27.07.2022 - 14:15

Du agierst seit 2011 als Trainerin am Bundesstützpunkt in Wiesbaden. Was gefällt dir an der Arbeit bei den Jedermann-Lehrgängen?
Höller: "Es ist für mich immer wieder eine Freude den Teilnehmerinnen/Teilnehmern in den Wochenendlehrgängen die Vielfältigkeit unseres Schießsportes - und hier im speziellen mit der Luft-/Sportpistole - nahe zu bringen. In jedem Lehrgang stelle ich fest, dass meine Trainerarbeit so dankbar angenommen wird und die Sportlerinnen/Sportler mit einem ganz anderen, nachhaltigen Bewußtsein für das Training / den Wettkampf wieder nach Hause fahren. Und das gilt für alle Teilnehmerinnen/Teilnehmer - egal, ob absoluter Anfänger oder langjähriger Sportschütze."

Gibt es auch etwas, was dir nicht so gut gefällt bzw. was du aufgrund deiner Erfahrung geändert hast?
Höller: "Aufgrund der vielen Lehrgänge gab es sicherlich Dinge, die im Laufe der Zeit verändert wurden - auch ich als Trainerin lerne von/mit der Gruppe und binde Verbesserungsmöglichkeiten immer gerne mit in meine Arbeit ein."

Du bist hochdekoriert, u.a. zweifache Olympia-Teilnehmerin, Welt- und Europameisterin. Ist das den Lehrgangsteilnehmern bekannt? Und wenn ja, wie gehen die damit um?
Höller: "Im Laufe des Lehrganges erfahren die Teilnehmerinnen/Teilnehmer immer mehr über meinen Werdegang, was ich auch für wichtig halte, denn: auch ich bin nicht als Olympia-Teilnehmerin geboren worden, sondern habe auch ganz unbedarft mit dem Training angefangen. Ich vermittle in den Lehrgängen, was möglich sein kann durch ein gezieltes Training. Ich sehe meine Aufgabe in den Lehrgängen darin, jede Teilnehmerin / jeden Teilnehmer zu fördern und zu fordern - egal, auf welchem Leistungsstand sich die Teilnehmerin / der Teilnehmer gerade befindet."

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Wie sehr hilft es dir, selbst leistungssportlich aktiv gewesen zu sein, um dich somit in die Lage der Schützen zu versetzen?
Höller: "Das hilft mir absolut - ich kenne die ganze Bandbreite von dem, was sich sowohl an als auch hinter der "Feuerlinie" abspielt. Ich bin persönlich schon der Auffassung, dass es die Trainerarbeit sehr bereichert, wenn man weiß wie es ist, wenn es um "sein" oder "nicht sein" geht."

Neben deiner sportlichen Karriere bist du auch eine sehr gut ausgebildete Trainerin: Du bist Diplom-Trainerin Sportschießen, warst Landestrainerin im Rheinischen Schützenbund und bist seit 2019 Trainerin der Bundesligamannschaft Raesfeld. Ist dieser stete Wechsel von Leistungs- zu Breitensport wichtig, um den Blickwinkel immer wieder zu ändern?

Höller: "Durch meine gute Ausbildung als Trainerin als auch die eigenen Erfahrungen ist es mir möglich, mich auf die unterschiedlichen Trainingsteilnehmer einstellen zu können - ob Breiten- oder Leistungssportler. Nicht jeder hat den Anspruch, einmal auf einer Deutschen Meisterschaft schießen zu wollen. Aber auch dieser Sportler möchte, wenn er z. B. zu den Breitensportlehrgängen des DSB kommt, gefordert und gefördert werden. Das ist für mich eine tolle Herausforderung, bei all den Sportlerinnen/Sportlern, die etwas über das Luft-/Sportpistolenschießen wissen möchten, die Begeisterung dafür mit Inhalten zu füllen - auf welchem Level auch immer sich die Person befindet. Und dieser stets Wechsel schärft und weitet sehr wohl auch meinen Blick auf die Dinge."

Was sind die Inhalte deiner Lehrgänge? Variieren diese oder gibt es immer Schwerpunkte?
Höller: "Ich gebe unterschiedliche Lehrgänge zum Thema Pistolenschießen - es kommt hier immer auf die Gruppe an, die ich trainieren darf bzw die mich anfragt. Es gibt (fast) kein Training "von der Stange", d. h. ich stelle mich auf die Bedürfnisse der Gruppe ein und variiere sehr wohl mit den Schwerpunkten. Es gibt aber auch Lehrgänge mit festen Schwerpunkten, wie z. g. die Breitensportlehrgänge des DSB, die nur gering in den Abläufen variieren."

Warum sollen Interessierte zu den Jedermann-Lehrgängen, warum zu dir kommen?
Höller: "Alle Sportschützinnen / Sportschützen, die wissen möchten, wie das sportliche Pistolenschießen mit der Luft- und Sportpistole funktioniert, sollten sich zu den Breitensportlehrgängen des DSB anmelden. Und warum sollten die Sportler zu mir kommen? Ich hole jeden in seiner sportlichen Entwicklung an seinem aktuellen Leistungsvermögen ab und gebe Hilfestellung, dieses Leistungsvermögen durch entsprechende Trainingsmethoden und -mittel - auf einem gesunden Weg - zu verbessern. Als Trainerin habe ich mich - wie alle meine Trainerkolleginnen und -kollegen auf diesem Niveau - hierzu mit Herz und Verstand verpflichtet."

27.07.2022 - 10:00

Nach der etwa zehnstündigen Fahrt kamen alle gut am Montagmorgen auf der Schießanlage des Französischen Schießsportverbandes FFTir an. Nach dem Frühstück im großen Gemeinschaftsraum wurde uns die gesamte moderne Anlage gezeigt, sodass die Schützen sich schon einmal mit ihren Trainings- und Wettkampfständen vertraut machen konnten. Das anschließende Mittagessen gab genug Kraft, um mit dem ersten Training zu starten. Bei Temperaturen von über 36 Grad war das für alle Schützen und Trainer wirklich anstrengend, aber dennoch erfolgreich. Beim gemeinsamen Abendessen wurden erste Kontakte zu den französischen Schützen geknüpft, bevor wir spät abends müde ins Hotel gefahren sind.
Der zweite Tag begann mit einem gemischten Training auf allen Ständen. Französische und deutsche Trainer arbeiteten zusammen, die Jungschützen trainierten gemeinsam und lernten so auch verschiedene Trainingsmöglichkeiten kennen. Nach dem Mittagessen wurden Kennenlernspiele der französischen Sprachanimateurin gespielt. Hierdurch konnten sich insbesondere die Schützen der gleichen Disziplinen besser kennenlernen und vor allem wurden die Namen gelernt. Das anschließende, intensive Training hat allen viel Spaß bereitet. Nach dem Abendessen hatten die Teilnehmer Freizeit, die sie vor allem draußen bei Fußball, Petanque, Frisbee und Musik genossen, bevor wir gemeinsam mit dem Bus zurück ins Hotel fuhren.
Am Mittwoch stand Kultur und Sightseeing auf dem Programm. Nach dem Frühstück fuhren beide Delegationen etwa eineinhalb Stunden zum Chateau de Chambord im Loiretal. Dort konnten mit einem Audioguide und einem Tablet alle Räume kennengelernt werden. Um die Spannung zu halten, gab es in einigen Räumen digitale Goldmünzen zu finden. Anschließend wurde vor dem Schloss ein großes Gruppenbild gemacht, bevor wir uns auf den Weg zur nächsten Aktivität machten. An der Loire sollten wir eine schöne Kanufahrt machen. Leider fing es beim Essen der Lunchpakete an zu regnen und gewittern. Innerhalb weniger Minuten waren alle komplett nass, sodass dieser Ausflug abgebrochen werden musste. Dennoch war der Tag ein voller Erfolg und hat die Gruppe zusammengeschweißt. Abendessen gab es dann bei schönem Sonnenschein wieder auf der Schießanlage.
Die ersten Wettkämpfe begannen am Donnerstagmorgen. Während die Gewehrschützen mit KK 3x20 und die Pistolenschützen in der Disziplin Schnellfeuerpistole starteten, begann draußen der erste Teil des Wettkampfes für die Skeet- und Flintenschützen. Direkt im Anschluss fanden die ersten Finals statt. Das Mittagessen gab genug Kraft für die am Nachmittag anstehenden Wettkämpfe. Das deutsche Team schlug sich in allen Disziplinen sehr gut. Der Abend klang mit guter Laune und viel Musik bei schönem Wetter draußen aus.
Am Freitagvormittag fanden die letzten Wettkämpfe bzw. Wettkampfteile statt. Auch hier machten unsere Schützen eine gute Figur und konnten einige Finals für sich gewinnen. Am Nachmittag war dann Zeit, um sich die anderen Disziplinen anzuschauen und selbst auszuprobieren. Hierbei hatten alle viel Spaß. Diese Freude spiegelte sich auch bei der anschließenden Siegerehrung in der Finalhalle wider. Mit lautem Applaus und Medaillen wurden die Sieger der verschiedenen Disziplinen geehrt. Team Deutschland erreichte 7 Goldmedaillen, 6 Silbermedaillen, 11 Bronzemedaillen.

Nach einer ereignisreichen, vor allem aber erfolgreichen Woche starteten wir in der Nacht von Freitag auf Samstag zurück in Richtung Deutschland.
Auf diesem Weg möchten wir uns noch einmal herzlich für die französische Gastfreundschaft, die Organisation und die Durchführung des deutsch-französischen Austausches bedanken. Sowohl Teilnehmern, als auch Trainer und Leitung hatten eine tolle Woche, die sicher keiner so schnell vergessen wird. 
Wir freuen uns, das DFJW nächstes Jahr in Deutschland ausrichten zu können und unsere französischen Freunden zu uns einladen zu können.
Merci beaucoup.

Aileen Jedtberg

 

Link zu den Ergebnissen

26.07.2022 - 12:20

Die ersten nationalen Feldbogenmeister vom Kiebitzsee stehen fest. Seinen fünfzehnten Meistertitel mit dem olympischen Recurvebogen fuhr bei den Herren der Ex-Weltmeister Sebastian Rohrberg vom SV Dauelsen ein. Sein Pendant bei den Damen heißt Elena Neumann vom BC Gelsenkirchen. Die weiteren Sieger bei den Recurvebögen sind Markus Zellmann (Master / SV Tell 1953 Kleinostheim) und die Nachwuchssportler des ASC Göttingen, Paul Kupke (Schüler A) und Meihuan Wang (Jugend). Als erste Meister 2022 mit dem Compoundbogen trugen sich Jens Ansbach (Master / BSC Nidderau), Joel Luis Jennrich (Schüler / BSFD Schallbach) und Gideon Jurcz (Jugend / BSC Dorsten) in die Siegerliste ein.

Stimmen zum Wettkampf:
Julia Böhnke: "War gut. Es war ein richtig schöner Parcour. Ein bisschen arg warm und wenig Schatten, aber sonst war es wirlich schön. Es waren wirklich schöne Scheiben dabei, nicht zu steil, einfach gut gemacht, nicht zu schwierig."

Henning Lüpkemann: "Ich war sehr gut vorbereitet und wollte heute unbedingt gewinnen. Jetzt fünf mal in Folge und irgendwann denkt man, dass man vielleicht doch mal verliert. Der Start war ein bisschen holprig, die anderen waren lange Zeit auch sehr stark. Ab der Hälfte ungefähr war ich vorn und im letzten Viertel hatte ich 8 Ringe Vorsprung, da war es dann relativ locker. Mein großes Ziel ist es den Rekord von Peter Penner irgendwann mal einzuholen, aber das sind noch 4 Siege mehr. Dafür muss ich noch ein paar Jahre für Stricken (lacht)".

Sieger:
Recurve Herren - Sebastian Rohrberg (SV Dauelsen)
Recurve Damen - Elena Neumann (BC Gelsenkirchen e.V.)
Recurve Master - Markus Zellmann (SV Tell 1953 Kleinostheim)
Recurve Schüler A - Paul Kupke (ASC Göttingen)
Recurve Jugend - Meihun Wang (ASC Göttingen)

Compound Herren - Henning Lüpkemann (SV Loccum)
Compound Damen - Julia Böhnke (TV Meßkirch)
Compound Master - Jens Asbach (BSC Nidderau)
Compound Schüler A - Joel Luis Jennrich (BSFD Schallbach)
Compound Jugend - Gideon Jurcz (BSC Dorsten)

Blankbogen Herren - Tim Hubrich (BS Vaterstetten)
Blankbogen Damen - Martina Boscher (Bogenschützen Münster e.V.)
Blankbogen Master - Michael Meyer (BS Wirsberg)
Blankbogen Schüler - Leonie Leichert (SV Brochenzell)
Blankbogen Jugend - Nicolas Ryll (BSV Helstorf)
 

26.07.2022 - 12:20

Zum dritten Mal, nach 2012 und 2015, richtete der SC Wietzenbruch die deutsche Meisterschaft in der WA Feldbogenrunde aus, erstmals jedoch nur über 24 Scheiben. Voll des Lobes über die Veranstaltung waren nicht nur die Offiziellen des DSB, die Aktiven sowie deren Anhang sondern auch die zahlreichen Gäste, die über das Areal am Kiebitzsee wanderten. Denn mit 23 einsehbaren Schießbahnen ging die DM als die Zuschauer freundlichste in die Geschichte der Feldbogenmeisterschaften ein. Selbst eine Rollstuhlfahrerin schaffte mit Unterstützung den Zuschauerrundweg. „Der Parcours ist super gesetzt worden“, sagte auch Peter Lonny, einer der leitenden Kampfrichter und merkte an, dass die Kampfrichter durch die parallelen Zuschauerwege deutlich schneller die Orte des Geschehens erreichen konnten als normal.

Der Parcours ist super gesetzt worden

Peter Lonny, Kampfrichter zum Parcour am Kiebitzsee

Zum Auftakt der Meisterschaft am Samstag war es an Routinier Sebastian Rohrberg vom SV Dauelsen seiner beachtlichen Titelsammlung einen weiteren hinzuzufügen. Der Rekordchampion mit dem Recurvebogen strich seinen 15. Meistertitel nach Auswertung der 6er ein und verwies den ringgleichen Roman Heß von der BSG Riegel auf Platz zwei. Weiter in der Erfolgsspur befindet sich Elena Neumann vom BC Gelsenkirchen. Nach ihrer Nominierung für die Feldbogen WM Anfang Oktober in Yankton/USA sicherte sich die Recurvedame nun auch die deutsche Meisterschaft. Der Mastertitel Recurve ging an Markus Zellmann vom SV Tell 1953 Kleinostheim. Eine starke Vorstellung boten auch wieder die Nachwuchssportler des aufstrebenden ASC Göttingen. Paul Kupke und Meihuan Wang dominierten die Schüler- und Jugendkonkurrenz mit dem Recurvebogen. Als erste Meister 2022 mit dem Compoundbogen trugen sich Jens Ansbach (Master / BSC Nidderau), Joel Luis Jennrich (Schüler / BSFD Schallbach) und Gideon Jurcz (Jugend / BSC Dorsten) in die Siegerliste ein.

Tagsdrauf war es an Henning Lüpkemann seine Klasse unter Beweis zu stellen und der Compoundschütze vom SV Loccum blieb nichts schuldig. 410 Ringe bedeuteten das höchste Resultat der Meisterschaft und seinen fünften Titel in Folge. Einen gleichfalls souveränen Sieg schoss sein Pendant bei den Damen Julia Böhnke (402) vom TV Meßkirch heraus. Die Blankbogenkonkurrenzen standen ganz im Zeichen der beiden World-Games Teilnehmer. In Birmingham/USA noch undankbarer Vierter holte sich Michael Meyer (BS Wirsberg) ungefährdet Gold und zeigte sich am Ende begeistert von dem anspruchsvollen Parcours am Kiebitzsee. Seine Nationalmannschaftskameradin Martina Boscher (Bogenschützen Münster) stand ihm um nichts nach und gewann die Damenklasse. Tim Hubrich von den BS Vaterstetten heißt der Meister bei den Herren und beim Nachwuchs war es an Leonie Leichert (Schüler / SV Brochenzell) und Nicolas Ryll (Jugend / BSV Helstorf) sich in die Siegerliste einzutragen.



Stimmen zum Wettkampf:
Julia Böhnke: "War gut. Es war ein richtig schöner Parcour. Ein bisschen arg warm und wenig Schatten, aber sonst war es wirlich schön. Es waren wirklich schöne Scheiben dabei, nicht zu steil, einfach gut gemacht, nicht zu schwierig."

Henning Lüpkemann: "Ich war sehr gut vorbereitet und wollte heute unbedingt gewinnen. Jetzt fünf mal in Folge und irgendwann denkt man, dass man vielleicht doch mal verliert. Der Start war ein bisschen holprig, die anderen waren lange Zeit auch sehr stark. Ab der Hälfte ungefähr war ich vorn und im letzten Viertel hatte ich 8 Ringe Vorsprung, da war es dann relativ locker. Mein großes Ziel ist es den Rekord von Peter Penner irgendwann mal einzuholen, aber das sind noch 4 Siege mehr. Dafür muss ich noch ein paar Jahre für Stricken (lacht)".

Sieger:
Recurve Herren - Sebastian Rohrberg (SV Dauelsen)
Recurve Damen - Elena Neumann (BC Gelsenkirchen e.V.)
Recurve Master - Markus Zellmann (SV Tell 1953 Kleinostheim)
Recurve Schüler A - Paul Kupke (ASC Göttingen)
Recurve Jugend - Meihun Wang (ASC Göttingen)

Compound Herren - Henning Lüpkemann (SV Loccum)
Compound Damen - Julia Böhnke (TV Meßkirch)
Compound Master - Jens Asbach (BSC Nidderau)
Compound Schüler A - Joel Luis Jennrich (BSFD Schallbach)
Compound Jugend - Gideon Jurcz (BSC Dorsten)

Blankbogen Herren - Tim Hubrich (BS Vaterstetten)
Blankbogen Damen - Martina Boscher (Bogenschützen Münster e.V.)
Blankbogen Master - Michael Meyer (BS Wirsberg)
Blankbogen Schüler - Leonie Leichert (SV Brochenzell)
Blankbogen Jugend - Nicolas Ryll (BSV Helstorf)
 

26.07.2022 - 12:20

Zum dritten Mal, nach 2012 und 2015, richtete der SC Wietzenbruch die deutsche Meisterschaft in der WA Feldbogenrunde aus, erstmals jedoch nur über 24 Scheiben. Voll des Lobes über die Veranstaltung waren nicht nur die Offiziellen des DSB, die Aktiven sowie deren Anhang sondern auch die zahlreichen Gäste, die über das Areal am Kiebitzsee wanderten. Denn mit 23 einsehbaren Schießbahnen ging die DM als die Zuschauer freundlichste in die Geschichte der Feldbogenmeisterschaften ein. Selbst eine Rollstuhlfahrerin schaffte mit Unterstützung den Zuschauerrundweg. „Der Parcours ist super gesetzt worden“, sagte auch Peter Lonny, einer der leitenden Kampfrichter und merkte an, dass die Kampfrichter durch die parallelen Zuschauerwege deutlich schneller die Orte des Geschehens erreichen konnten als normal.

Der Parcours ist super gesetzt worden

Peter Lonny, Kampfrichter zum Parcour am Kiebitzsee

Zum Auftakt der Meisterschaft am Samstag war es an Routinier Sebastian Rohrberg vom SV Dauelsen seiner beachtlichen Titelsammlung einen weiteren hinzuzufügen. Der Rekordchampion mit dem Recurvebogen strich seinen 15. Meistertitel nach Auswertung der 6er ein und verwies den ringgleichen Roman Heß von der BSG Riegel auf Platz zwei. Weiter in der Erfolgsspur befindet sich Elena Neumann vom BC Gelsenkirchen. Nach ihrer Nominierung für die Feldbogen WM Anfang Oktober in Yankton/USA sicherte sich die Recurvedame nun auch die deutsche Meisterschaft. Der Mastertitel Recurve ging an Markus Zellmann vom SV Tell 1953 Kleinostheim. Eine starke Vorstellung boten auch wieder die Nachwuchssportler des aufstrebenden ASC Göttingen. Paul Kupke und Meihuan Wang dominierten die Schüler- und Jugendkonkurrenz mit dem Recurvebogen. Als erste Meister 2022 mit dem Compoundbogen trugen sich Jens Ansbach (Master / BSC Nidderau), Joel Luis Jennrich (Schüler / BSFD Schallbach) und Gideon Jurcz (Jugend / BSC Dorsten) in die Siegerliste ein.

Tagsdrauf war es an Henning Lüpkemann seine Klasse unter Beweis zu stellen und der Compoundschütze vom SV Loccum blieb nichts schuldig. 410 Ringe bedeuteten das höchste Resultat der Meisterschaft und seinen fünften Titel in Folge. Einen gleichfalls souveränen Sieg schoss sein Pendant bei den Damen Julia Böhnke (402) vom TV Meßkirch heraus. Die Blankbogenkonkurrenzen standen ganz im Zeichen der beiden World-Games Teilnehmer. In Birmingham/USA noch undankbarer Vierter holte sich Michael Meyer (BS Wirsberg) ungefährdet Gold und zeigte sich am Ende begeistert von dem anspruchsvollen Parcours am Kiebitzsee. Seine Nationalmannschaftskameradin Martina Boscher (Bogenschützen Münster) stand ihm um nichts nach und gewann die Damenklasse. Tim Hubrich von den BS Vaterstetten heißt der Meister bei den Herren und beim Nachwuchs war es an Leonie Leichert (Schüler / SV Brochenzell) und Nicolas Ryll (Jugend / BSV Helstorf) sich in die Siegerliste einzutragen.



Stimmen zum Wettkampf:
Julia Böhnke: "War gut. Es war ein richtig schöner Parcour. Ein bisschen arg warm und wenig Schatten, aber sonst war es wirlich schön. Es waren wirklich schöne Scheiben dabei, nicht zu steil, einfach gut gemacht, nicht zu schwierig."

Henning Lüpkemann: "Ich war sehr gut vorbereitet und wollte heute unbedingt gewinnen. Jetzt fünf mal in Folge und irgendwann denkt man, dass man vielleicht doch mal verliert. Der Start war ein bisschen holprig, die anderen waren lange Zeit auch sehr stark. Ab der Hälfte ungefähr war ich vorn und im letzten Viertel hatte ich 8 Ringe Vorsprung, da war es dann relativ locker. Mein großes Ziel ist es den Rekord von Peter Penner irgendwann mal einzuholen, aber das sind noch 4 Siege mehr. Dafür muss ich noch ein paar Jahre für Stricken (lacht)".

Sieger:
Recurve Herren - Sebastian Rohrberg (SV Dauelsen)
Recurve Damen - Elena Neumann (BC Gelsenkirchen e.V.)
Recurve Master - Markus Zellmann (SV Tell 1953 Kleinostheim)
Recurve Schüler A - Paul Kupke (ASC Göttingen)
Recurve Jugend - Meihun Wang (ASC Göttingen)

Compound Herren - Henning Lüpkemann (SV Loccum)
Compound Damen - Julia Böhnke (TV Meßkirch)
Compound Master - Jens Asbach (BSC Nidderau)
Compound Schüler A - Joel Luis Jennrich (BSFD Schallbach)
Compound Jugend - Gideon Jurcz (BSC Dorsten)

Blankbogen Herren - Tim Hubrich (BS Vaterstetten)
Blankbogen Damen - Martina Boscher (Bogenschützen Münster e.V.)
Blankbogen Master - Michael Meyer (BS Wirsberg)
Blankbogen Schüler - Leonie Leichert (SV Brochenzell)
Blankbogen Jugend - Nicolas Ryll (BSV Helstorf)
 

25.07.2022 - 11:50

Mit dabei auch einige der bekannten Namen aus dem Target Sprint, denn insbesondere bei den erwachsenen Athleten ist der Sommerbiathlon mit dem Kleinkaliber vor allem eins: Eine Herzensangelegenheit. Und so ließen sich u.a. Max Hubl, Dominik Hermle, Anja Fischer, Jana Landwehr und Kerstin Schmidt den Start am Wochenende nicht entgehen. 

Sehr erfreut zeigte sich Bundesreferent Frank Hübner auch über den Start der Biathlonfreunde aus Tschechien, welche die deutschen Athleten durch starke Leistungen wieder einmal ins Schwitzen brachten. Als große Herausforderung entpuppte sich auch der Schießstand, der die Sportler zu einigen Strafrunden zwang. 

In der Sprintwertung setzte sich bei den Juniorinnen am Ende Luna Hoiß (BSSB) vor Ronja Twieg (ST) und Johanna Rauch (WT) durch. Bei den Junioren ging der Titel in der Sprintwertung an David Keller (WT), er verwies seinen Verbandskollegen Lukas Adam (WT) auf der Silberrang, Bronze sicherte sich Julius Hofmann (TH). Wenig überraschend krönte sich erneut Kerstin Schmidt (OP) zur Deutsche Meisterin im Sprint in der Damenklasse, sie blieb als einzige an diesem Wettkampftag fehlerfrei. Ein knappes Fernduell lieferten sich Jana Landwehr (WF, Silber) und Melanie Eccarius (TH, Bronze) um die Plätze 2 und 3. Am Ende trennten die beiden nur vier Zehntel. Auch in der Klasse der Herren I hätte es spannender nicht sein können. Nur fünf Zehntel trennten den Deutschen Meister Georg Paulmann (NS) vom Zeitplatzierten Paul Pfauch (TH). Paulmanns Teamkollege Steffen Hannich (NS) komplettierte das Podest. Als hätten es die Herren I noch nicht spannend genug gemacht, setzten die Starter der Altersklasse Herren III noch einen drauf: Gold und Bronze trennten hier nur drei Zehntel und so durfte sich Stephan Werner (PF) am Ende über den Titel freuen. Andreas Beyer (BSSB) und Gerald Zielinsky (ST) belegten den Silber- und den Bronzerang. 

Im Anschluss an den Sprintwettkampf standen die Staffelwettbewerbe auf dem Programm: 
In der Klasse der Damen siegte die Staffel Württemberg 2 mit Alena Weinmann, Johanna Rauch und Anja Fischer vor ihren Verbandskolleginnen der Staffel Württemberg 3 in der Besetzung Maike Steck, Annika Hermle und Silke Fischer. Das Team der Staffel Bayern 1 um Luna Hoiß, Hanna Cruchten und Evi Haberger komplettierte das Podest auf dem Bronzerang. 
Der Titel Deutscher Meister in der Klasse der Herren ging an das Team SVE Frankenhain I aus Thüringen mit Paul Böttner, Paul Pfauch und Jacob Hofmann. Nur 13 Sekunden dahinter sicherte die Staffel Niedersachsen 1 mit Dennis Gerdau, Georg Paulmann und Steffen Hannich die Silbermedaille keine 5 Sekunden vor Württemberg 4 in der Besetzung Lukas Adam, David Keller und Dominik Hermle. 

Nicht weniger spannend, als am Vortag sollte es bei den Massenstartwettkämpfen weiter gehen. 
Die im Sprint noch mit Silber dekorierte Ronja Twieg (ST) krönte sich im Massenstart mit fast zwei Minuten Vorsprung zur Deutschen Meisterin in der Klasse der Juniorinnen. Einen spannenden Kampf um Silber und Bronze lieferten sich die Mannschaftskolleginnen Maike Steck und Johanna Rauch (beide WT), mit dem besseren Ende und nur 6 Sekunden Vorsprung für Maike Steck. 
In der Klasse der Junioren tauschten Julius Hofmann (TH) und David Keller (WT) die Podestplätze vom Vortag, Lukas Adam (WT) sicherte sich, wie auch im Sprint die Silbermedaille. 

Das Podest der Damen blieb unverändert, auch wenn es danach zunächst nicht aussah. Jana Landwehr (WF) und Kerstin Schmidt (OP) lieferten sich ein spannendes Rennen um den Titel. Gesundheitlich angeschlagen musste Jana Landwehr ihre Nationalmannschaftkollegin, Dauerrivalin und Freundin allerdings ziehen lassen. Melanie Eccarius (TH) komplettierte das Podest wie schon im Sprint auf dem Bronzerang. 

Spannend bis in die Schlussrunde verlief auch der Massenstart der Herren I, in welchem sich Dominik Hermle (WT) den ersehnten Titel vor Paul Pfauch (TH) und Steffen Hannich (NS) sicherte, welche damit ihre Podestplätze vom Vortag bestätigten. 

Deutscher Meister in der Altersklasse Herren III wurde Albert Hinterstoisser (BSSB) vor seinem Verbandskollegen Walther Koschel (BSSB) und dem Sieger des Sprints Stephan Werner (PF).

Frank Hübner

25.07.2022 - 11:35

Von Freitag bis Sonntag standen die Entscheidungen im Einzel und Mixed beim Weltcup in Medellín an. Bauer und Unruh, starke Zweite in der Qualifikation, mussten erst in Runde zwei eingreifen. Hier wartete Gegner Frankreich auf die beiden Deutschen. Leider fand das deutsche Duo seinen Meister zu früh und verlor 3:5 (36:36,37:39,37:36,36:37). 
Bei den Recurve Männern verlor Maximilian Weckmüller in Runde Eins gegen den Weltranglistenachten Kim Je Deok aus Korea mit 3:7 (28:27,27:29,28:28,28:30,27:28) und sicherte sich somit Platz 33. Jonathan Vetter unterlag ebenfalls in Runde Eins dem Lokalmatadoren Jorge Enriquez mit 4:6 (24:25,26:24,26:26,28:28,27:28) und landete ebenso auf Platz 33. 
Für Felix Wieser ging es nach den Erst-und Zweitrundensiegen in Runde Drei gegen den Olympiasieger von 2021, Mete Gazoz. Ein Match auf höchstem Niveau und mit Athleten, die wissen wie die Zehn zu treffen ist. Gazoz startete mit dem perfekten Durchgang von 30 Ringen in das Match, ehe auch Wieser dies in Satz Zwei gelang. Die 30 Ringe in Satz Zwei langten bei diesem Gegner allerdings “nur” für einen Punkt. Satz Drei ging mit 29:28 an Gazoz. Zwei Zehner und eine Acht ergeben 28 Ringe und bedeuten in Satz 4 zwei Punkte für Felix Wieser. Auch Satz Fünf wurde mit 29:29 Ringen wieder auf höchsten Bogensportniveau geschossen was gleichbedeutend den 4:6 Erfolg für den türkischer Olympiasieger Mete Gazoz bedeutete. 
Für Florian Unruh, der nach der Silber Medaille bei der Europameisterschaft im Recurvebereich, die World Games im Feldbogen gewann reichte es im Weltcup in Medellín für Platz 6. Erst im Viertelfinale war für Unruh Schluss, als es gegen den Weltranglistenersten Kim Woojin aus Südkorea ging. Auch hier präsentierte sich Unruh stark und selbstbewusst und verlor knapp mit 4:6 (30:29,26:29,27:28,30:29,28:30). 

Bei den Recurve Damen schieden Charline Schwarz und Michelle Kroppen bereits in Runde Eins aus. Schwarz unterlag der Inderin Bari Kamolika mit 4:6, nachdem sie 4:0 in Sätzen in Führung ging (27:26,29:23,26:28,26:29,26:27). Für Kroppen, in der Qualifikation noch Platz 22 endete der Weltcup ebenfalls früh, wenn zugleich auch sehr ärgerlich. 0:6 hieß das Ergebnis Kroppens gegen die Brasilianerin Sarah Nikitin, die in jedem Satz jeweils einen Ring mehr traf (29:30,28:29,27:28). 
Mit einem starken Ergebnis bei ihrem zweiten Weltup verabschiedete sich Elina Idensen ebenfalls in Runde Eins aus dem Rennen. 4:6 verlor die Deutsche gegen die Athletin aus Taipei, Kuo Tzu Ying (26:23,27:29,26:27,28:26,25:28). Für Idensen ist dies gleichbedeutend mit der persönlich besten Platzierung ihrer Karriere. Platz 115 am 25.07.2022. 
Für Oliver Haidn, Bundestrainer Bogen bleiben die Deutschen unter dem gesteckten Soll von mindestens zwei Medaillen und zwei weiteren Viertelfinals.

Wir nehmen aber wichtige Erkenntnisse und Arbeitsfelder für die neue Saison mit.

Oliver Haidn zusammenfassend zum Weltcup in Medellín

Zufrieden sein kann Katharina Bauer mit ihrem Weltcup in Medellín! Nach einer starken Qualifikation, die auf Platz Vier endete, setzte sich Bauer in Runde Eins mit 7:3, in Runde Zwei ebenfalls mit 7:3, in Runde Drei mit 6:0 und im Viertelfinale als einzige Europäerin verbleibend mit 6:2 gegen die Weltranglistenneunte Choi Misun durch. Am Sonntag, 14 Uhr Ortszeit in Medellín kam es dann zum Aufeinandertreffen der Weltranglistenersten (An San aus Südkorea) und der Weltranglistendritten aus Deutschland. 
Das Match hielt was die Platzierungen versprachen. Bogensport auf aller höchstem Niveau. Satz Eins beendete Bauer mit 27 Ringen, der Koreanerin gelang direkt zum Auftakt fast die perfekten 30 Ringe. Eine Neun schlich sich ein, womit sie sich trotzdem Satz 1 und die 2:0 Führung sicherte. Satz 2 endete Unentschieden mit 28:28 Ringen. In Satz Drei zeigte die Koreanerin und dreimalige Olympiasiegerin An San weshalb sie auf Weltranglistenposition 1 steht. Ein X und zwei 10er sicherten ihr weitere zwei Punkte und eine sehr gute Ausgangslage für den möglichen letzten Satz. Satz Vier unterstrich erneut das Top-Niveau dieses Matches, in dem beide Athletinnen 29 Ringe schossen. Das Endergebnis des Halbfinals lautete 2:6. 

Verlieren ist natürlich nicht schön. Ich habe gute Schüsse gemacht und bin zuversichtlich fürs Weltcup-Finale in Mexiko!

Katharina Bauer über ihren Weltcup in Medellín, im Hinblick auf das Weltcupfinale im Oktober in Mexiko

Im Bronzematch wartete erneut eine Koreanerin auf Bauer. Die Weltranglistensiebte Chae Young Kang wusste genauso wie ihre Landsfrau An San zu überzeugen und schaffte es ebenfalls die amtierende Bronzemedaillengewinnerin der Europameisterschaft 2022 zu schlagen. 2:6 aus deutscher Sicht hieß es abermals am Ende des Matches. Bauer zeigt sich insgesamt zufrieden mit ihrem Auftritt, auch wenn “verlieren natürlich nicht schön ist. Ich habe gute Schüsse gemacht und bin zuversichtlich fürs Weltcup-Finale in Mexiko!” 
Ebenfalls zufrieden mit den Leistungen Bauers und Unruhs ist Bundestrainer Haidn, der die gesamte deutsche Saison heraushebt, indem wir “bereits vor dem Weltcupfinale mit Kathi, die bis dato beste Saison im deutschen Bogensport gesehen haben.” 

Erfolge bisher:
5 Medaillen bei der Heim-EM in München, 6 Weltcup Medaillen, 1. & 3. Platz World Games, 1. Platz Indoor Weltcup Finale, 1. Platz Indoor Weltcup in Nimes, große Anzahl Top 10 Platzierungen, Europarekord, fünf weitere Medaillen bei internationalen Wettkämpfen 

“Das ist eine Bilanz, die uns Selbstvertrauen für 2023 und 2024 geben wird” so Haidn, der auch immer zukunftsorientiert und kritisch ist. “Dennoch fehlt die 70m-Halle in Berlin mit den entsprechenden technischen Hilfsmitteln mehr denn je. Es bestehen definitiv Zweifel, ob wir die Weltspitze weiterhin mitbestimmen können, wenn die entsprechenden Sportstätten nicht endlich geschaffen werden.”

Das deutsche Team in Medellin
Athleten: Katharina Bauer, Elina Idensen, Michelle Kroppen, Charline Schwarz, Florian Unruh, Jonathan Vetter, Maximilian Weckmüller, Felix Wieser
Betreuer: Oliver Haidn, Marc Dellenbach, Ralf Lewandowski

25.07.2022 - 10:50

„Der Europacup war für uns in der Planung und als Vorbereitung auf die WM gedacht, deswegen ist das EM-Team auch das WM-Team“, erläutert Jörg Dietrich als Disziplinverantwortlicher. Dietrich betont, dass die EM einen Stellenwert habe und als wichtiger Wettkampf betrachtet werde, „die WM ist allerdings der Saisonhöhepunkt!“ Die WM findet vom Oktober in Kairo/EGY statt.

Der Europacup war für uns in der Planung und als Vorbereitung auf die WM gedacht, deswegen ist das EM-Team auch das WM-Team

Jörg Dietrich, Disziplinarverantwortlicher zum Europacup in Zagreb

Und so dürfte es für Lisa Müller (Weingarten), Veronique Münster (Kalletal), Anna-Lena Geuther (Unterschleißheim), Jörg Niehüser (Erwitte), Christian Dressel (Adelsdorf) und Matthias Raiber (Ulm) ein interessantes Kräftemessen vor allem mit den „Nordlichtern“ und den Schweizern geben, die traditionell die härtesten Konkurrenten sind, wie auch der Europacup in Aarhus/DEN Ende Juni zeigte.

Bei den Damen ist das Ziel im Einzel und Team eine Medaille zu gewinnen. Die Herren sollen an die Leistung der EM in Tolmezzo anknüpfen

Jörg Dietrich zu den Zielen der Damen und Herren bei der 300m EM in Zagreb

Dennoch sind die Ziele des deutschen Teams nicht niedrig: „Bei den Damen ist das Ziel im Einzel und Team eine Medaille zu gewinnen. Die Herren sollen an die Leistung der EM in Tolmezzo anknüpfen“, so Dietrich. Damals wurden die DSB-Herren, übrigens in der gleichen Besetzung wie jetzt in Kroatien, u.a. Sechste im Teamwettbewerb liegend. 

Das deutsche Team in Zagreb 
Athleten: Lisa Müller (Weingarten), Veronique Münster (Kalletal), Anna-Lena Geuther (Unterschleißheim), Jörg Niehüser (Erwitte), Christian Dressel (Adelsdorf), Matthias Raiber (Ulm) 
Betreuer: Jörg Dietrich 

22.07.2022 - 20:15

Alle wichtigen Informationen zu einer der größten Sportveranstaltungen in Deutschland gibt es über den folgenden Link.

22.07.2022 - 14:45

Herr Furnier, der Bogensport-Lauf ist neu im Programm des Deutschen Schützenbundes, warum?
Furnier: „Die World Archery Europe (WAE) will diese dynamische Bogenvariante aktiv fördern, forciert das dementsprechend und hat beispielsweise zuletzt drei Webinare dazu durchgeführt. Und der DSB als Mitglied der WAE will diese Disziplin seinen Mitgliedern auch anbieten.“

Der DSB als Mitglied der WAE will diese Disziplin seinen Mitgliedern auch anbieten!

Gerhard Furnier zu den Plänen des DSB bezüglich des Bogenlaufs

Können Sie grob die Sportart skizzieren?
Furnier: „Es ist grundsätzlich ähnlich wie im Sommerbiathlon bzw. Target Sprint gelagert: Es ist ein Mix aus Laufen und Schießen. Es gibt Sprintstrecken mit 3x 400 Meter-Laufleistung und die längere Version mit 4x 1000 Meter; als Einzel, Mixed oder Team. Nach jeder Laufstrecke wir auf 18 Meter-Distanz auf einen Spot mit 16 Zentimeter Spot nach dem Prinzip Treffer oder Nicht-Treffer geschossen. Bei einem Fehler geht es in die Strafrunde. Interessant: Es wird sowohl im Stehen als auch im Knien geschossen.“

Mit was für Sportgeräten wird geschossen?
Furnier: „Beim Bogensport-Lauf wird der Blank- oder der Recurvebogen verwendet.“

Es gibt einen großen Unterschied zum Sommerbiathlon bzw. Target Sprint, nämlich?
Furnier: „Ja, das Sportgerät wird auch beim Laufen mitgeführt. Während im Sommerbiathlon das Sportgerät am Schießstand bleibt, muss der Bogen-Läufer den Bogen beim Laufen mitnehmen.“

Es wäre schön, wenn sich Interessierte finden, die diese dynamische Variante ausprobieren möchten!

Gerhard Furnier hofft auf Resonanz bei Vereinen und Interessierten

Wie können Interessierte den Bogensport-Lauf ausprobieren? Was ist zu tun?
Furnier: „Vereine oder auch einzelne Sportler, die Interesse haben, den Bogensport-Lauf kennenzulernen, melden sich bitte bei mir (g.furnier(at)dsb.de) oder Jörg Gras (j.gras(at)dsb.de), dem Bundessportleiter Bogen. Es wäre schön, wenn sich Interessierte finden, die diese dynamische Variante ausprobieren möchten.“

Der Sport steckt verständlicherweise noch in den Kinderschuhen. Wie sieht der Plan des DSB aus?
Furnier: „Wir setzen zunächst einmal darauf, dass es Interessierte und Neugierige gibt, die diese neue Variante kennenlernen wollen. Denn zunächst muss natürlich eine Art Community aufgebaut werden. Das erste offizielle Bogenlaufturnier des DSB ist - Stand jetzt - bei der Schießsport-DM 2023 in Garching-Hochbrück auf dem Bogenplatz geplant.“

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