaga, Felix Haase, Sven Korte, Nadine Messerschmidt, Nele Wißmer, Christine Wenzel

Skeet Juniorinnen: Annabella Hettmer, Emilie Bundan, Isabel Wassing

Trap Junioren: Moritz John

Trainer & Betreuer: Uwe Möller, Karsten Bindrich, Nadine Athenstedt, Irina Franke, Axel Krämer, Jürgen Raabe, Tino Wenzel, Philip Haude, Michel Gomez Krämer

22.09.2022 - 11:00

Gnecchi-Ruscone war von 1977 bis 1989 Präsident der WA. Und damit in einer Zeit, die entscheidend für die Entwicklung des Bogensports war. Denn er war es, der sich nach dem Bogensport-Comeback bei den Olympischen Spielen 1972 erfolgreich dafür einsetzte, dass auch Bogensport-Mannschaftswettbewerbe zum olympischen Programm hinzugefügt wurden.

Neben seiner Tätigkeit als Präsident war er über 20 Jahre lang Vorsitzender des Ausschusses für Recht & Ethik und praktisch „arbeitslos“ in diesem Amt, wie er 2017 in einem Interview zufrieden sagte: „Eines der Dinge, auf die ich immer noch sehr stolz bin, ist, dass unser Ausschuss nie ernsthaft etwas zu tun hatte - vor allem auch mit Blick auf die Vielzahl an Rechtsstreitigkeiten, Verfahren und Sanktionen in anderen Föderationen. Ich glaube, auf drei von vier Kongressen musste ich als Ausschussvorsitzender feststellen, dass es nichts zu berichten gab. Ich denke, das zeigt das harmonische Miteinander innerhalb der Bogensportfamilie.“

Der Italiener, der von 1969 bis 1981 auch Präsident des italienischen Bogensportverbandes war, lobte im gleichen Interview das Bogenschießen „und die damit verbundene freundliche Atmosphäre, den fairen Sportsgeist und den hohen Grad an Präzision und Faszination!“

WA-Präsident Prof. Dr. Ugur Erdener würdigte den verstorbenen Ehrenpräsidenten als „große Persönlichkeit mit einer unglaublichen Leidenschaft für alles was er in seinem Leben angegangen ist, dazu zählten vor allem auch das Bogenschießen und unser Verband. Francesco wird uns für seine großartigen Beiträge zu unserem Sport in herzlicher Erinnerung bleiben. Im Namen der World Archery-Familie gilt mein tief empfundenes Beileid seiner Familie und seinen Freunden.“

(WA/EB)

22.09.2022 - 08:30

Die Weltmeisterschaft im 3D Bogenschießen ist vor gar nicht langer Zeit in Terni/ITA beendet worden - leider ohne deutsches Edelmetall -, nun versammelt sich die nationale Elite in Villingen. Gastgeber ist der BC Villingen-Schwenningen, der eigens für die DM einen komplett neuen Parcours mit anderen Zielen und anderen Laufwegen stellen wird. Ca. 350 Athleten aus verschiedenen Altersklassen werden mit Recurve-, Blank-, Compound-, Lang- und Instinktivbogen auf Ringejagd gehen. Darunter sind auch acht der neun deutschen WM-Teilnehmer, die sicherlich zeigen wollen, dass sie zurecht an der WM teilgenommen haben.

Bereits zum vierten Mal findet nach 2018, 2019 und 2021 findet am Wiesbadener Rheinblick die Deutsche Meisterschaft im Universaltrap statt. In diesen vier Jahren hat sich die Teilnehmerzahl mehr als verdreifacht. Waren es 2018 gerade mal 33 Starter, die zur Hälfte durch den KKSV Rüddingshausen gestellt wurden, haben sich in diesen Jahr 110 Starterinnen und Starter in die Teilnehmerliste eingeschrieben. Neben den beiden anderen FITASC-Disziplinen Compak-Sporting und Parcours ein weiterer wichtiger Termin im Flintenkalender.
Fast alle Titelträger aus dem Vorjahr sind am Start. Waldemar Schanz bei den Herren, Christina Pohli (Grill) bei den Damen, Moritz Weber bei den Junioren, Manfred Feykes bei den Senioren und Günther Kühlwein bei den Master. Auch das siegreiche Team vom WTC Oldenburger Münsterland hat wieder eine Mannschaft entsendet. Es werden wieder spannende Wettkämpfe erwartet. Die Sieger werden am Sonntag gegen 15:00 Uhr gekürt.

21.09.2022 - 14:15

Düsseldorf wird mit vier Standorten vertreten sein: Taekwondo, Judo und Tischtennis werden im Castello ausgetragen, Triathlon im Medienhafen, 3x3 Basketball auf dem Burgplatz sowie Gerätturnen, Rhythmische Sportgymnastik und Trampolinturnen im PSD Bank Dome. Die Sportstätte für Bogensport ist noch in Klärung.
 
Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen: „Mit den Finals kommt ein wundervolles Multi-Sportevent zurück in die Metropolregion Rhein-Ruhr. Mit unseren sieben Sportstätten in Düsseldorf und Duisburg freuen wir uns, dem deutschen Spitzensport eine große Bühne zu geben – in Nordrhein-Westfalen sowie bei ARD und ZDF im nationalen Fernsehen.“
 
Axel Balkausky, ARD-Sportchef: „Aus dem Sportsommer 2023 sind die Finals nicht wegzudenken. Wir freuen uns, gemeinsam mit dem Land Nordrhein-Westfalen, dem olympischen Spitzensport in Deutschland sowie unserem Partner ZDF zahlreiche Deutsche Meisterschaften im TV und Online abbilden zu können.“
 
Thomas Fuhrmann, Leiter ZDF-Hauptredaktion Sport: „Die Finals sind ein fester Bestandteil unserer Sportberichterstattung und unseres Auftrages, die sportliche Vielfalt in Deutschland abzubilden. Mit den vierten Finals schaffen wir eine mediale Plattform für den deutschen Spitzensport in seiner Breite.“
 
Hagen Boßdorf, Geschäftsführer der Finals GmbH: „Dies ist bereits das dritte Mal, dass wir dieses erfolgreiche Multi-Sportevent gemeinsam mit dem Land Nordrhein-Westfalen planen und umsetzen. Die Finals haben ihren festen Platz im deutschen Sport- und Medienkalender gefunden. Wir werden auch 2023 gemeinsam mit dem Land Nordrhein-Westfalen, den Spitzensportverbänden sowie ARD und ZDF an einer Weiterentwicklung arbeiten.“

(Die Finals)

21.09.2022 - 09:21

Sachen auspacken, waschen und wieder einpacken. So muss es für die deutschen Flintenschützen gewesen sein. Denn zwischen der EM in Larnaka und der WM in Osijek lagen nur wenige Tage.

Nicht viel Zeit, um Dinge zu erledigen und auch nicht viel Zeit, um das Gewesene zu verarbeiten. Und das war eine Menge. Die Skeetschützen gewannen nicht nur fünfmal Silber und einmal Bronze, sondern auch durch Nadine Messerschmidt den ersten Quotenplatz für das DSB-Team in Paris. Ihre Einzel-Silbermedaille war zweifellos der Höhepunkt der Tage von Larnaka. Dennoch nahm Bundestrainer Axel Krämer Veränderungen vor und nominierte Sven Korte und Felix Haase anstelle von Tilo Schreier und Moritz Kruse. Diese waren bei der EM unter den Erwartungen geblieben, Korte & Haase hatten zeitgleich bei der DM in München starke Form bewiesen.

Diese wollen definitiv auch die Trapschützen in Osijek zeigen. Bei der EM in Larnaka gelang dies nicht. Kathrin Murche war als Zwölfte beste Trapschützin der Erwachsenen und sicherte damit immerhin einen Quotenplatz für die European Games in Krakau 2023. Dennoch zeigte sie sich nicht zufrieden: „Die EM war durchwachsen für mich. Ich bin auf jeden Fall unter den erwarteten Leistungen geblieben. Man grübelt und überlegt, woran es gelegen haben könnte. Aber da die WM ja bereits vor der Tür steht, darf man sich auch nicht zu lange daran festhalten.“ Murches WM-Vorbereitung beinhaltete folgende Themen: „Ich hatte Termine mit meiner Psychologin, habe anderen Sport gemacht, die Zeit zuhause genossen und Kraft getankt.“

Den WM-Anfang macht jedoch Moritz John. Der Junior hatte sich die WM durch den Finaleinzug und 116 Treffern in der Qualifikation (4. Platz) verdient. Dass es am Ende nur zu Platz acht reichte, war nicht weiter tragisch. John ist der einzige Nachwuchs-Schütze im Trap-Lager, der an der WM teilnimmt und am 21. September mit dem Wettkampf beginnt.

Das deutsche Team bei der WM in Osijek

Trap Erwachsene: Andreas Löw, Paul Pigorsch, Steve Eidekorn, Kathrin Murche, Sarah Bindrich, Katrin Quooß

Skeet Erwachsene: Vincent Haaga, Felix Haase, Sven Korte, Nadine Messerschmidt, Nele Wißmer, Christine Wenzel

Skeet Juniorinnen: Annabella Hettmer, Emilie Bundan, Isabel Wassing

Trap Junioren: Moritz John

Trainer & Betreuer: Uwe Möller, Karsten Bindrich, Nadine Athenstedt, Irina Franke, Axel Krämer, Jürgen Raabe, Tino Wenzel, Philip Haude, Michel Gomez Krämer

20.09.2022 - 16:17

Immerhin elf von 20 Landesverbänden sind in München mit Schützen vertreten, die bei 267 Starts auf Scheibe und/oder auf den Vogelbaum schießen. Das Ganze findet – wie immer – im Rahmen des Oktoberfestes statt, sodass alle nach zweijähriger Corona bedingter Abstinenz darauf brennen, ihr Können zu zeigen. Während das Scheibenschießen im Armbrustschützenzelt auf dem Oktoberfest ausgetragen wird, wird das Sternschießen auf der Schießanlage der ASG Winzer Fähndl in München-Lochhausen geschossen.

Dies taten die Feldarmbrustschützen bereits am 17. September in Kronau, wo sie ihre Titelträger und Medaillengewinner ausschossen. Wenig überraschend gab es bei den Herren einen Doppelsieg der Hillenbrands - Ralf siegte mit fünf Ringen Vorsprung vor seinem Bruder Steffen (845 zu 840), Bronze sicherte sich Karl-Ernst Weißmann (ASC Freudenstadt 1). Und natürlich ging demzufolge auch der Mannschaftstitel an die für den gastgebenden SSV 1926 e.V. Kronau schießenden Hillenbrands Ralf, Steffen und Walter, die 28 Ringe Vorsprung auf den zweitplatzierten ASC Freudenstadt 1 aufwiesen. Bronze ging an den SV Diana Ober Roden 1.

20.09.2022 - 09:37

„Nach der langen Coronazeit, die vor allem die Jugendarbeit in den Vereinen am stärksten getroffen hat“, so Gerd Hamm, „möchte der Deutsche Schützenbund dafür sorgen, dass die Nachwuchsförderung dort wieder Fahrt aufnimmt, wo sie am wichtigsten ist: an der Basis.“ Zu diesem Zweck sei die Nachwuchskampagne „Jugend trifft“ als nachhaltige, in die Zukunft weisende Kampagne zur Förderung des Schützennachwuchses ins Leben gerufen worden. Mit der Firma Carl Walther GmbH habe der DSB dazu einen langjährigen, engen Partner gewinnen können, um diese Kampagne zu unterstützen und zu fördern.

Als ein Teil der Kampagne stellt der marktführende Ulmer Hersteller für Sport- und Behördenwaffen jedem Landesverband des Deutschen Schützenbundes jährlich ein hochmodernes Luftgewehr (oder Luftpistole), von dem Gerd Hamm auf der großen Bühne symbolisch lediglich eine Attrappe an den Präsidenten des Brandenburgischen Schützenbundes, Dr. Gert-Dieter Andreas, überreichte. Das Luftgewehr im DSB-Design wird vom BSB einem brandenburgischen Verein mit besonderem Schwerpunkt auf der Nachwuchsarbeit, gemessen etwa an den sportlichen Ergebnissen oder am größten jugendlichen Mitgliederzuwachs, zur Verfügung gestellt.

Um die Sache rund zu machen, stellt das Unternehmen RWS GmbH gleich noch die passende Munition zur Verfügung. 5.000 Schuss RWS R10 gehen an die jungen Talente, um sie zu fördern und zu fordern und damit auch in die Gemeinschaft des Schützenwesens zu integrieren.

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