29.06.2023 - 09:53

Auf Grund der Kurzfristigkeit musste der DSB dem Ausrichter, der bereits 2022 die DM im Kleinkaliber austrug, gegenüber jedoch Eingeständnisse machen. So müssen die beliebten Staffelwettkämpfe, die die für den Freitag geplant waren, wegen der Nichtverfügbarkeit des Zeitnahme-Teams abgesagt werden.

Das Teilnehmerfeld ist dennoch sehr erlesen: So sind bei den Frauen Namen wie Kerstin Schmidt, Jana Landwehr oder Madlen Guggenmos ebenso dabei wie bei den Männern Dominic Hermle oder auch der vielfache Weltmeister Michael Herr.

Eine weitere Besonderheit ist, dass die Veranstaltung gemeinsam mit der Bayerischen Meisterschaft/Qualifikation Süd im Sommerbiathlon Luftgewehr ausgetragen wird. Somit wird es am Samstag und Sonntag zwei Wettkampftage mit jeweils 95 KK-Startern für die DM KK sowie 120 LG-Starter für die Bayerischen Meisterschaft/Qualifikation Süd geben, wobei die Wettkämpfe jeweils im Sprint- und im Massenstartwettkampf stattfinden.

28.06.2023 - 14:04

Sportpistolen-Team: Bronze für DSB-Trio
Das Trio Sandra Reitz, Michelle Skeries und Doreen Vennekamp hat zum Abschluss ihrer letzten Wettkämpfe in Breslau die Bronzemedaille gewonnen. Im Team-Wettkampf wurde Ungarn mit 16:12 bezwungen. Gewertet werden in diesem Format stets 15 Schuss pro Team (jeweils fünf pro Schützin), der Sieger erhält zwei Zähler, bei einem Unentschieden werden die Punkte geteilt. Nach einer Serie zum „Aufwärmen“ (lediglich sechs Treffer), steigerte sich das Trio enorm und punktete insgesamt neunmal zweistellig, der schwächste Wert war eine Neun. Das reichte, um 6:2 in Führung zu gehen und diese bis zum Ende nicht mehr aus der Hand zu geben. Ein 9:9-Unentschieden besiegelte den Sieg, den Skeries so kommentierte: „Es war ein gutes, hartes Match gegen Ungarn. Ich persönlich habe mich zunehmend ins Finale reingearbeitet und konnte meine Leistung nochmals steigern. Diese Bronzemedaille haben wir uns erarbeitet und erkämpft und freuen uns, dass wir das geschafft haben. Ich bin sehr stolz auf uns.“
In der zweistufigen Qualifikation lag das deutsche Team lange auf Kurs Goldfinale, ehe es durch die letzte Serie noch auf Rang vier zurückfiel und in das Bronzefinale einzog. "Leider haben wir da ein paar Ringe liegen lassen", so Skeries. Dabei könnte auch eine Waffenstörung bei Reitz ausschlaggebend gewesen sein: "Da bangt man im Team mit, und an mir ging das nicht spurlos vorbei", so Skeries.

KK-Dreistellungskampf Mixed: Keine Chance für DSB-Duos
Im Mixed-Wettbewerb im Dreistellungskampf mit dem KK-Gewehr gingen für den DSB Jolyn Beer & Maximilian Dallinger sowie Lisa Müller & David Koenders an den Start. Nachdem es im Kniend-Anschlag noch ordentlich lief, ließen die deutschen Duos - jedes Teammitglied musste 15 Schuss in jeder Lage schießen - liegend und stehend zu viele Ringe liegen. Somit wurde die Qualifikation für die zweite Phase des Wettbewerbs um acht bzw. neun Ringe relativ deutlich verpasst, belegten Müller & Koenders Platz 18 (869 Ringe) und Beer & Dallinger Platz 19 (868 Ringe).

Bogen: Schwarz verliert im Achtelfinale
Bereits nach dem Achtelfinale ist keine DSB-Recurveschützin mehr im Rennen: Charline Schwarz verabschiedete sich als letzte Deutsche aus dem Turnier, sie unterlag der Dänin Randi Degn 3:7 (25-28, 28-23, 26-28, 25-25, 27-30). Nachdem Katharina Bauer und Michelle Kroppen bereits im 1/16-Finale ausgeschieden waren, ruhen somit die Hoffnungen auf Florian Unruh – er ist der einzige DSB-Bogensportler, der bei den European Games noch im Rennen ist. Der Olympia-Fünfte von Tokio ist am Donnerstag, 29. Juni, gefordert, dann fallen die Einzelentscheidungen mit dem Recurve-Bogen. Und gleich im Achtelfinale (12.55 Uhr) wartet mit dem Olympia-Zweiten von Tokio, dem Italiener Mauro Nespoli, ein echtes Schwergewicht der Szene.

Am 29. Juni starten zudem die Wettbewerbe mit der Schnellfeuerpistole sowie im Trap (Frauen und Männer).

Folgende DSB-Teilnehmer nehmen an den European Games teil

Recurve-Bogen: Katharina Bauer (Raubling), Michelle Kroppen (Berlin), Charline Schwarz (Feucht), Florian Unruh (Berlin)

Compound-Bogen: Katharina Raab (Wertach), Henning Lüpkemann (Sigmaringen)

Gewehr: Anna Janßen (Freising, LG), Jolyn Beer (Neustadt am Rübenberge, KK), Lisa Müller (Weingarten, LG & KK), Maximilian Ulbrich (Wielenbach, LG), Maximilian Dallinger (Haar, LG & KK), David Koenders (Mossautal, KK)

Luftpistole: Sandra Reitz (Regensburg), Josefin Eder (Frankfurt/Oder), Robin Walter (Reichenbach), Michael Schwald (Lörrach)

Schnellfeuerpistole: Christian Reitz (Regensburg), Florian Peter (Obertshausen)

Sportpistole: Doreen Vennekamp (Steinbach-Hallenberg), Michelle Skeries (Potsdam)

Skeet: Nadine Messerschmidt (Schmalkalden), Nele Wißmer (Ibbenbüren), Vincent Haaga (Oberhof), Sven Korte (Ibbenbüren), Felix Haase** (Oerlinghausen, **nur Teamwettbewerb)

Trap: Kathrin Murche (Elsnig-Mockritz), Bettina Valdorf (Frankfurt/Oder), Sarah Bindrich** (Eußenhausen, **nur Teamwettbewerb), Paul Pigorsch (Dreiheide OT Süptitz)

Trainer & Betreuer: Oliver Haidn (Bundestrainer Bogen Recurve), Marc Dellenbach (Assistenztrainer Bogen Recurve), Holger Hertkorn (Disziplinverantwortlicher Bogen Compound), Achim Veelmann (Bundestrainer Gewehr), Wolfram Waibel (Assistenztrainer Gewehr), Claudia Verdicchio-Krause (Bundestrainerin Pistole), Detlef Glenz (Bundestrainer Schnellfeuerpistole), Thomas Zerbach (Assistenztrainer Pistole), Uwe Möller (Bundestrainer Flinte Trap), Frank Günther (Assistenztrainer Flinte Trap), Axel Krämer (Bundestrainer Flinte Skeet), Jürgen Raabe (Assistenztrainer Flinte Skeet), Thomas Abel (Teilmannschaftsleiter Bogen/ gesamt), Michel Gomez-Krämer (Teilmannschaftsleiter Sportschießen), Dr. Stefan Nolte (Mannschaftsarzt), Dennis Wittkopf (Physiotherapeut)

28.06.2023 - 10:32

„Es ist tatsächlich deutlich anstrengender als alles, was ich bislang erlebt habe. Manchmal weiß ich wirklich nicht mehr so ganz, wo mir der Kopf steht“, sagt der 52-Jährige, der den Job des Bundestrainers seit 2011 innehat. Für Privates hat er aktuell keine Zeit.

Im vergangenen Jahr haben die deutschen Bogensportlerinnen und -sportler reihenweise Top-Ergebnisse abgeliefert, aber die Weltspitze habe zugelegt, das setze die Athletinnen und Athleten, die Oliver Haidn betreut, automatisch unter Druck. „Die Ansprüche sind gewachsen, um diesen gerecht zu werden, muss man noch mehr investieren.“ Auf die Deutschen Meisterschaften im Rahmen der Finals 2023 Rhein-Ruhr im Düsseldorfer Medienhafen freut sich der Bundestrainer außerordentlich. „Die Finals sind eine absolut großartige Sache. Das Multisport-Event baut eine wichtige und einmalige Brücke zwischen Breiten-, Leistungs- und Hochleistungssport. Besonders freue ich mich auf die spektakuläre Location im Medienhafen.“

Das Multisport-Event baut eine wichtige und einmalige Brücke zwischen Breiten-, Leistungs- und Hochleistungssport!

Oliver Haidn zur Bedeutung von Die Finals

Kein Wunder, die Zielscheiben werden auf schwimmenden Pontons im Medienhafen platziert, auf die die Sportlerinnen und Sportler anlegen. Für alle Beteiligte, aber vor allem für die Zuschauerinnen und Zuschauer, die das Event kostenfrei besuchen können, werden die Deutschen Meisterschaften ein sehenswertes Highlight. „Das deutsche WM-Team wird komplett vor Ort sein. Im Fokus sollten dabei Florian Unruh, Michelle Kroppen, Charline Schwarz und Katharina Bauer stehen. Wenn sie den Pfeil anlegen, lohnt es für das Publikum besonders genau hinzuschauen. Ich gehe aber auch davon aus, dass wir den einen oder anderen Schützen dabei haben, der für eine Überraschung sorgen wird“, sagt Oliver Haidn. Demnach ist die Vorfreude auf die Finals 2023 Rhein-Ruhr riesengroß. Gute Ergebnisse in Düsseldorf könnten schon ein Fingerzeig für die Weltmeisterschaften in Berlin sein. 

Die Deutschen Meisterschaften im Bogensport finden im Rahmen der Finals 2023 Rhein-Ruhr am 8. und 9. Juli im Medienhafen in Düsseldorf statt. Das Sportland.NRW ermöglicht die Finals 2023 Rhein-Ruhr vom 6.-9 Juli 2023 mit 18 Sportarten und 159 Deutschen Meistertiteln. ARD & ZDF übertragen die Finals mehr als 25 Stunden live im Fernsehen und mehr als 70 Stunden im Stream in den Mediatheken.

(Thomas Reckermann)

28.06.2023 - 08:23

In Zusammenarbeit mit Singapurs Ministerium für Kultur, Gemeinschaft Jugend und Sport und dem NOK von Singapur (SNOC) begrüßte das IOC die Welt zu diesem historischen Ereignis in Singapur. Die „Olympic Esports Week“ war ein Meilenstein, der den nächsten Schritt in der Förderung des virtuellen Sports innerhalb der Olympischen Bewegung markiert und die Verbindung der Olympischen Bewegung zur Gaming-Community weiter stärkt.

Höhepunkt waren die spannenden Live-Finals der „Olympic Esports Series“, die in Zusammenarbeit mit internationalen Sportverbänden und Spiele-Herstellern entwickelt worden waren. Mehr als 130 Spieler aus allen Teilen der Welt hatten sich dafür qualifiziert, nachdem seit März 500.000 Spieler an den Qualifikations-Wettbewerben teilgenommen hatten. Diese fanden online statt. Die Finalisten kämpften nun in Singapur in zehn gemischt-geschlechtlichen Kategorien um die Gold-, Silber- und Bronzetrophäen der „Olympic Esports Series 2023“.

Die Gewinner waren:

Bogenschießen – Gold: Jared Montgomery (MontyDey); Silber: David Chan (dchan); Bronze: Kyosuke Takebayashi (ZouSenpai)

Baseball – Gold: Mori Shoma (SHORA); Silber: Horiike Hiroki (TAIJYU); Bronze: Wang Chia-Ming (CMWANG)

Schach – Gold: Aleksei Sarana; Silber: Maksim Tschigajew; Bronze: Son Nguyen

Radsport – Gold: Team Fuego (Lou Bates, Marlene Bjärehed, James Barnes und Martin Maertens); Silber: Team Epic (Charlotte Colclough, Jacquie Godbe, Michal Kamiński und Ben Hill); Bronze: Team Lava (Lam Kong, Alice Lethbridge, Lionel Vujasin und Teppo Laurio)

Tanzen – Gold: Dina Amandine Morisset (TheFairyDina); Silber: Joseph Cordero (Aazzlano); Bronze: Antonino Pomilia (Just Nino)

Motorsport – Gold: Kylian Drumont; Silber: William Murdoch; Bronze: Angel Innostroza

Segeln Inshore – Gold: Tim Carpentier (UOL Pepitō); Silber: Cavan Fyans (Cavan Fyans); Bronze: Francisco Melo (Magic - ChicoPMelo)

Segeln Offshore – Gold: Baptiste Renaut (Baptiste_REP - PVe); Silber: Xavier Coquiard (Koky - PVe); Bronze: Aurélie Martin (BlackPanther BSP)

Schießen – Gold: Lucas Malissa (anon); Silber: Alexander Feyzjou (Boltz); Bronze: Andrej Piratov (Merstach)

Taekwondo – Gold: Nigel Tan; Silber: Natalie Tor; Bronze: Wu Jingyu

Tennis – Gold: Anass Benghazi (Anteo); Silber: Shenghao He (Kafe); Bronze: William Foster (Fozzy)


Die strikte Anwendung der IOC-Empfehlungen in Bezug auf individuelle, neutrale Athleten ermöglichte es Spielern aus der Ukraine und Spielern mit russischem Pass friedlich miteinander die Wettkämpfe zu bestreiten.

Die „Olympic Esports Series 2023“ begann im März, als sowohl Profi- als auch Amateurspieler aus der ganzen Welt eingeladen worden waren, an der zweiten Ausgabe des virtuellen Sportwettbewerbs teilzunehmen, der in Zusammenarbeit mit verschiedenen internationalen Sportverbänden und Spieleherstellern entwickelt worden ist. Aufbauend auf dem Erfolg der „Olympic Virtual Series“ im Jahr 2021 verdoppelte sich die Zahl der Wettbewerbe im Jahr 2023.

Neben den Finals der „Olympic Esports Series“ fanden bei der „Olympic Esports Week“ auch eine Reihe von Demonstrationswettkämpfen statt, bei denen die Fans die Möglichkeit hatten, einige der weltbesten Esports-Spieler und -Teams zu beobachten. Die Gewinner waren: Team Williams Resolve (Frauen) und Karmine Corp (Männer) in Rocket League, Team Oceania in Duathlon, Antonin Landrea (11FR_Anto) in Virtual Table Tennis und Thum Homchuen (MindRPG) in Street Fighter.

(IOC)

27.06.2023 - 17:23

Skeet Männer-Team: Mit Platz vier zurück nach Deutschland
Der Auftakt in das Bronzematch, in dem das Team gewinnt, das als erstes drei Sätze für sich entscheidet, verlief auf beiden Seiten nervös: Die Griechen verfehlten zwei der zwölf Scheiben (jeder Schütze bekommt vier), doch Haaga, Haase und Korte langten allesamt einmal daneben. Die Steigerung auf elf Treffer in Satz zwei brachte auch keinen Erfolg, weil der Gegner makellos blieb. Dann konterte das DSB-Trio perfekt (12:11), ehe drei deutsche Fehlschüsse zwei zu viel waren und das Match 2:6 (9-10, 11-12, 12-11, 9-11) verloren ging. Korte fasste kurz und treffend zusammen: "Die Griechen waren einfach besser, und wir hatten ein bisschen Pech heute."
In der Qualifikation war das Teilnehmerfeld mit sechs Teams sehr überschaubar, die Leistung des deutschen Trios sehr ordentlich: Mit 215 Treffern qualifizierte sich das Team für das Bronzematch gegen Griechenland, nur Italien und Finnland erwiesen sich in der Qualifikation noch treffsicherer.
Damit endeten die Skeet-Wettbewerbe und die Trapschützen übernehmen ab dem 29. Juni den Flintenstand.

Bogen: Schwarz weiter, Bauer und Kroppen raus
Der erste Tag in der Ko-Phase des Frauen-Wettbewerbs geriet für die DSB-Frauen zu einem kleinen Fiasko, denn mit Michelle Kroppen und Katharina Bauer schieden gleich zwei chancenreiche Schützinnen früh aus. Somit ruhen die Hoffnungen auf Charline Schwarz, die ihre Aufgabe im 1/16-Finale durch ein hart umkämpftes 9:8 im Stechen mit 6:5 (27-28, 29-29, 27-23, 27-26, 25-27) gegen Dobromira Danailova/BUL löste und im Achtelfinale am Mittwoch auf die Dänin Randi Degn trifft.
In der Qualifikation lief es blendend für Michelle Kroppen, die mit 680 Ringen eine neue persönliche Bestleistung schoss. Und auch im Team und Mixed, an der Seite von Florian Unruh gewann sie Bronze, zeigte sie konstant gute Leistungen. Doch im Einzel war schon im 1/16-Finale gegen die Polin Natalia Lesniak nach einem 5:5 (26-24, 28-26, 26-29, 27-27, 26-28) und einem 8:9 im Stechen Schluss.
Und auch Katharina Bauer zeigte nicht das, zu was sie in der Lage ist. In ihrem Match gegen die Griechin Dimitra Papadopoulou schoss sie von ihren zwölf Pfeilen lediglich einen in das Zentrum, somit war das 2:6 (23-25, 25-26, 27-26, 26-28) die logische und enttäuschende Konsequenz.

Folgende DSB-Teilnehmer nehmen an den European Games teil

Recurve-Bogen: Katharina Bauer (Raubling), Michelle Kroppen (Berlin), Charline Schwarz (Feucht), Florian Unruh (Berlin)

Compound-Bogen: Katharina Raab (Wertach), Henning Lüpkemann (Sigmaringen)

Gewehr: Anna Janßen (Freising, LG), Jolyn Beer (Neustadt am Rübenberge, KK), Lisa Müller (Weingarten, LG & KK), Maximilian Ulbrich (Wielenbach, LG), Maximilian Dallinger (Haar, LG & KK), David Koenders (Mossautal, KK)

Luftpistole: Sandra Reitz (Regensburg), Josefin Eder (Frankfurt/Oder), Robin Walter (Reichenbach), Michael Schwald (Lörrach)

Schnellfeuerpistole: Christian Reitz (Regensburg), Florian Peter (Obertshausen)

Sportpistole: Doreen Vennekamp (Steinbach-Hallenberg), Michelle Skeries (Potsdam)

Skeet: Nadine Messerschmidt (Schmalkalden), Nele Wißmer (Ibbenbüren), Vincent Haaga (Oberhof), Sven Korte (Ibbenbüren), Felix Haase** (Oerlinghausen, **nur Teamwettbewerb)

Trap: Kathrin Murche (Elsnig-Mockritz), Bettina Valdorf (Frankfurt/Oder), Sarah Bindrich** (Eußenhausen, **nur Teamwettbewerb), Paul Pigorsch (Dreiheide OT Süptitz)

Trainer & Betreuer: Oliver Haidn (Bundestrainer Bogen Recurve), Marc Dellenbach (Assistenztrainer Bogen Recurve), Holger Hertkorn (Disziplinverantwortlicher Bogen Compound), Achim Veelmann (Bundestrainer Gewehr), Wolfram Waibel (Assistenztrainer Gewehr), Claudia Verdicchio-Krause (Bundestrainerin Pistole), Detlef Glenz (Bundestrainer Schnellfeuerpistole), Thomas Zerbach (Assistenztrainer Pistole), Uwe Möller (Bundestrainer Flinte Trap), Frank Günther (Assistenztrainer Flinte Trap), Axel Krämer (Bundestrainer Flinte Skeet), Jürgen Raabe (Assistenztrainer Flinte Skeet), Thomas Abel (Teilmannschaftsleiter Bogen/ gesamt), Michel Gomez-Krämer (Teilmannschaftsleiter Sportschießen), Dr. Stefan Nolte (Mannschaftsarzt), Dennis Wittkopf (Physiotherapeut)

27.06.2023 - 12:16

Die 163 deutschen Aktiven werden in 14 der 18 angebotenen Sportarten um Edelmetall kämpfen. Die Deutschen Studierenden-Nationalmannschaften sind im Badminton, Bogenschießen, Fechten, Gerätturnen, Judo, Rudern, Sportschießen, Schwimmen, Taekwondo, Tischtennis, Volleyball, Wasserball und Wasserspringen und in der Leichtathletik vertreten.

Die sportliche Wertigkeit der FISU World University Games ist als größte Multisportveranstaltung nach den Olympischen und Paralympischen Spielen unbenommen. Das lokale Organisationskomitee rechnet mit 10.000 Teilnehmenden aus etwa 150 Nationen. Neben dem spitzensportlichen Vergleich stehen die interkulturelle Kommunikation und der studentische Austausch im Zentrum des Events.

Die FISU Games in Chengdu stellen zudem die Generalprobe für die Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games dar. Daher freut sich Delegationsleiter Jörg Förster umso mehr, „dass wir in Chengdu mit der historisch größten Delegation vertreten sind und damit Deutschland als nächstes Gastgeberland der Spiele im Jahr 2025 vor Ort bestens repräsentieren werden.”

Bei der Abschlussfeier am 8. August fällt der symbolische Startschuss für die Spiele an Rhein und Ruhr: Mahmut Özdemir, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin des Innern und für Heimat, wird im Rahmen der protokollarischen Zeremonie die FISU-Flagge in Empfang nehmen. Einen ersten Vorgeschmack auf die deutsche Edition der Veranstaltung erhalten die internationalen Teilnehmenden beim anschließenden Showact, der unter dem Motto „Rhine-Ruhr 2025 - Leidenschaftlich verbunden durch Feuer und Wasser” steht und von der transformativen Kraft des Sports, der Begegnung und der Region erzählt.

(ADH/EB)

27.06.2023 - 09:59

9 Skeeter und 4 Trapper erzielten teilweise sehr gute Resultate im Schülerbereich. Im Trap war es Cedric Härter aus Brandenburg, der mit 111 Scheiben ein Topergebnis erzielte. Ebenfalls stark war Henry John aus Thüringen, der auf 103 Scheiben kam. Im Skeet waren es die beiden Westfalen Mathis Schnieders und Tobias Wenzel, die mit 112 bzw. 111 Scheiben die besten Ergebnisse erzielten.

Das beste Ergebnis bei den Trap-Junioren erreichte mit 106 Scheiben Pius Rosenecker aus Thüringen, dicht gefolgt von seinem Vereinskollegen vom SSV Suhl, Jan Andres, der auf 103 Scheiben kam. Im Skeet war es Antonius Bruns vom NWDSB, der sich mit 103 Scheiben einen kleinen Vorsprung für den zweiten Vorkampf rausschoss. Fabian Otte aus Niedersachen folgt hier mit glatten hundert Scheiben.

Die Jugendklasse im Trap ging mit 95 Scheiben an Filip Fahrenkrug aus Mecklenburg-Vorpommern. Dustin Schertler aus Berlin traf nur eine Scheibe weniger. Im Skeet war es Magnus Erdmann aus Thüringen, der sich mit 111 Scheiben einen 7-Scheiben Vorsprung gegen Raphael Hapke aus Westfalen erkämpfte.

Die Kaderschützen aus dem NK1 und NK2 nutzten den Wettkampf zur Normerfüllung und kamen auf teils beachtliche Ergebnisse. Im Trap war es Alexander Engeln aus Sachsen-Anhalt der mit 119 Scheiben eine persönliche Bestleistung aufstellte. Auf Rang zwei folgte Paul Judek aus Brandenburg, der seine Bestleistung mit 113 Scheiben einstellte. Topergebnisse auch im Skeet: Maximilian Seibel und Tim Krause knackten beide die 120-Scheiben-Grenze. Valentin Woestmeyer und Hannah Middel schafften mit 117 Scheiben ebenfalls beide eine neue persönliche Bestleistung.

Für den zweiten Vorkampf in Schale (7. bis 9. Juli) ist die Motivation bei allen damit sehr hoch, dort haben sich nochmals 25 Starter mehr angekündigt. Das Finale der Verbandsrunde Flinte findet dann vom 4. bis 6. August in Suhl statt.

(Michael Eck)

26.06.2023 - 15:41

Sportpistole Frauen: Vennekamp sammelt weiter Medaillen
Doreen Vennekamp und Breslau – das passt einfach! Die Pistolen-Schützin gewann mit der Sportpistole die Bronzemedaille, nachdem sie zuvor im Team-Wettbewerb mit der Luftpistole an der Seite von Sandra Reitz und Josefin Eder siegreich war. Zudem holte sie in den Vorjahren Doppel-Gold bei der EM 2022 (Einzel und Team) sowie den Titel beim Weltcup-Finale 2021.

Das Medaillenmatch verlief jedoch nicht nach Plan: Die erfolgsgewohnte DSB-Schützin begann mit einer Dreier- und Zweierserie, ehe sie anschließend vier Treffer setzen konnte. Als abermals nur zweimal die Lampen grün aufleuchteten, bedeutete dies die Bronzemedaille, aber eben auch Rückstand auf die führenden Anna Korakaki/GRE und Antoaneta Kostadinova/BUL, den Vennekamp auch in der Folge nicht mehr gutmachen konnte. Deshalb fiel ihr Fazit gemischt aus: „Ich bin nicht ganz zufrieden. Wir sind noch nicht in der Klasse angekommen, wo ich hinmöchte. Aber die WM kommt ja noch, und wir wissen, woran wir arbeiten können. Wir mobilisieren noch die letzte Energie und stecken diese in das Teamevent. Da freue ich mich drauf, und da geben wir richtig Gas. Dann kommt der erste Urlaub des Jahres und dann greife ich nochmals voll an.“

Bereits im Halbfinale, das Vennekamp souverän mit 13 Treffern gewann, lief es nicht so wie gewünscht. In der Qualifikation lag Vennekamp nach dem Präzisions-Teil lediglich auf Platz zwölf im Ranking, d.h. sie war im Duell-Teil gefordert: Und die Doppel-Europameisterin (Einzel und Team) behielt die Nerven und lieferte mit 297 Ringen das beste Ergebnis aller 35 Athletinnen und katapultierte sich auf Platz zwei mit insgesamt 585 Ringen. Ein Platz unter den Top Acht wäre durchaus auch für Michelle Skeries im Bereich des machbaren gewesen, doch ihre erste Serie im Duell-Teil missriet mit lediglich 93 Ringen. Dass sie es weitaus besser kann, demonstrierte sie mit 99 und 98 Ringen im Anschluss. Ihre 574 Ringe langten zu Platz 19 – fünf Ringe hinter dem Finaleingang.

Mit Skeries und Sandra Reitz geht es nun noch in den Team-Wettbewerb mit der Sportpistole. „Jetzt fehlt noch eine Farbe für mich, aber das steht in den Sternen“, unkt Vennekamp. Wir sind ein super Team, wir können hier nochmals richtig angreifen.“

KK-Dreistellungskampf Frauen: Beer lässt stehend Ringe liegen
Jolyn Beer stand wieder einmal in einem großen Finale und unterstrich damit zum zigsten Mal ihre Weltklasse. Und die 29-Jährige begann bärenstark in der Kniend-Position und lag nach zehn Schüssen in dieser Lage auf Platz eins. Und auch liegend gab sie sich keine Blöße: Nach weiteren zehn Schüssen führte sie weiter das Ranking an – mit 0,9 Ringen Vorsprung. Doch im Dreistellungskampf fällt die Entscheidung im Stehend-Anschlag und in diesem holte die Konkurrenz Schuss für Schuss auf. Auch, weil bei Beer die Zehner nicht fallen wollten. Nach den ersten fünf Schüssen im Stehend-Anschlag war sie auf Position vier abgerutscht, nach fünf weiteren musste sie das Gewehr einpacken, u.a. zwei Achter ließen nicht mehr als Platz sieben zu.

In der Qualifikation hatte Beer ihre Erfahrung und Klasse von Beginn an ausgespielt: Sehr stark im Kniendanschlag (197 Ringe), perfekt liegend (200) und ordentlich stehend (191) machte in Summe 588 Ringe und Platz sechs. Auch Lisa Müller schlug sich gut, büßte jedoch in einer Liegend- (97) und einer Stehend-Serie (93) zu viele Ringe ein. Mit 584 Ringen landete sie auf Platz 14, drei Ringe fehlten zum Finaleinzug.

Skeet Mixed: Die Konkurrenz war zu gut
Nach den hervorragenden Platzierungen in den Einzel-Wettbewerben machten sich die deutschen Skeeter auch im Mixed Hoffnung, auf Platzierungen im Vorderfeld. Die Duos Nadine Messerschmidt & Sven Korte sowie Vincent Haaga & Nele Wißmer gingen an den Start und hatten letztlich nichts mit den Medaillen zu tun. Denn um Bronze schossen die Teams, die in der Qualifikation 147 (von 150) Treffer setzten. Korte & Messerschmidt verfehlten lediglich sechs Scheiben, das reichte aber nur zu Platz neun. Haaga und Wißmer kamen mit 142 Treffern auf Rang 13.

Bogen: Unruh souverän weiter
Auf dem Bogenplatz in Krakau war es dieses Mal sehr überschaubar: Lediglich Florian Unruh musste zu seinem Match im 1/16-Finale antreten. Dieses gewann er souverän 7-3 (29-27, 26-26, 30-28, 29-30, 28-27) gegen den Schweizer Thomas Rufer. Im Achtelfinale wartet nun aber ein gewaltiger „Brocken“. Der Silbermedaillengewinner von Tokio, Mauro Nespoli/ITA, zählt zu den weltbesten Bogenschützen und wird Unruh alles abverlangen. Am Dienstag, 27. Juni, starten die Frauen mit ihrer Ko-Phase, dann greifen Katharina Bauer, Michelle Kroppen und Charline Schwarz ebenfalls im 1/16-Finale ein.

Folgende DSB-Teilnehmer nehmen an den European Games teil

Recurve-Bogen: Katharina Bauer (Raubling), Michelle Kroppen (Berlin), Charline Schwarz (Feucht), Florian Unruh (Berlin)

Compound-Bogen: Katharina Raab (Wertach), Henning Lüpkemann (Sigmaringen)

Gewehr: Anna Janßen (Freising, LG), Jolyn Beer (Neustadt am Rübenberge, KK), Lisa Müller (Weingarten, LG & KK), Maximilian Ulbrich (Wielenbach, LG), Maximilian Dallinger (Haar, LG & KK), David Koenders (Mossautal, KK)

Luftpistole: Sandra Reitz (Regensburg), Josefin Eder (Frankfurt/Oder), Robin Walter (Reichenbach), Michael Schwald (Lörrach)

Schnellfeuerpistole: Christian Reitz (Regensburg), Florian Peter (Obertshausen)

Sportpistole: Doreen Vennekamp (Steinbach-Hallenberg), Michelle Skeries (Potsdam)

Skeet: Nadine Messerschmidt (Schmalkalden), Nele Wißmer (Ibbenbüren), Vincent Haaga (Oberhof), Sven Korte (Ibbenbüren), Felix Haase** (Oerlinghausen, **nur Teamwettbewerb)

Trap: Kathrin Murche (Elsnig-Mockritz), Bettina Valdorf (Frankfurt/Oder), Sarah Bindrich** (Eußenhausen, **nur Teamwettbewerb), Paul Pigorsch (Dreiheide OT Süptitz)

Trainer & Betreuer: Oliver Haidn (Bundestrainer Bogen Recurve), Marc Dellenbach (Assistenztrainer Bogen Recurve), Holger Hertkorn (Disziplinverantwortlicher Bogen Compound), Achim Veelmann (Bundestrainer Gewehr), Wolfram Waibel (Assistenztrainer Gewehr), Claudia Verdicchio-Krause (Bundestrainerin Pistole), Detlef Glenz (Bundestrainer Schnellfeuerpistole), Thomas Zerbach (Assistenztrainer Pistole), Uwe Möller (Bundestrainer Flinte Trap), Frank Günther (Assistenztrainer Flinte Trap), Axel Krämer (Bundestrainer Flinte Skeet), Jürgen Raabe (Assistenztrainer Flinte Skeet), Thomas Abel (Teilmannschaftsleiter Bogen/ gesamt), Michel Gomez-Krämer (Teilmannschaftsleiter Sportschießen), Dr. Stefan Nolte (Mannschaftsarzt), Dennis Wittkopf (Physiotherapeut)

26.06.2023 - 14:04

Das deutsche Recurve-Team wird von Mathias Kramer und Elina Idensen angeführt. Beide wiesen in diesem Jahr bereits ihre Klasse bei den internationalen Events im Erwachsenenbereich nach, Idensen gewann gar beim Weltcup in Antalya/TUR sensationell die Silbermedaille. Bei den Kadetten konnte vor allem Phil Lüttmerding überzeugen. In der Qualifikation stellte er für die 144-er Runde mit 1325 Ringen einen neuen Europarekord auf, und auch international wusste er mit guten Platzierungen zu gefallen.

Bundestrainer Marc Dellenbach rechnet diesem Trio sowie Clea Reisenweber die besten Chancen im Einzel zu, zudem im Junioren-Mixed. „Eine Medaille wäre sehr willkommen. Das Ziel ist, dass die Bogenschützen auf ihrem besten Niveau schießen, Erfahrungen sammeln und noch motivierter zurückkehren, um sich auf die nächste Saison vorzubereiten und die Wettkämpfe erfolgreich zu bestehen.“

Das gilt natürlich auch für die Compound-Auswahl, die mit fünf Schützen in Irland an den Start geht.

Das deutsche Team für die WM in Limerick

Recurve Junioren: Mathias Kramer (Lähden), Ben Greiwe (Ahrensfelde), Domenic Merkel (Altdorf), Elina Idensen (Bad Münder), Clea Reisenweber (Berlin), Johanna Klinger (Dachau)

Recurve Kadetten: Phil Lüttmerding (Calden-Fürstenwald), Knut Jacubsczik (Tremsbüttel), Leon Zemella (Tecklenburg), Melina Koepper (Berlin), Mathilda Werner (Berlin), Regina Kellerer (Raubling)

Compound Junioren: Franziska Göppel (Wassertrüdingen), Moritz Kurz (Bad Wörishofen), Ruven Flüß (Dinslaken)

Compound Kadetten: Noah Nuber (Bad Schönborn), Fabio Alex (Oberkotzau)

Betreuer: Marc Dellenbach, Freddy Siebert, Filippo Clini, Holger Hertkorn

25.06.2023 - 18:24

Bogen: Kropppen & Unruh belohnen sich nach Krimi mit Bronze
Das Ziel war die Goldmedaille und der Gewinn des olympischen Quotenplatzes. Als dieses nicht mehr möglich war, belohnte sich das Duo Michelle Kroppen & Florian Unruh zumindest mit der Bronzemedaille. Im Match um Platz drei gewann das DSB-Duo nach einem echten Krimi 5:4 (37-37, 37-36, 37-38, 36-36, 19:19) dank der besseren Zehnerwertung im Shootoff gegen Alexandra Mirca & Dan Olaru aus Moldawien. „Wir sind super happy, manchmal reichen ein paar Millimeter. Wir freuen uns, dass wir die erste Medaille für die Bogenschützen haben“, jubelte Kroppen.
Es war der Höhepunkt eines ereignisreichen Tages, mit dem das nach der Qualifikation an eins gesetzte Duo an die zuvor gezeigten Leistungen anknüpfte. Im Viertelfinale wurden die Niederländer 6:0 bezwungen, u.a. mit einer perfekten 40-er Passe. Im Halbfinale ging es gegen die Spanier, die sich am Ende immer einen Tick besser erwiesen, sodass es 2:6 (39-38, 37-38, 37-38, 37-38) hieß. „Natürlich war es schade, dass wir das Halbfinale verloren haben. Wir haben aber gute Ringe geschossen, die anderen waren einfach besser“, gratulierte Unruh fair. Und Kroppen ergänzte: „Wir haben sehr konstant geschossen, das Glück war nicht ganz auf unserer Seite.“ Nun heißt es, in den Einzeln wieder anzugreifen – auch dort gibt es Quotenplätze zu gewinnen, dazu muss „nur“ das Goldfinale erreicht werden. Bundestrainer Oliver Haidn war nach Mixed-Bronze erleichtert und zufrieden zugleich: „Ein Befreiungsschlag mit viel Selbstvertrauen für die kommenden Tage und Wochen.“

Keine Medaille, aber einen bravourösen Wettkampf zeigten Katharina Raab & Henning Lüpkemann mit dem nicht-olympischen Compoundbogen. Im Viertelfinale zogen sie gegen die überragenden Dänen Tanja Gellenthien & Matthias Fullerton mit 154:158 den Kürzeren. Im Prinzip war bereits nach der ersten Passe (37:40) eine Vorentscheidung gefallen, wie Lüpkemann einräumte „Wir hatten den schwersten Brocken vor der Brust. Ich habe etwas zu viel gezogen und lag rechts zu Beginn, das hat uns auch sofort das Match gekostet. Ab der zweiten Passe waren wir auf Augenhöhe mit den Dänen.“ Da Lüpkemann sein Achtelfinale im Einzel am Abend gegen den Türken Emircan Haney mit 145:149 verlor, sind die European Games für die beiden DSB-Compounder vorbei.

Skeet Frauen & Männer: Messerschmidt belohnt tolle Teamleistung mit Bronze
Nadine Messerschmidt hat für einen tollen Auftakt der deutschen Skeeter bei den European Games gesorgt: Die Vize-Europameisterin des Vorjahres gewann nach starker Vorstellung über die zwei Wettkampftage die Bronzemedaille und musste sich nur der Italienerin Martina Bartolomei und der Griechin Emmanouela Kazouraki geschlagen geben. Im Medaillenmatch der besten vier Schützinnen waren Messerschmidts 18 von 20 möglichen Treffern gut genug, um sich Bronze zu sichern und die Finnin Marjut Heinonen hinter sich zu lassen, zu mehr reichte es nicht, weil sie von den folgenden zehn Scheiben drei verfehlte. „Es war schön! Im Wettkampf wurde allgemein sehr hoch geschossen, das hat schon einiges abverlangt, vor allem auch im Vorkampf. Es war schön, dass Finale mit Nele zusammenzuschießen. Das Halbfinale verlief makellos, richtig, richtig gut – auch von der Aufregung her. Das habe ich mir auch für das Medaillenmatch erhofft, aber es haben sich ein paar Fehler zu viel eingeschlichen. Dennoch kann ich sehr zufrieden und glücklich mit einer Medaille nach Hause gehen“, fasste Messerschmidt den Wettkampf zusammen.
Im ersten Halbfinale der Frauen hatte Messerschmidt für ein Ausrufezeichen gesorgt: Alle 30 (!) Scheiben ließ sie zerplatzen und zog damit als Erste in das Match um die Medaillen ein. Dann war Nele Wißmer an der Reihe, die von den ersten 20 Scheiben vier verfehlte und somit als erste Schützin aus dem Halbfinale ausschied.

Bei den Männern verfehlte Vincent Haaga das Medaillenmatch um eine Winzigkeit. Der 27-Jährige traf in seinem Halbfinale - ebenso wie der Este Peeter Juerisson - 27 von 30 möglichen Scheiben, sodass zwischen diesen beiden Schützen ein Shootoff über das Weiterkommen entscheiden musste. Und dieses zog sich, weil beide Athleten keine Schwäche zeigten. Erst die zwölfte Scheibe ließ Haaga fliegen, der Qualifikations-Erste aus Estland (124 Treffer) ließ sich diese Chance nicht nehmen, Haaga wurde somit Sechster.

Vier Skeet-Schützen waren in den Einzel-Wettbewerb gestartet – alle erfüllten ausnahmslos die Erwartungen. Denn Nadine Messerschmidt, Nele Wißmer, Vincent Haaga und Sven Korte spielten allesamt vorne mit: Die beiden Athletinnen trafen jeweils 120 Scheiben und rückten somit direkt in die Halbfinals, auch Haaga und Korte waren sich einig und trafen 122 der orangenen Flugobjekte. Das bedeutete im Männer-Feld jedoch nur die Qualifikation für das Shootoff, in dem sich Haaga behaupten konnte und Korte scheiterte.

KK-Dreistellungskampf Männer: 585 Ringe reichen längst nicht
Einen Vorwurf konnten sich Maximilian Dallinger und David Koenders definitiv nicht machen: das Duo zeigte im Kleinkaliber-Dreistellungskampf eine gute Leistung. 585 Ringe sind ein international gutes Ergebnis und lange in Breslau doch nur zu den Plätzen 20 und 21. Der Grund: Es wurde unfassbar hoch geschossen, der Finaleingang lag bei 590 (!) Ringen. David Koenders: „585 klingt nicht schlecht, aber so einen Finaleingang hatten wir, glaube ich, noch nie. Ich bin mit meiner Arbeit zufrieden, es war viel und harte Arbeit und konnte meinen Handlungsablauf in meinem ersten großen „Spiele“-Wettkampf gut abrufen. Kniend bin ich schwierig gestartet, habe mich aber gut gefangen, liegend war ein bisschen schwierig, da habe ich mir drei Neuner gefangen. Es wichtig für mich, dass ich mit 99 Ringen stehend ausgeschossen habe.“

Sportpistole Frauen: Es ist noch Luft nach oben
Nach Tag eins des Sportpistolen-Wettkampfes rangieren Doreen Vennekamp (288) und Michelle Skeries (284) lediglich auf den Plätzen zwölf und 22. Im Präzisions-Teil fehlte dem DSB-Duo in einer bzw. zwei Serien die erforderliche Genauigkeit, die soll es in Teil zwei des Wettkampfes geben: dem Duell-Teil. Und dieser liegt den deutschen Sportpistolen-Schützinnen bekanntermaßen besser, sodass auf jeden Fall noch etwas in Richtung Finale möglich ist.

Folgende DSB-Teilnehmer nehmen an den European Games teil

Recurve-Bogen: Katharina Bauer (Raubling), Michelle Kroppen (Berlin), Charline Schwarz (Feucht), Florian Unruh (Berlin)

Compound-Bogen: Katharina Raab (Wertach), Henning Lüpkemann (Sigmaringen)

Gewehr: Anna Janßen (Freising, LG), Jolyn Beer (Neustadt am Rübenberge, KK), Lisa Müller (Weingarten, LG & KK), Maximilian Ulbrich (Wielenbach, LG), Maximilian Dallinger (Haar, LG & KK), David Koenders (Mossautal, KK)

Luftpistole: Sandra Reitz (Regensburg), Josefin Eder (Frankfurt/Oder), Robin Walter (Reichenbach), Michael Schwald (Lörrach)

Schnellfeuerpistole: Christian Reitz (Regensburg), Florian Peter (Obertshausen)

Sportpistole: Doreen Vennekamp (Steinbach-Hallenberg), Michelle Skeries (Potsdam)

Skeet: Nadine Messerschmidt (Schmalkalden), Nele Wißmer (Ibbenbüren), Vincent Haaga (Oberhof), Sven Korte (Ibbenbüren), Felix Haase** (Oerlinghausen, **nur Teamwettbewerb)

Trap: Kathrin Murche (Elsnig-Mockritz), Bettina Valdorf (Frankfurt/Oder), Sarah Bindrich** (Eußenhausen, **nur Teamwettbewerb), Paul Pigorsch (Dreiheide OT Süptitz)

Trainer & Betreuer: Oliver Haidn (Bundestrainer Bogen Recurve), Marc Dellenbach (Assistenztrainer Bogen Recurve), Holger Hertkorn (Disziplinverantwortlicher Bogen Compound), Achim Veelmann (Bundestrainer Gewehr), Wolfram Waibel (Assistenztrainer Gewehr), Claudia Verdicchio-Krause (Bundestrainerin Pistole), Detlef Glenz (Bundestrainer Schnellfeuerpistole), Thomas Zerbach (Assistenztrainer Pistole), Uwe Möller (Bundestrainer Flinte Trap), Frank Günther (Assistenztrainer Flinte Trap), Axel Krämer (Bundestrainer Flinte Skeet), Jürgen Raabe (Assistenztrainer Flinte Skeet), Thomas Abel (Teilmannschaftsleiter Bogen/ gesamt), Michel Gomez-Krämer (Teilmannschaftsleiter Sportschießen), Dr. Stefan Nolte (Mannschaftsarzt), Dennis Wittkopf (Physiotherapeut), Victoria Nolte (Physiotherapeutin)

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